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Traurigkeit/zurück nach Hause?

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  • Traurigkeit/zurück nach Hause?

    Mein Problem ist kein partnerschaftliches, aber ich weiß nicht wo ich es sonst hinstellen könnte, also vielleicht liest es sich ja jemand durch, ich wäre sehr dankbar.
    Ich bin 21 Jahre alt und studiere. Mit meinen Fächern komme ich soweit ganz gut zurecht, es ist natürlich viel Arbeit, aber das gehört ja nun mal dazu. Alles andere stimmt aber momentan überhaupt nicht. Ich fühle mich ständig traurig, muss oft ganz plötzlich weinen, auch in der Öffentlichkeit, ohne es verhindern zu können; ich verkrieche mich, habe keine Lust mehr, etwas zu unternehmen oder Leute zu treffen, werde immer schweigsamer, es fällt mir zunehmend schwer, mich zu konzentrieren und für die Uni zu lernen. Ich kann darüber nicht gut reden, ich weiß zwar, dass es Menschen gibt, die mir zuhören und für mich da sein würden, aber ich kann einfach nicht gut über mich reden. Mir ist das so unangenehm und ich muss dabei auch immer weinen, was es noch peinlicher macht. Ich habe mich überwunden zu einer Psychologin zu gehen, sie hat gesagt, dass ich mit einer depressiven Verstimmung zu tun habe. (ich kann zurzeit nur unregelmäßig Termine bei ihr bekommen, deshalb möchte ich unter anderem meine Frage auch hier stellen)
    Soweit die Ausgangssituation. Was mich am meisten belastet, ist meine Wohnsituation bzw. das, was damit zusammenhängt. Ich wohne an meinem Studienort, mein Zimmer muss ich Ende Februar verlassen, der Vermieter hat Eigenbedarf an der Wohnung. Seit ich vor einem Jahr in diese Stadt gezogen bin, fühle ich mich unwohl hier, ich habe große Sehnsucht nach meinem zu Hause, nach meiner Familie und wünsche mir, wieder dort wohnen zu können. Dies ist dann auch die Frage, die mich beschäftigt: Soll ich wieder nach Hause ziehen und von dort aus pendeln? Das hieße einerseits, dass ich eineinhalb Stunden zur Uni fahren müsste mit der Bahn, was natürlich nicht wenig ist, andererseits geht es mir immer besser, wenn ich zu Hause bin, dort kann ich mich viel besser konzentrieren und durch die Geborgenheit dort fällt mir mein Studium leichter. Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll. Ich glaube nicht, dass ich mich zurzeit in einer anderen Wohnung/WG wohl fühlen könnte, es wäre bestimmt immer noch der Drang, einfach dort weg zu können da. Ich wünsche mir so sehr, dass mir mal jemand einen neutralen Rat dazu geben könnte!
    Ich habe in dieser Stadt hier übrigens Freunde gefunden, daran kann es nicht liegen, dass ich mich so schlecht fühle. Ich bin auch nicht so der Partymensch, es würde mir also nichts machen, dass ich dann nicht jedes Wochenende hier weggehen könnte oder so. Das wollte ich nur noch anmerken.
    Ich wäre für jede Reaktion dankbar! Vielleicht kennt ja auch jemand so eine Situation von sich selbst?
    Dankeschön jedenfalls…

  • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


    Liebe Traurige,

    Habe gerade Deinen Beitrag gelesen. Warum denkst Du eigentlich noch lange darüber nach. Du musst doch ohnehin mit Februar aus der Wohnung raus, also warum probierst Du´s nicht erst mal mit dem nach Hause fahren. Ich glaube, Du gehst deswegen kein großes Risiko ein. Es hört sich ganz nach Heimweh an. Ich hatte als Kind immer heimweh, und daß ist etwas furchtbares. Es waren die gleichen Symptome. Am wohlsten hab ich mich einfach zu Hause gefühlt. Probiers einfach aus, und entscheide aus dem Bauch heraus. Fühl einfach mal wie es sich anfühlt, wenn Du denkst Du wohnst wieder zu Hause.

    Vielleicht hat Dir mein kurzes Schreiben ein wenig weitergeholfen.

    Viele liebe Grüsse
    Dein Rat

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    • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


      Ich würde es auch einfach mal ausprobieren und schauen wie es funktioniert. Eine solch lange Fahrt auf sich zu nehmen ist zwar auch nicht einfach, wenn Du aber ansonsten wieder mehr Lebensfreude dadurch bekommst, ist es das doch wert.
      Wenn es zu anstrengend wird, kann man sich ja immernoch umorientieren.

      Ein harmonisches Elternhaus kann durch nichts ersetzt werden und wenn Dir diese Harmonie und Geborgenheit fehlt und Dich das zu einem traurigen Menschen macht, dann sollte die lange anstrengende Fahrt doch eher zur Nebensache gehören. Wenn Du davon überzeugt bist, dass Du wieder ein glücklicher Mensch dadurch werden kannst, dann versuche es. Du bist die Hauptsache und nicht die Bahnfahrt.

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      • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


        Ich habe erwachsene Kinder die studiert haben (zwei sind fertig) und gegenwärtig immer noch studieren. Nach meinem Dafürhalten liegt keine psychische Besonderheit vor - Dir ergeht es wie vielen Studenten, die das erste Mal außerhalb des Elternhauses leben. Es gibt wenn ich recht erinnere sogar ein Fachausdruck dafür - es ist so etwas wie der Kulturschock wenn man fremde Länder bereist.
        In anderen Worten
        wenn es keine widersprechende Diagnose gibt (z. B. AD(H)S oder Depression) bist Du völlig OK. Sobald Du einen festen, verbindlichen Freundeskreis gefunden hast (z. B. Campus Für Christus), in dem Du geborgenheit findest, wird es Dir schon ganz erheblich besser gehen.

        Alles, Alles Gute!

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        • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


          Hallo Traurige,

          an Deiner Stelle würde ich nicht lange überlegen. Bevor Du weiterhin traurig bist und eine psychologische Behandlung in Deinem Alter beginnst, füge Dich Deinen Gegebengeiten.

          Wie schon Dein Rat geschrieben hat, wenn Du Dein Zimmer ohnehin im Februar verlassen musst, dann kannst Du vorübergehend auch erstmal nach Hause gehen und schauen, ob es Dir dann besser geht.

          Auch wenn ein gewisses Maß an Heimweh normal ist, so sind Deine Symptome schon ein wenig heftig. Jeder Mensch reagiert anders auf neue Situationen. Wenn also Deine depressive Verstimmung vom Heimweh verursacht wird, dann kannst Du das wirklich einfach lösen und Dich dann besser auf's Studium und auch Dich konzentrieren. Und dann warte es mal ab, in einem halben Jahr hast Du soviel Anschluss bekommen, dass Du freiwillig an Deinen Studienort zurück willst! ;-))

          Viel Erfolg!

          Snert

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          • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


            Hi,

            Heimweh und geborgenheits verlust ist schon arg schmerzhaft finde ich auch.
            Kenne ich irgenwo..leide, auch der winter ist nicht sonderlich hifreich.
            Jetzt könnte ich dir ein paar tips geben, manschen sind vieleicht lustig, aber wurscht, ich kannte deine situation der einsamkeit, heiweh und vor allem diese situation wo man irgenwie nur noch funktioniert.
            Ein paar tips:
            1)Eine decke zum beispiel die nach zu hause richt, zu dir mitbringen?
            2)Urgent etwas was dir besonder freude bereitet, der von zuhause ist?
            Zum beispiel machte ich tausende km, zwieschen mein meer und mich, ich brachte holz, muschel und sandt mit hier her, pflanze die mehr als schlecht hier ausehen
            :-)) aber die sind auch bei mir, ich reise ab und zu hins hinternett und schau es mir einfach an was mein heiweh-herz erfreut.
            3) ich wurde anderst verfahren, wen ich mir schon eine zeitlang diesen schuh angezogen habe, "weit von zuhause zu sein", wurde ich nicht gleiche den schriet komplet zerrück machen, sonnst hätte mein leiden woll auch nichts genützt, ergo, ich wurde wen ich du wäre (was ich auch tah) auf der halbe strecke mir etwas suchen, es müsse aber ein paar ellemente mich ans zuhause errinnern wen ich aus den fenster schaue, den ohne ansprüche, gehts nun mal dies mal wirklich nicht ;-)

            4)Dann gehe ins solarium, es kann sein das vitamine dir fellen,(nicht übertreiben, es geht nur darum das du eine süsse in den spielgel sieht) ;-). ich nehme zum beispiel im winter jedemtag eine ampule vita-sprint, sündhaft teuer ich weisses, aber worum geht es dem im leben? das ich ungesund bin, oder das es mir gut geht ?
            5)Kaufe dir ein schampoo, mit ein durft der dich verzaubert, mache ein bischen sommer music an, lasse mal ein paar kerzen an, welschen die auch duften, kaufe dir vieleicht eine kleine espresso machine, dieser café duft, macht irgenwie am morgen gute laune.
            5)Allgemein kaufe dir mangos, papaja, kiwis, bananen, macht es sich hübsch in den müsli, nicht nur dein auge erfreut sich daran, auch dein körper wird es dir danken.

            Und mache dir keine sorge mehr um dich, wen du schriet für schriet, jedemtag eine von diesen kleinen aufgaben dir vornimmst, ja dann scheint bald die sonne und wen nicht? ist es dir dann auch ganz sicher, wurscht ;-)

            Liebe grüsse,
            Véro

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            • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


              Hallo Vérolavie,

              danke für deine Zeilen. Wo kommst du denn her und was hat dich hierher verschlagen, wenn ich fragen darf?
              Willst du auch wieder zurück?

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              • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


                Hi,

                Ich komme aus ein kleiner kaf am atlantic, frankreich.
                Nein, ich werde dort nicht zurrück kerren, ich werde aber denoch hier nicht bleiben... was ich mir verspreche, halte ich auch ;-)
                Was mich hier verschlept hat, wäre zu lange zu erklären.

                Grüsse,
                Véro



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                • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


                  Frankreich ist schön. Kann ich verstehen...

                  Fühlst du dich nicht wohl hier und wo möchtest du denn am liebsten hin?

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                  • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


                    Doch, es ist ok hier, ich habe mich irgentwie mit den gegebenheiten abgefunden, ich habe nun verpflichtungen die ich noch ein paar jahren, ca 6/7 jahren, verfolgen werden, von da an ab nach italien oder afrika. Seit ein paar jahren erkunde ich diesen beiden lände, mal schauen für welschen von beiden ich mich dann entscheidet?
                    Was studierst du?

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                    • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


                      Hallo Traurige,

                      ich kann mich irgendwie nicht so ganz dem Rat der anderen anschließen. Ich denke irgendwie nicht, dass Du Dir langfristig einen Gefallen tust, wenn Du jetzt zurück nach Hause ziehst. Ich denke eher, dass Du langsam und behutsam und durchaus auch ruhig mit Hilfe Deiner Psychologin den Prozess der Loslösung von zu Hause angehen solltest und vermutlich auch musst. Ich denke die Flucht zurück ins vertraute Nest wäre nur vorübergehend eine Wohltat - irgendwann werden sich dann andere Probleme entwickeln.

                      Mir ging es damals ähnlich, als ich mit 19 zum Studieren ausgezogen bin aber ich hab dann ganz bewußt beschlossen, die neue Freiheit zu entdecken. Ich hab versucht, mich wohnlich einzurichten und heimisch zu werden in der neuen Stadt. Habe mich für Kurse und Sportarten angemeldet, die ich immer schonmal machen wollte, habe versucht mich zu verwöhnen so gut es geht (mir zum Beispiel Leckereien gegönnt, die zu Hause verpönt waren, weil ungesund *g*) und hab plötzlich Seiten an mir entdeckt, die ich gar nicht kannte. z.B. war ich auch nie ein Partygänger und hab mich auch nie getraut zu tanzen weil ich dachte, man lacht über mich - aber plötzlich hats mir richtig Spaß gemacht, in die Disko zu gehen und abzuzappeln ;-))
                      Keine Ahnung wo ich jetzt stünde, würde ich immernoch bei meinen Eltern unterkriechen - ich kann es mir schon lange nicht mehr vorstellen.

                      Mein Rat wäre, es behutsam anzugehen aber nicht aufzugeben. Früher oder später musst Du doch ohnehin raus aus dem Nest und Deinen eigenen Weg suchen - und jetzt ist genau die richtige Zeit dafür. Such Dir ein schönes Zimmer (vielleicht in einer WG oder Wohnheim, damit Du nicht so alleine bist) und mach Dir ein schönes Leben - und wenn Du dadurch ein oder zwei Semester länger studierst, dann ist es nicht so schlimm, hauptsache Du hast Deinen Weg ins Leben gefunden.

                      Alles, alles Gute,

                      Lauramona

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                      • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


                        Vielen Dank für all die Tipps! Die meisten Gedanken hab ich mir selbst auch schon so oder ähnlich gemacht. Wenn ich lese, dass ich es doch dann erstmal von zu Hause aus probieren soll, geht mir natürlich ein bißchen das Herz auf, ich fühle mich verstanden. Lese ich, dass das ja keine Dauerlösung für mein Leben sein kann, weiß ich, dass das stimmt, dass ich irgendwann den Schritt woanders hin werde schaffen müssen. Aber im Moment? Ich habe einfach das Gefühl, ich kann nicht mehr. Ich kann mich ja nichtmal aufraffen, damit anzufangen nach einer neuen Bleibe zu suchen.
                        In mir drin kämpfen meine Gefühle einen heftigen Kampf mit meiner Vernunft, wodurch ich mich auf fast nichts anderes mehr konzentrieren kann, meine Gedanken kreisen und kreisen, ich überlege hin und her und hin und her. Mir kommen sogar in Vorlesungen manchmal die Tränen, wenn ich "nach Hause" komme nach der Uni ist es ganz schlimm, ich schlafe kaum, wache morgens viel zu früh auf, kann mich dann aber nicht aufraffen, aufzustehen. Alles dümpelt vor sich hin und nichts fühlt sich mehr richtig gut an.
                        Ich stell mir immer vor, wie es wäre, wenn mein Heimatort einfach näher hier dran läge. Ich kenne viele Leute, die von dort aus pendeln und nur ne halbe Stunde weniger Fahrzeit haben als ich es hätte. Und auch hier an der Uni gibt es sehr viele Studenten aus der umliegenden Städten, die immer von zu Hause kommen. Etwas total ungewöhnliches wäre es ja also eher nicht, oder?
                        Ich möchte meine Gefühle und Wünsche nicht rechtfertigen oder so, ich würde nur so gern wissen, ob ich nicht auch von zu HAuse aus eine "normale" Studentin sein könnte? Vielleicht brauche ich ja einfach nur länger als andere oder gehe meinen Weg eben auf andere Art.

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                        • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


                          hi vero,
                          pass auf, das ist nicht "Taurige".

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                          • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


                            Hab dich lieb kleine hexe! ich habs gemerkt von angfang an, weiss du, ich kenne alle trick oder fallen die hier sind :-))

                            Véro

                            Kommentar


                            • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


                              Hallo Traurige,

                              mit "normale Studentin sein" hat das ja nun wirklich gar nichts zu tun. Und was andere machen ist doch auch ziemlich unwichtig. Auch die Fahrzeit ist nur ein "Nebenproblem".
                              Wenn ich so an meine Studentenjahre zurückdenke (naja, sooo ewig ist das nun auch noch nicht her *g*) muss ich sagen, dass das Fachwissen, welches ich gebüffelt habe, nur ein gewisseer Teil dessen ist, was ich insgesamt gelernt habe. Aus meiner Perspektive heute (fünf Jahre nach dem Diplom) bin ich mir sicher, dass meine Persönlichkeit durch das Leben auf eigenen Beinen und all die Erfahrungen drumherum so enorm gewonnen hat und gereift ist, dass es meiner Meinung nach mehr wert ist als das pure Fachwissen. Übrigens fragen auch potentielle Arbeitgeber gerne danach, seit wann man in einer eigenen Wohnung lebt - man verbindet damit eine gewisse Selbständigkeit und sogenannte soft skills.

                              Wenn es Dir im Moment so schlecht geht und Du den Boden unter den Füßen verlierst, solltest Du Dir vielleicht eine Auszeit gönnen zu Hause. Aber ich denke, Du solltest unbedingt vorher festlegen, dass es nur für eine begrenzte Zeit so ist. Du solltest in dieser Zeit nicht aufhören, mit Deiner Psychologin zu arbeiten und auf diese Weise genügend Kraft tanken für einen neuen Anlauf. Nimm Dir z.B. vor (und sprich es am besten auch mit Deinen Eltern direkt so ab), Dir in den nächsten Semesterferien eine schöne neue Bleibe zu suchen und im nächsten Semester dann den nächsten Anlauf zu wagen. Du solltest Dir zu Liebe nicht einfach so kapitulieren sondern dranbleiben und das Leben annehmen.

                              Ich wünsch Dir wirklich alles Gute!!

                              Lauramona

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                              • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


                                Liebe Traurige,

                                eigentlich hast Du Dir die Antwort schon selber gegeben in Deinen Zeilen. Ab nach Hause! Zudem musst Du sowieso aus Deiner jetzigen Wohnung ausziehen, das scheint mir so eine Art Wink mit dem Zaunpfahl zu sein :-). Heimweh ist schrecklich, ich habe als Kind auch immer Heimweh gehabt, wenn ich irgendwo alleine war, das ging so weit, dass ich mich körperlich und seelisch sehr mies fühlte und unter Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche und ganz dollen Bauchschmerzen litt.

                                Das pendeln musst Du wohl in Kauf nehmen, aber das scheint mir das kleinere Uebel zu sein.

                                Herzliche Grüsse und alles Gute.

                                Venetia

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                                • Aber ...


                                  ... man kann sich doch nicht vor dem Leben verkriechen. Ich halte die Abnabelung von zu Hause quasi für lebenswichtig - und einen besseren Zeitpunkt als die Studentenzeit findet man dafür im Leben nicht mehr.

                                  Ich denke, es ist nicht pures Heimweh, was sie quält - es ist vielmehr die Angst, vor dem ICH-sein und vor dem "selbst verantwortlich sein".

                                  Naja, vielleicht irre ich mich auch (nicht auszuschließen *g*), aber alles in mir spricht gegen den Rückzug nach Hause.

                                  Lauramona

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                                  • RE: Aber ...


                                    Hallo Lauramona

                                    Ja, eigentlich ist mit 21 die Zeit schon gekommen um sich von zu Hause abzunabeln. Anderseits kann es ja sein, dass sie die Nestwärme von zu Hause noch braucht.

                                    Meine Tochter ging mit 19 aus dem Haus. Sie kam überhaupt nicht zurecht und wurde regelrecht krank an Leib und Seele. Kurzum, nach einem halben Jahr stand sie wieder auf meiner Matte. Sie suchte sich dann psychologische Hilfe und nach einem weiteren Jahr war sie soweit, dass sie es nochmal probierte, auf eigenen Füssen zu stehen. Heute lebt sie ihr eigenes Leben und konnte sich in einem gesunden Mass abnabeln.

                                    Herzliche Grüsse
                                    Venetia

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                                    • RE: Aber ...


                                      Ja das ist schwierig am Anfang, aber ich denke du solltest das durchstehen! Das macht dich erwachsen und stark für das Leben. Ich bin 300 km von zu Hause weggegangen fürs Studium und es war anfangs auch schwierig. auch ich bin keine Partygängerin und habe einsame abende und wochenenden gehabt. Ich war auch oft traurig so alleine vor allem im kalten Winter. Heute habe ich 3 Jahre weit weg gewohnt, jetzt bin ich ca.90km von meinen Eltern /Familie weg und bin glücklich, komme alleine gut klar, suche mir Hobbys und geniesse abende alleine, weil ich viel stress habe. Vielleicht solltest du dir ne nebenbeschäftigung suchen und auf andere Gedanken kommen? Ich meine das Studium vereinnahmt einen ja nicht völlig... (habs gerade hinter mich gebracht, was studierst du??) Such dir nen Job oder eine Sportart die dir gefällt und power dich mal so richtig aus, damit du abends froh bist allein auf der Couch zu liegen und du auch keinen sehen willst sondern nur Ruhe brauchst. So hat es bei mir geklappt. War 3 mal die Woche im Fitnessstudio, und habe neben dem Studium gearbeitet. Hast du nen Beruf gelernt?
                                      Lieber Gruss

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                                      • "Aber" ist so kontraproduktiv! ;-)


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                                        Zitat:
                                        ... *), aber alles in mir spricht gegen den Rückzug nach Hause.

                                        Das ist meiner Meinung nach der Punkt. Alles in DIR. In den Beiträgen der Traurigen ist offensichtlich zu lesen, dass alles in IHR für "nach Hause" spricht. Einen Rückzug möchte ich das nicht nennen, dass könnte unterschwellig eine "Niederlage" oder "Versagen" implizieren, was es auf keinen Fall in meinen Augen ist ( eher vielleicht ein taktischer Rückzug ;-) )
                                        Für mich wird deutlich, dass ihr beiden innerlich in einem anderen Stadium seid. So wie auch Venetia von ihrer Tochter schreibt, sollte die Traurige den Zeitpunkt selbst bestimmen.
                                        So wie es ihr jetzt geht, scheint es eher zu früh zu sein. Das kann sie allerdings selbst mit der Zeit feststellen.

                                        Gruss
                                        Snert

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                                        • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


                                          Hallo!
                                          Mir ging es während meines Studiums ähnlich. Ich fühlte mich so alleine nie wirklich wohl. Da ich aber auch nicht wieder ganz daheim einziehen wollte, bin ich mit meinem Freund zusammen gezogen.
                                          Vielleicht hast du ja auch nen Freund oder ne gute Freundin, mit der du in der
                                          Nähe von deinem Zuhause zusammen ziehen kannst. So lernst du auf eigenen Beinen zu stehen, aber bist nicht alleine.

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                                          • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


                                            Danke auch dir für deine Antwort! Ich glaube jedoch nicht, dass sowas im Moment eine Lösung wäre. Längerfristig möchte ich sowas auf jeden Fall erreichen und dann auch in meiner Studienstadt. Zur Zeit ist aber einfach keine Kraft in mir drin...naja, hab ich ja schon versucht zu erklären.
                                            Jedenfalls glaube ich eigentlich nicht, dass ich so sehr unselbstständig bin, ich kann ja eigentlich alleine für mich sorgen, ich kann einen Haushalt hinbekommen, ich find mich an der Uni gut zurecht usw, diese Sachen bereiten mir eher keine Probleme.
                                            Übrigens wäre es, wenn ich nach Hause zöge, auch nicht so, dass ich dort in ein "Hotel Mama" einzöge. Wir haben immer alle mit vielen Freiräumen, aber eben auch Pflichten gelebt. Es gibt zum Glück auch nicht sowas wie Bevormundung oder übermäßige Bemutterung (klar, momentan sind meine Eltern sehr bemüht um mich, eben weil sie wissen wie es mir geht), ich würde also nichts von meiner Unabhängigkeit abgeben, glaube ich. Was meint ihr?

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                                            • RE: Traurigkeit/zurück nach Hause?


                                              Hmm, ich denke, dass es auf jeden Fall keine Lösung ist, wenn du weiterhin allein und traurig in einer Wohnung wohnst. Das habe ich 3 Semester mitgemacht und ich habe gemerkt, dass es mir gegen Ende der Woche immer besser geht, da ich wusste, dass ich bald wieder daheim bei meinem Freund und auch bei meinen Eltern bin. Nach den 3 Semestern bin ich dann liber täglich 130km gefahren, was insgesamt etwa 2,5Stunden Autofahrt bedeutet. Das wars mir echt wert.
                                              Ich denke ich würde an deiner Stelle wieder daheim einziehen und nebenher die Augen auf halten, ob sich eine WG ergibt oder ob du vielleicht nen Freund hast, mit dem du zusammen ziehen willst. Vielleicht merkst du ja, wenn du wieder daheim wohnst auch, dass dir jetzt gewisse Freiheiten fehlen und dann siehst du einem künftigen Auszug ganz anders entgegen.
                                              Wünsch dir auf jeden Fall eine gute Entscheidung und mach dich nicht so kaputt.

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                                              • wie habt ihre


                                                Den eure studium finanziert? kein job nebenbei?

                                                Véro

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                                                • RE: wie habt ihre


                                                  Wie kommst du denn auf diese Frage? Ich habe in den Semesterferien gejobt und unter der Woche habe ich an 2 abenden Nachhilfe gegeben

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