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"zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

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  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

    Liebe Elektraa,
    wenn er so wäre wie du beschreibst, fiele er schon beinahe unter die Kategorie manisch-depressiv. Und das ist tatsächlich nix für mich. Wenn einer die Diagnose hat und das weiß und sich behandeln lässt und Selbstreflexion kann, geht es klar für mich. Aber nicht so mit einem, der keine Ahnung hat, wer er ist und wie er wirkt, aber auch nicht mal seine Umgebung fragt (zB mich). Ich hab ihm schon tausendmal gesagt, dass ich auch in "schlechten" Zeiten da bin, aber das kann ER ja nicht. Nun sagt er selber, er wolle diese Einstellung ändern, sich nicht mehr zurückziehen etc. - na, mal sehen.
    Meine Güte, der Mann ist 47!!! Wie lange soll das denn noch dauern mit der Selbsterkenntnis?
    GLG, V

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    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

      Was heißt hier Selbsterkenntnis, man ist auch nur ein Mensch, DAS muss man erkennen und Menschen haben nun mal keine Roboter-Struktur, die vierundzwanzig Stunden pro Tag rund läuft.

      Er war recht lang in einer "Mangelsituation" , recht oft Hunger und Durst aller Art ausgesetzt, ( beruflich, privat, psychisch, körperlich etc.) , das hinterlässt natürlich Spuren.

      Ich musste wieder kichern, weil du sagtest: wenn er Bipolar ist, dann nehm ich ihn sicher net...vermutlich hast du noch nicht erkannt, wie "manisch-depressiv" auch du selbst veranlagt bist. Von einem Tag auf den anderen machst du auf schwarz, einen Tag vorher warst du hellweiß. Ist das nicht ein ganz normaler Vorgang? Wer sehr weiß sein kann, der hat natürlich auch auch ein recht intensives Schwarz neben den ganzen anderen Abstufungen, die es so gibt. Wo viel Licht ist...

      Glücklich der, der aus allem das Beste herausholen kann... Venussi, das bedeutet, du musst dich nicht herumschlagen mit Problemen, die A beschäftigen. In seinem Gärtchen gibts Schattenstellen, auch lichtdurchflutete Zonen- derzeit schauts aus, etliche Schattengebende Bäume sind schon abgesägt bei ihm..er war ja wieder recht helle mit dir unterwegs. Beschwer dich nicht. Du hast beste Versorgung, rundherum ( auch wenn A verkrochen ist mal).

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      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

        Liebe Elektraa,

        nicht, weil er manisch-depressiv oder bipolar sein könnte, will ich ihn nicht, sondern weil ich selber zu starken Gefühlsschwankungen fähig bin (das ist mir sehr wohl bewußt, weil es zu meinem "Naturell" gehört), will ich jemanden, der mir Ruhe geben kann. Wenn er das nicht kann und mir seit meiner Anmeldung hier und bereits davor tendenziell mehr negative Gefühle vermittelt als positive, dann ist er nicht gut für mich. Ich übe mich täglich in Selbstreflexion, bis zum bitteren Ende... ein paar Dinge über mich weiß ich inzwischen, hab ich hier glaube ich auch schon öfter dargestellt. Ich weiß auch, dass ich viele Dinge über mich nicht weiß, weil ich sie nicht begreife oder noch nicht bemerkt habe und vielleicht bleibt das auch so und die blinden Flecken werden nie "sehend".

        Dr. Riecke hat wieder einen Nerv getroffen bei mir mit seinem Einwand. Auch heute hat A. sich den ganzen Tag nicht gemeldet, weil angeblich sein Arbeitshandy kein Internet hat. Er hat mich aber dort blockiert. (Als ob ich am Tag 20 nervige Nachrichten schreiben würde! Ich würde ihm gar nicht im Dienst schreiben, wenn er nicht damit angefangen hätte.)
        Ich habe ihm auf dem Privathandy geschrieben, was er tun kann gegen das Problem, das hat er nicht gelesen. Alles Bullshit... sorry. Kann er mir nicht verkaufen. Soll er mir halt sagen, dass er keine Zeit hat, ist ja gut, hatte ich heute auch nicht. Ach, eigentlich ist's auch langsam egal, er schreibt eh nur belangloses Zeug (wozu Liebesbekundungen werden, wenn man sie zu oft wiederholt, so sehe ich das jedenfalls) oder schweigt. Ja, das sind schon "bipolar" wirkende Gefühlsausbrüche irgendwie.

        Mit A.s Schattenseiten bin ich durch seine feigen Rückzüge so heftig konfrontiert worden, dass es mir total schlecht ging. Er ist kein partnerschaftlich handelnder Mensch, leider. Er hat keinen Begriff davon, was das bedeutet, und er lernt auch nix von mir.

        Versorgen würde ich mich lieber selber können, dann wäre ich nicht ständig jemandem was "schuldig", was ich nicht (mehr) geben kann.

        Ich frage mich wirklich, was ich von A. eigentlich noch will. Ob ich noch was will.

        Mit N. ist auch nix mehr, er meldet sich auch nicht. Tja. Ruhe im Karton.

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        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

          Hast du nicht auch starke Gefühlsschwankungen?
          Erst himmelhochjauchzend den einzigen göttlichen gefunden, dann zu Tode betrübt weil er nicht präsent ist, dann wieder Hochgefühle und erneute Treffen, dann wieder am Boden zerstört durch Funkstille und niemals nimmermehr der, dann kommt die Asche über dein Haupt nach einer lapidaren Erklärung und fast umgehend ist er doch wieder nichts für gut........

          Vielleicht ist es gerade das was dich bei der Stange hält.

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          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

            Liebe Tired,

            die habe ich, ich "schwinge" halt so. Hab ich ja auch geschrieben.
            Deshalb brauch ich nicht Menschen um mich rum, die das noch verstärken, sondern wenn ich überhaupt wen "brauche", dann einen, der auch mal Ruhe mitbringt.
            Übrigens sind meine Modi vielfältig. Wenn ich schlecht drauf bin wg. A.s Verhalten, merken meine Freunde nicht unbedingt was davon und meistens nicht einmal V., weil ich andere da heraushalte. Sie sind ja nicht die Ursache. Ich bin in diesen "Schlecht-Drauf"-Gefühlsmodus nur in Bezug auf die Person, die Auslöser ist, und es beeinträchtigt auch nur diese Beziehung und nicht meine anderen, zumindest nicht unmittelbar.
            Meine Gefühlsschwankungen beeinträchtigen auch nicht meine Arbeit = mein Studium, sonst würde ich denken, die Schwankungen sind "pathologisch". Sind sie aber nicht, sie sind Ausdruck meiner Lebendigkeit. Ich bin megasensibel und stelle mich auf die Menschen in meiner Umgebung ein, so gut ich eben kann. Auf A. hab ich mich sehr intensiv eingestellt und trotzdem ist er mir nicht zugänglich. Das passiert mir selten. Stattdessen ist meine Stimmung von ihm "abhängig". Das gefällt mir überhaupt nicht.

            Ich glaube ehert nicht, dass mich dieses Auf und Ab bei der Stange hält, denn ich mag es eigentlich überhaupt nicht. Ich brauch das nicht, hab das nie gebraucht, und ich hab ihm das auch immer kommuniziert, aber er kapiert es nicht, vielleicht, weil er einfach so anders ist. Ich verstehe ihn ja auch nicht. Ich hab gesagt, ich WILL ihm vertrauen, weil ich es für ne interessante herausfordernde Übung an mich und meine Resilienz gehalten habe, aber ich glaube langsam, das gibt der Angelegenheit mit A. einen Wert, den sie gar nicht mehr hat und vielleicht nur sehr kurze Zeit mal hatte. Vielleicht fühle ich mich deshalb so verärgert, weil ich so lange gebraucht habe, um das zu begreifen.

            Übrigens ebben die Peaks in den Höhen und Tiefen ab. Das letzte Treffen ist dahingehend nicht vergleichbar mit denen aus unser Anfangszeit. Die Tiefen haben einen immer größeren Anteil Zorn (auf mich selber, nicht zuletzt). Ich glaube, ich will gerne wieder diese Hochgefühle, aber sie sind nicht mehr aufrufbar mit A. Mir kommt's vor, als sei mittlerweile eine Art Membran um meine Emotionen in Bezug auf ihn. Das ist wohl Selbstschutz, ich brauch diesen Stress echt nicht, auch wenn du u./o. andere vielleicht das Gegenteil vermuten. Ich war dieses Mal nicht im Himmel und ich bin deshalb auch nicht so tief gestürzt.

            Fände ich diese drastischen "fremdgesteuerten" Höhen und Tiefen gut und bräuchte sie zum Leben, hätte ich mich hier nicht aus lauter Verzweiflung letztes Jahr angemeldet.
            Es gibt schon aktuell täglich genug Negativmeldungen vielfältiger Art, ich brauch das nicht auch noch in meinem "Liebesleben" und nach so lange Zeit wirklich gar nicht mehr.

            Die Crux mit dieser Sache ist, dass A. eine Affäre ist/war, darüber kann man eh mit keinem sprechen, der einen kennt, weil das immer zur Parteiergreifung auffordert (V. oder ich? Und was macht man dann, wenn ich mit V. zusammen auftauche? Wie verhält man sich dann "richtig"?). Es war in dem Kontext auch ein Fehler, mit meiner besten Freundin darüber zu reden. Ich hätte sie nicht in diese Situation bringen sollen.
            Deshalb dachte ich letztes Jahr, ich muss "raus" damit, an eine anonyme Öffentlichkeit, damit ich diese Angelegenheit klären kann. Mir hilft es nämlich, wenn ich Dinge mit anderen Menschen bespreche, jede andere Perspektive ist interessant.

            GLG
            V

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            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

              Am Besten dahin kommen, A als Sexspielzeug zu sehen, nicht mehr und nicht weniger.
              Ist er verfügbar wird etwas gespielt, wenn nicht dann halt Vorfreude, alles andere und persönliche nicht an dich ran lassen.
              So ist es vollkommen egal ob und wann er sich meldet, aber ein kleines Sahnehäubchen wenn er sich meldet.
              Ist aber schwer dahin zu kommen, wenn man eigentlich schon darüber hinaus war.

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              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                Liebe Tired,

                du hast wirklich recht! Ich finde, das ist ein feiner pragmatischer Ansatz, den du da präsentierst ;o)
                Ich arbeite dran, das scheint mir nämlich auch die aktuell für mich erträglichste Lösung zu sein. Ich finde auch, das ist keine Abwertung der Angelegenheit, sondern eine andere Perspektive.
                Dieses rosa-Herzchen-ich-liebe dich und ich will-dich-heiraten-Getue, dieser totale Überschwang, gefolgt von totalem Rückzug, ist doch ein Verhalten, das ich nicht mehr ernst nehmen kann und soll. Ich könnte mir vorstellen, dass das seine Art ist, mich als Affäre/Sexspielzeug zu rechtfertigen. So lügt er sich selber einen vor, dann kann er fremdgehen ohne Scham, denn es ist ja für eine neue Ehe, das ist ja die gesellschaftlich anerkannte Form von Beziehung, in der auch Sex stattfinden darf.

                N. hat sich gemeldet, aber dieses Jahr wird's wohl nix mehr mit Treffen, ist den Umständen geschuldet.
                Tja, das wird ein langer harter Winter. Hoffentlich bleiben wir wenigstens alle virenfrei.

                GLG, V

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                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                  Das freut mich.
                  Vielleicht kehrt dann ja bis Weihnachten eine entspannte Spannung im Bezug auf A ein.

                  Wünsch dir einen schönen Tag.

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                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                    Ich danke dir, liebe Tired! )
                    Dir auch einen schönen Tag!

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                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                      Hmmm, tut mir schon leid dass es (scheinbar) so schnell wieder so wurde wie ich befürchtet habe.
                      Das war ja der Grund, weshalb ich mir eine Beziehung nicht vorstellen konnte....wenn du es andererseits hinkriegen würdest ihn als Sexspielzeug zu betrachten....gib Gummi (Haha!) und viel Spaß!
                      Aber ich glaube es wäre dann eine Maßnahme ihm regelrecht den Mund zu verbieten, wenn er wieder mit seinem schwülstigen Geschwurbel ankommt, außerdem solltest DU ihn dann überall blockieren, bis du wieder Lust hast.

                      Nimm die Fäden in die Hand,
                      und wenn schon, dann richtig!

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                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                        Liebe Lola,
                        das Irre ist, ich hab schon in den allerersten Anfangszeiten mir mal selber geschrieben (ich führe Tagebuch), dass ich besser aufhören sollte, ihn und sein Geschwurbel ernst zu nehmen. Fast 2 Jahre ist das jetzt her. Sonst lerne ich nicht so langsam ;o)
                        Aber ich glaube, jetzt könnte es gelingen, denn er kommt nicht mehr so an mein Innerstes wie früher. Ich bin nicht mehr wie damals quasi tödlich verletzt und tieftraurig, sondern eher leicht wütend und genervt.
                        Mal schauen, wie/ob das weitergeht. Er müsste ja erst mal wieder in Kontakt treten, damit er merkt, dass ich ihm den Mund verbiete ;o)))
                        Ich halte Euch informiert!
                        GLG und hab nen schönen Tag
                        V

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                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                          "N. hat sich gemeldet"

                          Das finde ich höchst erfreulich. Denn er bedeutet lustvolle Stabilität, postkoitale Ausgeglichenheit ohne belastenden Tiefgang.
                          Das können Sie als Ausgleich zu Ihrer anstrengenden familiär-sozialen Situation am besten gebrauchen.

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                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                            Lieber Herr Dr. Riecke,

                            ich glaube, das werde ich N. mal so ausrichten bei nächster Gelegenheit, das gefällt ihm bestimmt. Es wird ihn sicherlich erheitern!
                            Leider werde ich ihn dieses Jahr vermutlich gar nicht mehr sehen. Aber gut, man kann sich auch digital lustvoll austauschen, jedenfalls mit ihm. Da wird uns schon was einfallen!

                            LG, V

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                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                              Es ist schon schwer, bei der Sache zu bleiben, gesammelt, konzentriert auf den jetzigen Moment zu achten und in dem zu bleiben.
                              Sache ist: du hast jetzt Ruhe im Karton, das ist ein besonders schönes Geschenk an dich. Nutze es, lass dich auf dieses wunderbare "Schicksal" ein, das du um diese Uhrzeit gerade hast. Alles andere ist außen vor und im Moment nicht relevant.

                              Carpe diem.. Venus.

                              Übrigens, mein Wandern durch den Wald heute war lang und ausgiebig und wunderwunderprächtig. Du hast erzählt, dass du dein Selbst durchschauen möchtest und dich ständig selbst untersuchst - das ist fast so, als ob du wissen möchtest, wieviele Poren du hast, wieviele Haare am Haupt, wie oft du mit den Wimpern zuckst...das wär, als ob ich beim Waldweitwandern frag, was hinter dem Hügel ist, statt bestaunen, was grad am Weg vor mir zu sehen ist, zu riechen, zu fühlen.
                              Lass dich nicht aufhalten, lebe! Genieße, schau! Was du gestern gesehen hast, das ist heute nicht mehr da. Was du gestern gewesen bist, das bist du heute nicht mehr.
                              Ich kann tausendmal diesen Waldweg gehen und nieeee, nieeee ist es gleich wie jemals vorher.
                              Komm gut durch den warmen, gemütlichen, von warmem Licht durchfluteten Adventabend.. neben deinen Zettelchen und Krimskrams auf deiner Fensterbank kann was liegen, was du grad brauchst zu tun... oder im Bad? Du musst nicht Haare zählen, oder Männergeschichten nachhängen. Die werden sich grad rasieren, oder vorm Fernseher sitzen und oder die Liste durchgehen, was ansteht.


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                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                Liebe Elektraa,

                                wie die meisten Menschen schätze ich meine Autonomieillusion und mag es nicht, wenn mir Ruhe verordnet wird, ohne dass ich sie wünsche. Ich habe nämlich nur Ruhe vor dem, was mich immer in blöden Lebenslagen am Laufen gehalten hat:

                                Meine Fitnesskurse 4-6/Woche
                                Kunstausstellungsbesuche, alleine oder mit Freunden oder im Rahmen von Uni-Seminaren
                                Kaffeetrinken in der Stadt, Menschen treffen, zwanglos quatschen
                                Freunde treffen (die meisten trauen sich nicht mehr, dabei hab ich schon vor Corona meist nur 1:1 Treffen gehabt)
                                Uni-Seminare in Präsenz
                                Lernen in der Bibliothek, Menschen treffen in der Bibliothek, zwangloser Austausch auf dem Campus bei nem Kaffee...
                                All die Vorteile einer (Universitäts-)Großstadt ...
                                Ich bin ein Großstadtmensch.

                                Die "Ruhe", die ich habe, ist zusammengesperrt sein mit V.. Gut, dass ich mein Arbeitszimmer habe. Und die "virtuelle Welt".

                                Ich geh natürlich auch täglich raus in die Natur, aber leider ist kein Wald in meiner Nähe, sondern offenes Feld, das ist bei Sturm und Regen kein besonderer Genuß. Und der Fluß, sehr schön, aber da zieht's natürlich immer. Na, heute war's ganz schön hier.
                                Aber ich komme mir schon vor wie ein Einsiedler, verbringe so viel Zeit vorm Rechner im "Gespräch" mit Menschen, die ich nicht sehe bzw. sogar nie gesehen habe... DARPA sei dank für das Internet! Möge unser Strom nie ausfallen, möge das I-Netz halten, uns verbinden und vernetzen und ersetzen, worauf wir alle verzichten müssen...

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                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                  Verwöhnter Balg...

                                  Kommentar


                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                    Ich habe nämlich nur Ruhe vor dem, was mich immer in blöden Lebenslagen am Laufen gehalten hat:

                                    Meine Fitnesskurse 4-6/Woche.....und und und..siehe oben..

                                    Ich bin ein Großstadtmensch....


                                    Wenn du dich nur nicht täuschst.... das liebt alles die, die du gerade auslebst, die die dominiert in dir. Die anderen Venus kennst du noch gar nicht. Die tauchen auf, wenn diese Oberste mal pausieren muss- diejenige Venus, die dich befehligt und nach deren Pfeife du tanzt mag das und braucht das, um zu existieren können und natürlich dreht die regelmässig durch, wenn es nicht nach ihrem Kopf geht.



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                                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                      Siehe bei mir- ich brach mir die Beine, den Hals, wurde in einen eisernen Käfig gestellt ( Gerüst, um alles wieder zusammenzuhalten) und war bewegungslos, konnte nicht mal liegen, nur halbaufrecht sitzen, Rollstuhl und so, nebenbei auf einmal null Einnahmen. Da wurde ich auf einmal fündig, da habe ich etwas entdeckt, was ich vorher nie entdeckt hätte, das war ein reiner Glücksrausch, was auf einmal auftauchte- statt dem, was ich bisher kannte, tauchte eine neue Welt auf.
                                      Für dich wäre ja auch alles anders, wenn jetzt zum Beispiel, in dieser "Leere" jemand auftauchen würde, der alles bisherige in den Schatten stellt und keines deiner angeblichen Wichtigkeiten mehr machbar macht, dafür etwas anderes, das du so noch nicht kennst... ich nenne einfach irgendwelches Beispiel- das du selbst mal im Traum zu sehen bekommen hast: Garten, Hütte im Wald.. alles dein und noch unendlich viel mehr- Reisen, mitm Boot in den Hafen einschippern, oder am Markt in Marrakesch frischen Chili besorgen- völlig neue Leute um dich, völlig neue Eindrücke, komplett andere Gewohnheiten und du würdest staunen, wie wenig du zurückgreifen würdest auf dies da, was dir heute soooooo enorm überlebenswichtig scheint. Ist nicht wahr.
                                      Der Blickwinkel bestimmt den Standpunkt.

                                      Kommentar


                                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                        Weißt du was, liebe Venus?

                                        Es wird wirklich am Wünschen liegen, was uns im Weg ist. Frag mal ein Kind, was es wünscht. Es wird dir vorschwärmen vom Kindstandpunkt aus. Mama und Papa müssen immer bei mir bleiben, ich möchte immer einen Hasen haben, so schön wärs, wenn noch ein Mädchen als Freundin auftauchen würde, das alle Spiele mit mir spielt... Schule nein, oder nur mit der Frau Lehrer K...

                                        Würde das alles in Erfüllung gehen, mannomann, was würde da versäumt werden.
                                        So ähnlich sind unsere Wünsche ebenso. Wie mikrig..wie lebensfremd..wie klein unser Verstand, unser Urteilsvermögen, unsere Bemühungen um die paar Tropfen "Liebe"...

                                        Dieser Verstand kann nicht mithalten mit ...wie immer man es nennt, es gibt mehr, als diesen kleinen Ego-Kopf. es heißt nicht zufällig: Herr, DEIN Wille geschehe, DU führest mich auf die grüne Au.
                                        Für mich bedeutet das nichts weiter, als Überraschungen zuzulassen, nicht stur sein, offen sein dafür, dass es komplett anders kommt, als gedacht und nicht motzen, annehmen.. zB. dass man leere Kiste ist.
                                        Nicht einer von deinen drei Typen ist in der Lage dir das Wasser reichen zu können, dich wieder frisch verliebt zu machen. Vielleicht ändern sie sich noch, aber schau selbst, lieber leer, als diese Halbware, die sie dir derzeit anbieten.

                                        Kommentar


                                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                          Liebe Elektraa,

                                          danke für deine Gedanken!
                                          Verwöhnt ist relativ. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, wo keiner was mit mir und meinen Interessen anfangen konnte. Nichtmal meine arme Mutter, die mich allein aufzog. Wir gehörten wirklich zu den "Armen" in dem Kaff, wo wir lebten.
                                          Endlich endlich in der Großstadt angekommen, auch durch das Studium, fühle ich mich zuhause. Ich bin dankbar, dass ich viele "Blasen" kenne, eine Art Grenzgänger bin zwischen Millieus. Mit 50 Jahren weiß ich, wo ich hingehöre und wo nicht, und ehrlich gesagt, ich hab es meine ganze Kindheit und Jugend über gewußt. Ich hab auch immer gewußt, dass ich studieren will und meine Talente in Forschung, Lehre, Kunst und Kultur liegen.
                                          Mit Sport halte ich mich körperlich und mental fit, und die Energie von Gruppensport ist nicht zu unterschätzen.

                                          Es ist ja keine völlige Leere in meinem Leben, sondern es ist nun vor allem gefüllt mit Dingen, die ich nicht will (was sicher fast jedem mal so geht), und mir fehlt der Ausgleich.
                                          Ich studiere nur noch online. Ich führe Interviews per email. Ich diskutiere per email. Ich hab nur noch whatsapp- und email-Kontakt zu meinen Freunden. Zwischendurch streite ich mit V.

                                          Dann sehe ich noch, welch ein Ruck durch dieses Land geht bzgl. der Einstellung zu Andersdenkenden, diese Forderung nach Konsens, die ein ganz anderes Regierungssystem bedingen würde. Es ist gruselig. Und der Lockdown wird nicht den gewünschten Erfolg bringen, aber einen schon - die Menschen werden sich an die innere Distanz zu anderen gewöhnen, weil sie Angst haben, und sofern die unbewußt ist, bleibt sie dann auch bestehen. Aber das steht hier nicht zur Diskussion jetzt. Es ist halt so, dass ich nicht nur meine unbedeutende Beziehungssituation sehe, sondern mich im gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang.

                                          Diese Geschichte mit A. ist bei weitem nicht meine schlimmste Krise, aber die erste, die ich öffentlich anonym im Internet diskutiere. Vor allem, weil ich noch keine persönliche Erfahrung mit gescheiterten Ehen habe. (Die Ehe meiner Eltern hab ich nicht mitbekommen, die haben sich getrennt, als ich 2 Jahre alt war - aber siehe da, hat auch nicht geklappt.)
                                          Es war immer schwierig für mich, mich aus Beziehungen zu befreien, wenn ich wirtschaftlich verwickelt war. Das fing an mit der Beziehung zu meiner Mutter und setzte sich fort in meinen Paarbeziehungen (gemeinsame Wohnung = Halbkatastrophe, deshalb hab ich das weitestgehend vermieden, wenn es ging). Bisher hab ich es immer geschafft mich zu lösen, aber ich hab schon ganz gut Federn gelassen.
                                          Verletzungen, die mich auf mich zurückwerfen ob Zwangspause etc. hatte ich auch schon. Nicht so drastisch wie du, aber nen Wirbelbruch kann ich auch aufweisen. Ich erinnere mich, wie ich mich gefühlt habe, als man mir sagte, ich dürfe mich keinesfalls bewegen, sonst Querschnitt. Zum Glück stimmte das nicht, der Bruch war stabil. Hat aber ewig gedauert, bis das richtig verheilt war, da hat man ja ewig Schmerzen. Ich schätze mal, du hast möglicherweise auch noch Spätfolgen, oder?
                                          Ich bin im Leben auch schon oft und weit gereist, da hatte ich Glück. Nicht so nen Pauschalreisen-Kram, sondern (verwandte, befreundete) Menschen besuchen in Neuseeland oder USA z.B..
                                          Ich hatte auch schon mal eine "Hütte", d.h. ein ganzes Haus (am Golfplatz, nicht am Wald) zur freien Verfügung, das ich mit meinem damaligen Partner nach unserem sehr bunten Geschmack selbst gestaltet habe, er hat den Garten und die Terrasse schön gemacht. Wir hatten das coolste Haus in der ganzen Umgebung. (Leider ist die Beziehung in die Brüche gegangen, weil er nicht mehr ohne Alk und Drogen konnte. Er hatte tiefliegende Probleme aus einem in der Kindheit erlebten Mißbrauch, die er erst nach unserer Trennung angehen konnte. Und er war gewalttätig mir gegenüber, weil er ständig projiziert hat. Ach, was war das für ne Geschichte... würde ein ganzes Kapitel füllen.. egal, auch nicht das Thema hier. )

                                          Ich weiß, was ich brauche für meine Entwicklung, und auch, woher ich es bekommen kann, aber da dieses "woher" immer auch von anderen abhängt (so isses halt in einer Gesellschaft), klappt das nicht immer zeitig.

                                          Du hast recht in Bezug auf die drei Männer, keiner hat "alles". Aber ich glaube auch nicht mehr daran, dass es einen Partner gibt, der alle Bedürfnisse erfüllen kann. Ich würde sogar behaupten, es ist rücksichtslos und vermessen, sowas zu erwarten (so wie V. es auch von mir immer erwartet hat - das ist einfach zu viel für einen Menschen!).
                                          Andere sind ja nicht dazu da, mir zu dienen. (Auch wenn A. mir sowas versichert hat, er sei geboren, um mich zu lieben, blabla - und sich nun seit 2 Tagen nicht mehr gemeldet hat. Wie soll ich nur leben ohne meinen Diener A.?? Oh je oje... (;o)))
                                          Der kann wirklich nur ganz oder gar nicht, und ich bin glaube ich viel zu komplex und sensibel für den. Und weil ich komplex bin (und das sind ja nicht wenige Menschen, glücklicherweise), geh ich davon aus, dass 1 Partner nie alles abdecken kann. Muss ja auch nicht.

                                          Hab nen schönen Tag!
                                          Ich hab heute so viel zu tun... puh. Einiges davon ziemlich herausfordernd.

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                                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                            „Geboren um dir zu dienen...“
                                            Meldet sich dann aber Monate nicht, vor allem erst wieder als du Schluss machst...
                                            Wie schade dass es hier den Tränenlach-Smiley nicht gibt!
                                            Das glaubt man ja gar nicht dass man(n) sowas sagt und dann so handelt. Aber kommt in unterschiedlichen Versionen/Situationen natürlich doch immer wieder vor.

                                            Ich denke übrigens, dies ist ein Ansatzpunkt, den du verwenden kannst:
                                            Schreib ihm, die Begegnung war wieder nett, aber du hast nochmal überlegt und magst das so nicht mehr, hast eh andere Angebote.
                                            Und dann blockiert du ihn oder ignorierst ihn erstmal, wenigstens ein paar Wochen. Da wirste aber mal gucken, wie der auf einmal springt, wette ich, so wie es bis jetzt war.
                                            Und danach kann „Operation Sexspielzeug“ beginnen...

                                            Jetzt brauch ich eigentlich wieder den Tränenlach-Smiley...

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                                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

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                                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

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                                                richtig, einem solchen Diener hätte ich längst gekündigt ;o)
                                                Und weißt du was - deine fiese Idee spricht meine bösartige Seite unmittelbar an, ich hab wirklich Lust, deinem Vorschlag zu folgen!
                                                Wäre natürlich schöner, N. stünde wirklich direkt zur Verfügung. Von den Kerlen, die willig wären, ist er der einzige, mit dem ich gut kann und auch will.
                                                Aber was soll's, ich hab nix zu verlieren...
                                                Danke, liebe Tired, für den Smiley!!!

                                                Habt nen wundervollen Tag!!!
                                                GLG, V

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                                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                  ok, Mädelz, ich hab's getan. Mal sehen, (ob) was kommt. Aber zumindest lache ich wieder, ich danke Euch!!!!

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                                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                    Ihr findet das witzig, aber warum macht ihr das überhaupt? Genugtuung? Schadenfreude?

                                                    Man muss nicht extra drauftreten, man könnte auch stillschweigend den Rückzug antreten.

                                                    Wie primitiv

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