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Künstlicher Blasenschliessmuskel

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  • Künstlicher Blasenschliessmuskel

    Guten Tag,
    ich schreibe Heute zum ersten mal, beobache diese Seite aber schon länger. Leider konnte ich bis jetzt noch keinen Eintrag über einen künstlichen Blasenschliessmuskel (FlowSecure, ProAct oder AMS 800) finden. Habe im Mai diesen Jahres einen radikale Prostata OP nach Prostatacarzinom hinter mir. Im Oktober folgte eine Schlitzung der Narbenwucherung am Blasenausgang. Seit dieser zweiten OP wurde die Inkontinenz wieder schlimmer, laut Arztbrief habe ich einen sehr schlaffen Blasenschliessmuskel. So das an einen künstlichen Blasenschliessmuskel in naher Zukunsft evt. gedacht werden muss. Leider finde ich im gesamten Netz keine Erfahrungsberichte von Betroffenen, die schon einen künstlichen Blasenschliessmuskel haben. Vielleicht gibt es hier den ein oder Anderen der schon davon gehört, oder so einen hat und mir seine Erfahrungen mitteilen kann.Ich freue mich über zahlreiche Antworten.

    dreg1936


  • Re: Künstlicher Blasenschliessmuskel


    Hallo, schönen Sonntag,
    auch mir wurde im März 07 die Prostata entfernt. Jetzt also nach 10 Monaten bin ich immer noch inkontinent und leider auch impotent. Habe ziemlich viel Beckenbodengymnastik und Elektrostimulation hinter mir. Mein Uro verliert jetzt die Geduld und rät mir zu dem künstlichen Schließmuskel. Der soll ja nicht ohne Komplikationen sein. Hast du oder jemand von den User von einem Mali Sling Band oder Argusschlinge gehört? Soll ja auch die Inko abdichten. Gruß von Horst

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    • Re: Künstlicher Blasenschliessmuskel


      Hallo erst mal
      Ich bin seit 10 Jahren Krankenpfleger auf einer Urologieschen Station.
      Über die Argusschlinge kann ich nichts sagen (auch noch nie von gehöhrt).
      In der Abteilung in der ich arbeite werden werden Scott-Swinkter (Swinkter = Schließmuskel)implantiert. Hier bei wird eine mit Kochsalzlösung gefüllte(kurz NACL) Kunstoffmanschette um die Harnröhre gelegt, die durch eine Pumpe welche im Scrotum(Hodensack)implantiert ist,geleert wird.Durch das Leeren der Manschette ist das Wasserlassen dann möglich. Bedient wird die Pumpe durch einen leichten Druck auf das Scrotum (fühlt sich an wie ein Dritter Hoden). Oberhalb der Kunstoffmanschette ist ein kleines Reservoir mit NACL, die nach dem die Pumpe betätig wurde die Kochsalzlösung wieder in einer bestimmten Zeit in die Manschette zurüch laufen läßt (quasi die Manschette auffüllt)und somit die Harnröhre zudrückt.
      Die Patienten sind damit zu 100% kontintent, wenn nicht füllt man einfach noch was NACL nach.
      Die mir bekannten Patienten sind damit zufrieden, es kommt aber häufig zu Entzündungen (vermutlich durch die mechanische Beanspruchung), wenn man die nicht in den Griff bekommt (was auch vorkommt) muss explantiert werden. Mir sind Patienten die so einen Scott - Swinekter über 10 Jahre tragen und keinerlei Probleme haben ich kenne auch welche bei denen muste das Implantat nach einem Jahr wieder entfernt werden. Hersteller Garantie sind auf jeden Fall 10 Jahre (steht auf der Verpackung). Besser ist aber immer der eigene Schließmuskel.
      MfG
      Bernd

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      • Re: Künstlicher Blasenschliessmuskel


        Hallo dreg1936,
        ich habe kürzlich einen Vortrag von Dr. Betz vom urologischen Zentrum Ratingen über das Advance Schlingensystem gehört.Mit der eingesetzten Schlinge wird der Beckenboden angehoben um die Inkontinenz zu beheben oder zumindest zu verbessern. Voraussetzung ist, dass der Schließmuskel bei der RPE nicht beschädigt wurde und noch funktionstüchtig ist, aber infolge einer Absenkung des Beckenbodens nicht mehr richtig abdichtet.Dr. Betz gibt an ca. 20 Patienten erfolgreich behandelt zu haben. Der operative Eingriff wird stationär ausgeführt.Weitere infos bei www.urologie-ratingen.de
        Gruß Jürgen

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        • Neuer, eigener Blasenschliessmuskel


          Wurde darüber noch nicht nachgedacht?

          Es wird doch nicht die Univ. Klinik Innsbruck die einzige sein, die so was macht.

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