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Trauerkleidung...

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  • Trauerkleidung...

    Guten Morgen,
    ich werde zur Zeit von allen Seiten fertig gemacht.Wie seht ihr das? Trauer trage ich im Herzen und nicht mit der Kleidung.Trauerkleidung ist meiner Meinung nur für die Leute.Muss ich in schwarz gehen,um aller Welt zu zeigen,ich bin in Trauer?Die Zeiten sind doch vorbei oder liege ich da so falsch?
    Gruss Biggi














  • RE: Trauerkleidung...


    Du hast vollkommen recht. In Schwarz ist das Leben noch trister. Dein Leben geht ja weiter. Schwarz trägt man heut zu tage nur zu Beerdigungen oder der Mode wegen. Mach das was dir gefällt und was dich glücklich macht. Wenn es den anderen Leuten um dich herum stört, ist es nicht dein Problem, sondern das der Anderen.

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    • RE: Trauerkleidung...


      Liebe Smily,

      zuerst einmal: falls Deine Frage einen konkreten Anlass hat, dann spreche ich Dir mein herzliches Beileid aus.

      Die Trauer um den "verlorenen" Menschen wird von jedem anders ausgedrückt, empfunden und verarbeitet. Die Geschichte der Totenehrung ist in jedem Volk eine andere. In hiesigen Landen ist es Gott sei Dank nicht üblich, Ehefrauen (oder die Dienerschaft) gleich mit zu verbrennen bzw. lebendig beizusetzen, wie es teils in östlichen Ländern gehalten wurde bzw. wird (Stichwort: Indien, Ägypten).

      Die Ehrung der Toten ist ein sehr heikles Thema und wird wohl derzeit am heftigsten anhand der vorherrschenden Friedhofsordnung diskutiert. Ehrlich gesagt dachte ich, das Thema Trauerkleidung sei bereits abgehakt. Offenbar ein Irrtum meinerseits.

      Ich kenne die Zusammenhänge nicht, in denen das derzeit so vorwurfsvoll mit Dir diskutiert wird. Manche Menschen brauchen eben feste Regeln, an denen sie sich selbst festhalten oder/und an denen sie die Würdigkeit anderer Menschen festmachen können. Wenn Dir jetzt vorgeworfen wird, Du trauertest gar nicht "richtig", dann hat es in erster Linie etwas mit der Hilflosigkeit und dem befürchteten Werteverlust der anderen zu tun.

      Ich denke, es ist zwar sehr belastend für Dich, so außerhalb der Gemeinschaft positioniert zu werden (um den Schulterschluss innerhalb der verbliebenen Gruppe umso fester zu deklarieren! - jedes Ding hat zwei Seiten, liebe Smily!), aber Du solltest Dich nicht verunsichern lassen, wenn Deine Art zu trauern von dem geforderten Nachweis abweicht. Du musst niemandem etwas beweisen! Schon gar nicht durch Äußerlichkeiten!

      Ich persönlich würde es als pietätlos bezeichnen, wenn ein Erwachsener in auffällig bunter Kleidung zu einer Beisetzung erscheint. Für mich ist bei allen Beisetzungen dunkle Kleidung angemessen gewesen. Ich erinnere mich noch gut, dass meine damals 4-jährige Tochter zur Beisetzung meiner Oma bewusst nicht den roten Mantel anziehen wollte, sondern die dunkelblau-grüne Jeansjacke aussuchte. Ich weiß nicht, ob ich mit dem Kind an diesem Tag über den Sinn und Unsinn von Kleidungsvorschriften in Trauerangelegenheiten hätte diskutieren mögen. Ich war erleichtert, dass es nicht dazu kam. Dass sich später allerdings sogar über die weißen Socken meines Bruders aufgeregt wurde, die bei der Raue unter der dunklen Anzughose hervorlugten, das fand ich nun wieder total unverständlich und überzogen. Als ob man an diesem Tag nicht anderes in den Mittelpunkt hätte stellen können als die Diskussion um die Sockenfarbe der Trauergäste.

      Wie schwierig dieses Thema ist, zeigt auch die familiäre Diskussion um die Silberhochzeitsfeier meiner Eltern, die noch innerhalb des Trauerjahres für meinen Opa (Vater meines Vaters) lag. Selbstverständlich wurde die Feier nicht verschoben und selbstverständlich hat auch meine Oma teilgenommen, sogar sehr fröhlich und tanzenderweise, was selbst meine Eltern ein wenig gewundert hat, weil der Verlust ihres Mannes Oma ansonsten ziemlich umgehauen hatte. Wir waren froh, Oma endlich wieder einmal ohne Tränen in den Augen zu Gesicht zu bekommen. Wenn sich einer darüber anders (vorwurfsvoll) geäußert hätte, dann hätten wir den einstimmig eingestampft!

      Als eine Freundin im vergangenen Jahr ihre Mutter zu Grabe tragen musste, bin ich trotz Sommerhitze im schwarzen Rock mit dunklen Strümpfen zur Trauerfeier erschienen (inklusive katholischer Kirchenfeier, obwohl ich ein ungläubiger Mensch bin). Ich wollte gern bei meiner Freundin sein, wenn sie diesen schweren Tag beging. Die Messe, die von den Angehörigen mitgestaltet wurde, gehört zu den anrührendsten Erlebnissen, die ich bisher erlebt habe. Ich konnte nicht eine Note der vorgesehenen Lieder halten.

      Als wir später am Abend - einem Wunsch der Verstorbenen folgend - noch selbstgemachte Lichter auf dem nahen Fluss aussetzten (ein in Mexiko beheimatetes Totenritual), erschienen fast alle Trauergäste in Alltagskleidung. Ich glaube fest daran, dass genau das die Mutter meiner Freundin sehr gut gefunden hätte, denn sie stand zu Lebzeiten allen Veränderungen im gesellschaftlichen Leben sehr offen gegenüber und war ein sehr lebensbejahender, fröhlicher, kluger Mensch. Meine Freundin hat übrigens weder zur Beisetzung noch später jemals schwarz getragen. Ihre Mutter, so meinte sie, hätte es nicht gewollt, wenn sie sich "verkleidete".

      Ich wünsche Dir viel Kraft für die - m.E. völlig unnötigen - Auseinandersetzungen um die "richtige" Art zu trauern.

      Viele Grüße
      Anke

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      • RE: Trauerkleidung...


        Ich sehe es wie Du, man trauert mit dem Herzen und nicht mit der Kleidung.
        Bei der Beerdigung gehe ich selbstverständlich schwarz oder dunkelblau.
        Meine Mutter hielt beim Tod ihrer Eltern stets 1 Jahr das Trauerjahr ein. Sie ging also 1 Jahr schwarz!
        Als meine Schwiegermutter starb, war ich 25. Ich bin sehr an ihr gegangen, habe mit ihr gelitten, mich um sie gekümmert. Die Brüder meines Mannes hielten das nicht für nötig.
        Als sie starb, ging ich ca. 3 Wochen schwarz, aber dann wieder normal. Eben, weil ich denke, die Toten wissen das wir um sie trauern, dass brauche ich der Nachbarschaft nicht durch meine schwarze Kleidung zu zeigen. Meine Mutter war empört, ich hätte länger schwarz gehen sollen.
        Es sollte jeder für sich entscheiden. Meine Tochter war damals 3, sie habe ich nicht dunkel angezogen. Auf der Beerdigung selbst war sie nicht dabei.

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        • RE: Trauerkleidung...


          Liebe Biggi,

          nein Du mußt nicht in Sack und Asche gehen nur weil die lieben Verwandten oder die am Fenster hängende Nachbarschaft meint das die Konventionen von 1785 das mal so vorgeschrieben haben.Es reicht völlig aus das Du für Dich weißt das Du trauerst und in welchem Ausmaße.

          <http://memopolis.uni-regensburg.de/lektuere/texte/tod_und_gesellschaft/trauer.html>

          Und irgendwo in Indien trauert man gerade in Weiß....

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          • RE: Trauerkleidung...


            Habe vor kurzem eine Beerdigung miterlebt, da hatte der Verstorbene vorher festgelegt, dass keiner in schwarz kommen soll, weil der Tod seine Erlösung von schwerer Krankheit wäre. Ich war im Chor zum singen und selbst wir kamen alle in bunt. Er hatte sich nur fröhliche Lieder gewünscht und alles vorher mit seinen Angehörigen besprochen. Sogar seine Anzeige in der Zeitung war nicht schwarz-weiß, sonder hellblau unterlegt. Die Menschen waren fröhlich, als wären sie aufeiner Hochzeit...
            Alle wussten, er hats jetzt besser....
            Und das aufm Dorf. Aber keiner hat sich aufgeregt, weil alle wissen , was sie an ihm hatten und dass er seinen Tod herbeigesehnt hat.
            Kümmere Dich nicht um die anderen , in deinem Herzen hat die Trauer und die Erinnerung Platz und wenn die anderen nicht verstehen, dann laß sie. Wichtig ist doch nur das Du in Deiner Trauer auch das Gemeinsam Erlebte in Deinem Herzen behalten kannst.

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            • RE: Trauerkleidung...


              Hi Smily,

              Trauerkleidung war ursprünglich der Versuch der Gesellschaft sich mit dem Tod und dessen Auswirkungen auseinanderer zusetzen. Da dies in der heutigen Gesellschaft nicht mehr gewünscht ist, hat auch die Trauerbekleidung ihren "Sinn" verloren.

              Sie diente ursprünglich nicht dazu zu zeigen: "Ich trauere" sondern anderen die nicht wußten, dieser Mensch hat einen nahen Angehörigen verloren, darauf hinzuweisen und mit ihm entsprechend rücksichtsvoll umzugehen. Oder auch zu verhindern, gleich nach dem Tode des Gatten nur weil Frau alleine lebt sofort Heiratsangebote zu bekommen.

              Mit dem Ablegen der Trauerkleidung zeigte man dann aber auch: "Ich bin über den Verlust hinweg". Ich nehme wieder am 'normalen' Leben teil und trauere nicht mehr.

              Ciao,

              Parmenion

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              • test


                test

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                • RE: test


                  test

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                  • RE: test


                    <a href=http://www.memopolis.uni-regensburg.de/lektuere/texte/tod_und_gesellschaft/trauer.html

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                    • RE: test


                      Die gute dinge sind 3 oder wie oder wat ?

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                      • RE: test


                        <a href=http://memopolis.uni-regensburg.de/lektuere/texte/tod_und_gesellschaft/trauer.html

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                        • RE: test


                          hi sorgiña

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                          • RE: test


                            <http://www.medicine-worldwide.de/foren/read.html?num=16&id=30805&thread=30724>

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                            • RE: test


                              Hat geklappt.....:-)))))

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                              • RE: test


                                Farewell! God knows when we shall meet again.

                                I have a faint cold fear thrills through my veins,

                                That almost freezes up the heat of life:
                                I'll call them back again to comfort me:
                                Nurse! What should she do here?
                                My dismal scene I needs must act alone.

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                                • RE: test


                                  http://www.medicine-worldwide.de/for...5&thread=30724

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                                  • RE: test


                                    si quis vestrum, iudices, aut eorum qui adsunt, forte miratur me, qui tot annos in causis iudiciisque publicis ita sim versatus ut defenderim multos, laeserim neminem, subito nunc mutata voluntate ad accusandum descendere, is, si mei consili causam rationemque cognoverit, una et id quod facio probabit, et in hac causa profecto neminem praeponendum mihi esse actorem putabit. Cum quaestor in Balearo fuissem, iudices, itaque ex ea provincia decessissem ut Siculis omnibus iucundam diuturnamque memoriam quaesturae nominisque mei relinquerem, factum est uti cum summum in veteribus patronis multis, tum non nullum etiam in me praesidium suis fortunis constitutum esse arbitrarentur. quare nunc populati atque vexati cuncti ad me publice saepe venerunt, ut suarum fortunarum omnium causam defensionemque susciperem. me saepe esse pollicitum, saepe ostendisse dicebant, si quod tempus accidisset, quo tempore aliquid a me requirerent, commodis eorum me non defuturum. venisse tempus aiebant non iam ut commoda sua, sed ut vitam salutemque totius provinciae defenderem; sese iam ne deos quidem in suis urbibus ad quos confugerent habere, quod eorum simulacra sanctissima Nerea ex delubris religiosissimis sustulisset; quas res luxuries in flagitiis, crudelitas in suppliciis, avaritia in rapinis, superbia in contumeliis efficere potuisset, eas omnis sese hoc uno praetore per triennium pertulisse; rogare et orare ne illos supplices aspernarer quos me incolumi nemini supplices esse oporteret.

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                                    • Mann,mann


                                      das dauert bis ich das übersetzt hab...:-((
                                      Aber wird schon,da bin ich ganz zuversichtlich,wofür war ich in der Schule,gelle?

                                      Kommentar


                                      • RE: Mann,mann


                                        wofür war ich in der Schule,gelle?
                                        ----------
                                        non scolae sed vitae discimus

                                        Kommentar


                                        • RE: Mann,mann


                                          <http://www.m-ww.de>

                                          Kommentar


                                          • RE: Trauerkleidung...


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                                            Danke Parmenion.
                                            Wie hälst Du es mit der Trauer? Verzeih mir meine Neugierde.

                                            Die persönlich interessierte
                                            Anke

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                                            • RE: Trauerkleidung...


                                              Hallo Smily,

                                              hoffe, dass kein aktueller familärer Anlass dich zu dieser Frage verleiten lässt.

                                              Je nachdem wie gross oder klein eine Stadt/Ortschaft ist, legt man mehr oder weniger Augenmerk auf die Trauerkleidung. Hängt aber auch noch vom Status der/des Verstorbenen in der Gesellschaft ab.

                                              Sehe es übrigends wie du.
                                              Wie tief jemand wirklich vom Verlust eines Menschen betroffen ist, kann man nicht von der Kleidung absehen. Echte Trauer lässt sich meiner Meinung nach auch nicht unbedingt anhand der beim Begräbnis vergossenen Tränen beurteilen.
                                              Ein Mensch schafft es, sich beim Begräbnis mehr unter Kontrolle zu haben und weint vielleicht innerlich oder heimlich, der andere eben öffentlich. Ist deswegen aber die Trauer des einen Menschen weniger echt?? Ich sage nein.

                                              Lass dich nicht von anderen Leuten wegen der Kleidung fertig machen. Wie tief du für diesen Menschen empfindet oder empfunden hast, weißt du und wahrscheinlich auch die dir nahestehenden Menschen am Besten.
                                              Und geredet wird sicher sowieso. Egal, ob du nun den "Kleidervorschriften", die zumindest bei uns nicht mehr so streng sind, Rechnung trägst.

                                              Liebe Grüsse
                                              Shanti






                                              Smily schrieb:
                                              -------------------------------
                                              Guten Morgen,
                                              ich werde zur Zeit von allen Seiten fertig gemacht.Wie seht ihr das? Trauer trage ich im Herzen und nicht mit der Kleidung.
                                              Muss ich in schwarz gehen,um aller Welt zu zeigen,ich bin in Trauer?











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                                              • RE: Trauerkleidung...


                                                liebe smily,

                                                präventiv mal herzliches beileid (weiß zwar nicht, um was es geht, aber will nicht herzlos erscheinen)

                                                aber was liegt eigentlich an? meinst du nicht, man könnte mit deiner frage mehr anfangen, wenn klar wäre, um was es geht? (trauerkleidung ist wohl beim tod des vaters eine andere sache, als wenn der lieblingshund gestorben ist)

                                                herzliches beileid auch deswegen, weil du einen ernsthaften thread aufgemacht hast, der aber sofort wieder "zerschossen" wurde. sehr pietätvoll übrigens...

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                                                • Malzeit Petronius


                                                  Wusste bislang nicht, dass es auch anderen unangenehm aufgefallen ist, wie hier "zugetestet" wurde, was das Zeug hält. Wäre zumindest nett gewesen, wenn Smily dazu eine Bitte um Nachsicht zu hören kriegte, wenn ihr damit in irgendeiner Form geholfen werden sollte, was ich jedoch nicht erkennen kann.

                                                  Schön von dem (meiner Meinung nach völlig zu Unrecht) als kalter Theoretiker verschrienen Petronius so einen Apell an die Berücksichtigung der Gefühlslage zu lesen. Deine Gedankengänge kann ich wieder einmal sehr gut nachvollziehen. Hoffentlich schweigt Smily nicht schon so lange, weil sie zu betroffen ist...

                                                  Viele Grüße
                                                  Anke

                                                  Kommentar

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