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Asexualität

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  • Asexualität

    Hallo.
    Ich hoffe,jemand weiß einen Rat für mich:
    Mein Mann bezeichnet sich schon seit einiger Zeit als asexuell. Mir allerdings fällt es immer noch schwer,damit umzugehen.
    Kann mir jemand helfen?
    Vielen Dank!


  • Re: Asexualität

    Es gibt eine große Bandbreite bei Asexualität, genauso wie bei dem was die Partner dabei besonders belastet.
    Man bräuchte mehr Infos.

    Kommentar


    • Re: Asexualität

      Hallo.
      ..... Mir allerdings fällt es immer noch schwer, damit umzugehen.
      Kann mir jemand helfen?
      Hallo Tati C

      Erstmal herzlich willkommen hier im Forum. Schön dass Du da bist und so wie Du dich äußerst auch bereit bist "dazu zu lernen".

      Zunächst mal kann ich sehr gut nachvollziehen, dass es Dir schwer fällt mit der "Asexualität deines Mannes" um zu gehen.

      Meine Frau hat vor 5 Jahren den Begriff Asexualität noch nicht gekannt - und ich auch nicht. Inzwischen kann ich ihr Verhalten in dieser Rubrik sehr gut einordnen und zum Teil zumindest verstehen. Es werden demnächst 5 Jahre dass wir KEINERLEI gemeinsame sexuelle Aktivitäten mehr haben. Ihr geht es gut oder sehr gut damit. Ich versuche nach wie vor "damit umzugehen".

      Kennst Du das Forum aven ?? Dort gibt es auch einen kleinen Bereich in dem sich "Betroffene Sexuelle" austauschen. Also Sexuelle, die eine(n) asexuelle(n) Partner(in) haben.

      Wie Tired geschrieben hat - die Spannbreite von "gemischten Partnerschaften" (sexuell/asexuell) ist sehr groß. Ich denke aber, dass in allen diesen Partnerschaften eine ganze Zeit benötigt, bis man gelernt hat "damit umzugehen".

      Aus meiner Sicht wichtig ist anzuerkennen, dass Asexualität kein "gewähltes Lebensmodell" ist. Und es ist auch KEINE Störung, Krankheit oder ein behandlungsbedürftiges Verhalten. Die Asexualität lässt sich nicht "beheben, umprogrammieren oder anders ändern" - sie ist nicht pathologisch.

      Die Asexualität hat in den Moralbetrachtungen unserer Gesellschaft in den letzten Jahrhunderten keine Rolle gespielt. Sie wurde ignoriert und wird zu einem immensen Anteil auch heute noch ignoriert oder als "Störung" einer Behandlung zugewiesen. Die ist genauso erfolgreich wie die "Behandlung von Homosexuellen", die es früher ja auch gab und die inzwischen glücklicherweise sogar verboten ist,

      Wenn jetzt zwei Menschen in einer Partnerschaft feststellen, dass einer davon asexuell ist haben sie einen nicht einfachen Weg vor sich. Sie finden entweder einen GEMEINSAMEN Weg, bei dem sich keiner der Beiden verbiegen muss - oder sie stellen fest, dass ein gemeinsamer Weg leider nicht mehr möglich ist.

      Für mich waren die Bücher des Paarberaters Michael Mary eine große Hilfe. Seine "5 Lügen die Liebe betreffend" haben mir sehr weitergeholfen bei dem Gedanken, dass zu einer "sehr guten und wertvollen LEBENSPARTNERSCHAFT" nicht zwingend eine dauerhaft leidenschaftliche, erfüllende und exklusive Sexualpartnerschaft mit dem Lebenspartner gehört. Aber wie geschrieben - die Spannbreit ist da sehr groß. Und "gesellschaftlich-moralische" Lösungsmodelle gibt es leider nicht, weil für "die Gesellschaft" Asexualität quasi nicht existiert.

      Grüße vom gucki

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      • Re: Asexualität

        Nur, wenn ich mich recht erinnere, ist das eine Asexualität die aus Alkoholismus entstanden ist?
        Da ist die Frage, was hat sich zwischenzeitlich getan, was hat sich bei dir verändert, was bei deinem Mann?
        Du wirst ja nicht die ganze Zeit ausgeharrt haben, um dann wieder von vorne anzufangen mit dem Thema, sondern auch versucht haben Lösungen zu finden.
        Wie sehen/sahen die aus?

        Kommentar



        • Re: Asexualität

          Nur, wenn ich mich recht erinnere, ist das eine Asexualität die aus Alkoholismus entstanden ist?
          Hallo Tired

          Ich habe die alten Fäden nach dem heutigen Beitrag von Tati extra nochmal durchgelesen. Tati hat dort geschrieben, dass ihr Mann Alkoholiker ist und dass das für ihre Gespräche nicht förderlich wäre. Dass "die Asexualität" alkoholbedingt ist hat sie dort nicht geschrieben. Dr. Rieker hat darauf hingewiesen, "dass in SPÄTEN Stadien des Alkoholismus" die sexuelle Libido quasi abgestellt sein kann - ob das bei Tatis Mann auch so war bzw ist konnte er damals gar nicht diagnostizieren - weil damals und heute wir viel zu wenig von den Umständen wissen......die Annahme, "dass das eine Asexualität ist, die aus Alkoholismus entstanden ist" wäre also auch heute eine reine Vermutung oder Spekulation. Könnte zutreffen, kann aber auch ganz anders sein.

          Wenn er sich selber als asexuell definiert will ich das auf jeden Fall mal so zur Kenntnis nehmen und davon ausgehen - unabhängig von einer auch vorhandenen Alkoholabhängigkeit.

          Schönen Sonntag morgen wünscht gucki

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          • Re: Asexualität

            Hi Gucki,
            das Problem hier und im alten Thread ist, dass sich Tati da sehr bedeckt hält, damals hat sie gar nicht mehr reagiert, vielleicht wird es diesmal anders sein.
            Man kann dementsprechend nur spekulieren und so wie ich es verstanden habe, begann das alles erst nach der Hochzeit, also muss es ja vorher gut gelaufen sein.
            Die Frage ist also, war er schon immer Asexuell, oder erst seit der Hochzeit und wenn ja, warum?
            Ich denke, da ist der Alk ein guter Hinweis.
            Ich denke auch nicht dass es eine Rolle spielt ob man schon immer Asexuell ist, oder diese erworben hat, solange man nichts ändert ist das unerheblich, weil im Ergebnis dasselbe.
            Nur wenn man was verändern möchte spielt das eine Rolle, aber das will er nicht.
            So kann nur Tati für sich etwas ändern.
            Deshalb meine Fragen, man kann keine Tipps geben wenn man nichts über die Umstände weiß und es kommt mir vor als wolle Tati diese nicht näher erörtern.
            Aber vielleicht irre ich mich da ja und es wird doch noch ein ergiebiger Thread.

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