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@Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik

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  • @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik

    Hallo Herr Dr. Rieke,

    eine gute Bekannte hat mir empfohlen, mich mit meinem Anliegen einmal hier an Sie zu wenden. Ich habe seit einigen Jahren eine Partnerin, lebe jedoch leider noch immer aus beruflichen Gründen in einer Wochenendbeziehung.

    Einige Faktoren haben unsere Partnerschaft in letzter Zeit sehr belastet, so dass wir bereits mehrere Male kurz vor der Trennung standen, diese aber beide nicht wollen. Hierbei belastet uns vor allem, dass meine Partnerin beim Geschlechtsverkehr immer häufiger eine Blasenentzündung bekommt, was unsere sexuellen Aktivitäten inzwischen sogar praktisch zum erliegen gebracht hat. Das übelste war jedoch vor kurzem eine plötzlich stark schmerzende Stelle an ihrer Brust, welche der Frauenarzt nach Inaugenscheinnahme auch unverzüglich wegoperierte. Eine erste Analyse aus dem Labor besagte zwar nichts auffälliges, auf die genaue Analyse warten wir jedoch noch immer.

    Aber erst einmal von vorn:

    Das Grundübel ist, dass meine Partnerin in der Kindheit missbraucht wurde von einem alten Bock. Das erfuhr ich von ihr, als wir ca. ½ Jahr zusammen waren (aber immerhin hat sie sich mir - und bisher nur mir - anvertraut - ein großer Vertrauensbeweis!!). Zwar hat sie mir bisher kaum Details dieses Missbrauchs geschildert, aber GV war wohl definitiv nicht. So weit ich es beurteilen kann, musste sie ihm wohl mit der Hand masturbieren. Ob und was er evtl. bei ihr tat, da habe ich noch nichts erfahren. Ich vermute derzeit jedoch, dass er „sich nur bedienen“ ließ. Als Ergebnis hat sie aber eine deutlich spürbare Abneigung, einen steifen Penis zu berühren. Vor Sperma ekelt sich sich – auch wenn es ihr z. B. über die Hand läuft. Sie masturbiert mir also schon ab und zu mit der Hand, aber das alles wirkt seeehr unbeholfen und mechanisch. So sieht sie z. B. nie hin, wenn sie mir masturbiert, die Augen sind immer geschlossen.

    Grundsätzlich ist sie äußerst passiv. Ich habe z.B. kein Problem, nackt durch die Wohnung zu laufen und tue dies auch sehr häufig. Sie hat diesbezüglich große Hemmungen, obwohl von außen niemand in die Wohnung sehen kann.

    Naja, wir sind nun schon seit ein paar Jahren zusammen. Ich bin ihr erster Freund, das heißt, am Anfang war sie total unerfahren, ich kaum mehr. Allerdings war das nie ein Problem für uns. Wir sind damit, glaube ich, sehr gut umgegangen. Allerdings blieb sie bis auf ganz wenige Ausnahmen immer äußerst passiv.

    Ein grundsätzliches Problem, wenn wir miteinander schlafen wollten, war immer, dass sie nicht immer richtig feucht wird. Noch viel problematischer war und ist aber, dass sie zwar wollte, dass ich in sie eindringe, aber meist im Vaginalbereich sehr verkrampft war, so dass ich oftmals kaum in sie eindringen konnte, weil sie verkrampft blieb und/oder Schmerzen beim Eindringen hatte. Lust kam da bei ihr nicht wirklich auf, geschweige denn, dass sie gesteigert wurde. Um dem Problem zu entgegnen, haben wir neben Gleitcreme auch schon ausprobiert, dass sie oben ist und alles selbst steuert, aber der Erfolg war sehr bescheiden, zumal sie sich dann auch gar nicht zu entspannen vermag, wenn sie die Aktive sein „muss“.

    Nach etwas mehr als einem Jahr unserer Beziehung hat sie dann die erste Blasenentzündung nach dem GV erwischt – mit Antibiotika als Folge etc. Seither schwingt auch diese Angst jedes Mal mit und nimmt immer mehr und mehr Raum ein. Inzwischen hat sie (verständlicherweise) schon so viel Angst, wieder eine Blasenentzündung zu haben, dass sie kaum noch gewillt ist, mit mir zu schlafen. Und die wenigen Male, die wir es dann doch versucht hatten, waren immer weniger erotisch: vorher beide im Intimbereich gut waschen, nachher verschwindet sie sofort im Bad, um auf die Toilette zu gehen. Die Verkrampfung wird aber immer drastischer. Immer öfter kann ich nicht in sie eindringen, obwohl wir uns wirklich sehr viel Zeit ließen. Als Folge versage auch ich inzwischen immer mehr – sei es, dass meine Erektion im entscheidenden Moment nachlässt, oder dass ich – kaum bin ich in sie eingedrungen, ejakuliere, ohne dass ich es selbst rechtzeitig im voraus merke. Dies kommt immer häufiger vor.

    Immer wieder habe ich ihr den Vorschlag unterbreitet, dass wir den Koitus für einige Zeit einfach aus unserem Liebesleben weglassen, ansonsten aber sexuell aktiv bleiben: Uns gegenseitig verwöhnen durch berühren, streicheln, küssen, usw. Aber von ihr kommt nie die Initiative und ich habe stets allergrößte Mühe, ihr zu vermitteln, dass wir mehr tun, als uns nur in den Armen zu liegen. Sie hat oft auch richtige Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, etc. Und genau das bekomme ich dann auch meist zu hören, wenn ich entsprechende Versuche unternehme. Inzwischen fällt es daher auch mir sehr schwer, noch Lust zu entwickeln – obwohl ich sie nach wie vor erotisch sehr anziehend finde.

    Naja, und seit dieser Entzündung an der Brust ist sie – verständlicherweise – natürlich ganz von der Rolle. An Erotik ist da überhaupt nicht mehr zu denken. Ich weiß sehr wohl, dass im Moment für sie wichtig ist, Erotik möglichst vollkommen aus dem Spiel zu lassen.

    Meine Angst ist jedoch, dass ich inzwischen –vor allem aufgrund der ständigen, immer häufigeren Probleme in Richtung Blasenentzündung – überhaupt nicht mehr weiß, wie ich ihr erotische Zärtlichkeit als etwas schönes und für uns beide wichtiges darlegen soll. Eine Beziehung ganz ohne Körperlichkeit kann ich mir einfach nicht vorstellen, sie in ihrer Not redet inzwischen jedoch durchaus auch davon, sich damit abzufinden.

    Ich weiß nicht mehr, was ich tun kann und soll. Ich möchte sie nicht verlieren, da ich sie sehr lieb habe. Aber so kann es nicht bleiben, sonst vertrockne ich. Vielleicht haben Sie einen neuen Ansatz.

    Ich werde mich hier übrigens nur sporadisch ab und an aufhalten und melden, eine SINNVOLLE Diskussion jedoch gespannt verfolgen.

    Hans


  • RE: @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik


    Salut hans,
    Wie lange ist eure beziehung?
    Lebt ihr zusammen ?
    Ich weiss es nicht mehr ob du etwas davon geschrieben hast? sorry wen ich mich gehirt haben sollte.

    Grüsse,
    véro

    Kommentar


    • RE: @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik


      Hallo Véro,

      ja - ich habe davon etwas erwähnt: Wir leben in einer Wochenendbeziehung - ich bin also nur von Fr bis MO bei ihr. Das ganze geht jetzt seit etwa 4 Jahren so. Ich hoffe, diese Infos reichen Dir.

      Grüße,

      Hans

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      • RE: @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik


        Lieber Hans,
        so wie Du schreibst, denke ich die Probleme liegen bei dem unverarbeiteten Missbrauch Deiner Freundin. Am sinnvollsten wäre eine Therapie für Deine Freundin, wo sie über ihre schlimmen Kindheitserinnerungen reden kann. Wenn Sie dieses Thema nicht aufarbeitet, so wird sie warscheinlich nie eine befriedigende Sexualität erleben können, weder mit Dir noch mit sonst jemandem. Vielleicht kannst Du Deiner Freundin in diese Richtung sanfte und liebevolle Inputs geben. Aber offen sein und wollen muss sie natürlich... Ich wünsche Euch alles Gute

        Kommentar



        • RE: @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik


          Hallo LunaMalika,

          vielen Dank für Deine unterstützenden Zeilen. Ich sehe die Ursache und zugleich den Schlüssel ebenfalls in diesem Missbrauch. Ich habe ihr auch schon vor einiger Zeit den Vorschlag unterbreitet, diesbezüglich eine Therapie zu machen. Ich habe mich gleichzeitig bereit erklärt, auch und gerade in dieser Zeit ganz und gar für sie da zu sein und - falls es denn Sinn machen sollte - mich in eine solche Therapie einbeziehen zu lassen.

          Nur: Bisher lehnt sie eine Therapie schlicht ab (unter anderem mit dem Argument, dass es fast unmöglich ist, einen "passenden" Therapeuten (oder -in) zu finden, was nicht ganz falsch ist). Am Ende kommt dann oft das "Totschlagargument": "Ich kann auch ohne Sexualität auskommen. Vielleicht solltest Du Dir jemanden anderen suchen."

          Aber genau das möchte ich doch nicht - ich spüre, was in ihr steckt und ich möchte ihr helfen, dass ihr wunderbares Innerstes endlich nach außen darf. Meine Kräfte jedoch schwinden langsam.

          Gruß Hans

          Kommentar


          • RE: @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik


            Ich schließe mich LunaMalika voll und ganz an. Ich denke auch, dass ihr Problem in dem Missbrauch liegt und sie auch mit keinem Anderen Mann glücklich werden würde, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemandem Sex in der Beziehung total egal ist.

            Dieses "totschlagargument" wie du es nennst ist in der Tat sehr heftig, sowas will kein Mensch von der Person hören, die er am meisten liebt.
            Ich würde sie an deiner Stelle jedoch weiter darauf ansprechen und wenn sie dann wieder mit dem "totschlagargument" kommt, dann fragst du sie, ob es das sei was sie will, dass eure Beziehung den Bach runtergeht, weil sie nicht bereit ist eine Therapie zu machen, die auch eurer Beziehung helfen würde. Ich bin mir sicher, dass sie dir mit solchen Sätzen jedesmal auch verdammt weh tut und das solltest du ihr auch mal klar machen, denn ich bin mir nicht sicherm ob sie sich dessen bewusst ist. Ich würde das so verstehen, als wollte sie, dass du sie verlässt, da sie sich bereits damit abgefunden hat und weiß, dass dir Sex wichtig ist.

            Und wenn sie sich wirklich weiterhin strickt weigert eine Therapie zu machen und dich mit solch heftigen "Argumenten" niederschlägt, dann solltest du dir überlegen, ob dir die Beziehung nicht vll. mehr schadet als sie dich erfreut...

            Kommentar


            • RE: @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik


              grundsaetzlich gebe ich lunamalika und ninchen recht. ich würde dir aber zusaetzlich raten, mit ihr immer wieder zu reden und fragen über fragen zu stellen zb.was ist für dich sex, ist es etwas schmutziges, warum usw. , machst du sb, geht es dann, immer wieder versichern, wie sehr du sie liebst und ggf dich auch damit abfindest (nur sagen), sonst fühlt sie sich unter druck wenn du ihr eine terapie aufs auge drücken willst. sie denkt dann; "er will nur daß ich für ihn funktioniere, genau wie der andere". verschlimmert wird das bild der maenner auch durch die gesellschaft, medien, straftaeter usw. , du mußt mit ihr reden und ihr beweisen, daß du nciht so einer bist. du mußt ihr sagen, warum solche maenner so sind; weil sie psychische defekte haben. und das du nur mit liebe erektion bekommst. du mußt ihr genau sagen, was du fühlst, auch körperlich. sie muß naehe zu dir bekommen. sag ihr; ich bin doch nicht ekelig, bitte lieb mich doch! faß mich doch mal an, ich tu dir doch nichts. grundsaetzlich glaube ich, daß du mit dem gv vieles verschlimmert hast. denn du sagst selbst, es wurde immer schlimmer und nun hat sie schon kraempfe. sie wehrt sich und du merkst es nicht. und daß sie trocken ist, ist deutlich! niemals hat sie je was dabei empfunden, sie fühlt sich von dir benutzt, daß ist der grund weshalb sie nun voll dicht macht. lieber hans, das war echt nicht gut. da hat dir das psychologische einfühlungsvermögen gefehlt und vielleicht auch die kenntnis über den weiblichen körper. wie dem auch sei, du mußt die therapie auf jeden fall von gv trennen, die therapie soll sie für sich tun! du willst unter den umstaenden daß sie trocken bleibt, keinen gv mehr haben, denn - so sagst du - ohne daß du gefühle hast, will ich nix mehr haben. sie wird sich wundern, woher du das weißt! wegen der blasenentzündung, haben wir uns doch schon mal unterhalten unter "gynaekologie" und dann "angst vor oral" nicht wahr? mich wundert, daß du deine frage an einen mann stellst. niemand kann dir das sogut sagen wie eine frau. mag sein, daß er manches weiß, wie es aber ist, in einem frauenkörper zu leben, weiß er nicht. er kann es nur studieren. und nur weil er doktor ist oder sich nennt? sigmund freud war nur eine laecherliche selbst neurotische gestalt. schreibe ruhig noch mal.
              lieben gruß claudia

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              • RE: @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik


                Lieber Hans,
                warscheinlich zeigt das "Totschlagargument" einfach die Hilflosigkeit deiner Freundin (Nur nie mehr an den Missbrauch denken müssen, an die Angst, die Verzweiflung etc.) . Denn verlieren will sie dich sicher nicht. Aber ganz klar wird ganz ohne Sex weder eure noch sonst eine Beziehung von ihr jemals lange Bestand haben. Woher weiss deine Freundin das es keinen geeigneten Therapeuten gibt? Das muss sie ja erst einmal ausprobieren. Zudem kann sie den Therapeuten ja immer noch wechseln wenn es für sie nicht stimmt. Warscheinlich wäre sowieso eine Therapeutin am sinnvollsten. Ich denke das ist nur ein Vorwand von ihr. Vielleicht sind die wahren Gründe Scham (leider fühlen sich die Opfer von Missbrauch oftmals schuldig), Angst davor alles wieder aufzuwühlen, Angst darüber zu reden etc. Vielleicht kannst du in liebevollen, behutsamen Gesprächen herausfinden wo die Hauptgründe liegen. Als Nichtbetroffene können wir uns warscheinlich nicht annähernd vorstellen was ein Missbrauch für einen Menschen bedeutet. Mich packt die kalte Wut wenn ich daran denke was diese Männer damit zerstören:-(

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                • Körperlichkeit genießen lernen


                  Hallo Ninchen,

                  herzlichen Dank für Deine hilfreichen Worte. In der Tat tut sie mir mit dem „Totschlagargument“ jedes mal bis aufs Mark weh – ich will ihr doch nichts böses! Diesbezüglich hast Du mir sehr geholfen: Ich werde versuchen, ihr das – behutsam und ohne den Klang eines Vorwurfs (wenn es denn gelingt) – deutlich zu machen, wenn sie wieder damit kommt. Aber tief in ihrem Herzen will sie mich nicht verlieren – auch wenn sie, wenn sie sich ganz in die Ecke gedrängt fühlt, mir offen lässt, mich „aus dem Staub zu machen“. Es ist übrigens auch nicht so, dass sie nie Sex wollte. Nur sie blieb (mit wenigen Ausnahmen) immer total passiv, und seit auch noch jedes Mal eine Blasenentzündung „droht“ kann sie sich natürlich noch viel weniger öffnen als bisher, das ist mir auch klar.

                  Momentan tut mir die Beziehung sicherlich immer wieder sehr weh – aber sie besteht ja nicht nur aus dem Wunsch nach Sex und jenseits dieses – durchaus wichtigen – Bereichs funktioniert unsere Liebe durchaus harmonisch.


                  Hallo Claudia,

                  auch Dir herzlichen Dank für die Hilfe. Die Idee, ihr immer mal wieder Fragen zu stellen, werde ich aufgreifen. Auch Deine Vorschläge waren für mich sehr hilfreich, um diese Fragen in eine klare Richtung zu lenken. Ihr zu sagen, dass ich mich auch mit einer Beziehung ohne Sex abfinden würde, halte ich jedoch für falsch – damit würde ich sie ja belügen und das wäre alles andere als hilfreich, weil es einen Vertrauensbruch darstellen würde. Das mit dem Druck verstehe ich jedoch. Ihr genau zu sagen, was ich fühle, ist auf jeden Fall eine weitere gute Idee, die ich umsetzen werde.

                  Bezüglich des GV habe ich mich aber offensichtlich missverständlich ausgedrückt. Auch sie hat durchaus das ein oder andere Mal den Wunsch geäußert, dass wir miteinander schlafen. Sie will es tief in ihrem Innersten schon (sie möchte auch mal Kinder haben und das geht nun mal nicht ohne...). Und ganz trocken blieb sie auch nicht – nur es reichte eben nicht, um – für sie schmerzfrei – in sie eindringen zu können, dabei habe ich jedes Mal ihr die Regie überlassen, ob und wann ich versuche, in sie einzudringen. Sie sagt auch selbst immer wieder, dass sie den Kopf nicht frei hat und dass die Angst vor einer Blasenentzündung mit den unabwendbaren Folgen alles noch viel schlimmer macht.

                  Wir haben z. B. am WE die Vereinbarung getroffen, erst einmal für einige Zeit voll auf den GV zu verzichten (also auf die Penetration). Hintergrund war, dass sie gegen die Blasenentzündung eine Therapie mit hochdosiertem Johanneskraut versuchen will. Das Johanneskraut wiederum kann die Wirkung der Pille beeinträchtigen, aus diesem Grund war es daher auch meine Idee, diesen Anlass zu nutzen, um die Penetration (und für sie auch alle damit zusammen hängenden Ängste) für eine Weile weg zu lassen. Ich möchte, dass sie ein positives Gefühl zu ihrem Körper und zu Körperlichkeit bekommt, möchte, dass sie es angstfrei genießen kann, gestreichelt und liebkost zu werden dies auch zu geben (ich denke dabei aber nicht in erster Linie an die Befriedigung meiner Lust!). All das haben wir auch schon probiert und bei ihr kam dann durchaus oft der Wunsch, mit mir auch zu schlafen, aber die Angst hat sie dann doch immer wieder blockiert.

                  Hans

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                  • Antwort


                    Hallo LunaMalika,

                    natürlich will ich auch nicht versäumen, mich auf Deine Antwort zu melden. Natürlich ist das nur ein Vorwand, klar kann es Scham sein. Aber sie will eben nicht für einige Zeit von Therapeut(in) zu Therapeut(in) springen, jedes Mal ihre Geschichte neu erzählen, was sowieso schon nicht leicht fällt, und dann wieder feststellen dass man "nicht miteinander kann". Da lässt sie es lieber bleiben...

                    Hans

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                    • RE: Körperlichkeit genießen lernen


                      Hallo hans,
                      Du glaubt es nicht, aber deine geschichte ging mir gester und heute morgen beim aufwaren nicht aus den kopf :-/
                      Ich dachte nach zum schluss fragte ich mich :
                      1)Was gölt dir eingentlich deine freundin ?
                      2)Ist sie den zum beispiel eiversichtig?
                      3)Willst du den das sie dir etwas gölnt? zum beispiel mit freunden ein paar tage zu weg fahren ?

                      Liebe grüsse,
                      véro

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                      • schlaflos


                        Hallo Vérolavie,

                        es beschämt mich, dass ich Dir mit meinen Problemen schon fast den Schlaf raube :-(

                        Meine Partnerin gönnt mir sehr wohl etwas. Sie hat auch ihre Art, mich zu verwöhnen (sei es der wunderbare, selbst gemachte, persönliche Adventskalender mit vielen lieben Inhalten (z.B. eine Massage)). Das ist nicht das Problem. Wie gesagt - es ist schon eine tiefe, echte Liebe zwischen uns. Nur das Körperliche war von Anfang an schwierig und wird inzwischen schon fast unmöglich - aus Gründen ihrer Vergangenheit und auch "ihrer Zukunft (Blasenentzündung)".

                        Eifersüchtig? Normalerweise ist sie das nicht - sie weiß, dass ich absolut treu bin und vertraut mir. Allerdings ist sie eifersüchtig auf Bekannte vor ihrer Zeit.

                        Natürlich will ich, dass sie mir was gönnt. Dabei ist es aber sicherlich kein Problem, wenn ich ein paar Tage mit Freunden weg fahren wollte. Nur - auch das hilft uns letztlich nicht wirklich weiter.

                        Liebe Grüße,

                        Hans

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                        • treuebruch


                          okay, das waere eine lüge, andererseits ist es wiegesagt so, daß sie sich unter druck gesetzt fühlt. so nach dem motto "entweder du guckst daß du mal wieder mit mir ordentlichen gv haben kannst oder wir werden uns trennen". eine gefaehrliche sache, um erfolg haben zu wollen. vielleicht kannst du es ja mehr in einen kompromiß verwandeln, zb. so; "ich will mit dir keinen gv mehr haben, solange es dir keinen spaß macht." das nimmt die luft raus, laeßt kein druckgefühl bei ihr aufkommen und du sagst auch nicht, daß du ohne gv ein leben lang so weiter machst. ansonsten wünsche ich dir alles gute und drücke dir fest die daumen, daß du das problem lösen wirst.
                          lieben gruß von claudia

                          Kommentar


                          • RE: treuebruch


                            Hallo Claudia,

                            vielen Dank für die guten Wünsche. Ich denke, das ist jetzt wirklich mal ein Vorschlag, den ich umzusetzen vermag. Ich glaube, ich habe verstanden, wie sie sich unter Druck gesetzt fühlt. Körperlichkeit ist und bleibt mir sehr wichtig (sie ist ja auch nicht grundsätzlich dagegen, z. B. am nackten Körper von mir gestreichelt etc. zu werden). Aber auf den Geschlechtsverkehr werde ich vorerst verzichten - wie Du sagst: so lange es ihr keinen Spaß macht. Hoffentlich hilft es uns weiter.

                            Hans

                            Kommentar


                            • RE: Antwort


                              Wieviele Male hat sie es denn schon probiert?

                              Kommentar


                              • Therapie-Muffel


                                ...drei mal darfst Du raten:

                                Die richtige Lösung ist:

                                Noch nie !!

                                Bisher ist es mir nicht gelungen, sie davon zu überzeugen, dass es (in allererster Linie) für sie total wichtig ist, eine solche Therapie zu machen. Einmal war sie knapp davor, einen Ansatz zu machen, aber der Mut war schnell wieder verschwunden - leider :-(

                                Hans

                                Kommentar


                                • RE: schlaflos


                                  Hallo Hans,

                                  Ja, ich kann mir vorstellen, dass dasalles nicht so einfach ist, weder für dich noch für sie, aber wenn ihr nichts unternehmt, dann wird es zunehmend schwieriger an sie heran zu kommen. Vll. solltest du dich nach einem besonders guten Arzt bzw. einer Ärztin umhören. Zudem ist es ja auch nicht so, dass sie da hin geht und sich denen direkt anvertrauen soll. Erstmal findet ja ein langes kennenlernen zwischen den beiden statt, denn die Psychologin soll für sie eine Vertrauensperson, eine Freundin, werden, d.h. wenn sie merkt, dass ihr diese Person, aus welchem Grund auch immer, unsympatisch und nicht vertrauenswürdig erscheint, kann sie jederzeit aussteigen und sich nach einer anderen Psychologin umschauen. Sie hat diesbezühlich also nicht zu befürchten, dass sie ihre Geschichte jeder Betreuerin anvertrauen muss, bis sie die Richtige gefunden hat. Es wäre also vll. hilfreich, wenn du ihr dies nahe legst, vll. würde ihr das ein wenig die Angst nehmen. Und wenn das nicht ihr Problem sein sollte, dann musst du sie eben fragen was der Grund dafür ist, dass sie sich keine Hilfe holen möchte.

                                  Hoffe ich konnte dir damit nochmals helfen.

                                  Gruß Ninchen

                                  Kommentar


                                  • RE: Therapie-Muffel


                                    Hab ich mir fast gedacht:-(

                                    Kommentar


                                    • professionelle Hilfe


                                      Hallo Ninchen,

                                      so in etwa habe ich ihr das Procedere schon mehrere Male nahe gelegt. Vor längerer Zeit war sie auch einmal kurz davor, diesen Weg zu versuchen. Doch dann kam, wenn ich mich richtig erinnere, die erste Blasenentzündung nach dem GV und alles war plötzlich dahin (ich meine den Mut, eine Psychologin aufzusuchen).

                                      Man hört ja so vieles über Psychologen, da hat natürlich auch sie schon viel negatives gehört (die Leute verstehen einen nicht, wollen einen nur unter Medikamente setzen, etc,). Das hat ihren Willen natürlich nicht gerade gesteigert.

                                      Vielleicht war es - rückwirkend betrachtet - wirklich ein Fehler, dass ich ihr den Weg über einen Psychologen vorgeschlagen habe. Doch wer sonst hätte es tun sollen - es weiß ja außer mir keiner von ihrer schrecklichen Vergangenheit - und ich werde den Teufel tun und ihr Vertrauen dahin gehend zu missbrauchen, einem anderen Menschen darüber zu erzählen.

                                      Natürlich könnte ich sie jetzt auch in die Enge treiben und fragen, warum sie keine psychologische Hilfe in Anspruch nehmen will. Und wenn sie sich weiterhin weigert könnte ich mit dem Ende der Beziehung drohen. Aber erstens würde schon dies mir das Herz brechen und zweitens - würde es wirklich weiter helfen ??????

                                      Hans

                                      Kommentar


                                      • RE: professionelle Hilfe


                                        Hans,
                                        Man hört aber auch sehr viel positives über Psychologen, sehr vielen Menschen kann dabei geholfen werden!
                                        Ich war auch mal bei einer Psychologin, es ist nicht einfach dort hinzugehen und über seine Probleme zu reden. Ich war nicht offen genug, habe mich geschämt, war schüchtern, konnte ihr nie richtig erzählen was mich bedrückt, was in mir vorgeht! Nach ca einem Jahr habe ich die Therapie abgebrochen, ich hatte schlicht keine Lust mehr hinzugehen, es hat mir nichts gebracht. Vielleicht habe ich einfach zu früh aufgegeben. Aber ich fand einfach keinen Draht zu meiner Psychologin. Seit damals sind ein paar Jahre vergangen und ich werde wohl bald einen zweiten Versuch starten.
                                        Das Problem deiner Freundin ist wirklich sehr schlimm, und ich verstehe sehr gut, dass sie nicht darüber reden kann / will. Die einten müssen darüber reden, die anderen können es einfach nicht. Ich verstehe sie sehr gut, der Schritt zum Psychologin ist für manche sehr schwierig.
                                        Trotzdem, einmal versuchen sollte man es schon, schon von Anfang an zu sagen das bringt nicht ist immer einfach.
                                        Es gibt bestimmt auch Gruppentherapien, wo andere solche Betroffene dabei sind! Klar, der Schritt dorthin wird wohl genauso schwer sein für sie, wie der Schritt zum Psychologen. Aber für die anderen war der Schritt bestimmt genauso schwer... und sie wird dort auf Menschen treffen, die sie verstehen werden, schliesslich haben alle ähnliches durchgemacht. Oder habt ihr es schon mit Bücher versucht? Es gibt bestimmt zu diesem Thema viel Lektüre, ûnd somit kann ein Schritt in die richtige Richtung getan werden.

                                        Viele nehmen ihr Schicksal leiber so hin als etwas dagegen zu tun. Sie sind "gerne" in der "Opferrolle", schlisslich können sie ja nichts dafür, dass es so gekommen ist, wieso sollen sie es jetzt ausbaden und eine Therapie machen, die sehr anstrengend und emotional sein wird. Alles kommt wieder hoch, alles dass man doch lieber für immer vergessen möchte und nie wieder ein Wort darüber verlieren will. Und vielleicht hilft sie nicht mal, also wieso die Aufregung? Lieber alles beim alten lassen und den geringsten Wiederstand gehen, so kann eich es einigermassen ertragen .... sonst wird alles noch viel schlimmer und es geht mir noch viel schlechter als vorher........

                                        Ich weiss es ist schwierig und nicht jeder Weg führt ans Ziel. Aber zum Glück gibt es verschiedene und so erhöht sich die Chance zum Ziel zu finden...



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                                        • Vorbild


                                          Hallo Lola, Deine Einschätzung deckt sich vollkommen mit meiner. Und im Grunde bin ich sogar noch eine Art „Vorbild“ für meine Partnerin, denn auch ich war vor Jahren einmal selbst bei einer Psychologin. Sie weiß auch davon – schon lange. Nur genützt hat es bisher nichts. Vor einer Gruppentherapie fürchtet sie sich im übrigen noch viel mehr als vor Einzeltherapie.

                                          Mit der „Opferrolle“ hast Du vollkommen recht. Sie möchte das Ganze am liebsten vergessen und ja nicht mehr aus der Schublade holen. Aber soll ich sie unter Druck setzen? Soll ich ihr sagen, dass sie, wenn sich nichts unternimmt, Täter bezüglich der Spannungen in unserer Beziehung ist? Dann kann ich gleich die Koffer packen... . Oder soll ich tatsächlich gehen? Ich habe sie doch lieb – trotzdem.

                                          Nur – so kann es nicht bleiben, sonst implodiere oder vertrockne ich. Aber wie kann ich ihr nur helfen, dass sie sich öffnet, die negative Vergangenheit ausgräbt und dann – mit professioneller Hilfe – zu Grabe trägt???

                                          Ob Literatur da helfen kann, wage ich momentan zu bezweifeln. Noch dazu ist mir keine passende Literatur zu dieser Thematik bekannt. Ist das nicht viel zu gefährlich, sich dann „selbst zu therapieren“? Was meinen Sie dazu, Herr Dr. Riecke ?

                                          Hans

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                                          • gemeinsame Therapie


                                            Hallo Hans,

                                            mehrer Vorschläge gingen ja in Richtung professionelle Hilfe /Therapie. Dass jemand davor Manschetten hat, kann man ja nachvollziehen - von den begeisterten Therapie-Junkies mal abgesehen. "Du brauchst professionelle Hilfe" stigmatisiert den anderen natürlich. Er muss eine Grenze überschreiten und vielleicht ist der Weg zu steil und zu anstrengend, die Treppenstufen zu hoch.
                                            Du hast aber selber in einem Nebensatz einen Vorschlag gemacht.
                                            Du gehst mit. Ihr macht eine gemeinsame Therapie. Das macht Euer Problem zu einem gemeinsamen Projekt. Du schickst nicht Deine Frau zur Behandlung sondern ihr geht gemeinsam. Damit ist der Weg und der Aufstieg vielleicht einfacher zu bewältigen. Und wenn Ihr dann an den Punkt kommt, an dem Du nicht mehr dabei sein solltest, fällt es Deiner Frau vielleicht leichter, weil sie die Situation schon kennt, die Grenze überschritten hat und fühlt dass es ihr helfen kann.

                                            Unabhängig davon ist das "Blasen-Problem" eine Sache die einer intensiven und guten Behandlung bedarf. Das muss weit über die Akutbehandlung der Entzündung hinausgehen im Sinne einer Blasen-Pflege. Auch da solltet Ihr einen wirklich guten Arzt suchen.

                                            Ich denk an Euch
                                            und wünsch Euch einen guten Weg
                                            Wolfram

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                                            • RE: @Dr. Rieke: Partnerschaft ohne Erotik


                                              nur, um der diskussion, die ja bereits einige sehr gute ratschläge enthält (besonders wolf-rams finde ich wirklich wichtig) noch einen völlig anderen aspekt beizusteuern, zitiere ich mich ausnahmsweise mal selbst, um die vermutlich provokante frage aufzuwerfen: was bewegt dich dazu, mit jemandem eine liebesbeziehung führen zu wollen, der dir offensichtlich eher platonische als sexuelle gefühle entgegennbringt, aus welchen gründen auch immer?

                                              http://www.medicine-worldwide.de/for...2&thread=47569


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                                              • RE: gemeinsame Therapie


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                                                für mich ist es grundsätzlich überhaupt kein Problem, mit ihr zusammen zu einer Therapie zu gehen. Allerdings sehe ich zwei Haken: Erstens: ich bin nur am Wochenende vor Ort (Fernbeziehung), da könnte es für Termine sehr schwierig werden (ist aber nicht unlösbar, ich weiß).

                                                Zweitens: Es geht um ihre Vergangenheit, die aufgearbeitet werden muss. Wenn es von Nutzen ist, bin ich da wirklich gerne dabei. Aber ich fürchte, ich wäre aus Sicht einer Therapeutin (zumindest am Anfang) fehl am Platz. Vielleicht kennt sich da jemand genauer aus?

                                                Danke für die Unterstützung !!

                                                Hans

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                                                • wo die Liebe hinfällt


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                                                  sollten wir als hilfsbereite Mitmenschen nicht erst mal auf der Baustelle bleiben, die uns Hans genannt hat.
                                                  Er liebt Sie, will bei ihr sein - hat er doch gesagt. Aber er hat das Gefühl, daß er langsam vertrocknet.

                                                  Die andere Frage hat er sich ja sicher schon öfter gestellt und seine Frau hat ihm diese Alternative auch schon an den Kopf geworfen - aber das behagt ihm nicht.

                                                  Gruß
                                                  Wolfram

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