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@Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik

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  • RE: Und dr riecke?


    ...ob er wohl denkt "das läuft auch ganz gut ohne mich"???

    Ich würde mich aber sehr über seine Meinung freuen!!!

    ;-)

    Hans

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    • meld mich wieder Freitag...


      ... bin morgen leider nicht online, kann mich also leider erst wieder am Freitag einklinken...

      Gruß

      Hans

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      • RE: Und dr riecke?


        Hallo Hans,
        es läuft tatsächlich sehr gut ohne mich. Und das Thema ist mir auch zu wichtig, um mit meinem Beitrag die anderen hilfreichen Meinungen nicht eventuell zu blockieren. Und jetzt ist tatsächlich das Wichtigste gesagt. Vielleicht eine Art Zusammenfassung:
        1. Es geht nicht ohne Therapie.
        2. Der Einstieg gelingt nicht über den Missbrauch.
        3. Somatisches wird eher akzeptiert (z.B. die Blasenentzündung,
        auch wenn sie psychosomatischer Genese ist).
        4. Die Entscheidung muss Ihre Partnerin treffen (besonders, wenn Sie Recherche und Organisation betrieben haben).
        5. Sie können beim Drängen zur Therapie auch eigne Argumente beibringen (dass Sie am Ende sind etc.), wenn das Therapie-Ziel nicht Ihre sexuelle Disharmonie ist.

        Bis zur Therapie würde ich Ihre zärtliche Zuwendung nicht aus rationalen Gründen "einfrieren", aber sie extragenital gestalten - auch im Passiven (also keine genitale Berührung erwarten, so schwer es auch fallen mag, die körpersprachlichen Signale zu unterdrücken).
        Ich möchte keine Prognose wagen, was Ihre Partnerschaft betrifft, aber die sexuelle Erlebnisstörung ist prinzipiell gut behandelbar.
        Ich habe oft Frauen mit psychosomatischen Beschwerden erlebt, die während der ersten stationären Behandlung überhaupt noch nicht bereit waren, über den Missbrauch zu sprechen. Und doch entstand langsam eine Distanz zum Trauma, bis sie später ihre Weiterbehandlung selbst organisiert haben.
        Es ist ein weiter Weg. Ich wünsche Ihnen, dass Sie ihr vor allem bei den ersten Schritten helfen können!
        LG
        Dr.Riecke

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        • Noch Fragen offen


          Hallo Herr Dr. Riecke,

          herzlichen Dank für Ihre Antwort und die gute Zusammenfassung. Das hilft mir sehr weiter und zeigt mir, dass ich grundsätzlich nicht auf einem falschen Weg bin. Aber einige Fragen bzw. Unsicherheiten bezüglich des Verständnisses habe ich noch:

          1.
          Sind Sie der Auffassung, die Blasenentzündung könnte (zumindest auch) mit Gedanken an Den Missbrauch, daraus resultierenden Ängsten etc. zusammen hängen (wäre es also unter Umständen möglich, dass sie nach erfolgreicher Therapie weg oder zumindest besser im Griff wäre)? Macht es Sinn, meiner Partnerin so etwas als Möglichkeit zu sagen (da bin ich selbst skeptisch...)?
          2.
          Halten Sie es für sinnvoll bzw. hilfreich, wenn ich versuche, eine Therapeutin ausfindig zu machen und anfangs dann auch mit dorthin gehe, oder sollte meine Partnerin aus eigenem Entschluss eine Therapeutin suchen, wenn das ganze helfen soll?
          3.
          Meinen Sie, ich soll mich erst einmal sexuell vollkommen zurückhalten, also z. B. auch auf das Streicheln, liebkosen ihres nackten Körpers verzichten? Soll ich also vorerst keinerlei Schritte/Versuche in erotischer/sexueller Hinsicht mehr unternehmen, so lange sie nicht die Initiative ergreift? Die Sache mit dem Verzicht meinerseits habe ich verstanden, auch wenn es in der Tat sehr schwer fällt.
          4.
          Ist es überhaupt denkbar, dass ich in die Therapie teilweise mit eingebunden bin (und wenn ja: Wann am ehesten – zu Beginn, mittendrin oder eher gegen Ende)? Es geht ja um ihre Negativerlebnisse und da gibt es mit Sicherheit eine ganze Menge, das ich nicht erfahren sollte.

          Vielleicht können Sie mir diese Fragen beantworten, das würde mir sehr helfen.

          LG
          Hans

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