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Frage, die mich beschäftigt

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  • Frage, die mich beschäftigt

    Hallo,

    glaubt ihr, dass es normal ist, dass man trotz glücklicher Beziehung und Liebe auch mal Gedanken oder Fantasien an andere Männer haben kann? Schließt das eine das andere aus? Ich beschäftige mich gerade. mit dieser Frage.

    Grüße



  • Re: Frage, die mich beschäftigt

    Das ist absolut normal und nichts verwerfliches

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    • Re: Frage, die mich beschäftigt

      Hi Ella, geh diese Frage mit deinem Mann durch und redet drüber, ganz sachlich, ganz ohne "Betroffenheit", oder gar Bewertung. Du wirst erfahren, dass ER sich diese Frage stellt zugleich mit dir. Stellt diese Hypothese in den Raum und verschanzt euch nicht hinter Floskeln, sondern seht, das ist nun mal so, so ungefähr überlegt doch fast jeder mal. Setz das einfach voraus bei deinem Mann und macht jetzt, wo das noch nicht wirklich nah ist, aus, was ihr tun würdet, wenn es so weit wäre. Besprecht das Für und Wider. Geht die Geschichte durch bis zum Schluss.
      Angenommen, es ist mal so, wi gehen wir damit um....????
      Das ist wie eine Feuerwehrübung, die steht halt grad an, wenn dich diese Frage beschäftigt. Nutze den Tag.

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      • Re: Frage, die mich beschäftigt

        Also ich glaube mit ihm drüber reden, das würde ich nicht wollen. Das ist mir zu unangenehm und rollt wahrscheinlich etwas auf, das nicht gut wäre.
        ich stelle mir die Frage schon aus gegebenem anlass. Ich denke in letzter zeit oft mal an andere, bzw. Bestimmte personen. Das macht mir natürlich jetzt angst. Und ich frage mich, was das bedeutet. Gleichzeitig macht es mich auch fertig, weil ich meinen mann ja liebe... es ist einfach schlimm wieder ...

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        • Re: Frage, die mich beschäftigt

          "Schließt das eine das andere aus?"

          Das gilt nur für die manchmal recht kurze Phase der akuten Verliebtheit.
          Da sind im Gehirn die Regionen für Kritik- und Urteilsfähigkeit geradezu blockiert.

          Wenn diese Phase dann abgeklungen ist, weitet sich der Blick wieder und erfasst dann - auch bei einer ausgefüllten, glücklichen Beziehung - wieder andere Objekte.

          Ob diese aber nur "erfasst" oder mit besitzergreifenden Wünschen versehen werden, ist sehr unterschiedlich.

          Kommentar


          • Re: Frage, die mich beschäftigt

            Also ich glaube mit ihm drüber reden, das würde ich nicht wollen. Das ist mir zu unangenehm und rollt wahrscheinlich etwas auf, das nicht gut wäre.
            Und ich frage mich, was das bedeutet....
            Du willst etwas offen haben, was bei deinem Mann nicht offen ist. Beim anderen erhoffst du dir eine Gefühlspalette, die du vermisst, was sonst.

            Vielleicht hast du Hunger auf mehr Bereitschaft und mehr Leidenschaftlichkeit und dein Möchten ist wie ein dringliches Anliegen. Ich könnte heiße Küsse brauchen, Gier, Lust, Losgelöstsein, Verliebtheitsgefühle usw. , aber, die Sicherheit und Geborgenheit mit meinem Mann bedeutet dir auch viel. Konflikt..Vernunft gegen Freude..

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            • Re: Frage, die mich beschäftigt

              In welcher Weise denkst du denn an andere?

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              • Re: Frage, die mich beschäftigt

                Wir sind sicher nicht hier, um ein gewöhnliches Leben auf Halbmast zu führen, wir wollen aus dem Vollen schöpfen und beste Gefühle ausleben.
                Jeder kann anders, geht anders mit dir um und bei jedem, mit dem du dich einlässt, wird was anderes geöffnet, drum sagt man ja, neue Liebe, neues Leben- neues ERleben.

                Vielleicht ist dir fade. Frag halt deinen Mann, ob es ihm nicht auch so geht- dass er gewisse Gefühle vermisst, du bist doch auch für ihn ausgelutscht und ohne wirklichen Reiz mehr. Neu bist du jedenfalls net und eine Attraktion sicher auch nicht mehr.

                Klingt vielleicht blöd, aber deine Idee, eine Affäre zu haben, die würde euch helfen. Entweder in diese Richtung, oder in die andere. Es wäre entweder die Ehe dann aus, es wäre der Platz frei für ein anderes, neues Fühlen und Erfahren und Erleben, ( für Beide sicher förderlich) oder aber, es gibt dann eine saftige Krise bei euch, ihr entzweit euch, kommt aber dann wieder zusammen und es geht mit einer anderen Linie weiter, nicht mehr wie vorher, besser, weil ihr wieder neu hinschaut auf die nun neue, sorgfältiger geführte Kostbarkeit Ehe.

                Trau dich, den alten Modus umzuwerfen, oder, wenn nicht, dann akzeptiere, was da ist.

                Was du tust, das ist hüpfen wollen, aber zugleich bremsen. Friede stellt sich in dir ein, wenn du dich entscheidest.

                Kommentar


                • Re: Frage, die mich beschäftigt

                  Machs dir einfach- sag dir, ich geh drei Monate mal warten und schauen, was sich tut. Ich entscheide mich für gar nichts die nächsten zehn, zwanzig Wochen. Dann schauma weiter.

                  Was ich inzwischen weiß, dringliche Wünsche sind meist unseriös. Die sind wie innere Kinder, die drängeln. Da muss man dann entschieden auftreten und sagen, was gut ist, das kann auch warten. Also warte mal ab, dein Sturm legt sich dann auch, wenn du dich gar nicht entscheidest, extra nicht.

                  Triebe sind lästig. Steh drüber mal. Mach die Tür zu, lass diese Zugluft weg und widme dich deinen Kerlchen in aller Liebe und köstlicher Innigkeit und Zärtlichkeit, wie wenn er neu wäre. Lutsch den mal wieder so richtig ab, er wird sich dann ganz anders wieder benehmen, wenn du dich anders benimmst. Steck dein Geld in eure Sache. Auch in deinem Ehemann steckt ein leidenschaftlicher Küsser und Liebhaber. Stelle ihn dir vor, wie er mit einer anderen rumknutscht und verliebt ist in eine andere, dann wirst du merken, du siehst ihn so nicht mehr- obwohl er so sein kann.

                  Lieben Gruß

                  Elektraa

                  Kommentar


                  • Re: Frage, die mich beschäftigt

                    Naja also irgendwie ist es so, dass ich manchmal wie so Schwärmereien habe für andere. Das ist dann meist kurz und intensiv und geht wieder. Es sind nicht mal primär fantasien, die auf sexuelles bezogen sind, vielmehr fühle ich mich von einer Aura angezogen, die ich gar nicht so genau beschreiben kann. Ich kenne diese menschen meist auch nicht oder zumindest nicht gut. Ich geniesse dann einfach die nähe zu diesen personen und die aufmerksamkeit von ihnen. Trotzdem ist es nicht die Aufmerksamkeit, denn die gibt mir mein mann ja irgendwie auch, trotzdem hat mein mann diese aura derzeit nicht, er gibt mir viel eher die dinge, die ich eigentlich immer gesucht habe in einer Partnerschaft: sicherheit, beständigkeit, vertrauen...

                    ich weiß auch nicht, was mit mir los ist. Ich denke manchmal, ich fühle zu viel und gleichzeitig gar nichts.. es macht mir auch einfach angst, dass das alles so ist. Ich weiss nicht, was es für mich und für meine Beziehung heisst. Ein gutes zeichen kann es wohl nicht sein...

                    Kommentar



                    • Re: Frage, die mich beschäftigt

                      " es macht mir auch einfach angst, dass das alles so ist."

                      Manchmal hilft es schon, solche Empfindungen und Gedanken auf eine heitere Ebene zu transferieren.
                      Also etwa so: "Es sind Frühlingsgefühle, die sich in verschiedenen Varianten zeigen, aber gutartig sind und zum Leben dazu gehören."

                      Es sind also lediglich Vorstellungen, die die Handlungsebene nicht erreichen.

                      Kommentar


                      • Re: Frage, die mich beschäftigt

                        Ich habe den Eindruck, dass dir ganz normale Gefühle Angst machen?

                        Wenn es normalerweise für alle so wäre wie du es dir vorstellst, Partner gefunden und man gibt nichts mehr auf die Aufmerksamkeit anderer, man findet schöne und interessante Menschen nicht mehr anziehend, stellt sich nicht mehr vor dass man auch auf andere so wirkt, dann würden mit dem Eingehen einer Beziehung Zweierinseln geschaffen bei denen andere draußen bleiben.
                        Man bräuchte keine anderen Menschen mehr, weil Partner alles abdecken was man begehrt.
                        Das ist einmal kaum möglich und zum anderen langweilig.

                        Der Mensch ist ein Herdentier, er braucht von Natur aus die Beachtung anderer und wünscht sie sich, er braucht Bestätigung und die Aufmerksamkeit anderer aus der Herde und die Hormone reagieren auf die Hormone und Attribute anderer.
                        Das hat nichts mit Untreue zu tun, sondern damit dass dies das Leben ist, ohne das fühlt man sich nicht lebendig, ohne das ist man auf einen einzigen Menschen beschränkt, aber es fast unmöglich dass ein einziger Mensch jedes Gefühl und Bedürfnis abdecken kann.

                        Genau solche Gefühle nähren den Selbstwert, sorgen dafür dass die Beziehung auf Augenhöhe bleibt und man nicht in Abhängigkeiten gerät.
                        Von jemanden angezogen werden, von jemandem Aufmerksamkeit zu genießen, sogar Fantasien andere betreffend, helfen dabei dass die eigene Beziehung nicht langweilig wird und Partner nicht damit überfordert werden, alles erfüllen zu müssen was der andere braucht, denn das würde jede Beziehung aushöhlen (außer beidseitige Symbiosen, die aber kaum jemand leben kann).

                        Welch Erwartung und Anforderung an deinen Partner, dass er so sein soll dass du niemand anderen attraktiv und interessant findest und er alles in sich vereint was andere Männer anziehend macht.
                        Genau dafür sind diese Gefühle da, dass es eben nicht so sein muss dass er alles abdeckt, dass ihr glücklich sein könnt ohne dass er alles darstellen muss was du brauchst.
                        Die anderen interessanten Männer sorgen dafür dass du in einer Beziehung zufrieden sein kannst, weil dein Interesse für andere und deren Interesse dich stabilisiert und dafür sorgt dass du nicht in einer Partnerschaft eingemauert wirst, wo ein Teil dieser Bestätigungen ganz automatisch irgendwann nicht mehr stattfinden, aber man sie doch braucht.

                        Genieße das, anstatt ein Ideal anzustreben das nur in Büchern, Filmen und den Köpfen der Naiven (Unerfahrenen) existiert, niemand kann solche Gefühle abstellen und es hat auch nichts damit zu tun ob man den richtigen gefunden hat oder nicht, sondern nur mit unsrer Natur und dem fast allen eigenen Bedürfnis von der Welt da draußen als Frau, Mann, Mensch, wahrgenommen und als attraktiv, interessant, besonders empfunden zu werden.
                        Der Mensch braucht das, genauso in wie außerhalb einer Beziehung, aber deshalb geht er nicht gleich fremd, oder wünscht sich das, er will einfach nur wahrgenommen werden und für andere eine Bedeutung haben.

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                        • Re: Frage, die mich beschäftigt

                          Du wirst dich nach anderen Zuständen "verzehren", nach mehr, als das, was du hast.

                          Du bist reif für lieben, total lieben.. und tastest bereits alle möglichen Kanditaten ab, ob sie geeignet sind dafür.



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                          • Re: Frage, die mich beschäftigt

                            Ella, die Gedanken sind frei! Die gehören dir, damit kannst du machen was du willst - as immaterielle Idee belassen oder in eine Wirklichkeit umsetzen, zu der du offenbar gar nicht bereit bist. Ich schließe mich meinen Vorredner*innen hier an. Du brauchst deine Gedanken auch mit niemandem zu teilen, ganz besonders nicht, solange sie so diffus und gestaltlos sind wie du sie hier beschreibst.
                            Übrigens gilt es als Mensch (= vernunftbegabt...;o)) auch noch, Gedanken von Gefühlen zu unterscheiden. Du hast Gefühle beschrieben, nicht Gedanken. Aber auch die sind frei ;o)

                            Anregung: es ist ok mit anderen Menschen zu flirten, das ist eine freundliche spielerische Form von Liebe, von Möglichkeit, eigene Schwärmereien auszudrücken (und damit ggfs. loszuwerden) und dabei gleichzeitig unverbindlich zu bleiben. (Das ist kein "Betrug" an deinem Mann!)
                            Sowas halte ich für gesünder als im Geiste irgendwelche Szenarien aufzubauen, die dich auch noch belasten. Obwohl du diese ja ziehen lassen könntest, denn .... s. o. - es sind nur Gedanken!
                            Nimm das Leben nicht so schwer! Deine Gedanken bzw. Gefühle sind jedenfalls kein Grund dafür! Wenn die schön sind, freu dich lieber daran. Gefallen sie dir nicht, lass sie ziehen. Wollen sie nicht gehen, analysier sie und stelle sie bloß als das, was sie sind, und lerne was über dich selber. Es ist eine spannende Sache, sich selbst kennenzulernen!

                            Herzliche Grüße
                            Venus

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                            • Re: Frage, die mich beschäftigt

                              Hallo,

                              ja irgendwie ist das schon so. Normale Gefühle ängstigen mich beziehungsweise ich will sie nicht. Aber ich weiss nicht wieso. Fühle mich nicht wert genug dafür. Ich bin einfach mit mir selbst überfordert.... momentan stehe ich echt jeden morgen auf und habe keine lust mehr auf irgendwas.... das ist alles so anstrengend. Ich will mir selbst auf den Grund gehen und meiner beziehung auch, aber es überfordert mich zugleich.
                              vielleicht bin ich von grund auf einfach so.. neige zu solchen gedanken und depressiven stimmungen.

                              meint ihr, Medikamente könnten mir helfen, mit all dem besser umzugehen?

                              Kommentar


                              • Re: Frage, die mich beschäftigt

                                Und wie sollten die dir dauerhaft helfen, an der Situation würde sich dann ja nichts ändern?

                                Wenn du Probleme hast und das Gefühl es würde dir helfen dem auf den Grund zu gehen, dann suche dir Hilfe von Außen.
                                Schau nach einer Therapie, einer Beratung, aber durch einen Fachmenschen und nicht bei selbsternannten Lebenshelfern.

                                Wenn du aber Depressionen und übermäßige Ängste hast und das nicht mehr erträgst, dann mache einen Termin bei einem Psychiater, der dich in Sachen Medikamente beraten wird, die dir helfen können bis du wieder stabil bist, deshalb schau auf jeden Fall zusätzlich nach einem Platz für eine Psychotherapie.

                                Kommentar


                                • Re: Frage, die mich beschäftigt

                                  Hallo,

                                  ja irgendwie ist das schon so. Normale Gefühle ängstigen mich beziehungsweise ich will sie nicht. Aber ich weiss nicht wieso. Fühle mich nicht wert genug dafür. Ich bin einfach mit mir selbst überfordert.... momentan stehe ich echt jeden morgen auf und habe keine lust mehr auf irgendwas.... das ist alles so anstrengend. Ich will mir selbst auf den Grund gehen und meiner beziehung auch, aber es überfordert mich zugleich.
                                  vielleicht bin ich von grund auf einfach so.. neige zu solchen gedanken und depressiven stimmungen.

                                  meint ihr, Medikamente könnten mir helfen, mit all dem besser umzugehen?
                                  Man kann nur einen Moment nach dem anderen bewältigen.

                                  Es ist ein Zwischenstand, den du gerade durchmachst. Das ist nicht dein ganzes Leben lang so, das mal zuerst. Im Moment bist du halt mal im Koma. Bleib mal da drin, lass es, hab halt grad keine Lust für irgendwas. Das ist ein Energiesparmodus.

                                  Du sagst, dich überfordert alles. Dann ist doch jetzt dran, mal zurückzutreten und nichts mehr tun, nur ruhn. Ruhen und nur das notwendigste machen und das im langsamen Tempo, so langsam als möglich.

                                  Der Beziehung auf den Grund gehen kannst du, wenn du wieder erholt bist und ausgeruht. Verwöhne dich mal, geh nichts machen, nur das, was dir selbst gut tut und sei das bloß mal heulen, oder viel schlafen, ins Hallenbad gehen und dich treiben lassen im Wasser.

                                  Die Gedanken sortieren sich so am leichtesten, wenn du mal nicht eingreifst, dich nur treiben lässt. Du wirst sehen, so nach und nach sickert ein Gedanke nach dem anderen ein, dir fallen Vorfälle ein, die du vergessen hast, bzw. übersehen hast und dann erkennst du, tagtäglich immer mehr, wo dir Ursachen liegen, die dir so zu schaffen machen. Ich vermute, du bist gekränkt, beleidigt, demotiviert, enttäuscht, weil du ganz wo anders bist, als du eigentlich möchtest.

                                  Kommentar


                                  • Re: Frage, die mich beschäftigt

                                    Trau dich, mal eine Telefonnummer zu wählen, wo man Beratungen anbietet, Sorgen mit dir bespricht, ordnen hilft, was dich beschäftigt, dir zuhört und nachhakt, nachfragt- das sprechen wär wichtig, oder schreiben darüber. Es dreht sich alles bloß im Kreis, wenn man "nur" denkt, weil Gedanken schnell bei Widerständen aufhören und abdrehen. Wenn du aber redest mit wem, dann ist eher möglich, weiter zu graben, tiefer, mehr zu erfahren.
                                    Wie wenn du dir sagst, so jetzt liefere ich mich mal Fragen aus und versuche sie bestmöglichst zu beantworten, egal, wie sie sich anhören, ich spreche sie aus, meine Worte, die sich zeigen, ich lege sie mal auf den Tisch und dann schaue ich mit meinem Gegenüber alles an.

                                    Ich mach das mit meinen besten Freundinnen immer, denen schimpfe ich vor, denen breite ich meine Geschichten aus, die sich in meinem Kopf befinden, egal, wie grob, grauslig, kummervoll, leidend, ich sprechs aus und lass das ganze Seufzen mal raus. Es geht ums Aussprechen, diese Regungen anhören, sie auch sprechen lassen, ihnen auch mal zuhören und fertig. Wie wenn man sagt, wer beschwert sich, der rede jetzt.... und wir alle hören zu.

                                    Nachher essen wir unsere Pizza fertig und planen miteinander unsere nächsten Schritte.

                                    Für dich ist mal dran, deinen Beschwerden mal zuzuhören, deinen Kummer mal auf den Tisch zu legen, den nicht ständig unterdrücken. Für solche äusserst wichtigen Gespräche gibt es Fachleute, wenn du keine Mädels an deiner Seite hast, die das auch gut können, wie meine besten Freundinnen.

                                    Dich zwickt was, das muss man finden.

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                                    • Re: Frage, die mich beschäftigt

                                      Der Gedanke, das ganze vielleicht medikamentös unterstützen zu lassen, kam mir kürzlich, denn ich habe das Gefühl, dass ich euch vom Kopf her verstehe und alles für sinnvoll erachte, was ihr sagt, aber es nicht fühlen kann.

                                      ich bin in einem tief, ich stehe jeden tag auf und bin so extrem ausgelaugt.

                                      ich bin in einer therapie und es hilft mir auch schon, aber momentan habe ich das Gefühl, trotz allem aus diesem tief nicht rauszukommen. Ich empfinde einfach kein glück, bin planlos...
                                      und diese ständigen gedanken um die beziehung und so, das macht mich völlig fertig, neben job und allem noch...

                                      ich muss mich irgendwie stabilisieren, um die dinge erst einmal wieder positiv zu betrachten. Es ist extrem schwer, lebenspläne und beziehunhspläne zu machen, während man einfach kraftlos und überfordert ist...

                                      Kommentar


                                      • Re: Frage, die mich beschäftigt

                                        Und: nachdenklich, melancholisch und negativdenkend war ich schon immer.

                                        ich habe das Gefühl, nicht zu wissen, wer ich bin, was ich will und was meine ziele sind. Ich stehe einfach neben mir

                                        Kommentar


                                        • Re: Frage, die mich beschäftigt

                                          Hast du das auch in der Therapie genau so angesprochen?

                                          Wie gesagt, du kannst dir auch noch eine Meinung vom Psychiater holen, falls sich da eventuell ZG oder eine Depression manifestieren, dann können Medikamente helfen, aber nicht so gut wenn die Ursache deine Lebenseinstellung oder Persönlichkeit ist, dann hilft eine Therapie besser und Medis können allenfalls überbrücken.

                                          Kommentar


                                          • Re: Frage, die mich beschäftigt

                                            Ich denke halt, wenn ich so ewig dran bin, an mir zu arbeiten und es dauernd nur schlimmer wird, dann ist es vielleicht echt zu schwierig an meiner Persönlichkeit was zu ändern?

                                            Mir ist nie so wirklich aufgefallen, dass ich eigentlich grundunglücklich bin. Mit dem Therapeuten habe ich immer nur die Konsequenzen davon behandelt.

                                            ich werde einen Psychiater konsultieren und dahingehend fragen. Habe halt angst, dass ich die Medikamente nicht vertrage sie nicht helfen oder es schlimmer machen...

                                            Kommentar


                                            • Re: Frage, die mich beschäftigt

                                              Unglücklich sein, hat ja erst mal nichts mit der Persönlichkeit zu tun, sondern mit der Sicht auf das eigene Leben und die Unfähigkeit es zu ändern.

                                              Du solltest das auch nochmal klar bei deinem Therapeuten sagen, denn wenn der das nicht weiß kann er dir natürlich auch nicht helfen.

                                              Der Vorteil an Medikamenten ist, wenn sie einem dann doch nicht zusagen kann man sie wieder absetzen, aber natürlich sind sie dafür gemacht zu helfen und es nicht schlimmer zu machen, mögliche Ursachen des Gehirnstoffwechsels auszugleichen.
                                              Es dauert aber auch 2 bis sechs Wochen ( manchmal auch etwas länger) bis eine Wirkung eintritt und bei jedem Nachjustieren beginnt dieser Zeitrahmen wieder von vorne, mögliche NW verschwinden meist nach einigen Tagen wieder.

                                              Da brauchst du also auch etwas Geduld, auch bei der Therapie, die dafür langfristig besser wirkt, natürlich kann man beides kombinieren, Medis sind halt keine Lösung für immer deshalb muss man unbedingt eine Psychotherapie machen und da auch ganz klar sagen was einen belastet und was man sich von der Therapie erwartet.

                                              Machst du Sport?
                                              Welche Selbsthilfemaßnahmen und Veränderungen bist du angegangen?

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                                              • Re: Frage, die mich beschäftigt

                                                aber meint ihr nicht, dass unglücklichsein auch von der Persönlichkeit kommen kann? also dass man eben vom Wesen her einfach dazu neigt?

                                                ich habe immer wieder versucht, die dinge aufzuschreiben, die mir an mir und meiner Beziehung und meinem Job auffallen und sie dann zu ändern, weil ich dachte, wenn ich erstmal herausgefunden habe, was falsch läuft, dann muss ich es nur noch umsetzen. aber es ist schwer und überfordernd, denn ich habe ja auch einen Job, der mich extrem fordert und auch nicht gerade toll ist und dann noch meine Beziehung und mich selber.... also das ist alles nicht so einfach.

                                                sport... ja auch so ein Thema. kann mich nicht aufraffen, habe keine lust. wie so zu allem.

                                                ich kann die dinge einfach nicht ändern, weil ich ich sie zwar verstehe, aber nicht fühlen kann. das ist schwer zu beschreiben... in manchen Situationen denke ich sogar, es wäre total angebracht und passend, sich zu freuen oder was auch immer ... aber ich kann es nicht. es geht nicht. so ist das in vielen Situationen...

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                                                • Re: Frage, die mich beschäftigt

                                                  Es gibt depressive Persönlichkeiten, aber Unzufriedenheit mit der Situation, das Gefühl dass was schief läuft, Überforderung, das sind alles keine Sachen der Persönlichkeit, sondern äußere Einflüsse und der eigene Umgang damit, was man alles beeinflussen kann.

                                                  Es gibt auch keinen Menschen den man als glücklich bezeichnen könnte, Glück ist immer nur eine kurze Phase, es geht darum Zufriedenheit zu erlangen.

                                                  Du kannst die Dinge nicht fühlen weil sie dich überfordern und du dann einfach abschaltest, um nicht noch mehr Stress zu bekommen.
                                                  Eigentlich ein gutes Thema für die Therapie, aber es muss halt klar artikuliert werden damit dir da geholfen werden kann.

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