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Sexuelle Konditionierung auf die Partnerin. Sinnvoll?

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  • Sexuelle Konditionierung auf die Partnerin. Sinnvoll?

    Guten Tag,
    durch den Konsum von pornografischen Inhalten und Selbstbefriedigung während längerer Singlephasen plus Versagensängste beim Sex habe ich meine Sexualität versaut. Ich bin abgestumpft und bediente mich zuletzt bestimmter Fetische um alleine gut auf Touren zu kommen.
    Nun lebe ich wieder in einer Partnerschaft und die Sexualität lässt wie zu erwarten war zu wünschen übrig. Versagensängste und dadurch Erektionsprobleme sowie die Abgestumpftheit durch Pornokonsum (mit bestimmten Fetischen) und Selbstbefreidigung machen uns das Sexualleben schwer.

    Nun mein Plan:
    Ich habe überlegt, mein "Lusthirn" neu zu programmieren.
    Dazu möchte ich auf Pornokonsum und Selbstbefriedigung verzichten und mich "zwingen", sexuelle Handlungen und Befriedigung vorerst nur noch mit meiner Partnerin zu erleben. Hierdurch soll meine Partnerin quasi zum einzigen "Objekt der Begierde". Ziel dadurch verspreche ich mir, dass mein "Lusthirn" den "normalen" Geschlechtsverkehr mit einer Partnerin als das höchste Ziel empfindet.

    Glaubt ihr das ist ein guter Plan? Was gilt es zu beachten?

    Vielen Dank und liege Grüße,
    lenz


  • Re: Sexuelle Konditionierung auf die Partnerin. Sinnvoll?

    Wenn machbar, würde erst einmal komplett auf den eigentlichen Sex verzichten, sowohl medial als auch mit der Freundin.
    Entdeckt und erlebt gemeinsam, was man ohne Penetration so alles miteinander anstellen kann und Anfangs nur auf Körperregionen konzentrieren die nicht im sogenannten Intimbereich liegen, später zu mehr übergehen, aber ohne dein Eindringen.

    Das könnte sogar für deine Freundin spannend sein, den eigenen Körper als (d)ein Instrument wahrzunehmen, auf dem Seiten angeschlagen werden können die ihr vielleicht noch verborgen sind.
    Dazu solltest du dich intensiv mit der weiblichen Sexualität auseinandersetzen, die so viel mehr bietet als schnöden Sex, um zu wissen welche Seiten du anschlagen kannst und dich (bloß nicht), an Inhalten der konsumierten Pornos orientierst.

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    • Re: Sexuelle Konditionierung auf die Partnerin. Sinnvoll?

      "Hierdurch soll meine Partnerin quasi zum einzigen "Objekt der Begierde". Ziel dadurch verspreche ich mir, dass mein "Lusthirn" den "normalen" Geschlechtsverkehr mit einer Partnerin als das höchste Ziel empfindet."

      Theoretisch ist Ihre Vorstellung nachfühlbar, aber Sexualität sollte etwas ganz Natürliches bleiben, nicht rational überfrachtet werden.

      Allein die leicht irritierbare Erektion ist neurophysiologisch so komplex (zwei sich eigentlich konträr verhaltende Systeme müssen gleichzeitig aktiv sein), dass jede rationale Einflussnahme das Gegenteil von dem bewirkt, was nötig ist, nämlich sich einfach fallen zu lassen.

      Kommentar


      • Re: Sexuelle Konditionierung auf die Partnerin. Sinnvoll?

        In der perfekten Welt würdest du vollkommen offen mit ihr darüber sprechen und versuchen, gemeinsam einen Weg zu finden. Aber am Anfang einer Beziehung ist man trotz der Geigen, mit denen der Himmel vollgehängt ist, noch nichts perfekt.

        Wie äußert sich dein Problem denn im Zwischenmenschlichen? Hast du überhaupt Lust auf sie? Ist das ein Fetisch, von dem du ihr erzählt hast? Erzählen kannst?

        Es ist sicher keine schlechte Idee, das mit der Selbstbefriedigung eine Zeitlang zu lassen. Oder zumindest ganz anders zu machen. Zum Beispiel, indem du den Fetisch bewusst weglässt und zum Beispiel die andere Hand verwendest. Du wirst feststellen, dass du so kaum kommen kannst, du kannst es aber mit dir selbst trainieren, das hinzubekommen.

        Gar nichts mehr zu tun, ist vermutlich nicht zielführend. Wie unser Forendoktor schon gesagt hat: Die Standfestigkeit ist sehr leicht zu erschüttern. Ganz mit der eigenen Sexualität auszusetzen und dann darauf zu hoffen, dass es mit ihr auf Ansage plötzlich klappt, ist nicht unbedingt zielführend.

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        • Re: Sexuelle Konditionierung auf die Partnerin. Sinnvoll?

          Zählt da nicht die Absicht? Angenommen, man ist aufgeregt, wegen dieser Aufregung klappt es nicht, dann ist das anders, als wenn man nicht begehrt.
          Gespräche über seine zerissene, verwundete Befindlichkeit würden bei ihr mehr helfen, als wenn er nichts davon erzählt.
          Ich finde auch, Herr_Lich, das ist wohl das Vorteilhafteste, sie informieren, sie einweihen und sich ihr anvertrauen. Ich will, aber noch ist alles etwas verdreht, machen wir, dass sich das legt, wie auch immer- arbeiten wir dran.

          Sex ist doch wie kochen, da kann man doch Rezepte erfinden, die allen Beiden schmecken.

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          • Re: Sexuelle Konditionierung auf die Partnerin. Sinnvoll?

            "Sex ist doch wie kochen, da kann man doch Rezepte erfinden, die allen Beiden schmecken."

            Dieses appetitliche Beispiel setzt jedoch voraus, dass man auch Appetit hat - am besten Hunger.

            Aber der ist weg beim Lenz.

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            • Re: Sexuelle Konditionierung auf die Partnerin. Sinnvoll?

              Sie werden schon eine Möglichkeit finden, wenn sie wirkliches Interesse haben.

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              • Re: Sexuelle Konditionierung auf die Partnerin. Sinnvoll?

                "Sie werden schon eine Möglichkeit finden, wenn sie wirkliches Interesse haben."

                Stimmt, denn es ist ein bilaterales Problem.

                Zunächst müsste Herr Lenz aber mindestens zwei Wochen mal jede Ejakulation vermeiden.
                Dann steigen die Androgene wieder.

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