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"zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

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  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

    Liebe Elektraa,

    ich bin kein Zen-Mönch und will auch keiner sein. Du etwa?

    Ich hab kein Problem, wenn andere in Ruhe grasen wollen. Ich lass die gewähren. Ich wünsche mir die gleiche Toleranz, die ich anderen entgegenbringe, auch mal von meinen Gegenübern.

    Um "Karriere" und "höher, schneller weiter" geht's mir kein bißchen. Mir geht's einfach nur darum, die Arbeit zu finden/tun zu dürfen, die mich froh macht und meinen Unterhalt sichert, ne Wohnung zu haben, die sich nach Heimat anfühlt und einfach mein Leben zu leben und möglichst oft zu genießen. Gerne im anregenden und ausgleichenden/spannenden/liebevollen Austausch mit anderen. So ähnlich wie du, nicht wahr?

    GLG, und gute Nacht...
    V





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    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

      Hallo liebe Venus

      Mir scheint, du hast mich jetzt missverstanden- ein Zen spürt: aufstehen, hol Wasser, mach dies, mach das und er rührt sich nicht, befolgt diese Impulse nicht. Er zwinkert nicht einmal mit den Wimpern, viele Stunden durchgehend schafft er das, indem er "einfach nicht drauf hört", was angeblich wichtig wär.

      Man könnte also der ruhigste Mensch sein, wenns gelingen würde, nichts, wirklich nichts wichtig zu nehmen, die Zens beweisen das.

      Mir wurde vor zwei Tagen per Telefon ein Hund angeboten. Ich habe diese Rasse gegoogelt, geschaut, ob so einer überhaupt in Frage kommt, vom Charakter, von der Art, vom Aussehen her. Zuletzt habe ich dann zu mir gesagt, ich lasse das auf mich zukommen, die erste Minute entscheidet... Hund aufgesucht ( zufällig ganz in der Nähe vom Wohnhaus meines Freundes) und prompt kam er rüber, als wär das der gesuchte Traumhund, alleine seine Reaktion auf mich, dann, wie er sich angefühlt hat, wie er sich benommen und verhalten hat, exakt ins Herz getroffen. Aber so was von süß, so was von freundlich und "Herzlich Willkommen" kam da rüber, also bin ich einverstanden gewesen mit der Regelung- Zufall entscheidet ( im wahrsten Sinn des Wortes, er ist bereitwilligst in meinen Schoß gefallen, hat sich sofort an mich geschmiegt) tja, heute haben wir den Vertrag unterschrieben und nun ist er da.
      Am frühen Nachmittag kam er her, nach einer Stunde bereits überfielen mich Zweifel, du bist so komisch Hund, für dich empfinde ich auf einmal kein Entzücken mehr, du wirkst auf mich wie eine Fiffi, so ne Art Hund, der mir zuwider ist, bähh..
      Mir ist es ähnlich mit dem vorigen Köterchen ergangen, da war auch der erste Eindruck der Allerliebste und Allerbeste und dann, nach ein paar Tagen zweifelte ich sehr an dieser Entscheidung- wie heute bei diesem Vierbeinigem Mädchen.

      Offen gesagt, so ist es mir schon sehr oft ergangen auch bei Menschen, Dingen- zuerst dachte ich: unmöglich, schrecklich, dann stellte sich heraus, nein, stimmt gar nicht, ist ganz anders. Jetzt warte ich, was folgt...Fiffi oder Gina, was wirst du, was bist du..?? Vielleicht sollte ich beschreiben, was ich unter Fiffy verstehe- das ist die Art von kurzbeinigem, verfressenen, sabbernden, hechelnden und tränenden "Wauziputzi", statt einen moderaten, sportlichen Weggefährten, der zwar nicht groß ist, aber vif und erhaben. Laut Google wär das aber so eine Rasse. Es ist ein Papillon und hieß vor der Übergabe Cleopatra vom Land der Schmetterlinge... bei mir heißt sie Gina und wehe sie entwickelt Fiffimanieren, was dann..??

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      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

        Liebe Venus, ich habe den Eindruck, dich beleidigt zu haben- das liegt mir natürlich fern. Du hast im letzten Beitrag geschrieben, wenn andere dösen wollen, sollen sie, ich bin anders..so etwa, das klang wie ein Abschuss eines Pfeiles und das macht man, wenn man sich angegriffen fühlt.

        Ich habe bei aller Liebe zu meinen vielen Ideen und Regungen, die mich vorantreiben, den Verdacht, das ist eine Seite von mir, der anderen Seite von mir wär friedlich, genügsam Dahingrasen recht, aber auf die höre ich nicht leicht, es sei denn, mich kippts mal wieder. Spätestens dann holt sich dieser Teil sein Recht.
        Frage an dich: wie oft gönnst du dir "Menschentier" dieses tierische Verlangen nach Pause, Verdauen, Ruhe, friedlich grasend, vor sich hindösen? Ich konnte das recht lange nicht, nachher war ich mal dazu gezwungen, wegen Krankheit und so nach und nach habe ich mir angewöhnt, immer rechtzeitig ( bevor ich mich krank fühle) Döstage einzuplanen, weil das die andere Hälfte vom Menschen eben braucht, ob er das zugeben will, oder nicht.

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        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

          Ich verschwende viel Platz hier, ich weiß, , die ganze Zeit über schreibe ich viele einzelne Kapitel, das deshalb, weil ich so extrem lange dahindenke zwischendrin, in Träume verfalle während des Textens, gehts euch auch so? Innerhalb eines Satzes, den ich aussprechen möchte entwickeln sich Regressionen ( kannte dieses Wort vorher nicht, habs auf der Zunge gespürt und gerade gegoogelt, was es bedeutet und siehe da...
          • das Zurückgehen, Zurückfallen auf frühere Stufen der geistigen Entwicklung, des Trieblebens
          • 3.
            Geologie
            das Zurückweichen des Meeres durch das Absinken des Meeresspiegels oder die Hebung des Landes
          • 4.
            Biologie
            das Schrumpfen des Ausbreitungsgebietes einer Art oder Rasse von Lebewesen
          • 5.
            Statistik
            Aufteilung einer Variablen in einen systematischen und einen zufälligen Teil zur angenäherten Beschreibung einer Variablen als Funktion anderer
          • 6a.
            Rhetorik•Stilkunde
            Wiederholung eines Satzes, aber in umgekehrter Wortfolge
          • 6b.
            Rhetorik•Stilkunde
            nachträgliche, erläuternde Wiederaufnahme....

          das steht da geschrieben und so ist es auch.

          Mich wundert echt alles, selbst diese Abläufe, die hier stattfinden. Wegen dem stopp ich dauernd und stell ständig Fragen, während des Tippens halte ich inne und such Stories auf, die sich auftun, und zugleich zieht sich der Abend in die Länge und ehe ich mich versehe, ist es früh am Morgen manchmal. Das kommt rüber, als ob ich gedöst hätte und zugleich sicher etliches sortiert und verdaut daneben, nebenher, psychisch, geistig, mental.

          Zwischendrin wieder mal ein Danke, dass ihr da seid. Ihr Stammtischrunde.

          Gute Nacht

          schlaft gut, erholt euch gut

          Bis morgen.

          Lieben Gruß

          Elektraa











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          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

            Liebe Elektraa,

            wenn jemand einfach nur von seiner/ihrer Überzeugung schreibt, ist das doch nicht beleidigend! Ich steh auf Offenheit und klare Worte, also nur zu.

            Eigentlich bin ich "nur" auf meinem Weg zum Ziel, alles, was ich tue und was in den letzten Monaten und auch in den kommenden dafür sorgt, dass ich weniger Zeit habe für manches Vergnügen oder auch für die Diskussionen mit V., soll von mir für meine Prüfungen und die Masterarbeit verwendet werden. Überall will ich Synergien bilden, also mMn nix Unnützes dabei, es sei denn, man denkt, meine Ziele sind sinnlos. Aber ich denke das nicht, denn die Arbeit daran ist eine Arbeit mit Herz, auch wenn sich ein Ziel wie eine Masterarbeit oder ein erfüllender Job von der Struktur her in ein "künstliches" System einfügt.

            Der Platz hier ist "unendlich", da kannst du dich austoben. Verschwendet ist da nix ;o)

            Seit diesem WE fühle ich mich wieder stabiler/mehr in meiner Mitte/stabilisiert. Das hat zu tun mit der Art und Weise, wie KF mit mir umgegangen ist und mit einem Neumondritual, das ich mit einer Gruppe "Gleichgesinnter" gestern Abend begangen habe. Wir haben alles, was wir loslassen wollten, und alles, was wir in unser Leben einladen wollen, auf je eine Seite eines Zettels geschrieben und nach gemeinsamem Kundalini-Yoga draußen im Garten in einer großen Feuerschale verbrannt. Und dann wurde gegessen und gefeiert.

            KF hab ich am 12.4.21 zum 1. Mal getroffen, da war auch Neumond. Dieses WE waren wir tanzen und danach haben wir uns miteinander vergnügt, stürmisch, wild, zärtlich, ausdauernd, animalisch, liebevoll... die ganze Palette ;o)

            Eigentlich hatte ich die Neumond-Feier schon absagen wollen, falls KF länger Zeit für mich gehabt hätte... aber ich hätte ihn damit in Bedrängnis gebracht. Das hat mich aber schon angekratzt zunächst - als er mir Samstagabend mitteilte, er hätte Sonntag wohl nur bis ca 14 Uhr Zeit, war ich tief verletzt. Ich war eh schon so angeschlagen durch die blöde Geschichte mit diesem wohnungsvermittelnden Handwerker und die Tatsache, dass das Jobangebot an der Arbeitsstelle meiner Kommilitonin auch schon weg war. D.h. da haben im Grunde jeweils andere Menschen meine "Entscheidungen" getroffen, denn ich hatte beiden gesagt, dass ich das selber entscheiden und regeln will, wie ich darauf eingehe, sowohl dieses zweideutige Wohnangebot als auch das Jobangebot für eine voraussichtlich eher öde bis nervige Tätigkeit.
            Dann hab ich mit meinem müden Aussehen gehadert und mich mal wieder schlecht gefühlt im Bewußtsein der Vergänglichkeit meiner äußeren Attraktivität. Und dann noch KF mit "fühl dich wie zuhause" mit der Einschränkung, dass nach einer durchtanzten Nacht, wo wir frühestens 3 Uhr zurück sind, eigentlich nur noch etwas Schlafen drin gewesen wäre = fühl dich wie zuhause, aber bleib nicht so lange. Nach kurzem frustrierten Schmollen konnte ich ihm das aber alles sagen und er hat genau so reagiert, wie ich es gebraucht habe. Ich war auch länger da als 14 Uhr, es gab quasi einen fliegenden Wechsel zwischen ihm und dem Neumondfestbesuch. Wir haben noch in aller Ruhe gefrühstückt und es war ein wundervoll zärtliches liebevolles Zusammensein mit ihm.

            Zu deiner Gina: gib ihr ne Chance! Öffne dein Herz. Tiere reagieren auch auf ihre Umgebung, besonders auf ihr "Leittier", das bist du ja jetzt - vielleicht ist die Kleine einfach unsicher oder im Gegenteil, entspannt und gibt sich jetzt so.
            Witzig übrigens - das spiegelt meine Erfahrungen mit zahlreichen meiner ehemaligen Partner wieder - vom sportlichen interessanten Gefährten zum "Wauziputzi", das nur noch faul rumliegt und die Geborgenheit in der Beziehung genießt. Aber die sind eben gierig danach geworden und haben sich gehenlassen, von mir aber ständige Aufmerksamkeit erwartet. Wir Menschen sind eben auch Tiere ;o)

            Nochmal abschließend zurück zum Zen und unseren Erfahrungen mit den Grenzen unserer körperlichen Belastbarkeit: ich merke auch, wenn ich die erreicht habe, und habe dafür meine Bewältigungsstrategien entwickelt. Ich habe ja auch eine chronische unheilbare Erkrankung und dadurch musste ich lernen, auf die Signale meines Körpers zu hören, um Schübe möglichst zu vermeiden. Ich versuche auch vorzubeugen, damit ich erst gar nicht Gefahr laufe, diese Grenzen zu überschreiten. Dazu gehört aktuell der räumliche Rückzug von V., Sport und Yoga, Austausch mit Gleichgesinnten, Kunst als Lebensthema und Entspannung mit KF. Er lernt übrigens dieses Jahr sehr viel über Joseph Beuys und am kommenden WE besuchen wir gemeinsam eine Ausstellung, wo es um seine Kunst und Schamanismus geht. KF findet sowas total interessant. V. würde das abtun als pompösen Unsinn und wenn überhaupt nur äußerst widerwillig mitgehen. Vermutlich würde ich ihn nichtmal mehr fragen, sondern gleich eine andere Begleitung suchen, weil mich dieser Widerwille stresst - wenn ich weiß, jemand hat im Grunde keine Lust, habe ich keine Ruhe beim Ausstellungsbesuch. So war es noch fast jedes Mal. Er mag eigentlich überhaupt keine Kunst ab 1900, hab ich mal festgestellt. Allerhöchstens Traditionelles aus der Zeit davor oder prähistorische Kunst. Ich hab mich aber für meine Forschung auf die Gegenwartskunst fokussiert.

            Meine Arbeit muss nebenbei auch erledigt werden - in 2 Wochen steht die nächste Prüfung an. Nur diesmal bin ich Teil eines leistungsfähigen und zuverlässigen eingespielten Dreierteams und fühle mich sicher mit denen, denn ich muss nicht 80% alleine machen. Diese beiden haben mein Vertrauen. Außerdem ist das Projekt superinteressant und hochkomplex. Das kickt mich, daran zu arbeiten, eine feine Herausforderung.
            Ich hab aktuell meine Zuversicht wieder - hoffentlich bleibt das jetzt lang genug so, bis ich alles geschafft habe.

            GLG - schönen Tag und guten Wochenstart allen, die hier lesen/schreiben )

            V











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            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid




              Meine Arbeit muss nebenbei auch erledigt werden - in 2 Wochen steht die nächste Prüfung an. ...
              V










              Ganze zwei Wochen und vier Tage habe ich dich jetzt in Ruhe vorbereiten lassen, dich nicht angestupst und auch nicht zwischengeredet, damit du konzentriert an deiner Sache arbeiten kannst und meine Daumen hab ich dir auch dauernd gehalten, Hats geholfen, bist du über diese Hürde gekommen, zu der du angesetzt hast, Venussi?

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