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Was Kinder sich wünschen...

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  • Was Kinder sich wünschen...

    Wenn Eltern sich trennen - das wünschen sich Kinder:


    Vergesst nie: Ich bin das Kind von euch beiden.
    Ich habe jetzt zwar einen Elternteil, bei dem ich hauptsächlich wohne und der die meiste Zeit für mich sorgt. Aber ich brauche den anderen genauso.

    Fragt mich nicht, wen von euch beiden ich lieber mag. Ich habe euch beide gleich lieb.

    Macht den anderen also nicht schlecht vor mir. Denn das tut mir weh.
    Helft mir, zu dem Elternteil, bei dem ich nicht ständig bin, Kontakt zu halten.
    Wählt für mich seine Telefonnummer oder schreibt die Adresse auf einen Briefumschlag. Helft mir, zu Weihnachten oder zum Geburtstag ein schönes Geschenk für den anderen zu basteln oder zu kaufen. Macht von den neuen Fotos von mir immer einen Abzug für den anderen mit.

    Redet miteinander wie erwachsene Menschen.
    Aber redet. Und benutzt mich nicht als Boten zwischen euch - besonders nicht für Botschaften, die den anderen traurig oder wütend machen.

    Seid nicht traurig, wenn ich zum anderen gehe.
    Der, von dem ich weggehe, soll auch nicht denken, dass ich es in den nächsten Tagen schlecht habe. Am liebsten würde ich ja immer bei euch beiden sein. Aber ich kann mich nicht in zwei Stücke reißen - nur weil ihr unsere Familie auseinander gerissen habt.

    Plant nie etwas für die Zeit, die mir mit dem anderen Elternteil gehört.
    Ein Teil meiner Zeit gehört meiner Mutter und mir, ein Teil meinem Vater und mir. Haltet euch konsequent daran.
    Seid nicht enttäuscht oder böse, wenn ich beim anderen bin und mich bei euch nicht melde.

    Ich habe jetzt zwei Zuhause. Die muss ich gut auseinander halten - sonst kenne ich mich in meinem Leben überhaupt nicht mehr aus.
    Gebt mich nicht wie ein Paket vor der Haustür des anderen ab.
    Bittet den anderen für einen kurzen Moment rein und redet darüber, wie ihr mein schwieriges Leben einfacher machen könnt. Wenn ich abgeholt oder gebracht werde, gibt es kurze Momente, in denen ich euch beide habe. Zerstört das nicht dadurch, dass ihr euch anödet oder zankt.

    Lasst mich vom Kindergarten oder bei Freunden abholen, wenn ihr den Anblick des anderen nicht ertragen könnt.

    Streitet euch nicht vor mir.
    Seid wenigstens so höflich miteinander, wie ihr es zu anderen Menschen seid und wie ihr es auch von mir verlangt.

    Erzählt mir nichts von Dingen, die ich noch nicht verstehen kann.
    Sprecht darüber mit anderen Erwachsenen, aber nicht mit mir.

    Lasst mich meine Freunde zu beiden von euch mitbringen.
    Ich wünsche mir ja, dass sie meine Mutter und meinen Vater kennen und toll finden.

    Einigt euch fair übers Geld.
    Ich möchte nicht, dass einer von euch viel Geld hat - und der andere ganz wenig. Es soll euch beiden so gut gehen, dass ich es bei euch beiden gleich gemütlich habe.

    Versucht nicht, mich um die Wette zu verwöhnen.
    Soviel Schokolade kann ich nämlich gar nicht essen, wie ich euch beide lieb habe.

    Sagt mir offen, wenn ihr mal mit dem Geld nicht klarkommt.
    Für mich ist Zeit ohnehin viel wichtiger als Geld. Von einem lustigen gemeinsamen Spiel habe ich viel mehr als von einem neuen Spielzeug.

    Macht nicht immer soviel ,,action" mit mir. Es muss nicht immer was Tolles oder Neues sein, wenn ihr etwas mit mir unternehmt. Am schönsten ist es für mich, wenn wir einfach fröhlich sind, spielen und ein bisschen Ruhe haben.

    Lasst möglichst viel in meinem Leben so, wie es vor eurer Trennung war.
    Das fängt bei meinem Kinderzimmer an und hört auf bei den kleinen Dingen, die ich ganz allein mit meinem Vater oder meiner Mutter gemacht habe.

    Seid lieb zu den anderen Großeltern
    – auch wenn sie bei eurer Trennung mehr zu ihrem eigenen Kind gehalten haben. Ihr würdet doch auch zu mir halten, wenn es mir schlecht ginge! Ich will nicht auch noch meine Großeltern verlieren.

    Seid fair zu dem neuen Partner,
    den einer von euch findet oder schon gefunden hat. Mit diesem Menschen muss ich mich ja auch arrangieren. Das kann ich besser, wenn ihr euch nicht gegenseitig eifersüchtig belauert.
    Es wäre sowieso am besten für mich, wenn ihr beide bald jemanden zum Liebhaben findet. Dann seid ihr nicht mehr so böse aufeinander.

    Seid optimistisch.
    Eure Ehe habt ihr nicht hingekriegt - aber lasst uns wenigstens die Zeit danach gut hinbekommen. Geht mal meine Bitten an euch durch. Vielleicht redet ihr miteinander darüber. Aber streitet nicht. Benutzt meine Bitten nicht dazu, dem anderen vorzuwerfen, wie schlecht er zu mir ist. Wenn ihr das macht, habt ihr nicht kapiert, wie es mir jetzt geht und was ich brauche, um mich wohler zu fühlen.


    Quelle
    Arbeitskreis Eltern für Kinder


  • RE: Was Kinder sich wünschen...


    wer all das erfüllen kann, was die kinder sich wünschen, der ist so liebe- und verständnisvoll, dass eine trennung/scheidung nicht vollzogen werden muss!

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    • RE: Was Kinder sich wünschen...


      der umkehrschluss ist dann, dass alle, die sich trennen/scheiden lassen nicht liebe- und verständnisvoll sind????

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      • RE: Was Kinder sich wünschen...


        hallo der Mann,

        eins sollte man nicht vergessen diese zeilen sind aus sicht eines kindes und aus der sicht absolut korrekt. ich habe es mit meinem geschiedenen mann hinbekommen. unsere kinder haben uns beide und die hilfe von beiden und auch wir erwachsenen helfen uns gegenseitig, in fast allen bereichen. ich kenne seinen neue partnerin, er kennt (zwar noch nicht persönlich) meinen neuen partner. wir reden inzwischen mehr als in der zeit unsere ehe miteinander, hören uns jeden tag.
        und nun das entscheidende was für die erwachsenen zur trennung geführt hat. wir lebten wie bruder und schwester, wie gut freunde, aber nicht mehr als mann und frau, geliebte und geliebter, der grund, der die trennung bestimmt hat.
        kinder merken und spüren es, wenn etwas nicht stimmt zwischen den eltern. so aber haben sie zwei glückliche elternteile, die auch miteinander als FREUNDE und als mama und papa da sind. die sich sehen und sehr respektvoll und verständnisvoll miteinander umgehen. unter der bedingung, das man nicht mehr als familie zusammen lebt, sicher die besten vorraussetzungen für die kinder, wobei es immer am besten ist, wenn die familie bestand hat, aber eben nur, wenn alles wirklich stimmt. sonst kann es grausamer sein, als ein scheidungskind zu sein.

        mfg Hexe64

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        • RE: Was Kinder sich wünschen...


          ...wobei kinder immer kinder bleiben - zu SCHEIDUNGSkindern und zu dem, was erwachsene mit diesem "ach-so-schlimmen" begriff verbinden, werden sie künstlich gemacht

          schön, hexe, dass man auch mal was positives hierzu liest....find ich gut :-)

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          • RE: Was Kinder sich wünschen...


            Traurig, dass ein solcher "Leitfaden" verfasst werden muss.

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            • RE: Was Kinder sich wünschen...


              Gibt es eigentlich Erhebung über eventuelle Unterschiede in der sozialen Entwicklung von Kindern, die liebevoll mit gemeinsamen Eltern aufgewachsen sind und Kindern, die liebevoll mit getrennten Eltern (Patchwork) aufgewachsen sind?

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              • RE: Was Kinder sich wünschen...


                unzählige.
                allerdings sind die ergebnisse tatsächlich auch davon abhängig, in wessen auftrag bzw. interesse diese überhaupt gemacht wurden.
                wie man zb hier sehen kann:

                http://www.cef-ev.de/index.html?/fol...scheidung.html

                http://www.pappa.com/emanzi/mm_anm.htm#3

                statistiken sind ja was heikles und sollten keinesfalls ohne ein kritisches stirnrunzeln eingenommen werden :-)

                aber wenn man versucht, aus all diesen teilweise sehr manipulativen aussagen eine art fazit zu ziehen, kann man vielleicht sagen, dass kinder auf jeden fall eine weibliche und eine männliche bezugsperson brauchen, um sich gut zu entwickeln.
                und dass kinder -wenn irgend möglich- einen regen kontakt zu ihren leiblichen,wenn auch getrenntlebenden eltern haben sollten.
                ansonsten glaube ich, es hängt immer davon ab, wie gut die erwachsenen ihre sache machen, ob allein oder zu zweit.
                und da ich selbst ein scheidungskind war, weiss ich, es gibt fälle, wo ein zusammenbleiben der eltern verheerender sein kann als jede trennung.

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                • RE: Was Kinder sich wünschen...


                  DAS habe ich gerade überlegt. Ob wohl die negativen "Scheidungskinder" nicht hauptsächlich die Folge langer und/oder "schmutziger" Trennungen sind, also die Trennung an sich gar nicht das Problematische ist, sondern das wie.

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                  • RE: Was Kinder sich wünschen...


                    naja, ich glaube eher, das problem ist nicht die trennung, sondern die ehe.
                    zum einen, weil sie gesellschaftlich immer noch als die alleinig korrekte lebensform von eltern mit kindern gilt und damit alle stigmatisiert, die dem nicht entsprechen.

                    zum anderen, weil einer scheidung ja meistens eine lange zeit der zerwürfnisse vorausgeht, an denen die kinder teilhaben. das bedeutet zum einen die für die zukunft verheerende lektion, dass konflikte gleichbedeutend mit verlusten sind und zum anderen die berechtigten zweifel daran, dass diese sich hassenden, ausrastenden elternmonster das schaffen, was sie da an offiziellen verlautbarungen an die kinder herausgeben, nämlich irgendjemanden ganz ganz lieb zu haben und ihm IMMER und NIEMALS, blabla...usw. usw.

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                    • RE: Was Kinder sich wünschen...


                      generell ja - aber wir haben je ein exemplar davon bei uns, bei oma+opa und bei mami aufgehängt...vielleicht hatte es auch nur "unbewusst" einfluss, aber manchmal hab ich schon d´raufgeschaut und mich dann selbst mal ordentlich zurückgepfiffen :-)

                      und nach rücksprache mit mami hat die auch zugegeben, dass es manchmal gar nicht so verkehrt war, dass das da gehangen hat....also : wenn´s doch was "hilft"....

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                      • Bravo!


                        Habe nicht gelesen was die anderen geschreiben haben, nur eins ist sicher !

                        Der Fater von mein sohn, mein sohn und ich können das unterschreiben!

                        Den, wir haben es genau so gemacht ! Einfach klasse was hier steht und wisst ihr was, wen ich schreibe mache kein krieg an den fater oder die mutter eure kinder, stelt eure ego nach hinten, DAS genau das meine ich !.- Na entlich.-

                        Ach so ja, es ist klasse sich doch zu streiten, wen es bei ein den elternpaart darum geht den anderen wieder in die richtige bahn zu bringen und das kind kann es mitbekommen, den es artet am ende mit ein lacheklat.-

                        Wir, diese getrente famille, sind darauf verdammt stolz.- Warum? weil wir die eltern, wiessen wie es ist scheisse eltern zu haben ist, scheisse verhältnisse zu haben... Wieso dann nicht das blatt umdrehen ?und etwas richtig gutes daraus machen ? Nun den ich wunsche alle hier, diesen weg zu gehen, der ist nämlich fantastisch! Nicht nur für das kind.-

                        Véro

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                        • RE: Was Kinder sich wünschen...


                          na kati, haste schon mal in den thread von "hilfesuchender" hineingeschaut?

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                          • RE: Was Kinder sich wünschen...


                            wenig erforscht und ein heikles thema.

                            zweifelsfrei: teching of irrationality in einem neurotischen elterngeflecht ist extrem pathogen für kinderseelen:

                            ein extrem verhaltensgestörtes kind wurde lange zeit vergeblich professionell psychotherapiert.
                            als man damit begann die psychisch scheinbar gesunden eltern zu therapieren wurde das kind zunehmend unauffällig und sein verhalten "normal".

                            Kommentar


                            • RE: Was Kinder sich wünschen...


                              es gibt eine mal wieder amerikanische langzeitstudie, das buch dazu heisst "scheidung. die perspektiven der kinder", da sind eine menge kombinationen drin

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                              • RE: Was Kinder sich wünschen...


                                Das braucht man aber im grunde alles nicht, zu mindestent es ist finde ich einfach, nur der start der trenung, ist wischtig genau zu überprüfen.-
                                Das heisst der fater die mutter, müssen MÜSSEN, ganz genau überlegen wo diese fahrt hingeht, und genau aufschreiben wo sie einzel hin wollen.- Die briefe austauschen, normal die punkte durschgehen wen etwas den anderen eltern paart nicht passt.- Dann gehst loss, es ist eine art bibel die "getränte eltern sich gegenseitig aufschreiben", dies wird wen alle punkte dursch gekaut worden sind, respecktiert.-
                                Neue punkten kommen dazu, mit gehen, schauen bis wohin, nicht mit gehen können, den anderen bescheit sagen.-
                                Wieschtig ist: persönlich kränkungen, ressantimanst bei seite.-
                                ...hm.. wir haben nie ein buch über diese zeug gelesen, kann sicher nicht schade, aber denkt immer drann das alle karacktere unterschidlich sind, somit ist es induwiduel wie immer... zu gestalten.- Im grunde es ist ein job, der ganz oben und ervolgreich werden muss.- Da sollte man kein bischen kläkern.- Wen ja, regulieren.-

                                Véro

                                Kommentar


                                • RE: Was Kinder sich wünschen...


                                  du hast schon recht, wenn es doch nur immer so möglich wäre *seufz*

                                  Kommentar


                                  • RE: Was Kinder sich wünschen...


                                    Ich helfe dir gerne und glaube mir bei mir ist es ein paar järschen her, nur glaube aber auch, das unsere start war soweit um sich die harren raus zu reissen, nicht gegen seitig aber so gut wie.- Das heisst schlaflose näschte..usw, wie du sicher auch kennst.- Nur da an diese stelle wen ich gefahr spühre, bin ich nun mal sehr kreativ und überzeugent, egal wer, egal wie, da habe ich kein pardon wen es um die zuckunft des fater von mein sohn betreift, mein sohn oder mir... genau wie beim job im grunde.- Mein kopf wird tierisch klar und sortiert die dinge in eine irsinnige geschwindikeit, mein instinkt wird warsamm sehr warsamm, und ich produckziere idee mit rucksicht auf den anderen wie auf mich.- Alle pros und kontras werden genau gewohgen... ohne pipifax ohne chichi, es geht wirklich darum das alle im grunde nur ein leben hgaben, wen man tot ist, braucht man´s nicht.- Also, lieber sorum.-
                                    Mache vieleicht eine seite auf, auch anonym, stelle dein problem dach, so roh wie es ist und wie es geht, nix verschönnen, das heisst egal wehr schult oder nicht ist und und und... du wird sehen, ach so ja, überspringe einfach immer die dinge die mit den schlechtes gewiessen machinerie die dieser forum zu tun hat, dann hast du siche danach ganz klaren schrietten parrad.-

                                    Véro

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                                    • Ich weisst nicht


                                      ......Aber ich wundere mich ein bischen, das dieser thema so kurz gehalten worde ? Schliessig bringt dieser beitrag, genau den forum auf den punkt, partnerschaft trenung und co.... ok, das co ist dännbar, aber irgentwie bin ich etwas überrascht.-


                                      ...hm..?...Haben sich den so wehnig menschen getrennt die kinder haben? Ist das thema tabu? Sind hier den auch keine leute da, wo die eltern sich getrennt haben ?
                                      Ach...komisch das ganze.-

                                      Véro

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