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interessante Interview

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  • interessante Interview

    ZEIT: Sie selbst haben so etwas wie eine offene Ehe geführt.

    Welter-Enderlin: Ja, offen in dem Sinn, dass uns ganz klar war, dass wir nicht 50 Jahre mit demselben Menschen zusammen sind, ohne uns in jemand anderen zu verlieben, aber dass wir nie eine Tragödie daraus gemacht haben. Also Lustvolles auch mit anderen zu erleben, nicht unbedingt mit jemand zu schlafen, aber zärtlich zu sein oder zu tanzen, das gehörte natürlich auch zum Lebensgefühl in den Siebzigern. Wir wussten einfach: Der oder die läuft mir nicht davon, auch wenn er oder sie jetzt mit jemand anders sehr zärtlich ist. Wenn jetzt wieder so viel von Treue geredet wird und dieses Spielerische einfach weggeblasen wird, habe ich damit meine Probleme.


    Komplett könnt ihr das Interview auf Zeit.de lesen. Das ist wirklich interessant- die Frau ist um die 70 und mir war die Dame unbekannt... einem Dr. Riecke könnte der Name eher etwas sagen...


  • RE: interessante Interview


    was wolltest du uns jetzt mit einem kopierten artikel sagen. z.b. das du keiner eigenen gedanken fähig bist ?

    Kommentar


    • RE: interessante Interview


      und was wolltest du uns mit deinen kommentar sagen ??? das du in der lage bist zu erkennen das es kopiert ist??

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      • RE: interessante Interview


        hei, wers kann, soll das leben, ich könnte es nicht...

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        • RE: interessante Interview


          @gazelle09: *....dir da vollkommen zustimm* Ich könnts auch nich!!!

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          • RE: interessante Interview


            wo beginnt Treue, und wo hört sie wieder auf?
            Entspricht das seinerzeitige Verhaltensschema noch dem klassischen Wunsch einer Beziehung? Ist Zusammenleben um jeden Preis wirklich wünschenswert?

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            • RE: interessante Interview


              Hallo Shanti,
              ich meine nicht, dass ein Zusammenleben um jeden Preis wünschenswert ist. Das sollte wohl in wesentlichen Punkten schon passen.
              Treue mag da für den Einzelnen unterschiedliche Bedeutungen haben, allerdings finde ich, dass es mit einer Reduzierung auf "sexuelle Treue" (auch in Gedanken?) nicht getan ist.
              und ;-) - ich habe das nicht um des Zitierens Willen hier reinkopiert, sondern weil es sich um ein Partnerschaftsproblemforum (ups) handelt und ich dieses Interview hilfreich fand, sich in diesen Zusammenhängen mit den Erfahrungen (persönlichen wie beruflichen) einer Therapeutin zu beschäftigen.
              Unten habe ich zu deinem Thema noch einen anderen Teil angehängt, frage mich aber gerade, was du mit "dem klassischen Wunsch einer Beziehung" meinst.

              Auf Antwort hoffend, also noch weiter Auszüge des Textes in der Zeit. Vollständig kannst du das auch lesen: www.zeit.de/2006/34/Paartherapeutin-34

              ZEIT: Frau Welter-Enderlin, Sie sind verliebt in Happy Ends! Aber gibt es bei Ihnen nicht auch Geschichten, die in eine Trennung münden, ins Scheitern einer Beziehung?

              Welter-Enderlin: Damit rechne ich immer. Dass jemand so verletzt ist von einer Geschichte, von Außenbeziehungen, das gibt es natürlich. Aber beim Paar, das eben hier war, habe ich gefragt, ob sie sich auch mal überlegt hat, zu gehen. Sie hat die Tränen abgewischt und gesagt: Nein, diesen Gefallen tu ich ihm nicht, ich will ihn nämlich. Und der Mann war sehr berührt, dass sie so klar gesagt hat, sie wolle ihn.

              ZEIT: Derzeit gibt es eine Art Renaissance von Werten, auch von Familie, als Reflex auf Globalisierung, auf Unsicherheit. Viele 68er dagegen haben Familie auch als Hort von Kontrolle und von Enge empfunden. Birgt die Familie mehr Fluch oder Segen?

              Welter-Enderlin: Das kommt auf die Familie an – und auf die Perspektive. Ich habe meine Familie als Segen erlebt. Aber ich kann mir vorstellen, dass einige meiner vielen Geschwister das nicht so sehen.

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              • RE: interessante Interview


                Danke für diese Zusatzinformation. :-)))

                Mit klassischer Beziehung meinte ich, mit dem Partner ein Leben lang zusammenzubleiben, auch wenn es große Probleme regnet. Eine schon etwas ältere Freundin von mir hat mal dazu ältere Frauen aus ihrer Gemeinde dazu näher befragt. Unter dem Deckmantelchen des trauten Familienglückes kam dann heraus, dass der Mann ein Verhältnis mit Nachbarin xy hatte, jedoch dieses ein "wohlgehütetes Geheimnis" blieb, weil sowas tut man ja nicht. Oder anders ausgedrückt, man (Frau) spricht nicht darüber und schluckt alles runter, bzw. entschuldigt die Verhaltensweisen des Partners.

                Ich persönlich vertrete zwar die Einstellung, man soll nicht immer sofort die Flinte ins Korn werfen, wenn es mal gröbere Probleme gibt. Jedoch nur an einer Partnerschaft festhalten, die eigentlich keine mehr ist, halte ich für verlorenes Liebesglück. Der Mensch lebt nur einmal.
                Na gut, eventuell kommen wir nochmal als "Wurm" auf die Erde zurück, sofern man sich nicht schon zu Lebzeiten als solcher entpuppt hat. ;-)))
                Der umgekehrte Fall der heute m. E. ziemlich stark vertreten ist, man gibt zu schnell eine Beziehung auf - unabhängig davon, ob man sie noch retten könnte. Man unternimmt garkeinen ernsthaften Versuch mehr, etwaige Probleme zu lösen, oder die Beziehung zu kitten. Vielleicht leben wir aber auch in einer zu schnelllebigen Zeit, wo ein jeder nur soviel wie möglich "mitnehmen" möchte. Ohne sich über etwaige Verluste Gedanken zu machen.

                Auf alle Fälle habe ich mir fest vorgenommen, bei meinem nächsten Besuch in einer Buchhandlung, mich um Lektüren von Frau Welter-Endelin umzusehen. Das was ich bisher gelesen habe, erscheint mir doch ziemlich interessant zu sein. :-)))

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                • RE: interessante Interview


                  ...und ich würde es auch nie wollen...

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                  • RE: interessante Interview


                    Es freut mich doch sehr, das du dich so damit befasst hast - ganz offenbar den link in Gänze gelesen.. und so weisst du auch warum ich das als Gedankenansatz hierher kopiert hatte- den kompletten Text hätte kaum jemand gelesen und ich hatte nur ein recht provokantes Statement aus dem Zusammenhang gerissen.
                    Dabei denke ich weniger an die üblichen Autoren, als auch die Mitleser, denen es unter Umständen von Nutzen sein kann, sich mal "theoretischer" mit Partnerschaften und den gesellschaftlichen Zusammenhängen zu beschäftigen.

                    Im Grunde haben wir keine sehr unterschiedliche Ansicht: Langfristige Beziehung ( dein "klassisch") bedarf auch langfristiger Bemühung und manch mal geht es trotzdem nicht, weil es eben nicht passt.

                    Ich weiss nicht, ob ich als Wurm wiedergeboren werde und ob überhaupt. Allerdings scheint es auch mir notwending, sich mit dem derzeitigen Sein auseinander zu setzten.

                    Trotz allem bleibt mal die Frage: Wann sollte man kitten- oder warum? Es muss ja mindestens eine Art gemeinsames Ziel geben geben. Wenn dann z.B. Nachkommenschhaft oder Wirtschaftsgemeinschaft als Mortiv ausfallen, sind wir bei " höheren" Werten einer Beziehung. was die Sache doch erst Recht nicht einfacher macht, oder...?

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                    • RE: interessante Interview


                      die Thematik interessiert mich schon allein deswegen, weil man diese erweitern und so ziemlich in jede zwischenmenschliche Beziehung integrieren kann. Nicht nur in eine gelebte Partnerschaft.

                      Den Versuch unternehmen, eine Beziehung zu retten (egal, welcher Art), sollte man meiner Ansicht nach dann, wenn es für einen selbst noch Sinn ergibt. Dabei gilt es allerdings vorher mehrere Kriterien zu berücksichtigen: Wo kann man bei der Problemlösung ansetzen, gibt es reale Chancen eine Änderung herbeizuführen, sind diverse Macken tatsächlich so störend, dass sie inakzeptabel sind, wo sind die Stärken/Schwächen des Anderen, wie verhält es sich mit den eigenen, wie groß sind die Verletzungen, die man erfahren, oder zugefügt hat, etc....
                      Die Palette der Fragestellung ist lang und sicher auch individuell.
                      Gemeinsame Kinder und Gütergemeinschaft sind ein anderer heißer Faktor.

                      Nur denke ich, man kann nicht alles über einen Kamm scheren. Dazu kommt sicher auch noch, wie intensiv war die Beziehung. Lohnt es sich tatsächlich den gemeinsamen Weg weiterzugehen, oder ist es letztendlich für alle Beteiligten besser, man trennt sich. Diese Frage und Antwort wird (oder sollte) sich wohl ein jeder stellen, der in solch einer Situation steckt. Wie überall im Leben gibt es jedoch auch hierzu kein Patenrezept. Dazu sind die Menschen und ihre persönlichen Eigenheiten zu verschieden. Man kann nur jedem wünschen, dass er für sich die richtige Form wählt. Zu gehen, bedeutet nicht immer Egoismus. Oft ist es auch auf lange Sicht gesehen, der beste Weg für alle.

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