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Diagnose Adenokarzinom

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  • Diagnose Adenokarzinom

    Hallo,
    mein Freund hat vor kurzem folgende Diagnose nach einer Stanzbiopsie der Prostata erhalten:
    Diagnose: Prostatakarzinom (1CD10C61)
    Histologie: Adeno-Karzinom G2a, Gleason-Score 3+3=6
    Tumorstadium: T2a oder T2b Nx M0
    Stanzbiopsien: 1/8 Biopsien pos.(Apex rechts)09/2007

    Kann jemand diese Diagnose genau interpretieren und allgemeinverständlich in Worte fassen?

    Welche Therapieform sollte man in diesem Falle wählen?

    Viele Grüße
    Horst


  • Re: Diagnose Adenokarzinom


    Die Angaben sind Verschlüsselungen für das Tumorstasium und die Aggressivität des Tumors. Die Angabe G2a bzw Gleason 6 geben einen Tumor mittlerer Aggressivität an. Dieser wurde in 1 von 8 Biopsien gefunden in diesem Fall Apex rechts, was die genaue Lokalisation in der Prostata bezeichnet. Das T-Stadium gibt an wie weit der Tumor ausgebreitet ist, T2a gibt an, dass er sich nur auf einer Seite befindet, falls dies die Angabe des Pathologen ist, wäre diese Erkenntnis aus der Biopsie gezogen worden, falls das die Angabe des Urologen ist, müsste sich noch ein c vor dem T befinden, also cT2a, was bedeuten würde, dass der Tumor bei der Tastuntersuchung auf einer Seite der Prostata zu tatsen war. Zur weiteren Beurteilung würden wir jetzt noch den PSA Wert benötigen. Falls Sie mir diesen auch noch mittteilen, kann ich Ihnen Aussagen zur Behandlung machen. Ach ja, Nx heisst die Lymphknoten sind nicht untersucht und M0 bedeutet, dass keine Knochenmetatstasen vorliegen.

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    • Re: Diagnose Adenokarzinom


      Sehr geehrter Herr Dr. Kahmann,

      recht herzlichen Dank für die schnelle Antwort, der PSA-Wert ist 1,28.

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      • Re: Diagnose Adenokarzinom


        Zusammen mit dem PSA ergibt sich das Bild eines sog. low risk Tumors. Diese können sehr gut mit hohen Heilungschancen behandelt werden. Sowohl die Radikaloperation (Entfernung der Prostata) als auch die Bestrahlung von aussen und die innere Bestrahlung (sog. Brachytherapie) sind Methoden der Wahl. Die 3 Methoden unterscheiden sich in dem anegegeben Tumorstadium praktisch nicht bezüglich der Heilungswahrscheinlichkeit, haben jedoch deutlich unterschiedliche Nebenwirkungsrisiken. Gerade die langfristigen Nebenwirkungen wie Inkontinenz aber auch Impotenz sind bei den inneren Bestrahlungen seltener.

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        • Re: Diagnose Adenokarzinom


          Nochmals recht herzlichen Dank für die Antwort
          Horst

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