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Suche Rat?

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  • Suche Rat?

    Hallo

    Habe eine wichtige Frage und hoffe dass die¨ehrlich beantwortet wird.
    Ich weiss nicht so recht ob dass hier ins Forum passt. Ich habe vor kurzem mein Vater sehr plötzlich verloren. Mein Vater ist in den Ferien an einem Herzstillstand verstorben. Er war erst 51 Jahre alt. Vermisse ihn sehr, weiss zur Zeit gar nicht wie ich damit umgehen soll. Stelle mir dauernd Fragen Warum ist er so früh gegangen. Wie geht es ihm jetzt und al solche Gedanken. Kann nichts machen ohne dabei einen schlechten Gedanken zu haben, denke z.b. jetzt du schreibst hier und dein Vater ist tot. In meinem Freundeskreis kann niemand nachempfinden was ich fühle denn deren Eltern, Mutter, Vater leben noch. Und die wollen nicht mit mir reden, weil die mir keine Ratschläge geben können. Ich hätte gerne jemanden zum reden. Jedoch kenne ich niemandem dem es leider auch passiert ist. Ich würde so gerne die Zeit zurückdrehen. Und finde dass Leben scheisse und ungerecht.


  • RE: Suche Rat?


    Es tut mir leid um das, was Dir da Dein Leben so viel ärmer und ungerecht erscheinen läßt.
    Aber dieses Forum ist bestimmt nicht dafür geeignet. Das ist eine zu ernste, eine zu sehr persönliche Sache, als dass es hier (selbst wohlgemeint) breitgetreten wird.


    Vom schmerzlichen Umgang mit der Trauer: Strategien ...
    >>> www.psychotipps.com

    Alles Gute und die nötige Kraft!

    Yildran.

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    • RE: Suche Rat?


      Hey, bin grad durch zufall auf deine Meldung gestoßen, und ich gehe da jetzt drauf ein.
      Weil ich Dir sagen möchte, das du nicht alleine bist, es geht anderen auch so.
      Ich kann dich so gut verstehen, dass ist ein so unbegreiflicher Schmerz, dass man das Gefühl hat man bekommt keine Luft, möchte rennen aber kann nicht, möchte schreien aber man bekommt kein Ton raus.
      Ich möchte dir keine Angst machen, aber deine Trauer dauert und du wirst ewig daran denken.
      Wichtig ist nur, dafür ist es aber noch zu früh, dass du irgendwann damit leben kannst.
      Man muss versuchen den Schmerz des Verlustes so zu Leben, dass man sich selber nicht verliert.
      Denn ganz im Ernst das hätte dein Papa nie gewollt, dass du soooo leidest.
      Denke und spreche offen darüber auch wenn viele nicht hören wollen das es einem sehr schlecht geht. lasse alles raus, weine so viel du magst, aber du darfst nie vergessen, dein Leben muss weiter gehen, auch wenn du immoment denkst:wie denn, lustig!
      Versuche das es dir trotz des Verlustes gut gehen zu lassen, auch wenn es dir schlecht geht.
      Denke daran, dass ist ganz normal.
      Mir geht es auch immer wieder schlecht, aber ich lasse es nur kurz zu und dann sage ich mir, jetzt fang dich wieder und geh raus.
      Weil grade in solchen Situationen fällt man schnell ins Selbstmitleid ...

      Und das hört sich jetzt schlimm an, aber Dunkler als Nacht kann es nicht werden.
      Ich weiss du schaffst es, damit fertig zu werden.

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      • RE: Suche Rat?


        Hallo!

        Mir ist auch etwas ähnliches passiert, deshalb möchte ich Dir auf jeden Fall antworten um Dir zu sagen daß Du wirklich nicht allein bist!
        Leider kann ich Dir keine konkreten Tips geben, wir Du mit der Situation umgehen kannst. Ich kann Dir nur auf ein paar Gedanken antworten, die ich damals auch oder ähnlich hatte....
        zum Beispiel die Frage, warum ihm das passieren mußte - und damit auch Dir : sie ist nicht zu beantworten und eigentlich gibt es sie nicht. Warum er stirbt und nicht jemand anders, diese Frage ist eine gedankliche und gefühlsmäßige Sackgasse. Es ist wahrscheinlich der schwierigste Schritt, aber mach Dir klar, daß Du seinen Tod als Tatasache annehmen mußt.
        In diesem sinne müssen Dich Deine Freunde auch nciht verstehen - sie müssen nicht nachfühlen können, wie es Dir geht. Es reicht, daß sie Dich lieben und auf ihre Art für Dich da sind. Ich habe mich damals so einsam gefühlt und dieses Gefühl habe ich immer mehr vergrößert, indem ich Menschen suchte, die mich "verstehen". Es reicht, daß sie Dich in Deiner Trauer wahrnehmen. Öffne Dich, verlass Dich auf sie, nimm ihre Hilfe an. Dann können sie auch immer besser begreifen, wie Du Dich fühlst.
        Und das Allerwichtigste: Nimm Dir Zeit!!!! Nimm Dir Zeit, Dich selbst zu beobachten, Deine Gefühle zu durchleben, zu vermitteln. Dieser Schicksalsschlag ist ab jetzt teil Deines Lebens - er wird es immer sein. Das hat positive und negative Seiten, die Du innerhalb der nächsten Jahre und Jahrzehnte entdecken wirst.
        Ich wünsche Dir ganz viel Kraft zum Trauern!

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        • RE: Suche Rat?


          Danke für die Beiträge. Ich habe nur eine beste Freundin aber die hat mich im Stich gelassen, so denke ich mir mal. Als ich von der Polizei erfuhr dass mein Vater verstorben ist, ist sie zwar zu mir gekommen, aber als ich weiteren Besuch von der Familie bekam und Kaffee für die machen konnte und ansich lieber alleine gewesen wäre in der Trauer, hat sich meine Freundin aufs Sofa gelegt und geschlafen und da denke ich mal dann hätte sie auch zuHause bleiben können, denn sie war mir gar keine Hilfe. Ich war zuHause, der Rest der Familie war in den Ferien wo ja mein Vater dann leider plötzlich verstorben ist. Ich versuchte hier zu hause stark zu sein und auf meine Familie zu warten bis die abends am flughafen landeten. Ich war kraftlos an dem Tag, hätte am liebsten geweint allein, jedoch habe ich dann den Leuten die dann bei mir zu Hause waren Kaffee und so gemacht. Ich hätte sie am liebsten rausgeschmissen. Und ich wollte nur noch meine Mutter in die Arme schliessen und meine Geschwister, jedoch konnten die erst nach 14 Stunden nach dem Tod meines Vaters zurückfliegen weil sie ansich noch 1 Woche dableiben wollten. Als dann meine Freundin zu mir kam, dachte ich die würde mir helfen. Aber nein die war müde und wollte nur schlafen. Die hat nicht mal an mich gedacht, ich bin durchs Haus gelaufen wie eine Mumie, mir war schlecht, ich hatte keine Kraft. Mit der Freundin konnte ich sowieso nie gut reden, ich kenne die schon seit über 10 Jahren aber ihr etwas richtig anvertraut habe ich nie. Ich glaube auf so eine Freundin kann ch wohl gut verzichten. Es geht mir mehr darum dass wenn sie schlafen wollte auch zu Hause hätte bleiben können und dass machte mich wütend, weil ich niemanden zum reden hatte bis dass meine Familie wieder kam.

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          • RE: Suche Rat?


            Du, dass ist meistens so, dass du in solchen Situationen merkst, dass Freunde keine Freunde sind.
            Das kenne ich gut.
            Nur manchmal ist es auch Angst die deine Freunde haben, weil sie nicht wissen, wie sie in solchen Situationen mi dir umgehen sollen.
            Es gibt da zwei Möglichkeiten, da darfst du nicht allzu hart urteilen, bersuche offen mit Ihr darüber zu reden, sag Ihr was du denkst.
            Und wie du es empfandst als sie bei Dir geschlafen hat, weil im ernst schlimmer kann es nicht werden.
            Sag Ihr, dass du entäuscht bist.
            Und vielleicht siehst du die Situation ganz anders und sie erzählt dir, wie schwer es für sie ist die richtigen Worte zu finden.
            Es gibt Menschen, die handeln falsch, obwohl sie tief mit dir mitfühlen.
            Falls sie wirklich ein Mensch ist der so oberflächlich ist das du keine Spur von Herzlichkeit und Verständnis spürst, dann vergiß sie. Aber probiere es ruhig mal aus.
            Und mach dir nicht so viel Gedanken um andere, wichtig ist jetzt dass du wieder zu Dir findest und lernst damit zu leben.


            trauer22 :
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            Danke für die Beiträge. Ich habe nur eine beste Freundin aber die hat mich im Stich gelassen, so denke ich mir mal. Als ich von der Polizei erfuhr dass mein Vater verstorben ist, ist sie zwar zu mir gekommen, aber als ich weiteren Besuch von der Familie bekam und Kaffee für die machen konnte und ansich lieber alleine gewesen wäre in der Trauer, hat sich meine Freundin aufs Sofa gelegt und geschlafen und da denke ich mal dann hätte sie auch zuHause bleiben können, denn sie war mir gar keine Hilfe. Ich war zuHause, der Rest der Familie war in den Ferien wo ja mein Vater dann leider plötzlich verstorben ist. Ich versuchte hier zu hause stark zu sein und auf meine Familie zu warten bis die abends am flughafen landeten. Ich war kraftlos an dem Tag, hätte am liebsten geweint allein, jedoch habe ich dann den Leuten die dann bei mir zu Hause waren Kaffee und so gemacht. Ich hätte sie am liebsten rausgeschmissen. Und ich wollte nur noch meine Mutter in die Arme schliessen und meine Geschwister....

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            • RE: Suche Rat?



              Trauer muss man zulassen, sie lässt sich nur schwer auf mehrere Schultern verteilen.
              Freunde sind damit meist überfordert.

              Es hilft Ihnen vielleicht, mit Ihren Verwandten -den Mitbetroffenen- zu sprechen, ganz konkret über die Umstände des Todes, dass Ihr Vater wenigstens nicht gelitten hat.
              Was können Sie vielleicht für Ihre Mutter tun... ?

              Nur nicht auf oberflächliche Ablenkungen von Freunden einlassen, so gut sie auch gemeint sind.
              Dafür ist es zu früh.

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              • RE: Suche Rat?


                Ich gucke meinem Vater seit gut 5 Jahren beim sterben zu - wirklich helfen kann ich nicht - er kämpft, er quält sich, es kommen immer mehr Krankheiten dazu, immer mehr Drogen, immer mehr Schmerzen, Hilflosigkeit, Abhängigkeit etc...Gespräche innerhalb der Familie fühlen sich an wie ein Spaziergang über ein Minenfeld...die einen haben entweder irgendwas anderes "ganz wichtiges" zu tun oder tun einfach so, als würde er nur simulieren, oder werden sofort wütend, meine Mutter fühlt sich vernachlässigt und überfordert und nicht genug beachtet, oder...oder, oder...ich schwanke in einem Fort zwischen Hoffen, Bangen, Hilflosigkeit, Wut, Selbstmitleid...aber vor allem das schlechte Gewissen ist der killer - egal was ich tue, sobald es mir echte Freude bereitet ist sofort das schlechte Gewissen da....es geht nicht darum, ob mein Vater stirbt sondern wie...aber im Grunde betrauere ich mich selbst am meisten...und dass bringt wieder schlechtes Gewissen und macht mich auf mich wütend - ich bin hier weder der Patient noch das Opfer noch kann ich irgendetwas hilfreiches tun...aber um irgendwie klar zu kommen, stopfe ich meinen Kopf mit medizinischen Details voll, suche im Internet alles was ich finden kann, nerve Ärzte, Krankenhauspersonal, spiele die Putzfrau meiner Mutter...etc...und manchmal rede ich mir sogar ein, dass das meine Aufgabe ist...dafür bin ich hier...um Ordnung ins Chaos zu bringen...aber letztlich weiß ich dass ich das nur tue, weil ich sonst nichts mehr auf die Reihe kriege...aus der Nummer können mich auch meine besten Freunde nicht erretten...darum geht es...

                Es gibt keine mirakulöse Errettung oder echten Trost, der die ganze Ohnmacht ausschalten kann...nachdem vor einigen Jahren einer meiner besten Freunde "verstorben"ist...habe ich nun, für mich gelernt, dass es NIE ok sein wird, es wird sich nie "normal" anfühlen...aber das "wie" und "warum" er gegangen ist, ist nicht mehr fordergründig...und ich weiß einfach, dass er und auch seine "Abreise" zu einem Teil meiner eigenen Geschichte geworden ist...und auch immer sein wird...er hat schon zu Lebzeiten riesen Fussabdrücke mit seinen Käsefüssen in meinem Leben hinterlassen und sein Freitod hinterließ einen mächtigen Krater...einen Krater, den ich nach einiger Zeit der absoluten Taubheit mit Grünzeug und Bäumen bepflanzt habe...mit all den Erinnerungen und schönen Momenten und auch mit den Krächen und Abstürzen, die wir zusammen hatten, wenn ich die vergessen würde und ihn zum Heiligen machen würde, dann würde er mir Alpträume oder so schicken lol...aber wie und wann ich damit angefangen habe, weiß ich nicht zu sagen...ich kann nicht mal behaupten, dass ich darüber nachgedacht hätte...es ist was es ist...ein Krater...aber ein sehr lebendiger und grüner

                Man muss als gesunder atmender Mensch Entscheidungen treffen, die man gar nicht treffen möchte - wie z.B. ist es ok, wenn ich mir irgendwelchen Quatsch im Fernsehen reinziehe oder wenn ich Freude zulasse, kommt dann das schlechte Gewissen mit noch mehr Power zurück?...man muss aber auch irgendwie ganz normal weiter funktionieren, weil das Chaos außerhalb der Blase ja nur immer größer wird und dann fragt man sich immer zu...wozu? Und alles was vorher selbstverständlich erschien,ist plötzlich gar nicht mehr selbstverständlich und normal, und das macht einen für sich selbst und natürlich für alle anderen, ganz furchtbar anstrengend und unberechenbar...die sind noch viel Hilfloser als man selbst und gerade die, die ganz besonders lieb sein wollen, sagen dann so Sachen wie "Wird schon wieder" oder "Komm, wir unternehmen was Schönes um Dich abzulenken" oder ganz heftig "Du musst jetzt an Dich denken, Dein Leben geht weiter"....als ob man das nicht wüßte...aber Leben an sich ist gerade jetzt überhaupt nicht toll, nicht war?! Eher was, was einem so aufgedrückt wird und dafür soll man auch noch arbeiten und sich anstrengen und sich dafür Dankbar zeigen....das macht nicht gerade Sinn auch noch dauernd darüber nachzugrübeln, ob das Leben nicht doch ganz toll ist, man aber gar nichts davon merkt...

                Für mich ist Trauer auch immer ganz viel Selbstmitleid...und ich finde, im Moment solltest Du Dir selbst ganz viel davon erlauben und zulassen....pass nur auf, dass Deine Freunde Dich nicht wie eine "Schwachsinnige" behandeln...es kurzfristig sein, ist eine Sache...aber so behandelt zu werden, eine ganz andere!

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