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"zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

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  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

    Ihr Lieben: Tired, Lola, Elektraa:

    Ich musste mich hier mal rausziehen, weil ich gerade beim Reflektieren über "mich in der Gesellschaft" ein sehr schlechtes Gefühl bekommen habe in Bezug auf die Pandemie, die Maßnahmen, und was das alles mit meinen Mitmenschen und mit mir macht. Wie das so allmählich Auswirkungen auf Freundschaften und Beziehungen zeigt, die mir gar nicht gefallen. Da reagier ich dann auf den kleinsten Trigger, das ist nicht gut für mich und auch für sonst keinen.
    Allerdings war ich heute kurz bei einem befreundeten Künstler zu Besuch, und das hat mich doch wieder sehr aufgeheitert. Wir haben uns schon im 1. Lockdown gegenseitig hochgezogen, das hat auch heute wieder funktioniert. Gut, dass es den gibt!

    Es ging also nicht um A., wegen dem werd ich nicht (mehr) depressiv. Dagegen hab ich mir ja hier bei Euch Hilfe gesucht!
    Ich hatte heute tatsächlich so einen kleinen körperlichen Schwäche-Anflug mit Schädelbrummen und Übelkeit, aber mir geht's jetzt wieder gut.

    A. hat diesmal nicht herumgesäuselt. Er hat mich schon verstanden. Ich hab ihm geschildert, was mir so mißfallen hat beim letzten Mal, und er hat sich entschuldigt und sogar geschildert, wie es ihm dabei ging. Gefühle beschrieben. Kann doch sein, dass er mit der Situation genauso emotional überfordert ist wie ich, weil wir die "Beziehung" von Anfang an so überfrachtet haben. Mal eben so unsere Ehen zu beenden und alles neu zu starten, ohne einander überhaupt zu kennen... verrückte Idee. Alles viel zu schnell gegangen, viel zu emotional und viel zu planlos. Ich habe nichtmal gemerkt, dass meine scheinbar nüchternen Einlassungen (meine "Beziehungsanalyse", die ich mal für ihn gemacht habe) von tiefster Angst geprägt waren.
    Ich muss einfach mal lernen, mich innerlich zu distanzieren, ohne dabei ablehnend zu sein. Nicht immer diese olle Kindheitsangst vor Verletzung durch Verlassenwerden hochkommen zu lassen, was ja u.a. dazu führt, dass ich mir inzwischen gleich mehrere nette Männer "in Reserve" halte, wenn A. mal wieder ins Schweigen verfällt. Mit den anderen flirte ich nur virtuell herum (5 habe ich ingesamt seit Sommer bis Herbst auch persönlich getroffen) aktuell ist es eh nicht möglich, alle physisch zu treffen (und das könnte und wollte ich auch gar nicht organisieren). Der einzige, den ich so richtig wortwörtlich an mich rangelassen habe, ist N., der aber nie an mein Innerstes langte. Oder doch irgendwie, aber nicht so wie A. (Auf eine faszinierende, sehr freudvolle Art und Weise, nicht so heavy und gefühlsbeladen und noch mit klebrigen rosa Zuckerguß wie mit A., aber dafür auch nicht so "Supernova" wie A.)
    A. hat mich damals völlig erschüttert, das ist irgendwas anderes mit dem. Irgendwas besonderes, ich verstehe es immer noch nicht. Ich hab den Eindruck, meine Verliebtheit ist vorbei, und dass das eigentlich gut ist, denn ich kann jetzt klarer sehen. Die Wut, die ich dann hatte, hat mir auch wieder den Blick getrübt, die ist jetzt auch gerade mal weg. Der Nebel lichtet sich (hoffentlich ist das keine Illusion;o)), ich fange an, ihn zu erkennen, aber ich verstehe ihn immer noch nicht.
    Er ist kein bösartiger Mensch, aber sein (Nicht-)Handeln wirkt so auf mich, weil ich halt projiziere. Ich finde aber nach wie vor, dass sein Benehmen iS Kommunikation nicht das höflichste ist, da kann er mal an sich arbeiten. Das fand ich schon immer, wenn ich so drüber nachdenke. Bittet um Zeug, bekommt es, bedankt sich nicht. Das hat er schon gekonnt, bevor er sich entschieden hat, mich zu daten. Nichtmelden ist sowieso No Go, das hat mich wirklich zutiefst getroffen (jetzt fühlt es sich nicht mehr so dramatisch an).
    Aber wie du schon mal schriebst, Elektraa, das sind alles emotionale Lektionen für mich, die mir so lange wiederholt werden, bis ich sie endlich kapiert habe.
    Irgendwas ist da zwischen uns, dass wir uns so aneinander abarbeiten und nicht zusammen sind und nicht getrennt. Was immer es ist, ich will versuchen, es zu erkennen, zu begreifen. Ich glaube, darum geht es. Nichtmal unbedingt darum, "ihn" als Person zu begreifen, sondern diese Verbindung zwischen uns. Nicht wer wir sind, sondern was wir da erzeugt haben, ist wichtig. Das will ich verstehen. Was ist das? Ist das nicht vielleicht doch Liebe?

    Übrigens,V. ist nur grausam, wenn er frustriert ist, weil ich so viel Zeit im I-Netz in Konversation mit anderen verbringe. Sonst ist er "normal zickig", und oft auch sehr freundlich. Ein Mensch mit Launen halt. Aber das bin ich ja auch, sogar viel extremer. (Ok, ich bin dafür insgesamt freundlicher - jede/r, wie er/sie kann ;o))

    Feierabend für heute. Macht's euch kuschelig!
    GLG, V

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    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

      V ist genau so wenig grausam, wie der A wer ist, den man einen übern Schädel ziehen muss. Alles bloß Leute, wie du und ich. Wie du selbst merkst, wir befinden uns immer wieder in Launen versetzt, mal in die, mal in eine andere und jede sagt etwas, aus ihrer Sicht gesehen. Mehr ist es nicht. Eigentlich nur interessant das alles, wert, das alles zu beobachten- zugleich draußen bleiben mit dem Kopf.

      Liebe Venussi, ich freu mich, wennste wieder kommunikationsbereit bist. Bis dahin, lass dir knuddeln und was auch immer dich gerade befällt, lass uns mithören, was das zu sagen hat.

      Ich muss mich jetzt aufs Sofa breiten, mir brummt auch der Schädl. Das waren wieder außergewöhnliche Eindrücke. Die geh ich mal verdauen. Aber melden tu ich mich trotzdem heute noch. Kommentieren, was du sonst noch gesagt hast. Das war fürs Erste.

      Baba, dawei ( tschüß, derwei auf steirisch)

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      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

        Hi Venus,
        na das klingt ja ganz gut. Bin natürlich auch immer noch interessiert wie es so weiter geht. Mal gucken wie es sich weiter entwickelt.

        Elektraa : Schade finde ich, dass du bei mir (und Tired) scheinbar nur Negatives rein interpretierst. Hast du aber schon die Tage. Das wird halt auch nicht besser, wenn du, wie du selbst meinst, die Beiträge gar nicht allzu genau durch gehst und so den eigentlichen positiven Sinn einfach mal überliest...

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        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

          Schade finde ich, dass du bei mir (und Tired) scheinbar nur Negatives rein interpretierst.
          Ja seltsam, vielleicht bedrohen wir ein erdachtes Happy-End?

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          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

            Ihr Lieben,

            Tired, Lola: ich sach et doch, Elektraa ist eine Romantikerin! <3 <3 <3 Ich finde das eigentlich schön!
            Ich bins im Grunde ja auch. Aber ich glaube und zweifle gleichzeitig. Es ist ja auch mein Leben, und ich bin mittendrin, da hilft natürlich auch mal eine Perspektive von außen gegen Verstrickung. Oder mehrere.

            A. ist wieder offline, nachdem er mir "versprochen" hatte, sich nicht wieder unangekündigt zurückzuziehen. Ich vermute, mit dem "anderen Bewerber" hab ich ihn dann wieder verschreckt. Er ist sehr eifersüchtig, aber das motiviert ihn offenbar nicht, sich mehr mit mir zu beschäftigen, im Gegenteil. Nen Schuß ins Knie war das für mich. Naja, wenigstens hatte ich ein paar Minuten was zu Lachen. Ist immer noch der längste Lacher seitdem...!

            GLG, V

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            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

              Hi Venus,
              na das klingt ja ganz gut. Bin natürlich auch immer noch interessiert wie es so weiter geht. Mal gucken wie es sich weiter entwickelt.

              Elektraa : Schade finde ich, dass du bei mir (und Tired) scheinbar nur Negatives rein interpretierst. Hast du aber schon die Tage. Das wird halt auch nicht besser, wenn du, wie du selbst meinst, die Beiträge gar nicht allzu genau durch gehst und so den eigentlichen positiven Sinn einfach mal überliest...
              Wir befinden uns mitten in einer Meinungsverschiedenheit, ggg.. im wahrsten Sinn des Wortes.
              Ich weiß nicht mal mehr, um was es da ging, hab nur reagiert, wie ihr auch. Ich such jetzt, wo der Haken war, an dem ich mich aufgehängt hab. Irgendwas habt ihr bei mir angestochen an wunder Punkt.

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              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                Moin zusammen,
                A. hat sich wieder gemeldet. Mit Tiefgang und reflektiert, wie ich finde. Vielleicht kommen wir uns nun auf eine andere Weise näher, wenn wir beide unsere Gefühlszustände erkennen und in Worte fassen können. Sowas ist ja auch nötig für den Erkenntnisgewinn, um den es letztlich immer geht.
                Dieser Textaustausch (der jetzt überraschend gut funktioniert) ist eine Chance für uns, denn wenn wir uns physisch treffen, dann siegt immer die körperliche Anziehung und das Gespräch wird zweitrangig bzw. tun wir alles, um diese leuchtende Anziehung nicht einzutrüben.
                Aber so lernen wir über unser technisches Kommunikationsmedium Smartphone, unsere Gefühle zu erfassen und möglichst kurz und prägnant zu beschreiben. Erstaunlich, dass das möglich ist. Ich finde, das ist eine Form von Selbsterkenntnis und Offenheit. Kann ja nur gut sein.
                Schönen Tag euch allen!
                GLG, V

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                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                  Ja, das ist glaube ich überfällig, dass so ein Gespräch zwischen euch mal klappt, egal ob persönlich oder per Mail etc.

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                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                    Hi Lola,

                    bisher war es meistens so, dass ich versucht habe, die Dinge zu diskutieren, und es für ihn zu viel war, so dass er sich irgendwann zurückzog. Ich war aber nicht in der Lage, mich kurz zu fassen (;o)) Jetzt fängt er langsam selber mal damit an, auch mal wortreicher als zuvor. So nähern wir uns einander an, er elaboriert, ich kürze, das Verhältnis beginnt sich auszugleichen.
                    Wir haben beide noch viel (über einander) zu lernen. Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, wo wir das beide begriffen haben und angehen können. Könnte auch klappen. Es gibt ja nix, was es nicht gibt...

                    Schönen Nachmittag/Abend noch!
                    GLG, V

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                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                      Ich war aber nicht in der Lage, mich kurz zu fassen (;o)) ...


                      GLG, V
                      Wie ein richtig fizzeliges Geschicklichkeitsspiel. Auf Anhieb zu treffen, wohin du zu treffen beabsichtigt hattest ging fehl... ihm gelang das auch noch nicht

                      Wie beim Einfädeln ins Nadelör letzte Woche bei mir, ich sag euch was, fast eine Stunde hats gebraucht, meine Overlock wieder in Nähbereitschaft zu kriegen. Dann sagte ich mir, das hat schon mal geklappt, also immer wieder von vorne, dann irgendwann gings ja doch, bis alle vier Fäden an dieser Nähmaschine exakt den richtigen Verlauf hatten und die richtige Spannung plus ordnungsgemäßem Stichbild- wie damals, bevor alles verstellt wurde und ausgefädelt.

                      Irgendwie ist es doch bei euch auch so. Es ist alles verstellt worden und umgeworfen, so viel anders ist alles.

                      Wenigstens ist die Chance da, dich zu informieren, was los ist und war, locker, relaxt, denn du hast ja nichts (mehr) zu verlieren, liebe Venus. Über den "Tod" hinaus warst du ja schon, der ist nicht mehr zu fürchten, der hat den Schrecken verloren, weil du das erlebt hast. Ende, aus, vorbei.

                      Ich seh das "esoterisch"- man stirbt ständig, während man lebt. Man macht Schluss mit dem, der gerade mit mir in Bezug ist.... ( ein Gesicht von dem) und dann taucht das nächste Gesicht auf ( vom selben Menschen)..... das geht bei mir so, bei andern ebenso. Mir kommt jedenfalls vor, so ist es. Fragst du dich nicht, warum er heute ganz anders war, als der gestrige? Umbau im Hirn. Ständiger Wandel.

                      Mein Kleiner war heute ja bei mir, er ist wie ausgewechselt. So wie heute habe ich ihn nie gesprochen, komplett andere Umgangsformen waren da. Sehr interessant. Wir waren uns so nah, wie kaum vorher. Im Juni hat er das letzte Mal mit mir länger geredet, seither war wenig Gelegenheit. Jetzt steht ein neuer Mann vor mir. Gereifter, ruhender, fester, das hat mir sehr gefallen. Immer schöner wird er. So etwa.

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                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                        Liebe Elektraa,
                        dein "Kleiner" ist der mit dem schrägen Frauenbild? Hast es ihm zurechtgerückt oder ist er von selber draufgekommen, oder warum war er wie ausgewechselt? ;o)

                        Lieber Herr Dr. Riecke und liebe Alle,

                        im Nachbarthread von ARC wurde von Trennungstherapie geschrieben. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch für V. und mich eine Möglichkeit wäre, denn ich bin nicht sicher, ob ich die Kraft habe, das alleine ohne eine dritte Person mit Mediatorfunktion durchzuziehen. V. und ich sind in jeder Hinsicht so verstrickt (nach 19 gemeinsamen Jahren), ich finde es sehr schwierig, das alles aufzudröseln und habe auch wenig Ahnung, wie ich mit seiner Verzweiflung, seinem Frust und der daraus folgenden Aggression umgehen soll.
                        Aber wie läuft so eine Therapie in Corona-Zeiten? Weiß das jemand?
                        Sollte ich einen Therapeuten suchen, der mit seiner männlichen Perspektive vielleicht von V. eher akzeptiert wird, oder brauchen wir eine Therapeutin? Kann man das vorher testen?
                        Welche Kosten entstehen bei einer solchen Therapie im Schnitt (ich geh davon aus, dass stundenweise abgerechnet wird und dass die KK das nicht übernimmt).

                        Davon mal abgesehen, wünsche ich allen entspannte Festtage!

                        GLG, V

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                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                          Liebe Elektraa,
                          dein "Kleiner" ist der mit dem schrägen Frauenbild? Hast es ihm zurechtgerückt oder ist er von selber draufgekommen, oder warum war er wie ausgewechselt? ;o)
                          Hallo Venus, er ist gerade 30 geworden, damals, als er diese Sprüche klopfte, da war er ein Teenie. Wir haben zwar nie richtig Feindschaft gehabt, aber so eine Art "Mutter/Sohn-Getue ( Mama ist die Beste) auch nicht, das lag mir nicht, ihm auch nicht ( ab einem gewissen Alter von allen drei Kindern fand ein Distanzieren statt, ohne Absicht, das hat sich so ergeben). Jetzt kommt er auf mich zu, als wären wir gleichgestellt. Darüber habe ich mich gewundert und diesen Umstand als sehr angenehm empfunden. Keine Lieblosigkeit, aber auch keine Sentimentalität wa da- relaxtes, vergnügliches Plaudern, wie wenn man sich bloß gut kennt, mehr nicht. Das sehe ich als kleines Wunder an. Da hat sich bei mir etwas getan/ geändert, nicht bloß bei ihm. Irgendwie fand ich diesen Ton nie, diesmal war er ohne Zutun wie von selbst da, mir scheint, wir haben uns erfolgreich gelöst aus unseren Familiären, Emotionalen "Verstrickungen", die einen normalen Umgangston nicht wirklich möglich machten. "Zurechtrücken", wie du es formulierst, das gabs, natürlich, aber wie gesagt, als Amüsement, nicht echt oder gar ernst gemeint. Schnitt, ab jetzt ist die Mama-Bindung endgültig gekappt. Ich fühle mich "out of order", nicht mehr zuständig, er auch nicht. Ist das nicht klasse?
                          Wir haben uns benommen früher, als ob man sich was schuldig wär. Hierarchisch ist jetzt jeder sein eigener Herr und akzeptiert das auch. Ich find das super. Endlich, wurde auch Zeit.

                          Lieber Herr Dr. Riecke und liebe Alle,

                          im Nachbarthread von ARC wurde von Trennungstherapie geschrieben. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch für V. und mich eine Möglichkeit wäre, denn ich bin nicht sicher, ob ich die Kraft habe, das alleine ohne eine dritte Person mit Mediatorfunktion durchzuziehen. V. und ich sind in jeder Hinsicht so verstrickt (nach 19 gemeinsamen Jahren), ich finde es sehr schwierig, das alles aufzudröseln und habe auch wenig Ahnung, wie ich mit seiner Verzweiflung, seinem Frust und der daraus folgenden Aggression umgehen soll.
                          Aber wie läuft so eine Therapie in Corona-Zeiten? Weiß das jemand?
                          Sollte ich einen Therapeuten suchen, der mit seiner männlichen Perspektive vielleicht von V. eher akzeptiert wird, oder brauchen wir eine Therapeutin? Kann man das vorher testen?
                          Welche Kosten entstehen bei einer solchen Therapie im Schnitt (ich geh davon aus, dass stundenweise abgerechnet wird und dass die KK das nicht übernimmt).

                          Davon mal abgesehen, wünsche ich allen entspannte Festtage!

                          GLG, V
                          Du findest sicher auch noch den richtigen Ton mit V. , ich mach die Wette, dass du das- wie ich selbst ja auch- auf einmal hast, irgendwie wie bestellt und dann geliefert, wenn die Zeit reif ist dafür.

                          Liebe Venussi, ich mache ständig Experimente, alle möglichen Kompliziertheiten geh ich rauf und runter, um dann immer wieder einzusehen, zu erkennen, so schwer hat man es, wenn man "linksherum" geht, also in sich Zorres schiebt, über was auch immer. Das schlägt sich nieder im Tonfall.

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                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                            Noch etwas ist passiert, das ich dir nicht vorenthalten möchte. Meine letzten Tage waren dem Töpfern gewidmet, dem testen der neu erstandenen Glasuren, dem Formen und Gestalten mit Ton, im Keller kühlt gerade eine Ladung ab, die kommt gegen halb sechs aus dem Ofen gezogen. Von mir nicht, vom Freund, denn er hat das mit dem Brennen übernommen, mit besonderer Freud an der Sache und zufällig hat er auch viel von der Ware selbst geformt und angefertigt. Hab ihm zugeschaut, merk, das liebt er...
                            Kannst du V nicht mehr brauchen als Ehemann, dann mach ihn zu deinem Companion, gründet eine Union. Los werden musst du ihn ja nicht, wozu, warum auch? Seid euch Freunde, das ist die komplett einfachste, unkomplizierteste Lösung. Mein Freund und ich sind ein perfekt zusammenspielendes Team, das hat sich zufällig so ergeben. Mein Beitrag dafür war, herauszufinden, wo wir sehr kompatibel sind, wo nicht und das dann reibungslos möglich machen- dass jeder auf seine Kosten kommt. Du wirst vielleicht viel noch nicht sehen, wofür dein Exi so alles noch taugt und du für ihn, ohne, dass ihr Zorres schieben müsst- ein richtiges Freude-Freundes-Team, immer verbunden, nur nicht überall, in jeder Linie.
                            Mein Ex hat mir eine Torte gebacken, das kann er perfekt, wie ein Konditor und zur nachträglichen Geburtstagsfeier von mir hat er sie mitgebracht. ich habe für alle und für jeden einen mir einträglichen Modi- ich selbst bin das ebenso auch für jeden meiner Leute, es ist eine win-win-Lage, wenn man sich nicht streitet und Wege sucht, wie man kann und was man kann zusammen.
                            Deine Furcht vor einem schrecklichen Ende würde sich erübrigen, wenn ihr euch nicht versucht komplett auseinander zu dividieren. Wozu denn? Ich sehe nur Vorteile, wenn man sich treu bleibt als Gruppenmitglieder, im fairem Austausch.
                            Jetzt geh ich in den Keller, nachsehen, ob unsere Schätze überlebt haben.

                            Bis nachher

                            Servus daweil

                            einer deiner Freunde..in kameradschaftlichem Austausch..in liebevoller Verbundenheit- trotzdem, jeder frei. Das geht doch! Ganz leicht! Ist doch was Schönes, oder nicht? Ich genieße den Austausch mit dir!

                            Zehn Küsschen auf gebührliche Distanz ans liebe Team hier und eine dicke Umarmung an alle!

                            Elektraa

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                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                              Liebe Elektraa,
                              mit "richtigem Ton treffen" meinst du sicherlich nicht, dass ich weiter so um V. herumeiere in dieser WG? Ohne ihn immer wieder ausdrücklich zu "korrigieren", dass sexuell nix mehr wird mit uns und ich mir im Grunde wünsche, alleine zu leben und dass er ne Frau für sich findet, die ihn völlig fasziniert und die ihm die Trennung von mir leicht macht. Diese Frau kann ich nur leider nicht aus dem Hut zaubern. Er pflegt ja kaum soziale Kontakte.
                              Wenn alles gut geht, bin ich Ende 2021 mit meinem Studium fertig. (Hoffentlich bekomm ich dann auch ne bezahlte Arbeit!!! Bisher passte kein einziges Jobangebot.) Spätestens dann muss diese Pseudo-Freundschafts-Ehe-Beziehung oder was auch immer es ist, was wir da haben, mal nachdrücklich geklärt werden. Ich fühle mich nicht wohl in der Situation, weil ich quasi immer was verberge - ich kann doch nicht V. erklären, wir bleiben zusammen, aber ich will derweil Sex mit anderen Männern etc. (... den kann ich allerdings auch nicht haben, weil es keinen passenden Ort dafür gibt derzeit.) Das würde er niemals akzeptieren. Als ich ihm letztes Jahr vorgeschlagen habe, die Beziehung zu öffnen, war er völlig dagegen.

                              Meine Freundinnen, die von mir "eingeweiht" sind in die Situation mit V./A., kommen auch nicht mehr vorbei, vermutlich, weil es ihnen unangenehm ist. Überall diese unausgesprochenen Fragen im Raum. Dem Rest spielt V. heile Welt vor. Das ist doch nichts, so ein Verleugnen der emotionalen Tatsachen überall.
                              Witzig, wie du vom "richtigen Ton" auf deinen Töpfer-Ton kommst ;o) Gefällt mir!
                              Ich hab eigentlich auch kreative Arbeit zu leisten, aber ich hab gerade so eine Art Blockade.

                              A. hatte angekündigt, dass wir uns heute zum Spaziergang treffen, aber das wäre dann heute Vormittag, und er hat weder ne Uhrzeit genannt noch meinen Vorschlag gesehen und bestätigt.
                              Er schreibt nur noch vom Privathandy zu Unzeiten (nachts um 2 oder 4 z.B., wenn er von seinen Jobs nach Hause kommt und bevor er schlafen geht, um in einigen Stunden den nächsten Job zu anzutreten), so dass kein Dialog mehr zustande kommt. Zwei Schritte vor, 1 zurück. Oder 3 Schritte zurück? Ich glaube, das ist die Ursache meiner "Blockade".

                              Heute NM hab ich ein Künstlerinterview, mal sehen, wie das läuft.
                              Ich bin einfach nur müde.

                              Vielleicht ist es noch zu früh, einen Therapeuten einzuschalten. Ich weiß nicht, wann dafür der "richtige Zeitpunkt" ist oder ob es überhaupt einen gibt. Ich möchte Ordnung schaffen in meinem Leben und mich "entstricken" von V., um zu sehen, was eigentlich ich bin und was er. Wer ich eigentlich heute bin, wer wir sind. Und wie wir - jeder für sich - weitermachen können, aber möglichst in Freundschaft.

                              GLG, V

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                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                Liebe Venus, jetzt wär endlich einmal die Chance und die Gelegenheit gegeben, dich in Ruhe zu lassen, dich ausrasten zu lassen, dich einmal auszulassen, GAR nichts machen, bis sich bei dir wieder ein erholter, erfrischter, friedlich, freundlich, ausgeschlafener Modus einstellt. Gib dir neun Monate Zeit für deine Vorbereitungen fürs Studiumabhaken, dann lass ebenso lang die Beziehung zu ABCD schleifen, reg dich über nichts mehr auf, geh raus.... geh endlich mal raus aus deinem irrsinnigen Tempo und dem ständigen Möchten und Müssen.
                                Jetzt bist du in einer ( doch eh luxurösen) Behausung, das müsste dir reichen. Essen ist da, Kleidung ist da, eine Ecke zum sorgfältig und in aller Ruhe Arbeiten fürs Studium erledigen auch. Im Moment brauchst du doch nicht mehr!

                                Die paar Meter bis zu deiner Abschlussprüfung schaffst du locker, so viel hast du schon bewältigt, dir kann, was das Studieren betrifft, nicht mehr viel dazwischen kommen.
                                Du wirst sehen, das mit dem weiteren Fortkommen, das ergibt sich. Irgendwas findest du, was passt und sei es bloß eine Zwischenlösung, das müsste dir egal sein...denn wechseln geht immer und überall gibts Geschenke, wo immer du bist. Sehen musst du das halt lernen.

                                Es ist ein kostbares Geschenk, wenn A sich nur sporadisch meldet, finde ich, so wie ich auch richtig finde, dass es wirklich schwer ist, sich derzeit von V lösen zu können. Was tätest du jetzt in "Unabhängigkeit" und "Freiheit"- so viel mehr an Stress wär da, finanziell alleine schon. Derzeit ist dran, was da ist. Entspanne dich, indem du alles mal hinnimmst und nicht flüchten willst, nicht angreifen, nur mal akzeptieren, was da ist. So viel ist da, was du jetzt im Moment wirklich brauchst.

                                Drück nicht, zieh nicht, schieb nicht... hebe deine Mundwinkel und hab endlich mal nur ein "Ausatmen, Einatmen" gaaaaanz, gaaaaanz bedächtig, langsam, tief, nicht hetzend, nicht flach.
                                Ich bin sicher, ich bin geborgen...alles trifft ein, was ich wirklich benötige und wirklich brauche...jeden Tag wird für mich gesorgt....

                                Mein Freund ist neben mir am Tisch, ein Geschirrtuch ausgebreitet vor ihm, darauf stehen Gläser und Gefäße mit Glasuren und er pinselt, tupft, bemalt meine Vögel, die ich geformt hab. Es gab mal eine Zeit, da habe ich nur davon gelebt, nur von der Produktion von Garten-Hingucker, die überall nett ankommen, wenn man sie gezielt plaziert. Wie ich wo hinkomme, sehe ich, was man bräuchte, das erzeuge ich, stell ich dann her. Das bedeutet praktisch, ich tu nur, was mir liegt und mehr brauchts nicht. Es wird sich auch bei dir eine Nische ergeben, die du befüllen wirst mit dem, wozu du sehr gut geeignet bist.
                                Bei dir kann ich mir viel vorstellen, was dir sehr leicht von der Hand geht.
                                Also Sorgen machen, du? Dann kennst du dich aber schlecht.

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                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                  Huhu Elektraa,

                                  die Künstlerin, die ich heute interviewt habe, sagte zu mir auf die Frage, inwiefern die Pandemie ihre Arbeit beeinträchtigen würde: "vielleicht hat man als KünstlerIn die Fähigkeit, mit Unsicherheiten umzugehen, weil die (finanzielle) Unsicherheit immer mitspielt. Ich fühle mich zur Kunst berufen und ich kann nix anderes. Kunst ist Plan A. Plan B existiert nicht!
                                  Sie kann an sich glauben und an ihre Fähigkeit, aus jeder Situation das Beste zu machen. Versuch ich auch.
                                  Natürlich wäre "Unabhängigkeit" und "Freiheit" auch gleichzusetzen mit finanzieller Unabhängigkeit und Freiheit, aber ob ich die mal habe, steht in den Sternen oder sowas.

                                  Ich würde auch gerne mal wieder was Praktisches machen, mit meinen Händen arbeiten neben der Nutzung der Tastatur. Aber dazu fehlt mir gerade die Zeit und die Muße.
                                  Ich transkribiere jetzt das Interview und dann ist wahrscheinlich eh Feierabend für heute.

                                  A. hat das Treffen auf morgen verschoben.

                                  Schönen Abend noch!!
                                  GLG, V

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                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                    Liebe Grüße an A- er soll dir genug Freizeit lassen, dass du mal zum Handwerken kommst.

                                    Venus, Venus, dich zufrieden zu stellen, das ist nicht leicht. Manuell tätig sein geht auch, wenn man wen zärtlich ins Haar fasst, da muss man keine Tonvögel glasieren, oder Pinsel schwingen, um aus seiner Hand Bestes abzuverlangen. Das tust du doch irgendwie beim Tippen ebenso, gezielt die Finger spielen lassen im Zusammenspiel anderer Sinne.

                                    Schlaf gut, erhole dich gut. Ich wurde heute besonders behutsam durchgeknetet, von Kopf bis Fuß mit kompletter Hingabe gesalbt und verwöhnt von meinem Hausmasseur. Um dahin zu kommen war nicht viel mehr nötig, als sich die Zeit dafür zu nehmen. Danke Corona.

                                    Danke Venus, weil du immer Zeit findest, um zu plaudern.

                                    Servus, bin neugierig, was dann morgen so kommt, bzw. heute. Nimm dir vor, null Sorgen zu haben, diesem inneren Dialog die Klappe zuzuhalten, der selbst die besten Tage nicht gut sein lassen kann.

                                    Bis dann, irgendwann

                                    GLG

                                    Elektraa

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                                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                      Moin liebe Elektraa,
                                      der A. lässt mir nix als Zeit. Weil er ja nie welche hat bzw sich keine für uns nimmt. Das ist ermüdend. Der V. dagegen mag nicht, wenn ich hier künstlerisch "herummatsche", die Wohnung ist für sowas ungeeignet. Das blockiert mich in der Hinsicht, wenn ich alleine wohne, ist es mir im Grunde egal, ob in irgendeinem Zimmer jetzt mal Farbe rumsteht oder ähnliches. Besser wäre natürlich eine Werkstatt, ein Atelierraum oder sowas, aber die sind schwer zu bekommen. Heißt natürlich nicht, dass ich nie so einen Raum haben werde, vielleicht ergibt sich noch was. Immerhin kenn ich einige Künstler, die mir bei der Suche sicherlich mit guten Tipps helfen könnten.
                                      A. hat das Treffen wieder abgesagt, heute früh um 4.41 Uhr. Da war er auf dem Weg zu seinem Frühschicht-Putzjob. Den macht er nicht aus Not, sondern als Ausgleich zum Bilanzprüfer-Job, den er dann nachmittags hat. So hat er es mir jedenfalls erklärt. Demnach ist in seinem Leben überhaupt kein Platz für andere Menschen, auch nicht für mich. Ich hab noch nicht auf die Absage geantwortet. Er hat geschrieben, er würde schauen, ob es diese Woche noch klappt, aber kein konkreter Vorschlag dabei. Ich hab keine Ahnung, wie ich da nun antworten soll - mach ich ihm Druck, wenn ich sage, ich hab Zeit, weil er vielleicht das Treffen eigentlich gar nicht will? Soll ich ihm mitteilen, dass ich das vermute? Hat das irgendeinen Sinn? Welches Ziel hat er wirklich und welches hab ich in Bezug auf diese "Beziehung"?
                                      Ich weiß nur, wenn ICH was wirklich absolut unbedingt will, dann tu ich alles, was ich kann, um das zu erreichen. Aber auch ich stand schon vor scheinbar unüberwindlichen Hindernissen, z.B. damals in meinem 1. Studium, das ich abbrechen musste, oder als ich am Arbeitsplatz 2013/14 kurz vorm Burnout war und keine Alternative fand... vielleicht geht es ihm ja irgendwie ähnlich. In diesen Phasen Da wir uns nicht (u.a. zum zwanglosen Besprechen unserer Lebenssituationen bei nem Spaziergang im schönen kalten nassen Winterwetter) treffen, kann ich das nicht herausfinden. Whatsapp ist für so einen Austausch ungeeignet.

                                      Eigentlich ist es superleicht, mich zufrieden zu stellen. Ich brauch nur mein eigenes kleines Reich, wo ich arbeiten kann, Platz für meine Bücher und Klamotten und Schuhe habe (;o)) und wo meine Freunde und Liebhaber mich besuchen können. Damit wäre ich vollkommen glücklich.
                                      Finanzieren würd ich das Ganze am liebsten durch ne Tätigkeit in Forschung und Lehre an der Uni mit gelegentlichen Ausflügen in den "Kunstjournalismus". Und vielleicht, wenn ich tatsächlich mal wieder ausreichend Kunst produziere, auch mit dem Verkauf des ein oder anderen Werkes. Dazu würden auch schriftliche Werke gehören. DAS wäre ein Traum.

                                      So, Silvester werden V. und ich mal wieder allein verbringen, unsere Freunde haben abgesagt, einer ist krank. Zu den anderen will ich nicht ;o)
                                      Ich glaube, ich geh um kurz nach 12 schlafen in dieser Nacht. Winterschlaf. Eigentlich überhaupt nicht mein Ding. Während mir Weihnachten schnurzegal ist, hab ich immer gern Silvester gefeiert - etwas abschließen und einen Neubeginn haben, das hat was Hoffnungsvolles und Lebensfrohes...Weihnachten ist Käse auf Raclette.

                                      Bis denne
                                      GLG, V

                                      PS: Ich freu mich für dich über deine Massage und hätte auch gerne mal eine... von A. oder N. ;o)
                                      Ist aber nicht.



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                                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                        Weißt du was? Ich seh gerade den ersten Vogel seit Wochen, beim Futterhaus des Nachbarn. Es scheint sich alles verkrochen zu haben, wie seltsam diese Zeit jetzt ist auch fürs traute Zusammenkommen mit Bekannten und Freunden, niemand wagt das, was früher im Programm war. Starre über uns.. sogar über die Tierwelt.

                                        Hast du wirklich das Gefühl, hinter A´s Manieren steckt böse Absicht? Ich denke da eher an Lampenfieber, an zu hohen Druck an sich selbst, Mutlosigkeit, Furcht, es nicht zu bringen, weil man wieder in einer depressiven Stimmung steckt..wieder "stinkt", sauer ist...auf sich selbst. Lieber verkriechen, als sich so zu zeigen...

                                        Um meinen Freund dazu zu bringen, mich so ausgiebig und so hingebungsvoll zu bearbeiten, mich von Herzen gern zu salben und zu liebkosen, musste zuerst die Stimmung dafür geschaffen werden. Wer sich nicht gut fühlt, der ist ja kaum in der Lage, andere gut fühlen zu lassen, echt und wirklich, das muss man immer bedenken, also ist oberste Priorität, willste glücklich gemacht werden, dann mach du zuerst glücklich. Bei meinem Kameraden war das "Konto" voll, also war er in der Lage zu geben.

                                        So, wie es aussieht, ist es bei A schlecht möglich, seine Konten gefüllt zu halten. Mit Zorn und Vorwürfen begehst du jedenfalls "Selbstmord", da kann dann sein, dass du auch leer bist und ausgelaugt und Dauermüde. Um diesem Teufelskreis zu entkommen, ( wo keiner mehr lustig machen kann, weil er nicht lustig gemacht wird) halte dich für dich selbst satt und sei großzügig, selbst, wenn man dir das nicht sofort zurückgeben vermag.

                                        Dh.. bring ihn nicht um, nur weil er den Ausflug nicht bringt noch. Das hat sicher Gründe, die mit dir überhaupt nichts zu tun haben.

                                        Es ist nicht möglich, jemand, der starr ist, einen Tango abzuverlangen. DASS dein A ein bester Tangotänzer sein kann, das vergiss halt nicht. Du kannst auch viel, wenn alles passt und bereit gestellt ist und siehst ja selbst, wenn es nicht stimmig ist, dann geht auch bei dir nix.

                                        In diesem Sinne, erwarte ruhig deine Wunder, nachher, nachdem alles gut vorbereitet ist dafür.

                                        Mach ihn fröhlich, bau ihn auf, ermutige ihn, hab ihn so, dass er mit Freud anrollt und ohne Zaudern und Zögern lustig lostanzt mit dir. Wärm ihn auf, falls er starr sein sollte.

                                        Mir gelingt das, indem ich am Ambiente feile. Was bleibt meinem Schatz anderes übrig, als sehr großzügig zu sein, nachdem ich ausgiebigst großzügig zu ihm bin..



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                                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                          Ich seh gerade den ersten Vogel seit Wochen, beim Futterhaus des Nachbarn. Es scheint sich alles verkrochen zu haben,
                                          Kein Wunder, wenn die Menschen nun die Natur überfluten und die Tiere ganztags in die Flucht schlagen und dann nachts zur Party übergehen.

                                          Ich denke es ist aber noch einfacher, Klimawandel, Würmer und auch Insekten sind immer noch da, werden bevorzugt und das verbraucht weniger Energie.

                                          Dein Nachbar soll aber schön weiter füttern, denn wenn es richtig kalt wird nehmen die Vögel weite Wege auf sich um zu den Futterstellen zu kommen, wird dann plötzlich eine nicht mehr befüllt müssen manche sterben, da alle Energie darauf verwendet wurde dorthin zu kommen.

                                          Vielleicht ist A auch ein Energiesparer, hat er ein Ziel erreicht wird erst mal Pause gemacht, bis der Hunger wieder kommt.

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                                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                            In meinem Dorf hab ich mal meine Spaziergehfreundin daheim besucht, boah, das hab ich so noch nie gesehen- sämtliche Wintervögel, die es hier bei uns geben sollte angeblich, die waren bei ihr vorm Fenster auf dem Baum, die seltensten Anblicke, sogar ein Buntspecht war dabei. Das war letztes Jahr. Mit Besuchen ist ja heuer nix, trotzdem, mein Vogerlhaus kommt nun zu ihr, drei Häuser weiter. Sie ist öfter daheim, als ich, um nachzufüllen. Für diese Frau ist das normal, dass so viele Vogerl bei ihr zum Jausnen kommen, ich bin schon ganz aus dem Häuschen, wenn einer mal vorbeischaut bei mir, was echt lange aus ist. Muss mal nachverfolgen, woran das liegen könnte.

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                                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                              Liebe Elektraa,

                                              bei uns sind immer massenhaft Vögel unterwegs. Wenn es nicht so laut wäre mit dem Regen derzeit, würde ich im Wintergarten hocken (wir sind im 4. Stock) und sie in der mächtigen alten Fichte vor dem Fenster beobachten. Bevor unser Hinterhof mit einem weiteren Gebäude gefüllt wurde, haben V. und ich uns Ferngläser angeschafft und die Vögel beobachtet. Wir haben sogar ein Goldhähnchen gesehen und ganz viele Stieglitze. (Nun machen wir das nicht mehr mit den Ferngläsern, weil wir nicht wollen, dass die Nachbarn denken, wir würden uns übermäßig für sie interessieren.) Ich hab auch schon leckere Bio-Meisenknödel gekauft und hänge die demnächst auf. Januar bis März/April ist ja eigentlich unsere kälteste Jahreszeit hier.

                                              Ich weiß nicht, was A. an- oder umtreibt. Mein Fehler ist, dass ich Männern stets böse Absichten unterstelle, vielleicht, weil ich mir das beim Aufwachsen mit meiner vom Ehemann verlassenen Mutter so suggeriert wurde und ich mich dadurch vor Männern immer gleichzeitig gefürchtet habe und fasziniert von ihnen war.
                                              Ich mag Männer inzwischen, fühle Liebe und Freundschaft zu ihnen statt wie in meiner Jugend nur ambivalentes Begehren, aber das Mißtrauen schwingt wirklich immer (noch) mit. Bei jedem einzelnen, den ich je in meinem Leben getroffen habe, ob in Liebes- oder Arbeitsbeziehungen.
                                              Ich bin halt ohne echte Beziehungen zu Männern aufgewachsen und dann mit allen Vorurteilen an diese "anderen" Menschenwesen herangetreten, die man nur haben kann.
                                              Gut möglich also, dass ich A. falsch verdächtige. Aber es wäre auch so verdammt einfach für ihn, ein bißchen anders mir gegenüber zu handeln, um diesen Verdacht nicht immer wieder aufkommen zu lassen. Macht er aber nicht, obwohl er das genau weiß. Lieber entschuldigt er sich hinterher. Und das macht mich natürlich wieder mißtrauisch.
                                              Ich kann ja an keinem Ambiente feilen, wenn ich A. nicht sehe und nicht mit ihm spreche, sondern nur diesen blöden Whatsapp-Chat habe, weil er sonst nix zulässt - ich kann überhaupt kein Ambiente erschaffen! Wenn er nur einmal im Jahr Lust auf Sex hat und sich dann mal ein wenig Mühe gibt, dann ist mir das definitiv zu wenig.

                                              Liebe Tired,
                                              wir sind doch alle Enegiesparer, oder? Ob es wohl so ist, dass manche von uns mehr Energie übrig haben als andere? Oder nur schneller "oszillieren"? A. und ich sind definitiv nicht im gleichen Tempo unterwegs. Aber bemerkenswert ist doch, dass er überhaupt wieder aufgetaucht ist, ich hätte ihm das wirklich nicht zugetraut. Ich selbst hatte eigentlich schon abgeschlossen, N. gefunden, alles war ok soweit. Vielleicht bin ich oberflächlicher als A.
                                              Jedenfalls kann keiner von uns aus seiner Haut.

                                              Egal, ob das noch mal was mit dem "Spaziergang" mit A. wird (ist ihm sicherlich zu anstrengend in der Kälte, weil er soviel arbeitet, auch wenn er das eigentlich gar nicht müsste). Ich geh morgen mit einer befreundeten Künstlerin und ihrem Hundi spazieren, das wird eine Wanderung, stundenlang, und das wird richtig gut, denn sie und ich können uns gegenseitig aufbauen und finden immer wieder was zu lachen in diesem ganzen Trauerspiel, das sich gerade mal wieder um uns alle entfaltet.

                                              Schönen Abend euch noch!
                                              GLG, V

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                                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                wir sind doch alle Enegiesparer, oder?
                                                Kommt drauf an.;-)
                                                Wenn ich etwas von Herzen möchte, dann spare ich keine Energie, weil mir dann auch gar nicht auffällt dass ich sie verbrauche, sie lädt sich schneller wieder auf durch die positive Erwartung und Hochgefühl.

                                                Wenn ich etwas möchte, aber der Weg dahin zu aufwendig erscheint, dann spare ich sicher auch Energie, gehe langsamer vor, unwilliger, gehe diesen Weg nur wenn sich nichts einfacheres findet und sich der Aufwand in Grenzen hält.

                                                Wenn man etwas gerne macht, jemanden gerne sehen will, gerne mit ihm Zeit verbringt, ihn liebt, ihn bei sich haben möchte, dann hat man Energie dafür, weil sie sich ins unermessliche auflädt bei der Umsetzung.
                                                Wenn im Zwischenmenschlichen die Energie für Treffen fehlt, dann ist auch keine Energie für die Wertschätzung des anderen da und es existiert auch keine Vorfreude, keine Sehnsucht, keine Liebe.
                                                So denke ich, bei A wird es ein Verlangen sein dass ihn gelegentlich zu dir treibt, ist das gestillt ist er zufrieden, was mit dir ist die zurückbleibt mit leeren Bekenntnisse spielt keine Rolle, die Bekenntnisse sind einfach nur Solarzellen für den Energiesparmodus.

                                                Wie beim Sex, wenn der Mann ins Vakuum fällt, fällt A nach den Treffen mit dir ins emotionale Koma.

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                                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                  Ach Tired, da ticke ich genau wie du. Das hab ich A. auch geschrieben - wenn man etwas unbedingt möchte, dann tut man doch alles dafür, um es zu erreichen ... dabei habe ich offen gelassen, ob ich das bei ihm beobachtet habe oder ob es eben meine Art des Handelns ist. Denn natürlich wollte ich ihn positiv motivieren und nicht meckern ;o)

                                                  Selbst wenn du recht hättest mit deiner Einschätzung, kann ich allerdings nicht nachvollziehen, dass er so selten von der Chance gebraucht macht, den besten Sex seines Lebens zu haben. Könnte er ja von mir viel öfter bekommen. Ist es nicht recht ungewöhnlich, dass jemand so - ähm - sexuell "selbstgenügsam" durchs Leben geht, obwohl er es nicht müsste? Ich verstehe es jedenfalls nicht. Dieser Mann ist mir ein Rätsel, immer noch. Und er tut alles, damit das so bleibt.

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                                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                    Vielleicht muss er ja, weil die Lust und Energie fehlt, wo ich wieder bei dem Vakuum nach dem Sex wäre, das ja unterschiedlich lange dauern kann, sogar Wochen.
                                                    Das wäre allerdings noch lange kein Grund den Kontakt ganz abzubrechen, sich nicht mehr zu treffen, außer es geht ihm nur um den Sex wenn sein Speicher wieder voll ist und die Lust über die Bequemlichkeit siegt.

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