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"zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

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  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

    Moin liebe Elektraa,

    ne, das Stalking, von dem ich hier geschrieben habe, war bösartig und bedrohlich, er wollte ihr Leben zerstören. Wer sowas noch nicht gesehen hat, kann es vielleicht gar nicht glauben. Zu der Zeit waren auch Säureangriffe gerade "in Mode", er hat ihr auch damit gedroht. Sie hat eine posttraumatische Belastungsstörung zurückbehalten davon, bis heute.

    Es war kein Stalking, wo man mal sehnsuchtsvoll um jemandes Haus herumschleicht in der Hoffnung, ihn zu sehen, oder im Internet recherchiert, um Spuren zu finden - aus dem gleichen Grund, Sehnsucht, oder auch, weil man einfach wissen will, warum der denn nun weg ist, ob er ne andere hat - also um selber abschließen zu können mit der Sache.

    Der Ex meiner Freundin wollte Rache, weil sie Schluss gemacht hat, und sie hatte gute Gründe, das zu tun, wie man dann in der Folge ja auch zu sehen bekam. Manche Menschen sind zu abgrundtiefer Bosheit fähig, zu flammendem zerstörerischen Hass. Der Typ ist so einer. Jetzt muss er brav seine Pillen nehmen, wieder zu den AA-Treffen gehen und darf nicht mehr in die Nähe meiner Freundin. Er wohnt aber noch in der gleichen Stadt, nicht weit von ihr.

    Ja, wir sind alle eines Tages weg, tot und vergangen, aber das interessiert mich nicht, denn dann ist eh alles vorbei. Mich interessiert die Phase davor, und ich will, solange ich lebe, im Reinen mit mir selber sein.

    Lieber Leo,
    nochmal kurz zum V., worauf du mir in Kim's Thread geantwortet hast: das ist richtig, aber aushalten lässt sich das nur durch Distanz. Er will ja eigentlich mit dem Verhalten Nähe herstellen, er stößt mich weg, obwohl er will, dass ich da bin für ihn. Das sind unbewußte verzweifelte Machtspielchen. Ich verstehe das schon, aber es ist nicht so wie früher, als ich ihn innig liebte und alles für den Frieden zwischen uns tat, inklusive lange Gespräche über unsere Gefühle, um ihn wieder "nüchtern" zu reden. Ich will mich ja jetzt distanzieren, aber ich will auch nicht, dass er leidet. Aber da ist nix zu machen, wenn er pupsen/leiden will, dann muss ich mich erstmal zurückziehen. Und da er ja quasi keinen Grund hat, das Haus zu verlassen außer zum Einkaufen, ist das alles etwas anstrengend. Dazu kommen meine Prüfungsvorbereitungen, die mich eh schon unter Druck setzen und wofür ich einen freien Kopf brauche, da kann ich mich nicht mit dem Gejammer (denn was anderes ist es nicht) von V. auseinandersetzen.
    Naja, er hat sich zwischendurch mal beruhigt. Ich denke nicht drüber nach, dass die nächste "Gefühlswelle" sicher kommen wird. Irgendwie werde ich das auch noch meistern, möglichst ohne Schaden anzurichten, sondern vielleicht auch bei V. ein paar Erkenntnisse zu fördern...
    Schau'n wir mal.

    GLG,
    V

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    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

      Ich hatte auch schon Begegnungen, wo die erotische Anziehung so stark war wie bei A., aber so eine Situation wie mit A. hatte ich noch nie. Ich wollte die Verbindung kappen, als der Schmerz überhand nahm, und es ging einfach nicht. Davor ist mir sowas immer gelungen.
      Vielleicht ist es auch nicht das Ziel, die Verbindung mit A zu kappen. Vielleicht ist das für dich bei ihm nicht mehr nötig, und du findest eine Verbindung mit ihm – und es liest sich bei dir, dass du genau auf diesem Weg bist – die für euch nicht mehr (so) schmerzvoll ist, selbst wenn/falls ihr kein Paar werden solltet. Ohne dass alles gekappt wird. Wie Elektraa schon mit ihren Worten geschrieben hat, dass du ihn lässt, liebst und wertschätzt in dem, wo und wie er gerade (nicht) ist, und es akzeptierst, dass er (im Moment oder auch grundsätzlich) dir nicht das geben kann, was du dir mit ihm vorgestellt hast. Aber dass du es auch schaffst, dich von seinem höchst toxischen Verhalten abzugrenzen, denn was er mit dir betreibt, macht einen Menschen wahnsinnig, der darin nicht das Weite sucht oder über fast übermenschliche Stärke in der Verbindung verfügt. Bisher machst du in jeglicher Hinsicht dein Ding trotz allem. Es ist menschlich höchst anspruchsvoll, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es dir auf Dauer gelingt.

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      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

        Liebe Venus, ich kenne die Situation ja nur von deiner Beschreibung. Ist V. wirklich klar, dass es aus ist und ihr übergangsweise eine WG bildet? Hast du ihm klar gemacht, dass da nichts mehr zu flicken ist? Kennt er die Deadline? Deine Ansage ist ja schon ein Jahr her und du bist für ihn weiter da. Mittlerweile hat er sich mit der Situation arrangiert und könnte auch wieder etwas mehr Hoffnung schöpfen.

        Keine Frage, in mehrfacher Hinsicht keine einfache Situation für euch beide. Mein Ziel war es Verständnis aufzubauen, damit du die Situation besser ertragen kannst. Du kommst im Gesamten deutlich besser klar als V. Er hat einige Tiefschläge abbekommen und schafft es (noch) nicht sich wieder aufzurappeln. Mir ist offen gestanden nicht klar, ob er Nähe herstellen will oder anfängt sich etwas zu lösen. Oder sucht er Nähe und etwas Verbitterung steigt auf? Egal wie, du bist die Starke, er der Angeschlagene. Versuch es dir einfach nicht zu Herzen zu nehmen. Hast du derzeit nicht mündliche Prüfung, oder ist die verschoben worden?

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        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

          Lieber Leo,

          im Dezember 2019 haben wir ausgemacht, dass wir uns nach meinem Studienabschluss trennen.
          Ich bin mir sicher, dass er Hoffnungen hat, aber ich bin mir auch sicher, dass er sich noch an diese Unterhaltung erinnern kann. Im Dezember 2019 war noch nicht abzusehen, dass es mal etwas wie einen einjährigen Lockdown geben würde... und diesen halten wir überraschend gut zusammen aus. Klar würde ich gerne alleine wohnen, aber wir haben damals besprochen, keiner geht einfach, wir lösen den Haushalt gemeinsam auf und dann zieht jeder seiner Wege.
          Auch damals war er schon etwas verzweifelt, weil er meinte, ihn halte doch in diesem Land gar nichts mehr.
          Und wenn das hier so weiter geht, gilt das auch für mich.
          Die Zukunftsplanung ist so unsicher wie noch nie - und ich gestehe, dass ich nicht bei jeder Gelegenheit über die Trennung rede, aber definitiv mach ich ihm auch keine Hoffnungen.
          Ich will dieses Studium erfolgreich abschließen, dann nehme ich den Faden wieder auf und finde eine Lösung für diese Trennung. Momentan hab ich nicht die "Kapazitäten" dafür - zumal ich ja jedesmal ein Faß aufmachen würde, wenn ich das Thema anspreche. Und er ja im Grunde auch nicht will, deshalb macht er auch keine Pläne für sich alleine. Da kommt noch was auf mich/uns zu...

          Was die Prüfung angeht - ich warte IMMER NOCH auf einen Termin. Ich hab jetzt auch keine Zeit mehr, mich ausschließlich darauf zu konzentrieren, weil ich noch zwei andere Projekte zu bearbeiten habe, die ebenfalls als Prüfungen zählen und die ich für den Abschluss brauche.
          Übrigens freut mich deine Aufmerksamkeit total! Schön, dass du an meine Prüfung gedacht hast! (Während mein Prof die Angelegenheit verdrängt /)

          Heute gönne ich mir einen "Abenteuer-Nachmittag", ich treffe K. (keiner der bisher erwähnten). Er kommt sehr humorvoll rüber, und einer, mit dem ich lachen und (möglicherweise guten Sex haben!) kann, kommt mir jetzt gerade recht! Er hat mich zu sich eingeladen, er liefert den Kaffee, ich die Passionsfrüchte ;o)

          GLG, hab nen schönen Tag
          V

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          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

            Liebe Kim,
            danke für deine Worte in Bezug auf A. und mich! Ja, das war/ist mein Ziel, quasi eine emotionale Emanzipation von ihm, denn ich kann die Verbindung nicht lösen. Es ist schon seltsam, welche Bewältigungsstrategien sich daraus so entwickelt haben. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal "date" und das auch noch so hemmungslos. Und ich gestehe, ich habe meistens Spaß dabei, weil ja nichts auf dem Spiel steht für mich. Ich finde es faszinierend, all diese Menschen kennenzulernen, und dieses Zusammenspiel zu erleben, das bei jedem anders ist. So eine Fülle an Erfahrungen, so viel "Lernmaterial"...
            ich freu mich schon auf die nächste Erfahrung heute Nachmittag mit dem intelligent-witzigen K.
            Sollen wir einander nicht (sexuell) umwerfend finden, gibt's wenigstens Kaffeeklatsch und Passionsfrüchte (die bring ich mit, hab ich gestern im Bioladen gefunden) und wir haben jeweils mal wieder einen neuen Menschen kennengelernt und einen interessanten Nachmittag verbracht!

            GLG, hab einen wundervollen Tag
            V

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            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

              Liebe Venus, meine Frau ist noch auf der Arbeit, meine Tochter gerade unausstehlich und ich bin in Schreiblaune. Deine Vorgehensweise bei V. ist für mich plausibel und für ihn genauso wie auch für dich wohl am besten.

              Übrigens freut mich deine Aufmerksamkeit total! Schön, dass du an meine Prüfung gedacht hast!
              Dankeschön. Ich denke, dass viele deinen - ich würde es mittlerweile „Blog“ nennen - hier aufmerksam verfolgen. Nur die Wenigsten trauen sich etwas zu schreiben. Dein Prof ist eine echte Trantüte. Ich dachte du hättest es am WE rum. Kann mich gut in dich rein fühlen. Aber das wird schon.

              Heute gönne ich mir einen "Abenteuer-Nachmittag", ich treffe K.
              OK, bin zu spät dran um dir mit K II. viel Spaß zu wünschen. Hoffe nicht nur die Passionsfrüchte haben geschmeckt. Freue mich, dass es bei dir so rund läuft. Am Anfang war ich etwas skeptisch, aber mittlerweile ist mir klar, dass es die beste Medizin für dich ist. Und A. scheint dir keine Kopfschmerzen mehr zu bereiten. Denke er wird sicherlich bald wieder etwas von sich geben. Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.

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              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                Lieber Leo,
                danke für deine einfühlsamen Worte!

                Die KII-"Eroberung" ist gescheitert, aber immerhin war es ein interessantes, wenn auch etwas aufwühlendes Erlebnis.
                Er konnte - aus welchen Gründen auch immer - keine Erektion halten, und ich glaube, das hat ihn dann insgesamt doch so verunsichert, dass er lieber kein weiteres Treffen mit mir möchte. Heute haben wir das per Text dann endgültig abgeklärt, er will die nächste Begegnung "dem Zufall überlassen", ich antwortete, ich wäre sicher, der Zufall würde uns nicht mehr zusammenführen, aber ich wünschte ihm alles Gute.
                Ein sehr attraktiver Mann (zum Verlieben schön!), aber er war so aufgeregt, ging so heftig und so schnell zur Sache und hat sich dann quasi selbst überholt - zu schnell bis zum overdrive und gleichzeitig nicht schnell genug. Tja. So kann's gehen.
                Gestern hat mich das noch einige Stunden runtergezogen, ich war traurig, d.h. da wußte ich ja innerlich schon, dass es ein one-off war. Heute kam also die Bestätigung, aber alles gut, ich hab kein Problem damit. Ich lerne immer besser, mich abzugrenzen. Jeder Schritt bringt mich näher zur "Weisheit", haha!

                Gestern war ich dann noch mit 2 Freundinnen verabredet - bzw. war das eigentlich für heute geplant, aber des Wetters wegen haben wir es spontan vorverlegt. Kaum war das geschehen, meldet sich N. und frug, ob ich den Nachmittag/Abend spontan Zeit für ein Treffen hätte... ich hätte ihn nach dem Mädels-Treff sogar noch gesehen, aber nach K IIs "Anstrengungen" war ich noch gar nicht wieder einsatzbereit, leider /
                Und K I (der so weit weg wohnt) meldete sich spätabends dann auch noch und meinte, er könnte sich wieder 1 Tag frei nehmen, um mich zu sehen - er fände uns so kompatibel, das wäre zu gut, um es loszulassen...
                Wenn Dingens dir eine Tür zuschlägt, öffnet er dir ein Fenster oder so ;o)

                Heute widme ich mich dann wieder mit (hoffentlich) klarem Kopf meinem Studium, und mal sehen, wann die mündliche Prüfung dann endlich stattfindet. Das schuldbewußte Gesicht meines Profs werde ich nächste Woche im Kolloquium sehen ;o)

                Hab ein wundervolles WE!
                GLG, V


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                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                  Hallo Ihr Lieben,

                  gestern hatte ich recht spontan ein Date, das wirklich einfach nur wundervoll gelaufen ist. Dieser Mann ist lustig, freundlich, liebevoll, zärtlich, aufmerksam, weiß, was er tut und hat alles genau richtig gemacht. Ich finde ihn sehr attraktiv, er hat eine sehr interessante erotische Ausstrahlung. Er ist auch ein bißchen "abgründig" (was ich mag), kurz, eine feine Mischung aus strahlend Hell und aufregend Dunkel.
                  Er ist single, wir haben uns bei ihm getroffen und wir werden uns auch wiedersehen. Wir haben 7 h miteinander verbracht, und wir wollen beide noch mehr.
                  Und was soll ich euch sagen? Genau die Tatsache, dass ich ihn jetzt schon sehr mag, bereitet mir Stress - wg. der Situation mit V.
                  Ich wünschte, ich könnte da endlich eine Lösung finden, die fair ist, ich mag V. nicht hinters Licht führen die ganze Zeit. Aber ich werde K. (ja, schon wieder der gleiche Anfangsbuchstabe - aber sonst keine Gemeinsamkeiten zwischen den Herren ;o)) auch nicht lassen um des "Ehefriedens" willen. Wir haben uns gestern beide fallenlassen können, das hab ich so bisher nur mit A. erlebt...
                  Ich muss mich jetzt zusammenreißen, mir keine Sorgen machen und mal sehen, welche Möglichkeiten sich bieten, damit ich hier als soziales Wesen nicht versage.

                  So, ab an die Arbeit, 2 Videokonferenzen nacheinander...

                  Ich wünsch euch eine tolle Woche!

                  GLG, V

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                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                    Er konnte - aus welchen Gründen auch immer - keine Erektion halten,
                    Ihr macht immer wieder den Fehler, zu früh mit dem Sex zu beginnen. Das geht in den seltensten Fällen gut.

                    Du musst die Typen länger zappeln lassen, sonst bist du gleich wieder uninteressant.

                    LG
                    g.

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                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                      Liebe Venus, das hört sich doch vielversprechend an. Was bedeutet den „ihr wollt beide noch mehr“? Dauerhafte Sex – Liaison oder auch darüber hinaus? Vermiese dir nicht diese schöne Anfangsphase mit Gedanken an V. Dann verbringt ihr am Anfang nicht ganz so viel Zeit miteinander, was die Sache doch auch länger spannend hält. Außerdem kann jederzeit eine Negativeigenschaft oder sogar ein No-Go aufkommen. Die paar Monate hältst du doch noch durch.

                      V. hattest du informiert, wenn auch nicht im vollem Umfang. Er wusste, dass die Zeit endlich ist und er keinen Sex mehr mit dir haben wird. Mich wärst du noch am selben Tag los geworden. Er ist geblieben und hat es somit akzeptiert. Da brauchst du dir kein schlechtes Gewissen einreden. Du solltest die Beziehung aber geheim halten. Er darf auf keinen Fall als gehörnter Ehemann dastehen.

                      Ansonsten entspanne und genieße.

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                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                        Wie schön, das klingt ja mal besonders gut. Als könnte da noch mehr entstehen...
                        Da wünsche ich viel Glück

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                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                          Ihr macht immer wieder den Fehler, zu früh mit dem Sex zu beginnen. Das geht in den seltensten Fällen gut.
                          Ab welcher Uhrzeit hält die Erektion? Hast da eine Empfehlung?


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                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                            Wunderschönen guten Morgen Euch allen...

                            danke für eure Anregungen! )

                            Dann fang ich mal an:
                            golem
                            Es handelte sich explizit um ein Sexdate, das sollte dir klar sein, nachdem du selbst derjenige warst, der mich auf die Idee brachte, mich auf dieser Sex-Dating-Seite anzumelden ;o).
                            Ich hatte sogar vor dem Treffen noch angeboten, dass wir auch einfach erstmal quatschen könnten, aber er empfing mich schon mit intensiven Zungenküssen vor der Wohnung, noch bevor ich überhaupt Zeit hatte, mir einen (zugegeben oberflächlichen) Gesamteindruck zu machen. So ging es weiter bis in die Wohnung hinein, wo wir dann zunächst gefühlt stundenlang in der Diele miteinander beschäftigt waren, bis wir, einen Berg Klamotten zurücklassend, in sein Schlafzimmer weitergezogen sind. Aber auch schon beim Knutschen in der Diele kam und ging die Erektion.
                            Wie man damit umgeht - also weglachen und beim nächsten Mal entspannter probieren oder lieber nie mehr treffen - das ist individuell. Er will mich lieber nie mehr sehen. Im Nachhinein drängt sich mir der Eindruck auf, bei ihm ist irgendwas aus der Balance - der war von Anfang an so "hyper", so überschäumend (meine Assoziation: beinahe manisch...), und er hielt immer die Augen geschlossen... er hat sich letztlich einfach selbst überholt und dann blockiert mit seinem irren Tempo. Was auch immer sein "Problem" war, es ist nicht meines. Wir haben einander alles Gute gewünscht und jeder geht seines Weges. Ist ok für mich.
                            Herr_Lich
                            Herrlich, dein Kommentar! ;o) Dein Nick ist Programm!

                            Leo72
                            Danke für deinen Zuspruch!!
                            Das ist auch ein guter bzw. der einzig richtige Tipp, den sozialen Überbau = die Ehe mit V. erstmal außen vor zu lassen.
                            Wohin es K und mich führt, weiß ich nicht, aber ich nehme ihn als freundlich, ehrlich und aufrichtig, interessiert, liebevoll und erotisch aufregend wahr. Die Grundlage für eine schöne Sex-Liaison ist also gegeben. Mehr kann/will ich derzeit eh nicht und er auch nicht (wir haben uns ja gerade erst getroffen, und er ist auch gerade erst aus einer anstrengenden Beziehung raus und im letzten Winter endlich in eine eigene Wohnung gezogen). Ich denke, wenn wir respektvoll miteinander umgehen, werden wir einander auch nicht verletzen. Seine Wände sind noch ganz kahl, er hat viel Platz für Kunst von mir! Da hat er auch selber Interesse geäußert, ich dräng mich damit nicht auf. Für seine großartigen und äußerst erfolgreichen Bemühungen am Montag darf er sich auch was aussuchen, da Reise ich nächstes Mal mit meiner Mappe zu ihm. ;o)
                            Um mal bei der antiken Mythologie zu bleiben bzw. dahin zurückzukehren: K lass ich für "Kairos" stehen, den personifizierten richtigen Zeitpunkt für eine Entscheidung... oder lass ich ihn Kronos sein, Titan und Vorfahr der Aphrodite/Venus, der im Grunde gar ihr "Geburtshelfer" war, weil er auf Geheiß seiner Mutter Gaia seinen grausamen Vater Uranos entmannte und aus dessen Samen und Blut, das sich ins Meer ergoss, Aphrodite/Venus entstand? Oder lass ich ihn für beides stehen? Mal sehen, was sich als passender herausstellt. Er würde drüber lachen, da bin ich mir sicher. Er ist eher ein bescheidener Typ.
                            (Da ist ja auch noch K. aus "der Ferne", der mir auch sehr gefallen hat, aber dem ich noch nicht mitgeteilt habe, dass ich ihn wohl nicht mehr sehen werde. Und irgendwie ist das auch nur Zufall, denn ich hab nicht damit gerechnet, dass sich K. nun regelmäßig 150km zu mir auf die Reise machen würde, und ich mag den auch wirklich gerne. Das hätte auch Potenzial gehabt. Aber nun ist Kairos/Kronos im Rennen... so läuft das mit dem Dating...irre...)

                            *Lola*
                            Dankeschön! )
                            Glück kann man immer gebrauchen...

                            Ich wünsch euch allen eine super Woche!
                            GLG, V

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                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                              ...Ihr Lieben, ich muss das hier noch mal eben loswerden:

                              Heute hab ich eine selbstgemachte Postkarte der Exfrau von V. rumliegen sehen. Inkl. Selbstportrait. Sie ist so ein Bastelfan, das hat mich jetzt nicht total überrascht. Die Karte lag direkt neben meinem Handy, das an der Ladestation am üblichen Platz war, so dass ich sie nicht übersehen konnte. Ich hab die Karte nicht gelesen, interessiert mich gar nicht. V. saß im Wohnzimmer und ich hab nur gesagt: Ah, ne Karte von C. - sieht selbstgemacht aus...
                              Und da meinte er ganz aufgeregt, die hätte er nicht hingelegt, damit ich sie finde, das hätte nix zu bedeuten... und er wolle mit ihr in Kontakt bleiben, weil sie ja ne tolle Immobilie hätte (in einem anderen Bundesland...), bevor sie die verkaufe, würde er überlegen zu mieten... hat so getan, als wäre das ne Option für ihn und mich, dabei würden mich keine 10 Pferde in so ein Kaff mitten in einer kulturellen Wüste (nur Agrikultur) bringen, definitiv nicht zum Wohnen. Außerdem hat er mir 20 Jahre lang versichert, seine Ex sei eine rachsüchtige bösartige unbeherrschte neurotische sture Person... wäre das der Fall, würde sie doch niemals ihre Nachfolgerin in ihrer Immobilie wollen...
                              Ich hab inzwischen schon kapiert, dass da eine Psychodynamik zwischen den beiden existiert(e), die irgendwie für beide wichtig war, aber wohl nicht so richtig "gut". V. hat sie ja vor 21 Jahren verlassen. In unserer Anfangszeit hab ich nicht verstanden, warum er mit ihr überhaupt noch was zu tun haben wollte, weil er sie immer so negativ darstellte, aber mittlerweile denke ich, er weiß, dass er ihr in manchem nicht nachsteht ;o)
                              Egal - ich denke, er hat das für SICH überlegt als Wohnlösung. Für den Fall unserer Trennung will er zurück zu C. - und jetzt hat V. ein schlechtes Gewissen mir gegenüber, weil ich die Karte gesehen hab und er mir das erzählt hat (er konnte den Impuls nicht kontrollieren, das ist seine Schwäche, er verplappert sich immer). Wow!
                              Ich hoffe, er zieht das durch und macht jetzt keinen Rückzieher. Dann wäre ich meiner Freiheit einen wichtigen Schritt näher und bräuchte mir auch keine Sorgen um den armen (weil von mir betrogenen und potenziell verlassenen...) V. machen.
                              Drückt mir/ihm/uns die Daumen!

                              Währenddessen schreiben K und ich einander wie 2 verliebte Teenager, aber OHNE rosa Herzen ;o)
                              Nächste oder übernächste Woche sehen wir uns wieder. Ich freu mich!

                              Schönen Abend Euch allen
                              GLG, V

                              Kommentar


                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                Ob er die Karte liegen lassen würde, wenn er über eine Lösung für sich alleine nachdenkt?
                                Ich sehe da zwei Möglichkeiten, entweder hat das tatsächlich rein gar nichts zu bedeuten, einfach gedankenlos da abgelegt, oder, er wollte dass du sie siehst, aber nicht damit du zu hoffen beginnst dass er sich anderweitig umschaut, sondern damit du fürchtest dass er sich anderweitig umschaut, er sich damit wieder interessanter macht und du bemerkst wieviel er dir noch beutet (vielleicht hat er solch einen Tipp in einem Forum erhalten).

                                So wie du ihn beschreibst erscheint er mir aber eher etwas stoffelig, eher gedankenlos etwas hinlegend und von einem Moment zum anderen befürchtend dass falsche Schlüsse daraus gezogen werden, womit er dann ja auch recht hätte.:-)

                                Wünsche dir und euch, einen schönen Abend.

                                Kommentar


                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                  Liebe Tired,

                                  du hast recht, er ist eher stoffelig und "unvorsichtig" , er hat die Karte definitiv nicht absichtlich so liegen gelassen, nur damit ich sie finde. Die für mich spannende Botschaft aus der Sache ist, dass er ernsthaft daran denkt, von der Ex was zu mieten in diesem Kaff, in dem sie wohnt - und wo er mit ihr lebte. Denn vor 21 Jahren konnte er nicht weit genug von ihr weg kommen. So ändern sich die Dinge - und die persönlichen Einstellungen...;o)
                                  Diese Mietsache hat er ja selber (ohne Not) angesprochen, als ich die Karte erwähnte, also ist das wirklich was, das ihm durch den Kopf geht. Er redet seit ca. 1 Woche schon wieder öfter davon, dass er seine Zukunft planen will, auch wenn er nicht wisse, ob das "unsere" Zukunft sei. Also hat er meinen Wunsch nach Trennung nicht vergessen, und wenn er sich mit seiner Ex arrangieren könnte, wäre das für mich nur gut.
                                  Ich kann mir kaum vorstellen, dass V. wirklich glaubt, ich würde mit ihm in diese Einöde ziehen und auch noch seine eifersüchtige Ex als Vermieterin haben wollen - mal davon abgesehen, dass sie dem wohl auch eher ablehnend gegenüberstünde, wenn seine Erzählungen über sie wahr sind.
                                  Aber ich will mir natürlich auch keine falschen Hoffnungen machen, die Versuchung ist nämlich groß. Es wäre optimal, wenn er für sich eine Lösung finden würde, die ihn froh macht. Für mich selber finde ich schon einen Weg, aber wenn ich für 2 überlegen müsste, würde das sehr schwierig. Ich gebe auch zu, dass das mein Gewissen extrem erleichtern würde, wenn ich wüßte, ihm geht's auch ohne mich gut bzw. besser...!

                                  Hab einen schönen Tag!
                                  GLG, V


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                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                    aber er empfing mich schon mit intensiven Zungenküssen vor der Wohnung, noch bevor ich überhaupt Zeit hatte, mir einen (zugegeben oberflächlichen) Gesamteindruck zu machen.
                                    Interessant
                                    Ich schätze das ist dann mal ein Beispiel für ein „seltsames Date“.

                                    Heute hab ich eine selbstgemachte Postkarte der Exfrau von V. rumliegen sehen. Inkl. Selbstportrait.
                                    Ich verstehe dich so, dass V. die Karte von C. neu zugeschickt bekommen hat.
                                    Wieso lag die neben der Ladestation? Steht dort ein Sessel/Stuhl in dem man gemütlich die Post liest? Oder normale Ablagestelle für Post? Oder hat Tired Recht, dass er einfach alles irgendwo fallen lässt? Mir kommt das schon absichtlich vor. Schließlich hat er dir damit einen Grund zur Nachfrage gegeben und konnte von seinem „genialen“ Plan erzählen.

                                    Haben V. & C. während eurer Beziehung schon immer Kontakt gehalten? Oder hat sich das neu entwickelt/intensiviert? Wie ist denn der Beziehungsstatus von C?

                                    Ich kenne V. nicht. Ihm ist also nicht klar, dass in einer ländlichen Gegend deine Berufschancen gegen Null gehen? Er hat in eurer Beziehung noch nicht festgestellt, dass du ein 100 %iger Stadtmensch bist? Für ihn ist es selbstverständlich, dass man das Haus der rachsüchtigen Ex anmietet? Dass du sehr froh sein wirst eine eifersüchtige Ex im Ort zu haben?

                                    Also so wie Tired denke ich auch, dass er zum einen prüft ob du deine Meinung geändert hast und dir noch etwas an ihm liegt und zum anderen checkt er C. als Zukunftsoption. Ich glaube Männer tendieren in einer solchen Situation wohl dazu sich ein gemachtes Nest zu suchen. C. kennt ihn, er kennt sie, er kennt den Ort, er kennt die Leute oder bekommt zumindest wieder leicht Anschluss.

                                    Er wird es finanziell auch sehr schwer haben. Mieten in einer Großstadt bei aufgehobener Mietpreisbremse sind als alleinlebender Rentner schwer zu stemmen. Da ist die ländliche Idylle durchaus interessant. Nebenbei wird er dir vermutlich bei einer Scheidung noch Renten-Entgeltpunkte abtreten müssen, obwohl du die Jahre zuvor besser verdient hast.

                                    Wäre wohl die beste Lösung, wenn C. ihn wieder nimmt.
                                    Ich drücke nicht nur dir, sondern auch V. die Daumen und hoffe, dass V. oder C. dann nicht hier neu im Forum auftauchen, um ihre Beziehungsprobleme zu klären

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                                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                      Lieber Leo,

                                      nein, da ist weder eine Sitzgelegenheit noch sonstwas, es ist tatsächlich etwas eigenartig, dass er die Karte ausgerechnet da "fallen gelassen" hat (das macht V. schon mal mit Post, aber nicht gerade an dieser Stelle). Ich hab die Karte nicht gelesen und weiß deshalb nicht, wie alt sie ist. Ich lass ihm da sein Privatleben, schon immer, nicht erst, seit ich unabhängig von ihm auch eins habe, das ich nicht offenbaren möchte. Ich weiß also auch nicht, ob sich die beiden inzwischen wieder näher gekommen sind bzw. wie nahe. Im Nachhinein finde ich es nur vielsagend, dass V. meinte, C. sähe heute viel besser aus (als auf dem Mini-Selbstportrait, dass sie auf der Karte in so einer Art Collage eingefügt hat).

                                      Die Story von V. und C. finde ich durchaus ungewöhnlich: er hat sie vor inzwischen 21 Jahren verlassen und ist 500 km weggezogen, weil er es mit ihr nicht mehr ausgehalten hat. Aber der Kontakt ist nie völlig abgebrochen, sie haben ja auch noch die Steuererklärung gemeinsam eingereicht. Telefonate fanden nicht statt, soweit ich weiß, aber es gab gelegentlich Brief- und SMS-Austausch. Er blieb die ganze Zeit über mit ihr verheiratet, selbst als er schon Jahre mit mir zusammen war.
                                      Er hatte mal am Anfang unserer Beziehung gesagt, wer würde sich erst scheiden lassen, wenn er wieder heiraten wollen würde. Es sei finanziell besser für ihn, verheiratet zu bleiben und seiner Noch-Ehefrau Miete und Unterhalt zu zahlen. Da ich nicht scharf auf eine Ehe war, war das erstmal ok für mich. Ich hab nur anfangs überhaupt nicht verstanden, warum er sich ihr gegenüber so verpflichtet fühlt und auch noch Geld schickt, weil er immer so schlecht über die Beziehung zu ihr redete. Nach und nach verstärkte sich bei mir der Eindruck, das sein schlechtes Gewissen, ihn dazu bringt, ihre Miete zu zahlen, in Kombination mit einer meiner Meinung nach idiotischen Faszination an ihrem (geerbten) Vermögen, das er weiter mehren wollte, ohne selbst was davon zu haben. (Es sah auch nicht so aus, als würde sich das mal ändern, als könnte er Nutznießer werden.)
                                      Er war (und ist, wie es scheint, immer noch) völlig fasziniert von ihrem "Reichtum". Sie hat mit der Ehe damals ihre Arbeit aufgegeben, die sie sowieso gehaßt hat, und nur noch eine kleine Teilzeitstelle als Wirtschafterin in einem Kinderheim gehabt, Taschengeld für sie, er hat das Geld verdient. Fortbildung etc. hat sie nicht interessiert.
                                      Die Ehe hielt über 20 Jahre, davon haben sie aber über 50% getrennt voneinander verbracht.
                                      Sie hat die Scheidung eingereicht, nachdem er schon 13 Jahre mit mir zusammenlebte. Daraufhin hat er mich geheiratet, das war am 7. November 2014. Es ging ihm darum, etwas gut zu machen, glaube ich.
                                      Die Scheidung von ihr hat ihm v.a. finanziell zu schaffen gemacht, ansonsten wirkte er sehr distanziert von ihr. Bis letztes Jahr hat er ihr noch Unterhalt gezahlt, weil sie glaubhaft versichern konnte, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten zu können. Sie ist 9 Jahre älter als ich und hat nach V.s Aussage niemals Sport getrieben, was ihn immer unendlich genervt hat. Sie hat nicht auf sich und ihre Gesundheit geachtet, an ihrem Unglück waren immer andere schuld... und sie war immer unglücklich... so hat er mir das erzählt. An Bildung war sie nicht interessiert, nicht an persönlicher Weiterentwicklung, sie war einfach eine "nagging wife", so sagte er.
                                      Ich dachte mir immer (und sagte ihm das auch), dass das ihre Art ist, mit ihm umzugehen, mit anderen Menschen ist sie bestimmt auch lustig, positiv, sie wird auch Freunde haben... oder vielleicht auch nicht, dann würde sie perfekt zu V. passen, der ja auch irgendwie im Herzen ein Einsiedler ist und früher oder später jedem einen vor'n Bug knallt, bis die Freundschaften vergehen... oder die Freunde müssen eben hart im Nehmen sein. Er hat genau einen Freund, was auch ok ist, wenn ihm das reicht, aber ich fände es natürlich besser, er könnte sein Sozialverhalten auch an anderen testen als nur an diesem Kumpel (der sich immerhin zurückziehen kann), und an mir ;o))

                                      Interessant, dass du meinst, V. suche sich ein gemachtes Nest. Sowas würde mir nicht einfallen, mir ist es wichtig, mein Nest selber zu machen. So ist jeder Jeck anders... und das vergesse ich dann doch recht oft.

                                      Übrigens hab ich V. immer wieder verklickert, was ich nach dem Studium vorhabe, aber mir kommt's vor, als glaube er nicht daran, dass ich jemals einen Job haben werde, denn er hat schon immer so absurde Dinge vorgeschlagen wie Auswandern nach Uruguay, weil das Leben da günstig sei, oder eben jetzt in dieses Kaff in Süddeutschland, auch noch zu der mir zumindest früher feindlich gesonnenen Ex. Er hat ja immer dafür gesorgt, dass sie und ich uns nicht kennenlernen konnten. Er wollte diese Welten immer getrennt halten, und nun plötzlich nicht mehr? Das glaub ich nicht. Ich glaube, er sucht diese Gelegenheit nur für sich, ich bin gar nicht mehr Teil dieses Plans.
                                      Ich vermute, er hat so halb (un-)bewußt diese Karte herumliegen lassen, das war schon ein Fingerzeig, aber dann war es ihm gleichzeitig peinlich, weil ja nicht davon auszugehen ist, dass ich jemals mit ihm bei der Ex in diesem Kaff zur Miete wohnen werde.

                                      Du hast recht, er hat Sorge wg. der Mieten in der Stadt. Seltsamerweise hab ich diese Sorge nicht, weil ich mir denke, wenn ich es schaffe, künftig monatlich wenigstens 1000 netto zu verdienen, werde ich es auch schaffen, mir eine vernünftige Wohnung zu suchen, die ich finanzieren kann. Das ist nicht gerade unrealistisch. Auf die nächsten Jahre könnte ich sogar Miete im voraus bezahlen, aber weise wäre es nicht, das jetzt schon in Angriff zu nehmen, solange mein Abschluss noch nicht geschafft ist und ich mich auf den Job, den ich will, noch gar nicht bewerben kann.

                                      Ja, von mir aus darf er sich gerne mit C. aussöhnen. Da gibt es eh noch einiges wieder gut zu machen. Und auch wenn ich mir immer dachte, ich nehm keinen Unterhalt von ihm, muss ich halt auch sehen, wo ich bleibe. Ich hab ihn auch unterstützt, als wir noch nicht verheiratet waren, hab ihn in meine Wohnung mit einziehen lassen, als sein AN diese gekündigt hat, und ich war immer für ihn da in allen beruflichen oder sonstigen Stressphasen, während seine Ex ihm jahrelang angeblich immer nur noch zusätzlichen Stress gemacht hat. Ich denke, es ist "payback-time". Ich werde ganz sicher nicht unverschämt sein, aber ich lasse mich auch nicht abspeisen, nur weil unsere Ehe erst seit 6 Jahren besteht. Die Zeit davor war sehr herausfordernd, für uns beide natürlich, aber ich habe da auch ganz schon viel hinein investiert. Möge sich alles fair und gerecht fügen. Sehr gerne mit (Freundes-)Liebe und Respekt...

                                      Ich mach mich jetzt mal an die Arbeit und beschäftige mich mit meinem allerersten Fördermittelantrag für die Realisierung eines Ausstellungskonzepts. Möge er erfolgreich sein! Ist schließlich für eine richtig gute Sache! )

                                      Schönen Tag + wundervolles WE!

                                      GLG, V




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                                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                        Liebe Venus, mit meinen Theorien schieße ich ja auch nur ins Blaue. Letztendlich zeige ich dir nur eine andere Perspektive auf ohne einen blassen Schimmer zu haben, ob das auf deinen Ehemann passt.

                                        Ich könnte mir auch vorstellen V. bereitet DICH darauf vor, dass er wieder mit der Ex zusammen kommen könnte. Den gleichen Sinn könnte die Aussage „C. sähe heute viel besser aus.“ haben. Er muss sie also irgendwann irgendwie gesehen haben. Ich halte das ganze Manöver für eine Art Korrektur seiner bisherigen Aussagen über sie. Quasi ein darauf Hinarbeiten zu einer schlüssigen Entwicklung, deren Ende er sich vorstellen kann. Bewusst oder unbewusst spielt keine Rolle.

                                        Nach meiner Kalkulation war er in der klassischen „Midlife-Crisis-Zeit“, als er sie verlassen hat. Heißt nicht, dass er sie hatte, aber ich kenne genügend Exemplare (Männlein wie Weiblein), die in diesem Alter intensiv über den Sinn des Lebens nachgedacht haben. Wenn die Ehe so übel war, dann wundert mich, dass er weiter verheiratet blieb und auch noch Miete und Unterhalt gezahlt hat. Nachdem was du berichtest, hat er bei der Scheidung auch ca. zehn Rentenjahre abgeben müssen. Das ist verdammt viel. Mir geht es hier nicht um Recht und Gerechtigkeit, sondern um eine Analyse seiner Situation. Ich vermute eine Zugewinngemeinschaft und das bedeutet auch, dass das in der Zeit (der 20-jährigen Ehe) erwirtschaftete Vermögen hälftig aufgeteilt wurde auch wenn ein Teil in der 13-jährigen Partnerschaft mit dir zustande kam. Zumindest rein rechtlich. Ob es in diesem Licht sinnvoll war die Ehe so lange aufrecht zu halten, kann ich nicht beurteilen.

                                        Dass man seine Ex vor der neuen Flamme schlecht redet, dürfte verständlich sein. Welche potentielle Partnerin will schon hören wie toll die Ex war. Sein schlechtes Gewissen kann ich auch nachvollziehen – ich vermute er meint sie im Stich gelassen zu haben – und ihr geerbtes Vermögen könnte für ihn eine Art „Entlastung“ darstellen.

                                        Dass er fasziniert ist vom „Reichtum“, ist für mich einleuchtend. Bedeutet es für ihn nicht finanzielle Unabhängigkeit, die er gerne hätte? Wenn er die ganze Zeit seiner Ex noch (Miete) und Unterhalt gezahlt hat, dann wird er nicht allzu rosig gebettet sein. Mit dir hat er natürlich gerechnet, aber du fällst jetzt weg. Seine Rente dürfte sehr mager ausfallen, wenn er nicht noch eine Zusatzrente bekommt. Und wie gesagt wird ihn auch eure Scheidung Punkte kosten. Die sieht er nur noch nicht auf seinem Rentenbescheid.

                                        Interessant, dass du meinst, V. suche sich ein gemachtes Nest.
                                        Ist nur eine Möglichkeit. Ich denke an Filme, in denen der Verlassene erst einmal in sein Adressbuch mit den verflossenen Ex blättert und die dann nacheinander abtelefoniert. So wie du ihn beschreibst kann er nicht gut kontakten. Er ist ein Einsiedler, stoffelig, bequem. Das sieht er doch auch und wird sich denken, dass er keine neue Partnerin finden wird. Außerdem ist sein Selbstwertgefühl nach deiner Trennungsansage zerstört. Was hat er noch zu bieten? Mickrige Rente, keine Freunde, keine Hobbys. Du bist ein anderer Typ, für ihn der Mittelpunkt und das Tor nach „draußen“. Das fällt jetzt weg. Er fühlt sich alleine, sieht sich sein Dasein fristend in einer kleinen abgewohnten Ein-Zimmer-Mietwohnung. Welche Perspektive hat er noch? Klar ist das Blödsinn, aber das muss er erst erkennen. Für ihn könnte C. sein Rettungsanker werden. Nach 20 Jahren verklärt sich der Blick auf die alte Zeit. Er hat sich die ganzen Jahre ihr gegenüber fair verhalten. Sie hat ein Haus, womit Mietzahlungen wegfallen würden und mit dem Rest kann man klar kommen. Ob sie noch immer an ihm rumnörgeln wird oder vielleicht froh ist jemanden zu haben? In der Situation in der er meint zu sein, macht man Kompromisse oder versucht es zumindest. Und damit sich das jetzt nicht zu nüchtern anhört; sie haben sich ja schon einmal geliebt und das kann auch wieder aufkeimen.

                                        Respekt, dass du mit 1000 € auskommen kannst? Bei uns liegt die Warmmiete für eine einigermaßen akzeptable Zwei-Zimmer-Wohnung bei der nur 100 Interessenten zur Besichtigung kommen bei mindestens 700 €. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das bei dir nicht mindestens genauso teuer ist. Finde deine Einstellung aber sehr gut. Ich glaube aber kaum, dass du mit deinem Abschluss und deinen Fähigkeiten Probleme haben wirst auch deutlich mehr zu verdienen. Deinen alten Job sehe ich dabei als eine Art Auszeichnung an. Für dich wird sich immer ein Türchen öffnen auch wenn die Zeiten schlecht sind. Und da bin ich wirklich einmal der Meinung nicht dumm daher zu reden.

                                        Ich denke, dass es unheimlich wichtig ist eine faire Trennung zu vollziehen. Viel mehr als das Geld um das es geht wert ist. Meist kommt Ärger auf, wenn man seine Vorstellungen nicht befriedigt sieht. Daher überleg ich mir immer, ob meine Einschätzung wirklich korrekt ist. Und das mache ich besser im Vorfeld.

                                        Kernaussage der Postkartengeschichte ist ja wohl, dass er sich mit seinem zukünftigen Leben ohne dich beschäftigt. Was besseres kann dir gerade nicht passieren. Ob C. ihn überhaupt wieder will, ist eine andere Sache. Wichtig ist, dass er es angeht.

                                        Das sind alles nur Spekulationen. Da kann auch nichts auf ihn zutreffen. Aber das kannst nur du erkennen.

                                        Wünsche dir/euch auch noch einen schönen Abend

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                                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                          Lieber Leo,

                                          danke für deinen Input! Die Karte ist verschwunden, er hat sie weggeräumt.
                                          Du hast recht, V. war immer fair zu C., wie ich anfangs dachte, über alle Maßen, wenn sie ihn doch angeblich so schlecht behandelt hat, aber du hast auch recht, er hatte ein schlechtes Gewissen, weil er sie verlassen hat. Und sie hat ihm immer geschrieben, dass sie ein Problem mit Einsamkeit hat. (Könnte also durchaus sein, dass sie froh wäre über seine Gesellschaft, auch jetzt noch bzw. wieder!)
                                          Im Nachhinein wollte er sich vielleicht damals nur mal austoben und sein Leben leben und hatte tatsächlich nie vor, sich wieder an eine andere Frau zu binden. Dann trat ich überraschend auf den Plan und es wurde "was Ernstes". Das war weder von seiner noch von meiner Seite aus geplant. Ich war mir allerdings sicher, dass V. richtig für mich ist, und so im Rückblick würde ich sagen, ich hab ihn mir ausgesucht, ich hab mir Mühe gegeben, ihn glücklich zu machen, weil ich ihn wollte, und ich hab alles dafür getan, dass er nicht gehen wollte. Er dagegen hat sich erst in mich verliebt bzw. angefangen, mich wirklich zu lieben, als er mich im Studium erlebt hat und gesehen hat, wie ich aufgeblüht bin und welche ihm bis dahin unbekannten Seiten ich habe. Das hat ihn fasziniert. Aber dann trat auch schon A. auf den Plan und mischte alles durch für mich - und sorgte für meine innere Trennung von V.. Der war davon zutiefst erschüttert, weil er sich mir endlich geöffnet hat nach ca 17 Jahren Zusammensein (davon 4 Jahre Ehe) und nun erfährt er, dass ich einen anderen liebe. Sowas hat er mir nicht zugetraut (er traut mir aber auch jetzt nicht das zu, was ich zwischendurch so treibe - dieses Dating zB), das hat sein Bild von mir zerstört bzw. "normalisiert". Denn V. ist durchaus im Herzen ein Hedonist, er ist nur zu faul bzw. zu passiv, den Lifestyle zu praktizieren. Die Damen müssten schon zu ihm kommen, damit er sich welche wählen kann, und was soll ich sagen - ohne Mühe kein Erfolg, und die Mühe macht er sich nicht ;o)
                                          V. denkt, ich sei sexuell verklemmt. Das mutet ziemlich ironisch an, wenn man weiß, was ich schon alles ausprobiert habe seit meiner Jugend - davon hat V. keine Ahnung. Das ist mir auch alles erst wieder eingefallen, nachdem A. abgetaucht war und ich mich mal intensiver mit meiner eigenen Sexualität auseinandersetzen musste.

                                          V. hat ein ruhiges Lebenstempo, der fließt nicht so schnell wie ich und ist nicht so bestimmt oder zielgerichtet in seinen Handlungen wie ich in meinen. Aber sein Tempo ist genau richtig für ihn, er hat auch viel Glück im Leben gehabt und das auch so wahrgenommen, und vielleicht führt ihn sein Weg jetzt tatsächlich zu C. zurück - und wenn nicht zu C., so jedenfalls weg von mir. In seinem Tempo. Ich denke, es ist fair, wenn ich versuche, sein Tempo so lange mitzugehen, bis er sich sortiert hat - ich weiß ja schon, was ich will, und tu was ich kann, um diese Ziele zu erreichen.

                                          V. hat übrigens eine Zusatzrente aus einem vergangenen Job. Alleine käme er also durchaus klar. (Seine Ex wollte an diese Rente während der Scheidung, er hat sie erfolgreich verteidigt. Er hat verfügt, dass ich nach seinem Ableben den Witwenanteil erhalte, der mir bis zu meinem Tod gezahlt würde.)
                                          V. ist auch noch körperlich fit genug, um weiterzuarbeiten, und hat vor, das zu tun. Ihm schwebt ein Gärtnerjob vor, ich halte das für eine gute Idee.

                                          Du hast schon recht, die Mieten sind hier auch nicht gerade niedrig. Auf die Dauer müsste ich mehr als 1000 netto verdienen, um einigermaßen komfortabel leben zu können. Ich will ja meine Bücher nicht auf 30 qm in Kisten stapeln, sondern benutzen, also brauch ich schon alleine für meine "Handbibliothek" einiges an Raum. Ich will meine Staffelei aufstellen können zum Arbeiten. Mein Schreibtisch muss in die Wohnung passen... und ein Schlafzimmer mit Platz für ein großes Bett und einen einen großen Kleiderschrank wäre auch gut.
                                          Ich hab Glück gehabt, dass ich immer noch 3/4 meiner Abfindung übrig habe kurz vorm Studienabschluss. Ich hab ja damals vor 4 Jahren alles in Aktien angelegt, die sich sehr gut entwickelt haben, sogar trotz Corona-Tief. Das bedeutet aber auch, dass ich, solange ich keinen Job mit regelmäßigem ausreichenden Einkommen habe, Aktien verkaufen müsste, um zB 2 Jahresmieten oder so im voraus zu zahlen. Dafür müsste ich auch erstmal einen Vermieter finden, der mit einer Vorauszahlung einverstanden ist. Geld nehmen die sicherlich alle sehr gerne, aber wenn es "nur" 2 Jahresmieten sind, ist das nix für Gierige, die bekommen dann Sorge, dass es danach zu Zahlungsproblemen kommen könnte. Und ich würde keinesfalls mehr als 2 Jahresmieten zahlen, weil ich ja auch erstmal sehen muss, ob Vermieter und Mietobjekt für mich wirklich passen...
                                          Am besten wäre es, ich würde wen kennenlernen, der/die ne feine Wohnung zu vermieten hat und mir vertraut.
                                          Wenn alles schiefgeht, dann wird's vielleicht erstmal ne WG, damit käme ich auch eine Weile zurecht, vorausgesetzt natürlich, die Mitbewohner passen.

                                          Ich versuche definitiv, ohne V.s finanzielle Unterstützung klarzukommen, aber wenn es nicht anders geht, würde ich sie für eine Weile in Anspruch nehmen. Vielleicht mach ich nen Vertrag mit ihm mit Option auf Rückzahlung. Dauerhaft in jemandes Schuld stehen möchte ich nicht, Abhängigkeiten möchte ich auch nicht.

                                          Es gefällt mir aber sehr, so über meine Zukunft zu fantasieren, über eine eigene Wohnung, eine Arbeit, die mir gefällt und die ausreichend bezahlt wird... mein "unabhängiges" neues Leben voller kleiner (und vielleicht auch größerer) Abenteuer, die das Leben und die Begegnungen und der Austausch mit meinen Mitmenschen so bringen mag.
                                          Für mich ist auch der "Alltag" Abenteuer, wenn mir das, was ich tue, sowieso gefällt und möglichst viel mit Kunst und Forschung zu tun hat.
                                          Und ich plane da auch schon Raum für K(F) ein, wenn er will. Schau'n wir mal, wie alles weitergeht...

                                          Hab ein wundervolles Wochenende!

                                          GLG, V




















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                                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                            Liebe Venus,

                                            das hört sich alles sehr interessant an und du überraschst mich immer wieder.
                                            Mein Puzzle muss ich mal wieder umstecken

                                            Zuerst einmal bin ich beruhigt, dass es um Vs Finanzen nicht so schlecht bestellt ist, wie ich angenommen hatte. Irgendwie fühle/leide ich schon etwas mit ihm. Aber nach deiner Schilderung über seine Chancen eine neue Partnerin zu finden, entspanne ich mich auch schon wieder. Er muss sich also nur aufraffen und das scheint er nun auch zu tun.

                                            Überrascht hat mich deine Aussage V. hätte sich erst seit deinem Studium, also nach 17 Jahren, richtig in dich verliebt. Auch ist mir nicht klar, wie es bei dir war. Du schreibst zwar, dass du ihn haben wolltest und alles getan hast ihn zu halten, aber kein Wort von Liebe. War das Absicht oder interpretiere ich da zu viel hinein? Es scheint eine Konstellation zu sein, die ich bei deiner Persönlichkeit, die sich so in meinem Kopf gebildet hat, nicht erwartet hätte.
                                            Es hört sich an, als ob du seit deinem Studium dich einmal „umgekrempelt“ hast. Das hatte ich zwar schon vorher verstanden, aber nicht in diesem Maße erwartet, wie ich es jetzt rauslese.

                                            Ich teile leider deine Einschätzung zur Mietsituation. Ich fürchte deine Chancen ohne festes Einkommen eine akzeptable Wohnung zu finden, sind ziemlich gering. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich ein Vermieter auf eine Vorauszahlung einlässt, außer er ist froh, dass er die Wohnung überhaupt vermietet bekommt. Entsprechend dürfte sie beschaffen sein. Eine Vorauszahlung über zwei Jahre sind aus steuerlichen Gründen eher nachteilig für ihn und das Risiko eines Ausfalls/Ärgers dadurch nur in die Zukunft verschoben. Sind denn die Aussichten eine Arbeit zu finden so schlecht? Du hast überdurchschnittliche Kommunikationseigenschaften, bist zielgerichtet, ein Organisationstalent und arbeitest Aufgaben final ab. Dein Lebenslauf und dein dann vorliegender Master-Abschluss sind dafür beste Nachweise. Du lebst in einer riesigen Metropolregion. Da muss es doch genügend Arbeitgeber geben, die dich sofort einstellen würden. Willst du zwingend in die Kunstszene oder bist du flexibel? Ich schätze dich so ein, dass du notfalls irgendeine Arbeit annehmen würdest und dich dann entspannter auf deine Wunschstellen bewerben kannst.

                                            Und ich plane da auch schon Raum für K(F) ein,

                                            Und was ist mit A.? Tut mir leid, aber die Vorlage musste ich verwandeln

                                            Wenn ich das jetzt lese und mit deinem ersten Beitrag vergleiche...

                                            LG
                                            Leo

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                                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                              Lieber Leo,
                                              ich bin jetzt 50, habe 23 Jahre meines Lebens 5/Woche mind. 8 h mit Jobs verbracht, die ich mindestens zu 70%, in den letzten 9 Jahren zu 100% gehasst habe (Management-Assistenz)... ich hab meine Interessen immer beibehalten und auch praktiziert, wenn möglich. Kultur und Kunst waren mir immer wichtig, ich hab auch bis auf die letzten Jahre im Job immer wieder Kunst produziert. Aber ich hab mich an meine Umgebung angepaßt, die zum größten Teil damit nix anfangen kann.
                                              Ich habe halt viele Seiten/Facetten. Davon haben V. (und seinen Vorgängern) einige gefallen.
                                              Umgekrempelt hab ich mich im Studium überhaupt nicht, nur haben andere Facetten jetzt Prio, ich bin so, wie ich "schon immer" war. Ich habe Aufgaben, in die ich mich ganz hineingeben kann, ich forsche und schreibe zu Themen, für die ich brenne. Ist ja klar, dass ich quasi "heller leuchte" als zuvor, in diesem Job, der einfach nur Lohnarbeit bedeutete und sonst nix. Das Studium bietet mir Aufgaben, die ich mit Leidenschaft und Freude erledige. Meine journalistische Minitätigkeit ebenfalls.

                                              Ich würde lieber im Museum putzen oder auf Security machen, als nochmal als Tippse/Management Assistant von so einem psychopathischen Macho-Manager in einem Großkonzern zu arbeiten. Aber ich hätte auch kein Problem, in einem Redaktionsteam auch Office Management zu machen oder sonstwie im Kunst-und Kulturbetrieb auch Assistenzaufgaben zu übernehmen. Am liebsten würde ich an der Uni arbeiten. Ich halte das nicht für abgehoben, es gibt immer mal wieder Anstellungsmöglichkeiten dort. Kann auch sein, ich hab mehrere Teilzeitjobs, aber solange mir die Arbeit inhaltlich gefällt, macht mir die Menge nix aus. Nach meiner persönlichen Erfahrung kann einen eine 35/h-Woche mit "schwierigen Menschen" und sinnlosen Aufgaben in den Burn-out treiben (ich war kurz davor, als die "Erlösung" kam in Form dieser Abfindung!), eine 75h/Woche dagegen mit geliebten Tätigkeiten kann einen beflügeln, auch wenn man abends tot ins Bett fällt.

                                              Was mit A. ist? Keine A-hnung... er hat sich am 05.04. zum letzten Mal gemeldet. Ich mich ebenfalls seitdem nicht mehr bei ihm. Wenn er mal wieder auftauchen sollte, werde ich ja erleben, wie ich mich dann fühle. Aber ich hab die letzten Tage einige "Heureka-Momente" gehabt über mich selber: es geht um den Umgang mit "schwierigen Menschen". Ich bin quasi damit aufgewachsen und hatte immer das Bestreben, diesen nicht aus dem Weg zu gehen, sondern sie "zu knacken". Oft ist mir das gelungen. ZB auch bei V.
                                              Übrigens ist wirkliches "Wollen" bei mir gleichzusetzen mit Lieben. Ich wollte ja nichts von ihm, ihm auch nicht seine Freiheit nehmen, aber ich war überzeugt davon, dass er richtig für mich ist. Ich habe ihn geliebt und deshalb hatte ich Lust, mit ihm Zeit zu verbringen, und dafür zu sorgen, dass es ihm gut geht mit mir.
                                              Er hat das Zusammenleben ganz offen auch aus materiellen Gründen akzeptiert. Verliebt war er wirklich nicht, er fühlte sich durch meine Aufmerksamkeit geschmeichelt und hat mich ein wenig bewundert, weil ich durchsetzungsfähig erschien und einen gutbezahlten Job hatte in dem Konzern, wo er als Leiharbeiter angefangen hat (s.o. - als Assistentin bei einem hochrangigen Manager, damals bei einem Syndikusanwalt, der viel von mir hielt, wenngleich er auch ein "schwieriger Mensch" war.)
                                              Richtig begeistert von mir war er, als er mich im Studium erlebt hat, da hat ja mein Licht wieder angefangen zu leuchten sozusagen ;o)
                                              Umso härter für ihn, dass ich mich dann in A. verliebt hab. Und irgendwie musste das wohl passieren, weil ich jahrelang ausgehungert war nach so viel Aufmerksamkeit, wie sie von A. dann kam - obwohl mir das zu viel war, mir übertrieben vorkam und ich sehr mißtrauisch war. Aber tief innen hab ich das wohl gebraucht.

                                              Nun will ich mir A. eben abgewöhnen, denn er tut mir mittlerweile länger nicht mehr gut, als die Sache mal schön war. Ich hab nachgerechnet - gut war es mit ihm im Herbst 2018. Ab Ende 2019 hab ich NUR noch gelitten wegen ihm. Deshalb ja auch meine Registrierung hier. Wir haben jetzt 2021... es reicht langsam. Eure Therapie hier zeigt Wirkung!

                                              KF und ich leben zwar in recht unterschiedlichen Welten, aber er ist offen und innerlich frei, kein bißchen arrogant (im Ggstz zu V.) und wirkt auch sehr angstfrei (im Ggstz zu A., der oft unsicher wirkte und ängstlich, und wer weiß was alles vor mir verborgen hat und das immer noch tut). KF ist lustig, fröhlich, intelligent, kein ängstlicher/nörgelnder Pessimist (so kommt's mir vor), und er hat mehr als 1 Freund ;o) (daher hoffe ich auf gut entwickelte Sozialkompetenzen).
                                              Außerdem gefall ich ihm, und er gefällt mir, und wir interessieren uns füreinander. Eine gute Ausgangsbasis, finde ich. Wir sind uns einig, dass wir die Sache vertiefen wollen. Mal sehen, was draus wird.

                                              Wunderschönen Sonntag!

                                              GLG, V





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                                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                Hi Venus, wenn man dir so zuhört, dann stellst du echt alle Regeln auf den Kopf und wirfst alles "Erlernte" über den Haufen. Du bist wirklich ein Phänomen.

                                                Wieso fällst du nicht in diese Löcher alle, in die sonst alle fallen, wenn sie wen kennenlernen, den mögen, dann aber loslassen müssen? Du scheinst keine Verdaupausen nötig zu haben, oder hast du nicht gelernt, wie das sonst so üblich ist?
                                                Weißt eh, ohhh, ich hab so ein Pech, ich kann niemanden mehr trauen...ich leb ab jetzt solo..oder prüf gaaanz, gaaanz vorsichtig, obs nicht doch ein Reinfall wird...nee, du machst eine Tür zu, die nächste auf und sagst: oh, du bist aber hübsch und schon sind sieben Stunden Lust und Freud und tags zuvor Zungekuss auf der Treppe im Flur und noch einen Tag vorher ein, boah, er ist himmlisch....wie geht das?? Wie bitte geht das????

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                                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                  Für mich selbst ist ein Zungenkuss wesentlich intimer, als ein Geschlechtsverkehr ( mit Gummi ist so ein GV banaler wie ein Händedruck bei manch früheren Begegnungen) so aber nicht bei Küsse- die sind für mich unmöglich zu vollziehen, wie wenn das höchstes Sperrgebiet wär und nur machbar und möglich, wenn.....??? Ich kanns nicht, nur dann, wenn er mein Schatz ist, verbrieft, versiegelt und ganz und gar.
                                                  Du wirfst also schon mal eines meiner Tabus über den Haufen und nun begreif ich, wie das ist, wenn ich aus meiner Erfahrungskiste plaudere und so gar nicht kapier, wenn man die Braue hochzieht...das hab ich bei dir...im Sinne von: das geht..?? Nee, das geht nicht...doch! Beweis: Venussi..die kann das.

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                                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                    So haben wir alle unsere Sperren und tägliche Probleme, mit denen WIR uns rumplagen, andere wieder gar nicht.

                                                    Woran mag das liegen? Bei dir ist mal jeder ( deiner letzten Begegnungen) einfach ein richtig Überdrüber-Mann, bei dem du nicht lang brauchst, um mit diesem warm zu werden, dir gefällt er, du lässt dich auf ihn ein, ganz und gar. Kannst mitgehen, genießen, einfach so drauflosknutschen, lieben, lachen, zusammengehen...eigentlich, warum nicht? Was spricht dagegen?
                                                    Ich habe in meiner Erfahrungskiste etwas, das mich absolut misstrauisch sein lässt, speziell, wenn es um Treffen geht, wo man sich nur kurz kennt, mir kam daher öfters in den Sinn: mha, hat die aber Glück gehabt, das ging gut aus..alles heil, auch beim Gehen, nicht bloß mein Eintreffen... das war bei mir manchmal gar nicht der Fall.
                                                    Ist dir klar, was dir alles passieren kann? Die meisten sind sehr lieb und nett und extrem kompatibel, wenn man sich kennenlernt, da hat man doch die Schokoseite raushängen, bis man hat, was man will! Und dann ?? Hast du keine Sorge, magst du dich gar nicht fürchten..???
                                                    Soll ich dir in einer deiner Pausen, (wo du nicht gerade für jemanden warm bist, ggg) mal eine Liste geben, was man alles erleben kann, wenn man so frei die Tür aufmacht, wie du?
                                                    Ich kanns nicht erzählen, das triggert, das ist zu grausig, aber ich merk, weil du diese Unbekümmertheit noch hast, ( meine Geschichten noch nicht erlebt hast) daher gehts dir umwerfend nett, nur daher. Gutes Mädchen, viel Spaß weiterhin und viiel von dem, was dir gut tut.
                                                    Bei mir ist das gerade richtig, was für dich derzeit bähh ist, ggg...komischerweise. Land, Öde, Leere, Ruhe ist meine Lust im Moment und ein Mann an meiner Seite, dem das gleiche auch sehr gefällt.
                                                    Wie man merkt, steht sogar V auf, um sich umzusehen, nach etwas, das ihn reizt. Hat nicht jeder seine Phasen und Passagen, die nötig sind, um das zu finden, was gewünscht wird, bzw. das sicher zu meiden, was nicht gewünscht wird zukünftig? Vorher muss man es erschmecken, bevor man sich entscheidet. Venussi zieht südwärts, sie brauchts warm, ich zieh gen Norden, für mich ist das sehr reizvoll, V zieht zurück zu jemand, der ihn herausfordert, A beschränkt sich aufs Nötigste, was immer das ist. Nur nicht eingreifen...jedem das Seine.

                                                    Komm gut durch deine Werke, mir ist gelungen, drei Leuten das gleiche Bild zu verkaufen. Jetzt muss mir noch gelingen, sie korrektest ähnlich abzuliefern, mehr ist nicht gefragt. Keinem interessierts, ob noch jemand ein Ähnliches besitzt...das Problem ist, ich möchts nicht hergeben...das Original, kann mich nicht davon trennen, nicht für viel Geld. Farben stehen bereit, Zeit ist auch, Lust ebenso, wünscht mir viel Glück, dass beim Kopieren die ähnliche Stimmung gelingt, wie bei diesem einen Wurf. Ich könnte es stundenlang anschauen und küssen und liebhaben...gggg hach Venussi, richtig viel gibts, was happy macht, nicht wahr?
                                                    Ich versteh nicht, wieso man nicht ausweicht, falls es Tabus gibt, die ja nur eins sind, von Millionen Möglichkeiten.

                                                    Du bist Klasse, ( wenn auch richtig riskant unterwegs) bis dann

                                                    GLG

                                                    Elektraa

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