• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

"zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

    Liebe Elektraa,

    ich bin kein Zen-Mönch und will auch keiner sein. Du etwa?

    Ich hab kein Problem, wenn andere in Ruhe grasen wollen. Ich lass die gewähren. Ich wünsche mir die gleiche Toleranz, die ich anderen entgegenbringe, auch mal von meinen Gegenübern.

    Um "Karriere" und "höher, schneller weiter" geht's mir kein bißchen. Mir geht's einfach nur darum, die Arbeit zu finden/tun zu dürfen, die mich froh macht und meinen Unterhalt sichert, ne Wohnung zu haben, die sich nach Heimat anfühlt und einfach mein Leben zu leben und möglichst oft zu genießen. Gerne im anregenden und ausgleichenden/spannenden/liebevollen Austausch mit anderen. So ähnlich wie du, nicht wahr?

    GLG, und gute Nacht...
    V





    Kommentar



    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

      Hallo liebe Venus

      Mir scheint, du hast mich jetzt missverstanden- ein Zen spürt: aufstehen, hol Wasser, mach dies, mach das und er rührt sich nicht, befolgt diese Impulse nicht. Er zwinkert nicht einmal mit den Wimpern, viele Stunden durchgehend schafft er das, indem er "einfach nicht drauf hört", was angeblich wichtig wär.

      Man könnte also der ruhigste Mensch sein, wenns gelingen würde, nichts, wirklich nichts wichtig zu nehmen, die Zens beweisen das.

      Mir wurde vor zwei Tagen per Telefon ein Hund angeboten. Ich habe diese Rasse gegoogelt, geschaut, ob so einer überhaupt in Frage kommt, vom Charakter, von der Art, vom Aussehen her. Zuletzt habe ich dann zu mir gesagt, ich lasse das auf mich zukommen, die erste Minute entscheidet... Hund aufgesucht ( zufällig ganz in der Nähe vom Wohnhaus meines Freundes) und prompt kam er rüber, als wär das der gesuchte Traumhund, alleine seine Reaktion auf mich, dann, wie er sich angefühlt hat, wie er sich benommen und verhalten hat, exakt ins Herz getroffen. Aber so was von süß, so was von freundlich und "Herzlich Willkommen" kam da rüber, also bin ich einverstanden gewesen mit der Regelung- Zufall entscheidet ( im wahrsten Sinn des Wortes, er ist bereitwilligst in meinen Schoß gefallen, hat sich sofort an mich geschmiegt) tja, heute haben wir den Vertrag unterschrieben und nun ist er da.
      Am frühen Nachmittag kam er her, nach einer Stunde bereits überfielen mich Zweifel, du bist so komisch Hund, für dich empfinde ich auf einmal kein Entzücken mehr, du wirkst auf mich wie eine Fiffi, so ne Art Hund, der mir zuwider ist, bähh..
      Mir ist es ähnlich mit dem vorigen Köterchen ergangen, da war auch der erste Eindruck der Allerliebste und Allerbeste und dann, nach ein paar Tagen zweifelte ich sehr an dieser Entscheidung- wie heute bei diesem Vierbeinigem Mädchen.

      Offen gesagt, so ist es mir schon sehr oft ergangen auch bei Menschen, Dingen- zuerst dachte ich: unmöglich, schrecklich, dann stellte sich heraus, nein, stimmt gar nicht, ist ganz anders. Jetzt warte ich, was folgt...Fiffi oder Gina, was wirst du, was bist du..?? Vielleicht sollte ich beschreiben, was ich unter Fiffy verstehe- das ist die Art von kurzbeinigem, verfressenen, sabbernden, hechelnden und tränenden "Wauziputzi", statt einen moderaten, sportlichen Weggefährten, der zwar nicht groß ist, aber vif und erhaben. Laut Google wär das aber so eine Rasse. Es ist ein Papillon und hieß vor der Übergabe Cleopatra vom Land der Schmetterlinge... bei mir heißt sie Gina und wehe sie entwickelt Fiffimanieren, was dann..??

      Kommentar


      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

        Liebe Venus, ich habe den Eindruck, dich beleidigt zu haben- das liegt mir natürlich fern. Du hast im letzten Beitrag geschrieben, wenn andere dösen wollen, sollen sie, ich bin anders..so etwa, das klang wie ein Abschuss eines Pfeiles und das macht man, wenn man sich angegriffen fühlt.

        Ich habe bei aller Liebe zu meinen vielen Ideen und Regungen, die mich vorantreiben, den Verdacht, das ist eine Seite von mir, der anderen Seite von mir wär friedlich, genügsam Dahingrasen recht, aber auf die höre ich nicht leicht, es sei denn, mich kippts mal wieder. Spätestens dann holt sich dieser Teil sein Recht.
        Frage an dich: wie oft gönnst du dir "Menschentier" dieses tierische Verlangen nach Pause, Verdauen, Ruhe, friedlich grasend, vor sich hindösen? Ich konnte das recht lange nicht, nachher war ich mal dazu gezwungen, wegen Krankheit und so nach und nach habe ich mir angewöhnt, immer rechtzeitig ( bevor ich mich krank fühle) Döstage einzuplanen, weil das die andere Hälfte vom Menschen eben braucht, ob er das zugeben will, oder nicht.

        Kommentar


        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

          Ich verschwende viel Platz hier, ich weiß, , die ganze Zeit über schreibe ich viele einzelne Kapitel, das deshalb, weil ich so extrem lange dahindenke zwischendrin, in Träume verfalle während des Textens, gehts euch auch so? Innerhalb eines Satzes, den ich aussprechen möchte entwickeln sich Regressionen ( kannte dieses Wort vorher nicht, habs auf der Zunge gespürt und gerade gegoogelt, was es bedeutet und siehe da...
          • das Zurückgehen, Zurückfallen auf frühere Stufen der geistigen Entwicklung, des Trieblebens
          • 3.
            Geologie
            das Zurückweichen des Meeres durch das Absinken des Meeresspiegels oder die Hebung des Landes
          • 4.
            Biologie
            das Schrumpfen des Ausbreitungsgebietes einer Art oder Rasse von Lebewesen
          • 5.
            Statistik
            Aufteilung einer Variablen in einen systematischen und einen zufälligen Teil zur angenäherten Beschreibung einer Variablen als Funktion anderer
          • 6a.
            Rhetorik•Stilkunde
            Wiederholung eines Satzes, aber in umgekehrter Wortfolge
          • 6b.
            Rhetorik•Stilkunde
            nachträgliche, erläuternde Wiederaufnahme....

          das steht da geschrieben und so ist es auch.

          Mich wundert echt alles, selbst diese Abläufe, die hier stattfinden. Wegen dem stopp ich dauernd und stell ständig Fragen, während des Tippens halte ich inne und such Stories auf, die sich auftun, und zugleich zieht sich der Abend in die Länge und ehe ich mich versehe, ist es früh am Morgen manchmal. Das kommt rüber, als ob ich gedöst hätte und zugleich sicher etliches sortiert und verdaut daneben, nebenher, psychisch, geistig, mental.

          Zwischendrin wieder mal ein Danke, dass ihr da seid. Ihr Stammtischrunde.

          Gute Nacht

          schlaft gut, erholt euch gut

          Bis morgen.

          Lieben Gruß

          Elektraa











          Kommentar



          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

            Liebe Elektraa,

            wenn jemand einfach nur von seiner/ihrer Überzeugung schreibt, ist das doch nicht beleidigend! Ich steh auf Offenheit und klare Worte, also nur zu.

            Eigentlich bin ich "nur" auf meinem Weg zum Ziel, alles, was ich tue und was in den letzten Monaten und auch in den kommenden dafür sorgt, dass ich weniger Zeit habe für manches Vergnügen oder auch für die Diskussionen mit V., soll von mir für meine Prüfungen und die Masterarbeit verwendet werden. Überall will ich Synergien bilden, also mMn nix Unnützes dabei, es sei denn, man denkt, meine Ziele sind sinnlos. Aber ich denke das nicht, denn die Arbeit daran ist eine Arbeit mit Herz, auch wenn sich ein Ziel wie eine Masterarbeit oder ein erfüllender Job von der Struktur her in ein "künstliches" System einfügt.

            Der Platz hier ist "unendlich", da kannst du dich austoben. Verschwendet ist da nix ;o)

            Seit diesem WE fühle ich mich wieder stabiler/mehr in meiner Mitte/stabilisiert. Das hat zu tun mit der Art und Weise, wie KF mit mir umgegangen ist und mit einem Neumondritual, das ich mit einer Gruppe "Gleichgesinnter" gestern Abend begangen habe. Wir haben alles, was wir loslassen wollten, und alles, was wir in unser Leben einladen wollen, auf je eine Seite eines Zettels geschrieben und nach gemeinsamem Kundalini-Yoga draußen im Garten in einer großen Feuerschale verbrannt. Und dann wurde gegessen und gefeiert.

            KF hab ich am 12.4.21 zum 1. Mal getroffen, da war auch Neumond. Dieses WE waren wir tanzen und danach haben wir uns miteinander vergnügt, stürmisch, wild, zärtlich, ausdauernd, animalisch, liebevoll... die ganze Palette ;o)

            Eigentlich hatte ich die Neumond-Feier schon absagen wollen, falls KF länger Zeit für mich gehabt hätte... aber ich hätte ihn damit in Bedrängnis gebracht. Das hat mich aber schon angekratzt zunächst - als er mir Samstagabend mitteilte, er hätte Sonntag wohl nur bis ca 14 Uhr Zeit, war ich tief verletzt. Ich war eh schon so angeschlagen durch die blöde Geschichte mit diesem wohnungsvermittelnden Handwerker und die Tatsache, dass das Jobangebot an der Arbeitsstelle meiner Kommilitonin auch schon weg war. D.h. da haben im Grunde jeweils andere Menschen meine "Entscheidungen" getroffen, denn ich hatte beiden gesagt, dass ich das selber entscheiden und regeln will, wie ich darauf eingehe, sowohl dieses zweideutige Wohnangebot als auch das Jobangebot für eine voraussichtlich eher öde bis nervige Tätigkeit.
            Dann hab ich mit meinem müden Aussehen gehadert und mich mal wieder schlecht gefühlt im Bewußtsein der Vergänglichkeit meiner äußeren Attraktivität. Und dann noch KF mit "fühl dich wie zuhause" mit der Einschränkung, dass nach einer durchtanzten Nacht, wo wir frühestens 3 Uhr zurück sind, eigentlich nur noch etwas Schlafen drin gewesen wäre = fühl dich wie zuhause, aber bleib nicht so lange. Nach kurzem frustrierten Schmollen konnte ich ihm das aber alles sagen und er hat genau so reagiert, wie ich es gebraucht habe. Ich war auch länger da als 14 Uhr, es gab quasi einen fliegenden Wechsel zwischen ihm und dem Neumondfestbesuch. Wir haben noch in aller Ruhe gefrühstückt und es war ein wundervoll zärtliches liebevolles Zusammensein mit ihm.

            Zu deiner Gina: gib ihr ne Chance! Öffne dein Herz. Tiere reagieren auch auf ihre Umgebung, besonders auf ihr "Leittier", das bist du ja jetzt - vielleicht ist die Kleine einfach unsicher oder im Gegenteil, entspannt und gibt sich jetzt so.
            Witzig übrigens - das spiegelt meine Erfahrungen mit zahlreichen meiner ehemaligen Partner wieder - vom sportlichen interessanten Gefährten zum "Wauziputzi", das nur noch faul rumliegt und die Geborgenheit in der Beziehung genießt. Aber die sind eben gierig danach geworden und haben sich gehenlassen, von mir aber ständige Aufmerksamkeit erwartet. Wir Menschen sind eben auch Tiere ;o)

            Nochmal abschließend zurück zum Zen und unseren Erfahrungen mit den Grenzen unserer körperlichen Belastbarkeit: ich merke auch, wenn ich die erreicht habe, und habe dafür meine Bewältigungsstrategien entwickelt. Ich habe ja auch eine chronische unheilbare Erkrankung und dadurch musste ich lernen, auf die Signale meines Körpers zu hören, um Schübe möglichst zu vermeiden. Ich versuche auch vorzubeugen, damit ich erst gar nicht Gefahr laufe, diese Grenzen zu überschreiten. Dazu gehört aktuell der räumliche Rückzug von V., Sport und Yoga, Austausch mit Gleichgesinnten, Kunst als Lebensthema und Entspannung mit KF. Er lernt übrigens dieses Jahr sehr viel über Joseph Beuys und am kommenden WE besuchen wir gemeinsam eine Ausstellung, wo es um seine Kunst und Schamanismus geht. KF findet sowas total interessant. V. würde das abtun als pompösen Unsinn und wenn überhaupt nur äußerst widerwillig mitgehen. Vermutlich würde ich ihn nichtmal mehr fragen, sondern gleich eine andere Begleitung suchen, weil mich dieser Widerwille stresst - wenn ich weiß, jemand hat im Grunde keine Lust, habe ich keine Ruhe beim Ausstellungsbesuch. So war es noch fast jedes Mal. Er mag eigentlich überhaupt keine Kunst ab 1900, hab ich mal festgestellt. Allerhöchstens Traditionelles aus der Zeit davor oder prähistorische Kunst. Ich hab mich aber für meine Forschung auf die Gegenwartskunst fokussiert.

            Meine Arbeit muss nebenbei auch erledigt werden - in 2 Wochen steht die nächste Prüfung an. Nur diesmal bin ich Teil eines leistungsfähigen und zuverlässigen eingespielten Dreierteams und fühle mich sicher mit denen, denn ich muss nicht 80% alleine machen. Diese beiden haben mein Vertrauen. Außerdem ist das Projekt superinteressant und hochkomplex. Das kickt mich, daran zu arbeiten, eine feine Herausforderung.
            Ich hab aktuell meine Zuversicht wieder - hoffentlich bleibt das jetzt lang genug so, bis ich alles geschafft habe.

            GLG - schönen Tag und guten Wochenstart allen, die hier lesen/schreiben )

            V











            Kommentar


            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid




              Meine Arbeit muss nebenbei auch erledigt werden - in 2 Wochen steht die nächste Prüfung an. ...
              V










              Ganze zwei Wochen und vier Tage habe ich dich jetzt in Ruhe vorbereiten lassen, dich nicht angestupst und auch nicht zwischengeredet, damit du konzentriert an deiner Sache arbeiten kannst und meine Daumen hab ich dir auch dauernd gehalten, Hats geholfen, bist du über diese Hürde gekommen, zu der du angesetzt hast, Venussi?

              Kommentar


              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                Liebe Elektraa,

                die Prüfung ist nun am 30.9. um 20.30 Uhr. Sie ist dreiteilig - ein schriftliches Konzept, eine virtuelle Ausstellungsführung, die wir zeigen und live in Form einer mündlichen Prüfung zu dritt kommentieren. Ist mein großes Teamprojekt in diesem Studium, diese TeamkollegInnen sind aber gut und arbeiten auf einem sehr hohen Niveau. Wir haben also gute Chancen auf eine sehr gute Note, wenn wir die Präsentation meistern.

                Lieb, dass du dich meldest!!!

                Also bald ist das geschafft. Und dann kommt das nächste "Projekt" im zwischenmännlichen Bereich, nämlich das Gespräch mit V., das ich wg. der Prüfungen aufgeschoben habe. Denn Prüfungsstress und Psychostress kann ich nicht zusammen aushalten, deshalb bin ich ja erstmal aus der Schmiede ausgezogen.
                Darauf freu ich mich natürlich gar nicht - je nach Tagesform kann V. wirklich sehr sehr unangenehm werden.

                Er hat sich auch mit meiner Freundin, der Fotokünstlerin, überworfen, ohne jeden wirklichen Grund. Nur, weil sie seine Ansichten in Bezug auf die Corona-Impfung nicht teilt und sich von ihm an ihrem Ausstellungsort dazu keinen Vortrag anhören wollte, ist er dann beleidigt davongestürmt. Das ließ sie ganz verwirrt und abgestoßen zurück. Sie ist nämlich auch recht sensibel.
                Dann kam er am nächsten Ausstellungstag 1 Woche später (das war Samstag) vorbei, um bei uns "abzuhängen", was er nach der Szene mit meiner Freundin eigentlich erstmal mit ihr hätte abstimmen sollen. Ich hab ihm vorgeschlagen, sich bei ihr zu entschuldigen, er tat das, machte daraus machte dann aber auch wieder eine Szene. Nun ist da nix mehr zu retten, denke ich. Er kann einfach keine anderen Meinungen als seine stehen lassen bei manchen Leuten. Bei anderen schon. Da ist er völlig erratisch, und das macht ihn wenig überzeugend insgesamt, wenn er seinen Standpunkt vertreten will.
                Außerdem ist er völlig unsensibel dafür, ob/wann der richtige Zeit/wo der richtige Ort für sowas ist und wann man vielleicht besser mal einsieht, dass auch andere Meinungen zu respektieren sind bzw. es sinnlos ist, seine "durchsetzen" zu wollen. Wann man lieber mal still ist. Ist auch wieder tagesformabhängig bei ihm. Ich hatte auch schon ganz vernünftige Gespräche mit V., aber - heute so, morgen so. Und er merkt absolut gar nicht, wenn er den Leuten Stress macht mit seiner Art. (Ich bin mir auch nicht sicher, ob ihm das nicht egal ist. Er ist jedenfalls immer sofort beleidigt, wenn man ihm das sagt und schaltet auf stur.)

                Natürlich bleibt die emotionale Reaktion der anderen dann immer an mir hängen - er haut ab, die Zurückbleibenden wenden sich an mich nach dem Motto "Was ist denn in den gefahren?" und hinterher schreibt er mir, wie ignorant alle ihn behandeln.
                Ich hab mich da jetzt bei allen Beteiligten rausgenommen und erklärt, dass ich nicht der Bote/Vermittler bin für diesen ganzen Unsinn.

                Und ich würde gern KF zur Finissage mitbringen. Der war bis zur Begegnung mit mir künstlerisch ein "unbeschriebenenes Blatt". Nun kennt er sich aus mit Beuys, hat mir sogar ein Gespräch über ihn mit einem Fachmann vermittelt bei einem gemeinsamen Museumsbesuch am letzten WE und dieses WE waren wir im Museum in seinem Wohnort, wo auch eine junge Künstlerin ausgestellt hat, die mit einigen Arbeiten in der online-Galerie vertreten ist, für die ich gelegentlich arbeite.
                Ihn interessiert das alles sehr. V. hat sich zwar auch im Laufe der Jahre zu relativ vielen Ausstellungen aufgerafft, aber meist unwillig und irgendwann hab ich ihn auch gar nicht mehr gefragt und bin mit anderen Menschen gegangen. Man muss sich ja auch nicht für alles interessieren, aber ich bin zu jedem seiner Konzerte mitgegangen, als er noch in Bands spielte, und das war auch nicht wirklich "meine Musik" - aber ich bin da vielseitig und hab mich drauf eingestellt und meistens auch meinen Spaß gehabt;o)
                Naja. Egal. Ich will die beiden Männer nicht vergleichen. Ich will auch nix rechtfertigen wollen. KF ist jedenfalls insgesamt offen, unkompliziert und unprätentiös. Das weiß ich sehr zu schätzen und ich kann mir da auch oft ein Beispiel dran nehmen. (Ich finde, KF hat sich die Teilnahme an der Finissage verdient - zur Vernissage war V. da, dem das eh alles nicht so richtig gefällt und der eigentlich auch von meiner Kunstbegeisterung nicht viel hält, der aber natürlich noch vor Freunden demonstrieren wollte, dass wir zusammengehören.)

                Ganz offensichtlich sind KF und ich schon längst viel mehr als nur Sexpartner und ich finde das gut so. Mal sehen, was die Zukunft bringt.


                Wie geht's dir und wie läuft's mit deinem Hundilein?

                GLG + guten Wochenstart
                V




                Kommentar



                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid




                  Tschuldige liebe Venus, bezüglich Beuys frag ich mich echt, bin ich die Minderheit, oder was sagt ihr alle zu ihm?

                  Mir kommt vor, er war an Wurschtigkeit nicht zu überbieten und was er auch vorgelegt hat, alles wurde vergoldet, obwohl er öffentlich bekannte:


                  "Hiermit trete ich aus der Kunst aus"... (und mach nur mehr Blödsinn), Zitat Beuys: "ich such nach dem Dümmsten" (Einfall) und siehe da, auch das brachte Beifall.





                  Kommentar


                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                    Es tut mir leid, aber für mich gibts einen Lachanfall nach dem anderen, wenn ich sehe, wie überaus ernst man Menschen wie Beuys nimmt, die m.Meinung nach nichts weiter mach(t)en, was kleine Kinder von Haus aus immer machen, wenn man sie lässt und nicht einbremst.

                    Für morgen wünsch ich dir jedenfalls wieder eine wirklich ordentlich große Portion ungebremstes Wurschtigkeitsgefühl, dementsprechende Fertigkeit und Leichtigkeit im kunstvollem Hinwerfen deiner Antworten . Ich bin überzeugt, dass du vorbeispazierst an alle, bist ja mit deiner Materie gut vertraut.

                    Toi, toi, toi liebe Venussi!

                    Kommentar


                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                      Huhu liebe Elektraa,

                      Am Donnerstag hatte ich also meine spektakuläre vorletzte Prüfung. Der Tag hatte es in sich - in dem Gästezimmer, in dem ich derzeit wohne, ist donnerstags von 11-14 Uhr immer "Kehraus", d.h. es wird alles geputzt und man muss das Zimmer verlassen.

                      Ich hatte geplant, meine Prüfungsunterlagen gemütlich in einem Café nochmal in Ruhe durchzuschauen, weil unsere Veranstaltung erst um 18 Uhr online losging. Das war der 2. Tag des "Teamforums", wo der gesamte Studiengang seine Teamprojekte vorstellt, unser Team war für 20.30 Uhr vorgesehen - als krönender Abschluss, mit der Künstlerin zugeschaltet aus Tel-Aviv )

                      Nur blöderweise hab ich im überarbeiteten Kopp dann an der Bushaltestelle den Rucksack abgesetzt und bin erstmal ohne in den Bus gestiegen. Ich hab's sofort bemerkt, als der Bus angefahren und 100 m unterwegs war, aber die nächste Haltestelle, an der ich dann natürlich sofort ausgestiegen bin, ist ca 10 Min fußläufig entfernt und ich hab es auch mit Sprint nicht mehr geschafft, rechtzeitig zurück zu kommen - der Rucksack mit Laptop, Ausdrucken, dem Wohnungsschlüssel zur Schmiede (frag mich nicht, warum der da drin war) und Hinweise auf meine Adresse war weg.

                      Ich hab V. angerufen wg. dem Schlüssel (ist ne Sicherheitsschließanlage), er hat mich dann zur Polizei gefahren zwecks Anzeigenerstattung, davor haben wir noch nen Aushang an der Haltestelle gemacht.
                      Letztendlich hab ich dann die Prüfung in der Schmiede an meinem Arbeitsplatz dort gemacht mit einem anderen Laptop, den wir da noch haben. Die Präsi war sowieso auf dem Internetdrive, so dass das alles gerettet werden konnte. Die Prüfung haben wir total gerockt, alle waren begeistert. Eingeloggt in die online-Veranstaltung war auch KF, dem ich den link geschickt hatte und der mir auch sein Arbeitszimmer für die Prüfung überlassen wollte, aber die Schmiede war viel näher und v.a. war KF auch bis 19 Uhr an der Arbeit.

                      Gleichzeitig hat am selben Tag auch mein Smartphone quasi den Geist aufgegeben. Durch eine permanent auftretendende Fehlermeldung war es fast nicht mehr benutzbar, eigentlich nur noch zum Telefonieren und SMS und selbst das war schwierig.

                      Aber die Prüfung war super. Im Gegensatz zu der anderen Prüfung mit der Kommilitonin aus dem 1. Master-Semester. Weder war unser Arbeitsstil kompatibel noch unser Wissensstand zum Thema. Ich hab 3/4 der Arbeit machen müssen und das unter zeitlichem Hochdruck, mit dem Produkt war ich überhaupt nicht zufrieden (sie fand es toll).

                      Noten hab ich noch nicht, aber ich bin mir sicher, das Teamprojekt wird im 1er-Bereich liegen. Unser Publikum war wirklich gefesselt von Inhalt und Vortrag. Grob gesagt, ging es um die Präsentation einer virtuellen Kunstinstallation, die zum Thema hatte, wie persönliche Traumata durch persönliche "Lebensrezepte" (am Beispiel der soziokulturellen Metaphorik des KusKus-Gerichts) verarbeitet werden können und wie man daran arbeiten kann, zur Lebensbejahung zurückzukehren. Die Künstlerin wurde als Kind von ihrem Vater sexuell mißbraucht und hat ihren Überwindungsprozess künstlerisch umgesetzt. Diese Umsetzung haben wir in unserem Teamprojekt aufgeschlüsselt und virtualisiert.

                      Kurz noch zu Beuys - wir haben 2021, er wurde vor 100 Jahren geboren, also ist er natürlich Thema im kunst- und kulturschaffenden Bereich, noch dazu, weil er in der Stadt, in der ich lebe und studiere, gelebt und gewirkt hat. Lächerlich ist er nur teilweise (man denke an seinen "Hit" "Sonne statt Reagan"). Ich sehe ihn als Person durchaus kritisch, finde manche seiner Arbeiten wundervoll und andere eher "meh" oder sogar ausgesprochen scheußlich. Aber gegen seine Idee der sozialen Plastik lässt sich mM nach nix sagen, die ist einfach nur schön und besagt im Grunde, dass eine Gesellschaft durch Liebe funktioniert/zusammenhält und jede/r dazu wichtig ist - jede/r ist ein Künstler. Ich lasse mich an dieser Stelle aber nicht im Detail aus darüber, weil wir ja nicht das Thema "Beuys und seine Theorien - eine medien- und kulturwissenschaftliche kritische Analyse" haben, sondern mein Fred immer noch unter nem ganz anderen Oberthema läuft ;o)

                      Der Experte, mit dem ich gesprochen habe, ist Beuys-Kritiker. Wenn man wirklich forscht, muss man auch einfach immer kritisch an die Dinge und Personen herangehen, das ist nunmal die Grundlage wahrer Forschung. Leider hat einer meiner ex-Professoren das genaue Gegenteil verbrochen und so ein Handbuch über Beuys geschrieben, wo kein kritischer Gedanke geäußert wird. Eine reine Laudatio. Kann man sich das Lesen sparen, weil man nix mehr dazulernt, außer man kennt Beuys' Werk und Leben überhaupt nicht.

                      Soviel zum Jupp.

                      Jetzt muss ich mal sehen, wie ich es hinbekomme, dass KF am kommenden Samstag ohne irgendwelche zwischenmännliche Dramen einfach an der Finissasge teilnehmen und mit uns feiern kann. Er hat es verdient. V. war ja schon bei der Vernissage, das muss dann mal reichen... nicht, dass er so nen Kunstfan wäre...

                      GLG, V



                      Kommentar



                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                        ...ach ja, den Rucksack hab ich zurückbekommen - eine ehrliche Finderin hat ihn beim Busfahrer abgegeben. Hat aber einige Tage gedauert, bis ich den im Fundbüro dann ausgehändigt bekam.

                        Kommentar


                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                          Wie schön, dann scheint ja alles ein gutes Ende genommen zu haben.
                          Glückwunsch dann erstmal von mir, Feier schön, das hast du dir verdient!

                          Kommentar


                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                            Danke, liebe Lola!

                            Ich feier schon am Freitag mit KF vor... man darf ja zur Zeit wieder in Clubs ohne PCR-Test, da nutze ich die Gelegenheit. Am Samstag geht's dann ein wenig seriöser zur Sache, aber gefeiert wird da auch. ;o)

                            Ich brauche nun dringend für V. noch das richtige Händchen, dass wir nicht aneinandergeraten oder er plötzlich doch zur Finissage möchte, denn ich möchte aktuell keinesfalls, dass er und KF sich begegnen. Da muss noch ganz viel Gras über alles wachsen... und danach ist eine Begegnung vermutlich eh kein Thema mehr.
                            Ich muss mit V. demnächst - wohl noch vor Freitag - mal Tacheles reden. Er muss endlich verstehen, dass wir nicht mehr zusammenleben werden. Er macht sich eben immer noch Hoffnungen. Das wird alles noch sehr schwer und sehr traurig, fürchte ich. Oder sehr böse. Jedenfalls will ich nur Gutes für V., aber natürlich auch für mich...
                            So ein 20jähriger Haushalt ist nicht mal eben schnell aufgelöst. Da werden wir noch eine Weile mit beschäftigt sein und ich hab außerdem auch das Problem, immer noch keinen Job/keine Wohnung in Aussicht zu haben. Es hakt immer noch an vielen Stellen. Viel Zeit ist aber nicht mehr. Und die Masterarbeit wollte ich auch im Herbst noch anfangen. Schon wieder so viel auf einmal.
                            No rest for the wicked.... oder so...

                            GLG
                            V

                            Kommentar


                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                              phuuu....ich dachte schon, es ist verpatzt und wegen dem bist du so still

                              Kommentar


                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                Bei dir ist echt alles drin, an Spannung nicht mehr zu überbieten. The winner is: "der mit den stärksten Nerven"..

                                Mha Venussi, sag bloß, dieses Ei ist nun gelegt. Hast du es wirklich hinter dir, dieses letzte Stück? Bist du über die Hürde jetzt endgültig weg? Bist du nun mit Titel vor deinem Namen? ggg, dann muss V ab nun Sie zu dir sagen und um Audienz bitten, wenn er vor hat, mit dir Verhandlungen führen möchte.

                                Kommentar


                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                  ...nö... ich hatte nur keine Kontrolle über meine Kommunikationsgeräte ;o)
                                  Prüfungen verpatzen ist nicht mein Ding, deshalb hab ich mir ja extra dieses Gästezimmer genommen, damit ich mich in (mentaler) Ruhe auf alles vorbereiten kann.

                                  Aber nun muss ich hier so langsam mal weiterziehen. Im November sollte ich am besten was Eigenes haben, kann ja nicht ewig im Gästezimmer mit Badmitbenutzung wohnen. Und die Matratze hier ist auch nix für meinen Rücken, wie ich nach 3 Monaten feststellen muss. Deshalb brauch ich jede Menge Glück: um nen passenden Job, ne passende Wohnung... zu finden. Und das schnell.

                                  Nebenbei hat sich A. mal wieder gemeldet und will mir angeblich bei der Wohnungssuche helfen. Aber seine Art von "Hilfe" kenn ich ja schon.
                                  Ich werde besser mal meine anderen Kontakte aktivieren. Ich muss nur zugeben, dass viele meiner Freunde noch gar nicht wissen, dass ich ne Wohnung suche, weil ich es natürlich auch erstmal mit V. absprechen wollte, bevor es hintenrum zu ihm zurückgelangt über Dritte.
                                  Puh....

                                  Heute fahr ich zu V., hab einiges zu erledigen/besprechen. Wünsch(t) mir Glück, die Ihr das lest! Gibt bestimmt Karmapunkte für Euch! ;o)

                                  GLG
                                  V

                                  Kommentar


                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                    Bin grad am Überlegen, wieso das bei dir wohl so kompliziert erscheint, dich mit V an den Tisch zu setzen. Welchen Fehler machst du? Du gehst vor, als wäre nötig, dich von ihm zu trennen. Das heißt, in deiner Einbildung ist er mit dir verschraubt und vernäht und zusammengenagelt. Schau genau hin- du bist frei, er auch. Finde diese Verhandlungen unnötig, geh einfach deine Sachen machen und fühl dich nicht zuständig für seine "Nöte" ( die sind Teil eines Wahns, dem er Glauben schenkt, keine echten Nöte), die beachte nicht mal, weil- sobald sein Kopf eindeutig erkennen kann, es ist nicht, wie er sich ausdenkt, wird er akzeptieren.

                                    Kommentar


                                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                      Ab der Scheidung von meinem Ex gabs noch vier Monate gemeinsames Wohnen, bis er seine ideale Wohnung gefunden hatte und selbstverständlich gabs keine Verhandlungen mehr, weil wir eindeutig und ganz klar jeder für sich wieder zuständig war. Es machte sich Zuversicht und eine Aufbruchstimmung breit bei meinem Ex, ( bei mir sowieso, nachdem fix war, es wird keine Ehe mehr gelebt, wir entlassen uns gegenseitig von dieser Rollenhaftung).
                                      Wieso nutzt du nicht diese Chance, ganz ohne Fluchtgehabe alles in aller Ruhe zu organisieren? Wie kommst du auf die Idee, das ließe sich nur machen, wenn du nie wieder dort schläfst, wo V wohnt? Warum soll das zum Fürchten sein? Oder gar dramatisch? So muss es nicht sein, wenn du demmentsprechend vorgehst.

                                      Kommentar


                                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                        ...du hast schon recht, Elektraa, aber ich möchte seine Gefühle nicht fühlen, und ich bin total schlecht darin, mich emotional abzugrenzen. Ich hab Schuldgefühle, weil ich ja diese Ehe beende und weil ich nicht von Anfang an "ehrlich" war mit ihm. Mir war es wichtiger, mein Studium zu schaffen, als auf ihn Rücksicht zu nehmen. Ich habe seine Unterstützung angenommen und einfach mein Ding gemacht. Auf meinen"Spaß" nebenher mit anderen wollte ich auch nicht verzichten. Ich denke mal, so ziemlich jeder würde für V. Partei ergreifen und verstehen, wenn er mich hassen würde und mir das Leben schwer machen würde mit nem Scheidungskrieg. Andererseits - was, wenn ich nicht hingehe zum Krieg?
                                        Mir ist schon klar, dass es ebendiese Schuldgefühle sind, die mich in Bezug auf V. belasten. Das Interessante daran ist, dass ich aber nicht eine Bestrafung einfordern will, die dann diese Gefühle beruhigt, sondern dass ich im Gegenteil so ne innere Stimme höre, die sagt, dass diese Schuldgefühle Unsinn sind und nix weiter als soziale Prägung (meine christliche Erziehung). Entweder bin ich eine abgebrühte rücksichtslose Narzisstin oder... V. hat auch nen Anteil daran, dass sich die Dinge so entwickelt haben. Und welchen? Und ist das überhaupt wichtig?

                                        Ich vermute, letztlich hat das Zusammenspiel zwischen mir und V. nicht mehr funktioniert. Lange hat es gepaßt, dann irgendwann nicht mehr. Ich weiß bis heute nicht, warum ich mich damals in A. verliebt habe - das war der Anfang vom Ende meiner Ehe mit V., die ich bis dahin als glücklich eingestuft hatte. Aber ab dem Punkt erfolgte meinerseits bereits die innere Trennung von V., und das ist nun schon fast 4 Jahre her. 1 Jahr hab ich die Affäre mit A. für mich behalten, bevor ich V. das dann mitgeteilt habe, dass ich mich verliebt habe - da war mit A. schon alles quasi vollständig vorbei, zumindest die Idee, dass er und ich jemals ein Paar werden. Dafür hat er mich ja viel zu oft und lange immer wieder hängen lassen.

                                        Nun bin ich durch meinen Auszug wieder auf den Geschmack gekommen, wie schön es ist, alleine zu wohnen. Aufzustehen, wann es mir passt, zu arbeiten, wann ich will und wo ich will, meine Ruhe zu haben bzw. auszusuchen, mit wem ich Kontakt will. Klar hat es auch Nachteile, aber mindestens bis ich die Masterarbeit fertig habe, ist es die beste Lösung.

                                        Ich bin finanziell (und durchaus auch noch emotional) mit V. "verschraubt". Wir haben einen gemeinsamen Hausstand, den wir auflösen müssen. Wir müssen uns darauf einigen, wie wir das machen und bis wann das möglich ist etc... ich ziehe nicht wieder da ein, bis die Wohnung endlich aufgegeben werden kann. Ich brauche eine "eigene" Wohnung (Miete ist ja nix eigenes, aber immerhin besser als WG mit V., das geht nicht gut! Haben wir ja versucht.)

                                        GLG
                                        V

                                        Kommentar


                                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                          ...irgendwie hat mir der Rechner vorhin deinen 2. Post nicht angezeigt, liebe Elektraa.
                                          Also: V. ist eifersüchtig auf KF und mich und macht mir die Hölle heiß, wenn er mitbekommt bzw. vermutet, dass ich mit KF kommuniziere oder mich mit ihm treffe.
                                          Genau deshalb ist eine WG-Situation unmöglich, es sei denn, ich verzichte solange auf den Kontakt zu KF, was ich ganz sicher nicht tun werde, denn KF tut mir gut. Bei ihm kann ich mich mal für ne Weile entspannen. (Nein, zu KF ziehen möchte ich aus 1000 Gründen aber auch nicht.)
                                          V. ist ja IMMER zuhause. Er geht nur ab und zu zum Sport, ansonsten macht er Home Office. In 32 Tagen ist er schon Rentner.

                                          Das ist die Situation.
                                          GLG

                                          Kommentar


                                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                            Hi liebe Venus, guten Morgen!

                                            Ich freu mich auch so richtig auf die Zeit, wo ich umgeben bin von nichts, von nur mir und alles andere ist ausgeklammert. Ist das ausreichend und satt ausgeschöpft worden, dann, von mir aus, kann alles wieder auftauchen.

                                            Wie mit dem Weihnachtsbraten, irgendwann hat selbst das leckerste Gericht einen ekligen Beigeschmack, wenn man es immer vor sich stehen hat. Wie wir aber alle wissen, liegt das nicht am Braten.

                                            Für mich ist die unkomplizierteste und bequemste Variante, die nie bitter schmeckt, zu allen weiter warm und wohlig zu sein, nur to buisy, viel zu beschäftigt, um gerade "heute" Termine ausmachen zu können. Das entspricht sogar der Wahrheit. Bei den meisten Mitmenschen löst das Verständnis aus und niemandem liegst du schwer im Magen, weil niemand rausgeworfen wurde.
                                            Das probierst du bei V immer, daher hat er diesen komischen Tonfall, der dich reizt und der dir zuwider ist. Bleib sachlich, bleib bei der Sache, Venus. Sache ist, dir wird alles zuviel, du kannst nicht alles zugleich tragen. Im Moment sicher niemanden, dem vor lauter Fadness nach Streit ist und Gezoffe, oder nach Baden in Selbstmitleid. Du hast zu tun, DIR ist der Kopf im Moment nach etwas anderem. Heute, immer nur heute. Irgendwann fühlt er dann bei anderen Menschen nach, ob die mit ihm spielen wollen, wenn du dauernd ( leider) ausfällst.

                                            Kommentar


                                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                              Wie ich bei mir sehen kann, bei uns, wir weichen uns gerade aus, wir sind zwar beschwipst, jeder hätt gern Lust auf Lust, aber zugleich unternimmt niemand von uns den ersten Schritt. Ich vermute, dass das Sinn hat. Bei einem Zusammenschluss würde alles wieder Richtung gemütlicher Zweisamkeit laufen, es wär aber längst fällig, dass sich mal jeder wieder auf sich selbst besinnt. Es gibt viele Anzeichen, dass das längst fällig ist. Mir ist nach Platzen..wieder weit sein, nicht eingeengt in einen fixen Terminplan, wie derzeit. Das gönne auch deinem Mann, zu sich zu gehen und zu kapieren, dass das auch große Qualität hat. Daher muss sich dein Mitleid in Grenzen halten, alleine schon deshalb, weil ja super gute Zeiten auf ihn zukommen, nur ihr wisst das noch nicht. Male dir aus, wie es ihm geht, wenn er wieder liebevolle Zweisamkeit genießt mit einer netten Frau. Du verhinderst das. Also distanziere dich, lieb, warm, aber konsequent. ggg

                                              Kommentar


                                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                Huhu liebe Elektraa,

                                                ich gönne V. ja seine Freiheit. Er will sie aber nicht. Bietet mir wieder und wieder "aus Vernunftgründen" ne WG an. Jetzt sagt/schreibt er sogar schon, er freue sich für mich und KF, weil es ihm wichtig sei, das ich glücklich bin. Aber wenn V. und ich dann real wieder aufeinandertreffen, ist der Ausgang immer offen. Mal im Frieden, mal im Zoff.
                                                WG ist also vielleicht "vernünftig", aber gesund wäre es nicht und deshalb auch wieder völlig unvernünftig.

                                                Ich bin tatsächlich in einer ziemlich blöden Situation - kein Job = kein Einkommen; kein Einkommen = Problem, einen Vermieter zu finden. Ich hab zwar noch Geld von meiner Abfindung und könnte jahrelang davon allein die Miete zahlen. Ich habe auch mehrere Bewerbungen im Rennen und werde sicherlich bald was finden. Aber genau jetzt und voraussichtlich auch im November werde ich weder Job noch Wohnung haben. Im November bleib ich noch im Gästezimmer, das ist fix, aber im Dezember würde ich gerne "eigene" 4 Wände beziehen.
                                                Und da ist noch das Studium und die Masterarbeit... ich brauche dafür einen ruhigen Ort, wo ich ungestört bin. Möglichst in Uninähe.
                                                Mit V. hätte ich nirgendwo Ruhe (und er nicht mit mir), das hat keinen Zweck.
                                                KF wohnt ewig weit weg von der Uni und er hat auch insgesamt zu wenig Platz für mich und meine Bücher. Bei ihm unterschlüpfen ist also keine Option.

                                                Ich brauche echt ziemlich viel Glück, paar gute Ideen und am besten ganz konkrete Hilfsangebote, um diese Situation zu bewältigen. Aber leider eben nicht eine WG mit V.
                                                Hätte er eine Geliebte, würde er mir sowas auch nicht anbieten. Hab ich ihm auch so gesagt. Und er hat grundsätzlich nix dagegen, von einer anderen erobert zu werden, aber er hat keine Ambitionen, selbst was dafür zu tun. (Im Grunde hat er sich nicht wirklich geändert ;o))
                                                Du hast schon recht, V bricht die Streits vom Zaun aus Frust und Langeweile bzw. fühle ich mich recht schnell provoziert immer noch und mir geht's viel besser, wenn ich ihm aus dem Weg gehen kann. Sogar meine Rosazea beruhigt sich, sobald ich nicht in seiner Nähe bin - oder auf Süßigkeiten verzichte, haha

                                                Aber mal eben zu dir - wieso denkst du, das Ausleben Eurer Lust würde einengenden Terminplänen führen? Ist da spontan nix machbar bei Euch? Oder ist das Rumgeeiere in Wahrheit Euer Paarungstanz? ;o)

                                                GLG
                                                V



                                                Kommentar


                                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid


                                                  Aber mal eben zu dir - wieso denkst du, das Ausleben Eurer Lust würde einengenden Terminplänen führen? Ist da spontan nix machbar bei Euch? Oder ist das Rumgeeiere in Wahrheit Euer Paarungstanz? ;o)

                                                  GLG
                                                  V


                                                  Vielleicht studiere ich für die anderen Leute solche Sorgen und Probleme, indem ich sie selbst vorgesetzt bekomme. Wir haben heute viel Liebe gemacht, es war sehr "erquickend" für alle zwei. Dafür war nötig, zuzupacken und nicht irgendwelche echten, oder imaginären Ein-wände ( welch treffendes Wort, innere Wände, ggg) hinzunehmen. Es war wirklich komisch, seltsam- er wehrte sich, er wollte zuerst abblocken. Es war bei mir vorige Tage ähnlich, ich blockte bei ihm, obwohl ich hungrig danach war wie ein Wolf. In etwa so wie : du hast mich "darben" lassen, wieso soll ich es dir jetzt leicht machen..? Oder: bei dir gabs Ignoranz, jetzt kriegste das zurück..

                                                  Mir war heute danach, diese Spielchen zu beenden, einer muss ja anfangen..bevor die Wand zu dick wird.

                                                  Kommentar


                                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                    ...ja, bei den anderen ist man oftmals da sehend, wo man bei sich selber blind ist ;o)

                                                    Hast du gut gemacht mit dem Anfang. Ich finde es ein bißchen albern, sich zurückzuhalten, um den anderen zu bestrafen, wenn man sich dabei letztlich nur selbst bestraft. Wenn ich "es" will, dann will ich, dann ist so ein verkopftes Getue nur nachteilig. Ich lerne jetzt auch endlich, das anzusprechen, bisher mit gutem Ergebnis ))

                                                    Ich spiele überhaupt keine Spielchen. Nur echte Spiele. Denke ich jedenfalls, dass das so ist.

                                                    Heute hatte ich Rücksprache mit meinem Banker, der meinte, es sollte überhaupt kein Problem sein eine Wohnung zu mieten, wenn ich mein Portfolio für die Vermieter zugänglich mache. Also in den eingängigen Immobilienportalen im I-Netz. Von wegen über Geld spricht man nicht - man muss sogar im Netz allen davon Mitteilung machen, sonst läuft nix mehr heutzutage. Mal sehen, wie das weitergeht. Ich versuch das nachher mal.

                                                    Von meinen Bewerbungen an der Uni und auf eine Wohnung hab ich jeweils noch nix gehört, das kann auch noch dauern. Derweil möchte meine Gastgeberin gerne wissen, ob ich im Dezember noch bleiben möchte und V. drängt mich auf WG mit ihm. Er schreibt mir wie ein ungeduldiger Vater, der sein störrisches Kind heimholen will. Es ist wirklich seltsam. Er versteht wirklich überhaupt nicht, was/wie ich fühle.

                                                    Heute war ich seit Monaten zum 1. Mal mit einer Freundin zum Ausstellungsbesuch, das war genial. Aber auch anstrengend, und irgendwie kam ich erst nachmittags dazu, was zu Essen. Und weil ich so ne Memme bin, bin ich jetzt ganz erschöpft und hab Migräne, denn das essen kam viel zu spät dran. Mist.

                                                    Egal. Erstmal schönen lustvollen Abend )
                                                    Morgen hab ich den auch, da treff ich KF zu ner Ausstellungseröffnung und abends nimmt er mich mit zu sich...

                                                    GLG
                                                    V

                                                    Kommentar