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Umgang mit Ex

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  • Umgang mit Ex

    Guten Abend!

    Ich bin per Zufall auf dieses Forum gestoßen und muß direkt mal eine Frage los werden!
    Ich habe eine fast 17-jährige Ehe hinter mir und bin frisch geschieden - allerdings schon 2 Jahre getrennt! Ich habe zwei Kinder, die mehr oder weniger regelmäßigen Kontakt zu ihrem Vater haben. Dadurch habe ich auch immer wieder Berührungspunkte mit meinem Ex - leider!
    Kurz noch zur Vorgeschichte: dieser Mann hat mich jahrelang tyrannisiert, weil er psychisch krank ist und es laufen noch verschiedene Gerichtsverfahren. Wenn ich diesen Mann sehe, bekomme ich ein Gefühl, als würde er mich psychisch "vergewaltigen", weil er immer wieder Einfluß auf mein Leben nimmt. Das will ich aber nicht!!! Brauche ich jetzt selber eine Psychotherapie oder sind dies relativ "normale" Gefühle, die eine Trennung/Scheidung mit sich bringen?

    Vielen Dank schon mal für die Antworten!


  • RE: Umgang mit Ex


    die nötige Kraft , diese Begnungen psychisch wegzustecken, kannst Du nach meinen Erfahrungen nur aus Deinem engen und engsten Umfeld saugen.
    Dazu gehören in jedem Fall auch Deine Kinder.Wenn Du sie liebst, soll heißen, ihnen die Chancen für eine gesunde Entwicklung hin zur Eigenständigkeit nicht vermasselst, verliert er sehr schnell den Einfluß auf Deine Psyche.
    Eine professionelle Begleitung solltest Du aber - unabhängig davon - in der momentanen Verfassung annehmen.

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    • RE: Umgang mit Ex


      Da die gemeinsamen Kinder auch in Zukunft einen Kontakt zu Deinem Ex nicht ausschliessen, solltest Du Dir helfen lassen um die in Dir negativen Gefühle zu verarbeiten.

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      • RE: Umgang mit Ex


        hi!

        keine schöne geschichte. auch ich denke, dass es hilfreich sein wird, eine therapie zu machen. du lebst mit ängsten und unter einflüssen, die dir nicht schmecken. ich meine, dass dir eine therapie helfen wird, dich emotional davon zu lösen und dich zu festigen. so bietest du dir selbst (und den kindern) einen anker, der dir hilft, das nötige selbstbewusstsein zu bekommen, um schwierige situationen zu handeln. außerdem sind wir schon lange davon entfernt, menschen, die eine therapie machen, als psychos zu bezeichnen.

        viel glück
        gazelle09

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        • RE: Umgang mit Ex


          eine therapie kann für dich nur hilfreich sein, und du hast bestimmt auch recht, dass er noch einfluss auf dein leben nimmt, nicht nur unverarbeiteter gefühle, sondern auch der kinder wegen, die je nach alter und dessen, was sie mitgemacht haben durchaus manipulierbar sind.

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          • RE: Umgang mit Ex


            Wenn er tatsächlich psychisch krank ist, lässt Du Deine Kinder dann mit ihm alleine oder ist dann Jemand von der Jugendführsorge dabei?

            Ich kann mir schon vorstellen, dass eine Gesprächstherapie Dir gut tun würde - sone langjährige Geschichte legt man nicht einfach zu den Akten und macht den Schrank zu, und wenn man das von sich aber abverlangt, dann wirds noch heftiger...- ist so als wenn Du ne offene Tür (Eure Beziehung, die Vorkommnisse und Emotionen) immer wieder zu machst, weil Du das für Besser und vernünfiger hältst (nach den Treffen) und sie Dir beim nächsten Termin wieder voll ins Gesicht fliegt...und alles was in diesem "EX-RAUM" drin ist, stürmt raus und überrollt Dich auch noch - kein Wunder, dass Du das Gefühl hast, Dein Ex-Mann würde Dich immer noch beherrschen wollen. Um zu lernen, dass es erstmal besser ist, die Tür offen zu lassen und wie man sich auch wieder "traut" reinzugucken (um dem Horror einen Namen geben zu können, um einzelne Episoden aus der sicheren Distanz bewerten zu können, um dann tatsächlich auch zu merken, dass dies und das seine Macht verloren hat) - kann eine Therapie wirklich sehr gut sein...und wenn Du dann auch wieder mit mehr Gedankenklarheit und weniger Angst einem Treffen beiwohnst (weil Du eben vorher schon mal drauf eingegangen bist, dann wirst Du auch Deinem EX Signalisieren, dass Du eben nicht mehr so leicht manipulierbar bist...und Du wirst hoffentlich merken, dass er auch nur ein Mensch ist, dass Deine Ängste viel größer und mächtiger waren, als er ...

            Alles Liebe

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            • RE: Umgang mit Ex


              Guten Abend Ihr Lieben Alle!

              Vielen Dank für Eure Antworten! Ich bin ganz erstaunt, dass mir so Viele zu einer Therapie raten! Ich hatte mir in der Zeit, als ich mir überlegt habe, mich von meinem Ex zu trennen, verschiedentliche Hilfe geholt. Es waren Eheberatungsstellen, eine Kur mit psychologischer Betreuung und Hilfe durch einen Verein für Angehörige psychisch kranker Menschen dabei. Ich kann nur sagen, dass es mir bisher immer gut getan hat, professionelle Hilfe anzunehmen. In der Entscheidungsphase war mir dies eine sehr große Unterstützung - sonst wäre ich vielleicht immer noch in den "Klauen" meines Ex! Jetzt hatte ich nur gedacht, dass so eine Phase, wie ich sie jetzt durchmache, jeder durchmacht, der sich trennt. Aber anscheinend ist dies nicht der Fall und ich werde mich nochmal schlau machen, wer mir am besten helfen kann!
              Man muss sich das Leben mit einem psychisch kranken Menschen so vorstellen, wie mit einem Alkoholkranken oder einem gewalttätigen Mann. Nach der Phase des Tyrannisierens (in meinem Fall), folgte immer ein entschuldigen und "..ich mach es nie wieder...". Und so eine Erfahrung machen doch tausende Frauen (und auch Männer) und sie müssen doch auch irgendwie fertig werden damit!?
              Noch zu meinen Kindern: sie sind 11 und 14 Jahre alt. Die Kleine liebt ihren Papa vorbehaltlos und die Große ist häufiger schon nicht zu ihm gegangen. Sie leidet auch am meisten, weil sie Papas Verhalten oft nicht versteht. Sie hat auch häufige psychosomatische Symptome, wie Kopfschmerzen/Migräne und Bauchschmerzen/Magenschmerzen. Sie ist in ärztlicher Behandlung. Eine Unterstützung übers Jugendamt bekommen wir nicht, weil alles noch in relativ "normalen Bahnen" läuft. Sollte es mal schwieriger werden, werde ich mir auch da entsprechende Unterstützung holen!

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