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@Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik (2)

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  • @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik (2)

    Hallo Herr Dr. Riecke,

    herzlichen Dank für Ihre Antwort und die gute Zusammenfassung. Das hilft mir sehr weiter und zeigt mir, dass ich grundsätzlich nicht auf einem falschen Weg bin. Aber einige Fragen bzw. Unsicherheiten bezüglich des Verständnisses habe ich noch:

    1.
    Sind Sie der Auffassung, die Blasenentzündung könnte (zumindest auch) mit Gedanken an Den Missbrauch, daraus resultierenden Ängsten etc. zusammen hängen (wäre es also unter Umständen möglich, dass sie nach erfolgreicher Therapie weg oder zumindest besser im Griff wäre)? Macht es Sinn, meiner Partnerin so etwas als Möglichkeit zu sagen (da bin ich selbst skeptisch...)?
    2.
    Halten Sie es für sinnvoll bzw. hilfreich, wenn ich versuche, eine Therapeutin ausfindig zu machen und anfangs dann auch mit dorthin gehe, oder sollte meine Partnerin aus eigenem Entschluss eine Therapeutin suchen, wenn das ganze helfen soll?
    3.
    Meinen Sie, ich soll mich erst einmal sexuell vollkommen zurückhalten, also z. B. auch auf das Streicheln, liebkosen ihres nackten Körpers verzichten? Soll ich also vorerst keinerlei Schritte/Versuche in erotischer/sexueller Hinsicht mehr unternehmen, so lange sie nicht die Initiative ergreift? Die Sache mit dem Verzicht meinerseits habe ich verstanden, auch wenn es in der Tat sehr schwer fällt.
    4.
    Ist es überhaupt denkbar, dass ich in die Therapie teilweise mit eingebunden bin (und wenn ja: Wann am ehesten – zu Beginn, mittendrin oder eher gegen Ende)? Es geht ja um ihre Negativerlebnisse und da gibt es mit Sicherheit eine ganze Menge, das ich nicht erfahren sollte.
    5.
    Macht es Sinn, wenn meine Partnerin nach wie vor eine Therapie nur mir zuliebe beginnen würde und nur, mit gehe und es sich somit um eine Paartherapie handeln würde? Dies ist quasi das "Ergebnis" unseres Gesprächs vom letzten Wochenende... .

    Vielleicht können Sie mir diese Fragen beantworten, das würde mir sehr helfen.

    LG
    Hans


  • RE: @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik (2)


    Wie war dein wochenende ?
    Was hat sich dies bezuglich getann ?
    Der tip von dr riecke, das du sie nicht an die erotische zohne anfassen sollte, fand ich gut !

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    • RE: @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik (2)


      ...Hallo Vèrolavie,

      ja - auch wenn er unsagbar schwer fällt - dieser Weg scheint momentan wohl der einzig gangbare zu sein. Allerdings bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob er letzlich auch wirklich in die richtige Richtung gehen wird.

      Gruß
      Hans

      P.S.: --> Garten !! ;-)

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      • RE: @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik (2)


        hallo hans, ich hatte mal ein halbes Jahr lang eine Reitzblase, die vom Hirn aus gesteuert wurde, der drang geht auch wenn du gerade warst nicht weg.Ich war kurz vorm durchdrehen. Sind wirklich noch Keime im Urin?
        Mir hat Damals Autogenes-Training sehr geholfen und ich wurde als es feststand das es vom Kopf kommt richtig Medikamentiert. Heute bin ich wieder ganz beschwerdefrei aber das dauert.

        Eine Therapie nur Dir zuliebe ist sinnlos, sie muß von der verbesserung ihrer Lebensqualität überzeugt sein.

        Las Ihr die Zeit die sie braucht , auch wenns schwer fällt, es wird sich lohnen .

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        • viel Geduld...


          Hallo Denhorn,

          vielen Dank für Deine Infos. Ich kann mir ja inzwischen vorstellen, dass ihr Blasenproblem -zumindest auch - mit der Psyche zu tun haben könnte. Nur: Sie hält dies kategorisch für ausgeschlossen. Da steht wohl noch ein hartes Stück Arbeit vor mir, ihr dies angenehm darzulegen...

          Das mit der Therapie sehe ich ja selber auch so. Klar, da muss ich ihr die Zeit lassen. Entweder sie entschließt sich aus freien Stücken irgendwann zu einer Therapie, oder es kommt vielleicht doch in ferner Zukunft noch zum Bruch :-(

          Wenn sie sich wenigstens einem anderen Menschen diesbezüglich anvertrauen würde - das würde mit Sicherheit auch viel helfen. Nur - sie tut es leider nicht...

          Noch verliere ich aber nicht den Mut, aber das Woe hat gezeigt, dass meine Kraft auch nicht grenzenlos ist und ich inzwischen extrem "dünnhäutig" geworden bin. Nicht gerade hilfreich...

          Hans

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          • RE: viel Geduld...


            weiss Deine Freundin das Du hier einstellst?
            Wenn ja las sie lesen was ich geschrieben habe, ich schreibe ihr das auch persönlich wenn Du willst.

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            • RE: viel Geduld...


              ...nein - das weiß sie nicht. Ich bin mir absolut sicher, wie sie reagieren würde, wenn ich ihr das sagen würde:

              Sie würde mir an die Kehle springen und mir klar machen, dass dies alles keinen anderen was angeht

              :-(
              Hans

              P.S.: Sorry - ich glaub, ich habe Dich vorhin als Mann angesprochen...

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              • RE: viel Geduld...


                dann frisst sie alles in sich hinein, das Deine Nerven am Boden liegen kann ich gut verstehen.
                Lass das Thema mal so 14 Tage ruhen, sag ihr das sie sich bis dahin Gedanken machen soll wie das weiter geht, wenn das jetzt nicht aufgegriffen wird , geht das bei ihr immer so weiter. Sie muss einsehen das sie sich öffnet, das daß Leben zum leben und lieben gehört.

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                • RE: @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik (2)


                  Hallo Hans,
                  widmen wir uns gleich den Fragen:
                  1.
                  Sind Sie der Auffassung, die Blasenentzündung könnte (zumindest auch) mit Gedanken an Den Missbrauch, daraus resultierenden Ängsten etc. zusammen hängen (wäre es also unter Umständen möglich, dass sie nach erfolgreicher Therapie weg oder zumindest besser im Griff wäre)? Macht es Sinn, meiner Partnerin so etwas als Möglichkeit zu sagen (da bin ich selbst skeptisch...)?
                  ´´´´´´ Nur indirekt. Besonders eine sogenannte Reizblase wird als akzeptiertes Symptom zur Regelung (Abwehr) von konkliktbeladenen Situationen gebraucht. Dem Betroffenen ist dieser Mechanismus nicht klar, sollte also auch nicht argumentatorisch verwendet werden.
                  2.
                  Halten Sie es für sinnvoll bzw. hilfreich, wenn ich versuche, eine Therapeutin ausfindig zu machen und anfangs dann auch mit dorthin gehe, oder sollte meine Partnerin aus eigenem Entschluss eine Therapeutin suchen, wenn das ganze helfen soll?
                  ´´´´´´ Sie sollte es selbst tun. Der "Einstieg" könnte über körperliche Symptome erfolgen, weil deren Akzeptanz viel höher ist.
                  3.
                  Meinen Sie, ich soll mich erst einmal sexuell vollkommen zurückhalten, also z. B. auch auf das Streicheln, liebkosen ihres nackten Körpers verzichten? Soll ich also vorerst keinerlei Schritte/Versuche in erotischer/sexueller Hinsicht mehr unternehmen, so lange sie nicht die Initiative ergreift? Die Sache mit dem Verzicht meinerseits habe ich verstanden, auch wenn es in der Tat sehr schwer fällt.
                  ´´´´´´ Zärtlichkeiten mag sie sicher dann, wenn sie nicht den Charakter einer Einleitung zu sexuellen Handlungen haben.
                  4.
                  Ist es überhaupt denkbar, dass ich in die Therapie teilweise mit eingebunden bin (und wenn ja: Wann am ehesten – zu Beginn, mittendrin oder eher gegen Ende)? Es geht ja um ihre Negativerlebnisse und da gibt es mit Sicherheit eine ganze Menge, das ich nicht erfahren sollte.
                  ´´´´´´ Das bleibt ganz allein den Therapeuten überlassen .... und Ihrer Partnerin mit ihrem Veto-Recht.
                  5.
                  Macht es Sinn, wenn meine Partnerin nach wie vor eine Therapie nur mir zuliebe beginnen würde und nur, mit gehe und es sich somit um eine Paartherapie handeln würde? Dies ist quasi das "Ergebnis" unseres Gesprächs vom letzten Wochenende... .
                  ´´´´´´ Auch das sollten Therapeut und Ihre Partnerin gemeinsam entscheiden. Das wäre dann eine Variante zu 2.
                  (s.o.). Bei ihrem inneren Widerstand gegen eine Therapie ist es am sinnvollsten, sich zuerst um die Blasenentzündung zu kümmern und nur wenn sich das in rein "organischer Herangehensweise" erschöpft, die möglichen Hintergründe nicht zur Sprache kommen, dann bleibt Ihnen ja noch der zuletzt beschriebene Weg. Und dafür haben Sie ja bereits Vorarbeit geleistet.
                  LG
                  Dr.Riecke

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