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Selbstverursachte Probleme

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  • Selbstverursachte Probleme

    Hallo,

    es geht hier gerade nicht um mich, sondern um einen besten Freund.
    Also: Wie kriegt man es hin, den Zugang zu grundsätzlichen Gesprächen zu finden, wenn man mehr als 20 Jahre (hier fast 30) verheiratet ist?
    Konkret: Der Mann wollte also alles besser machen und hat sich dabei selbst überholt. Ist von Beginn der Ehe (sehr früh - beide etwa 20) immer daheim gewesen, außer derhalb der Arbeit.
    Letztlich haben sie sich eine Isolation geschaffen, aus der es kaum einen Ausweg gibt. Versuche kleinster Eigenständigkeit werden misstrauisch beäugt. Es gibt kein Handeln, ohne Rechtfertigung.
    Der Mann, demm die Arbeit fehlt- quasi zu Hause eingeschlossen ist, spinnt sich gedanklich (ausschliesslich) neue Wege. Die Frau ist überkritisch gegenüber ihrer Umwelt. Macht sich so nicht viele Freunde und idealisiert so ihre Lebensweise.

    Ich habe keine Ahnung, wie die noch mal ein befriedigendes Verhältnis herstellen sollten. Ich selbst kenne das nicht ( schon wegen der Dauer). Kann mal jemand berichten, wie es geht, ein (geistig) entfremdetes Verhältnis wieder herzustellen?

    Der Gedanke einer Trennung ist ihr völlig fremd, er würde sich das auch nicht zumuten; es sprächen aber viele seiner moralischen Vorstellungen überhaupt dagegen.

    Ist denen überhaupt noch zu helfen?

  • RE: Selbstverursachte Probleme


    ***Ist denen überhaupt noch zu helfen? ***

    wo haben die beiden denn ihr Problem?

    Die wichtigsten Bestandteile partnerschaftlicher Gespräche sind:

    - aktives, aufmerksames und akzeptierendes, verstärkendes Zuhören

    - richtiges Verstehen, Wahrnehmungsprüfungen, Informationssuche durch Rückfragen

    - Paraphrasieren (ohne zu analysieren bzw. zu interpretieren), Wiederholen der Partneräußerungen mit eigenen Worten

    - Mitteilung der eigenen Gefühle und Empfindungen in Bezug auf die Partneräußerungen

    - Verstärkung positiven Verhaltens, Aufbau positiver Kommunikations- und Interaktionselemente

    - Äußern von Störungen, Kritik ohne Vorwurf Herausarbeiten von Kompromissen (diese Übungen sind durch häufigen Rollenwechsel der Partner bzw. der Familienangehörigen gekennzeichnet)

    Kommentar


    • RE: Selbstverursachte Probleme


      Hallo, du Schlaumeier,

      ähnliche Vorschläge- alltagstauglich formuliert- habe ich auch wohl gemacht.
      Die Antwort sieht dann so aus:

      "Was du zu ... sagst, und es ist vemutlich das letzte Mal daß ich darüber spreche, ist durchaus nicht falsch.
      Sie war früher ganz anders.
      Wir konnten auch offen über alle Sauereien reden - natürlich auch über sonstige Sachen - haben Pornos geguckt etc.

      Irgendwie - manchmal habe ich jedenfalls das Gefühl - mag die erdrückend konservative Umgebung eines Dorflebens - durchaus ein Grund für eine dermaßend gravierende Änderung sein. Abgesehen davon, daß ich nicht gegengesteuert habe.

      Deine Vorschläge sind so gesehen schon in Ordnung.
      Allein, ich habe da in dieser Richtung fast alles versucht. Vorsichtig, mit dem nötigen Takt, hypothetisch usw. Nix zu machen.

      Das ist in endlose Szenen ausgeartet.
      "Du bist also nicht zufrieden mit deinem Leben; so etwas möchte ich nicht noch einmal hören, du verletzt mich usw."

      Da kann ich ruhig loben und wertschätzen. Das ist der Normalzustand. Auch Geschenke, die ich mir eigentlich nicht leisten kann, weil ich dann danach immer pleite bin :-))

      Laß uns das Thema begraben - es ist wie es ist.
      Und ich habe ja schon angedeutet, daß mir eigentlich nur noch eine radikale Lösung helfen kann.

      Andererseits darf ich auch nicht ungerecht sein. Sie ist fleißig, relativ sparsam, hilft mir viel usw. .
      Das erkaufe ich eben mit einer gewissen Auswegslosigkeit."

      Da wäre ich doch mehr an Erfahrungsberichten interessiert.
      Na - ja, auch die werden kaum helfen;-))





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