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Sexualität und Internet

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  • Sexualität und Internet

    Besonders für die Herren Giolem und Filip habe ich hier einen kleinen Pfingstgruß, weil wir neulich dieses Thema berührt hatten:

    https://www.coliquio.de/wissen/Praxi...e-buettner-100

    Der Artikel bietet einen ordentlichen Überblick über das o.g.Thema aus der Sicht einer Sexualtherapeutin.

    Viel Spaß beim Lesen - und einen schönen zweiten Feiertag.

  • Re: Sexualität und Internet

    Besonders für die Herren Giolem und Filip habe ich hier einen kleinen Pfingstgruß, weil wir neulich dieses Thema berührt hatten:

    https://www.coliquio.de/wissen/Praxi...e-buettner-100

    Der Artikel bietet einen ordentlichen Überblick über das o.g.Thema aus der Sicht einer Sexualtherapeutin.

    Viel Spaß beim Lesen - und einen schönen zweiten Feiertag.
    Hallo Herr Dr. Riecke,

    also erstmal vielen Dank für den Link :-)

    Das bezieht sich wohl zum Teil auf das bereits vorher angesprochene Problem mit den im Internet frei verfügbaren Pornos und des Einflusses derselben auf die "Rammelei" junger Männer, die sich damit vergleichen und das als Leistungsbezogenes Ziel ansehen.

    Ohne das im Detail zu diskutieren:
    • was bitteschön ist denn, nach anfänglichem Interesse, noch langweiliger als Pornos???
    • na gut vielleicht Fußball schauen
    Und schon allein "leistungsbezogenes Denken" bzw. "- Vergleichen"

    Wie doof (Entschuldigung an die, die sich jetzt angesprochen fühlen ) muss man denn sein, um so etwas als wirklich wichtig anzusehen???
    Das lernen Kinder doch schon im Märchen "Das Rennen zwischen Hase und Igel", dass man vorsichtig sein muss, wer wirklich schneller ist.

    Also für mich gilt: wer meint, seine Sexualität sich durch Pornos vorschreiben bzw. verderben zu lassen, ist selbst schuld, egal wie alt er/sie ist.

    Und die entsprechende Therapie dieser Fehlentwicklungen sollte sich mehr an den Verstand als an die Psyche richten.

    Ihnen und allen anderen auch einen schönen zweiten Pfingstfeiertag :-)

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    • Re: Sexualität und Internet

      Den Link kann ich leider nicht öffnen.
      Aber, es ist ja teilweise bekannt was Pornos so alles verursachen können.
      Ich würde da nicht nur auf die Leistungsideologie schauen, je nach Genre, können Pornos ein frauenfeindliches, sexistisches und auch rassistisches Frauenbild fördern, da in den meisten gängigen Pornos die Frau immer eine Position hat wo es gilt sie in irgendeiner Form zu brechen, bis hin zur Erniedrigung, sie ist fast immer in einer eher passiven Situation und der der Hengst so wie es vermeintlich sein sollte.
      Männer die vor allem über solche Pornos ihre Sexualität entdecken, sind eher nicht gut für eine Frau und eventuell kann diese dann auch froh darüber sein wenn es nur einige Sekunden dauert bis er fertisch ist.

      Ja, über den Verstand sollte therapiert werden, das Problem dabei, Sexualität läuft nicht über den Verstand, eine Prägung läuft ausschließlich über das Belohnungs/ Lustzentrum und der Verstand übernimmt dann einfach das was die guten Gefühle macht.
      Man kann also über den Verstand seine Praxis ändern, aber das was diese Pornos bewirken muss über das Erleben verändert werden (wo man über den Verstand die Situationen und Vorgehensweisen verändern kann, also den Weg dorthin zu kommen) und damit auf der Gefühlsebene das Lust und Belohnungszentrum beeinflusst.

      Ich würde solche Extreme mit einem Zwang oder einer Sucht vergleichen, es ist schwierig dieses Verhalten zu ändern, weil ein anderes Verhalten erst einmal die Trigger zum Kick ausschließt.
      Es bedeutet Verzicht und steht wieder dem erworbenen falschen Bild von Sexualität entgegen und es bedeutet anderes z:b: die Frau als menschliches Wesen auf das eingegangen werden muss, in den Mittelpunkt zu stellen, nicht die eigene Standhaftigkeit.
      Wenn das geändert wird, fehlt das was bis dahin Sexualität ausmachte, das Lustzentrum muss erst einmal darben und genau das passt nicht zu dem was bis dahin von den Pornos suggeriert wurde.

      Es ist doch im Grunde auch eine Konditionierung, nichts anderes als zu wenig echte Frauen von denen sich Mann auch mal leiten lässt und zu viel Beschäftigung mit virtuellen Hilfsmitteln, was genauso schwer aus dem Manne wie aus der Frau (wenn sie an die falschen Partner geraten ist) heraus zu bekommen ist.
      So beeinflussen Pornos bestimmter Genres nicht nur die männliche Sexualität negativ, sondern auch die ihrer Partnerinnen.

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      • Re: Sexualität und Internet

        Ich wünsche auch allen einen schönen Pfingstmontag.

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        • Re: Sexualität und Internet

          ....
          So beeinflussen Pornos bestimmter Genres nicht nur die männliche Sexualität negativ, sondern auch die ihrer Partnerinnen.
          ich meinte, dass ich über meinen Verstand bzw. sollte dieser mir abhanden gekommen sein, über den Verstand meines Therapeuten entscheiden kann, dass Pornos manchmal unterhaltsam sein mögen, aber eher weniger als Vorbilder geeignet sind ... (manche können es vielleicht doch sein )

          in etwa so, wie ich normalerweise mein Fahrverhalten nicht unbedingt aus Formel 1 Rennen abschauen sollte

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          • Re: Sexualität und Internet


            in etwa so, wie ich normalerweise mein Fahrverhalten nicht unbedingt aus Formel 1 Rennen abschauen sollte
            Ja, machen aber dennoch recht viele Menschen genau so und selbst nachdem einer bei drauf geht geht es munter weiter.

            (manche können es vielleicht doch sein
            Ganz sicher, nur sind das leider Nischen, mit denen sich der pubertierende Jüngling (und nicht nur der) selten beschäftigt.

            Ich glaube das ist auch ein Zusammenspiel, der Vorlieben des Papas, wie er mit der Mama umgeht, welche Filmchen er auf dem PC hat, die der Spross irgendwann einmal entdeckt.
            Eigentlich ist ungefilterter Pornokonsum doch auch ein Teil mangelnder Aufklärung und dessen was die Eltern vorleben, aber die wissen ja selber nicht dass Porno eben nicht gleich Porno ist und Konsum nicht immer nur der bloßen SB dient.
            Das ist immer noch ein Tabuthema, ich denke wenn Porno gucken endlich mal die Schmuddelecke verlassen würde, offen darüber gesprochen wird auch in der Familie und Schule, dann könnte man der Sucht besser vorbeugen und auch die Qualität der Pornos würde sich in allen Genres verbessern, alleine weil sich dann auch die Mädels trauen würden mit zu reden.

            Gerade durch das nicht drüber reden können, ohne Scham, haben die realitätsfremden Pornos den größten Erfolg, weil sie vermeintlich zeigen wie jemand zu funktionieren hat wenn er ein Mann sein will und niemand widerspricht und sie sind halt überall und günstig zu haben, was ja Qualität und Realitätsnähe eigentlich schon ausschließt.

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            • Re: Sexualität und Internet

              Wenn man nicht eingreift?

              Pornosüchtige stoßen an Grenzen und nichts gehts wem an, wenn das jemand ist... bis er seine Grenze erreicht hat...... und die wird er auf ganz natürliche Art erreichen .


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              • Re: Sexualität und Internet

                Wenn man nicht eingreift?

                Pornosüchtige stoßen an Grenzen und nichts gehts wem an, wenn das jemand ist... bis er seine Grenze erreicht hat...... und die wird er auf ganz natürliche Art erreichen .

                ich denke auch: die Realität holt einen doch recht schnell ein und dann ist es vorbei mit der Rammelei

                Kommentar


                • Re: Sexualität und Internet


                  ich denke auch: die Realität holt einen doch recht schnell ein und dann ist es vorbei mit der Rammelei
                  Ja, mit der Rammelei und die Frauen gehen, sofern sie nicht auch ein queres Verständnis von Sex und Liebe haben, aber die Filmchen bleiben.:-)

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                  • Re: Sexualität und Internet

                    https://www.tagesspiegel.de/gesellsc.../24376458.html

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                    • Re: Sexualität und Internet

                      Ich bin überzeugt, dass da das größere Problem beschrieben ist: Die Menschen verlieren durch das Internet die bisher üblichen sozialen Bindungen. In meinem Umfeld kann ich das fast jeden Tag sehen: Teenager gehen kaum mehr raus, die Kontakte werden ganz anders gepfelgt als früher.

                      Keine Ahnung, ob ich in der Beziehung besonders bin: Ich hatte ab zwölf, dreizehn Jahren dauernd Zugriff auf Hardcore-Pornos (gedruckt, später auch als VHS-Cassetten), und hatte vor meinem eigenen ersten Mal mit sechzehn sicher Hunderte Cumshots ins Gesicht gesehen, zig Doppel-Penetrationen. Die Beziehung zu dem Mädchen hatte sich aber über Wochen aufgebaut, wir waren wahnsinnig verliebt ineinander. Und der erste Sex war ein vorsichtiges Abtasten, ein Rausfinden, was dem anderen Gefällt, was schön ist, und was weh tut. Mir war sehr klar, dass mein erstes Mal nicht so laufen würde wie in den Pornos.
                      Wenn ich den Tagesspiegel-Beitrag lese, dann bestätigt der mein Vorurteil: Dass der digitale Kontakt-Aufbau eine stark funktionale Komponente hat, die optimiert werden will: So schnell wie möglich zur heißesten verfügbaren Schnecke, die man dann in den sozialen Netzwerken als Trophäe zeigt. Volles Programm, so schnell wie möglich.

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                      • Re: Sexualität und Internet

                        Ist das nicht komisch? Man kommt bei Forschungen drauf, dass es immer weniger so läuft, wie wir es hatten und was geht uns das an?
                        Es gibt kein "leider, du bist ein Virtueller"- die finden sich alle, die zusammenpassen und haben ihren Spaß oder Leidensweg mit sich selber auszumachen, nicht mit uns Zusehern.

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                        • Re: Sexualität und Internet

                          So schnell wie möglich zur heißesten verfügbaren Schnecke, die man dann in den sozialen Netzwerken als Trophäe zeigt. Volles Programm, so schnell wie möglich.
                          Ja, es hat sicher eine neue und sehr rasante Qualität.
                          Aber das Herzeigen von Trophäen, das war schon in der analogen Welt üblich, es wusste immer jeder wer, wen, wie flach gelegt hat und es hat sich verbreitet.

                          Ich glaube die Neigung das Optimum zu erreichen und es dann kund zu tun hat der Mensch auch schon immer, durch das Internet ist es nur schneller optimiert worden.
                          Das kann natürlich katastrophal sein, für pubertierende, die nicht weiter denken als bis zur nächsten Trophäe und noch katastrophaler ist es für die Trophäen selbst.

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                          • Re: Sexualität und Internet


                            Ja, es hat sicher eine neue und sehr rasante Qualität.
                            Aber das Herzeigen von Trophäen, das war schon in der analogen Welt üblich, es wusste immer jeder wer, wen, wie flach gelegt hat und es hat sich verbreitet.

                            Ich glaube die Neigung das Optimum zu erreichen und es dann kund zu tun hat der Mensch auch schon immer, durch das Internet ist es nur schneller optimiert worden.
                            Das kann natürlich katastrophal sein, für pubertierende, die nicht weiter denken als bis zur nächsten Trophäe und noch katastrophaler ist es für die Trophäen selbst.
                            Wenn man richtig hinschaut, dann ist ein Mädchen, das als Trophäe gehandelt wird, nicht jemand zum Ausweichen, sonst würde man ja nicht damit prahlen, wenn man sie aufs Kreuz gelegt hat, sondern sich schämen.

                            Wieso sagt man dann zu solchen Girls, dass sie sich schämen sollen, wo sie doch für andere eine Art Pokal darstell? Verstehst du das tired?

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                            • Re: Sexualität und Internet


                              Wieso sagt man dann zu solchen Girls, dass sie sich schämen sollen, wo sie doch für andere eine Art Pokal darstell? Verstehst du das tired?
                              Interessante Frage.;-)
                              Ich denke weil die Menschen immer jemanden raus deuten der unter ihnen steht, schlechter ist, weniger wert als sie selber und sich vor allem nicht wirklich wehren kann.
                              Im Grunde ein armseliges aufwerten der eigenen Person, durch das deutlich machen dass da jemand noch weniger wert ist, aufgebaut auf Lügen und Scheinmoral.
                              Deshalb sind fast immer jene die bösen und schmuddeligen, die in der Minderzahl sind und damit sie das bleiben, verbündet man sich in der Lästerei mit allen die leicht zu beeinflussen sind und gerne zu den besseren Menschen gehören wollen.

                              Das Herziehen über andere, ist doch fast immer darin begründet dass man sich selber klein und mies fühlt.

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                              • Re: Sexualität und Internet


                                Das Herziehen über andere, ist doch fast immer darin begründet dass man sich selber klein und mies fühlt.
                                Das war nicht mein Punkt. Lest das Interview im Tagesspiegel. Ich finde es spannend, dass die ganze sexuelle Befreiung, die ganzen digitalen Errungenschaften, die ganze Tinderei dazu führen, dass die jungen Leute weniger Sex haben als wir damals. Weil der meiste Sex halt doch in Beziehungen stattfindet.

                                Ich finde es nachvollziehbar, wenn jemand gerne Trophäe ist. Und das können nicht nur Mädchen sein, sondern Jungs genauso.

                                So oder so: Ich habe immer wieder den Eindruck, dass ich zu Affären engere Beziehungen pflege, dass ich sie besser kenne, als das in mancher Beziehung junger Leute passiert. Nochmal: Auch das werte ich nicht: Wer ausschließlich unverbindliche Kontakte mit schnellem Sex will und damit glücklich wird, der hat meinen Segen.


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                                • Re: Sexualität und Internet

                                  Das war nicht mein Punkt.
                                  Nein, das war meine Theorie auf Elektraas Frage.

                                  Ich glaube man kann schlecht sagen, ob das positiv war dass Sex früher vor allem in den Partnerschaften stattfand und heute der Trend in eine andere Richtung geht.
                                  Ich glaube, insgesamt gesehen hatten auch früher die Menschen außerhalb der Ehe viel Sex, besonders die verheirateten Männer, mit ungebundenen Frauen.

                                  Frauen die verheiratet waren, wohl eher weniger, wegen dem Risiko des Verlustes von allem was sie hatten, blieb ihnen oft gar nichts anderes übrig als nur in der Ehe Sex zu haben und früher wurde noch mehr gelogen über die intakte Ehe als heute und das bis heute.
                                  Und in vielen Fällen wurden Frauen gezüchtigt, wenn sie keinen Sex haben wollten, mit dem Segen des Staates und das fällt dann auch unter regelmäßigen Sex in der Ehe, dazu kommt noch dass es eben eine Pflicht war, auch ohne Nötigung wurde sie erfüllt, ob mit oder ohne Spaß daran.

                                  Heute ist Frau frei in der Wahl mit wem sie Sex hat, ohne gleich alles zu verlieren, Männer auch.
                                  Der Reiz Partner zu wechseln sobald es nicht mehr stimmt ist lebbarer geworden, man ist nicht mehr aneinander gekettet mit allem Hab und Gut, also muss man auch nicht mehr so leidensfähig sein wie früher um auch eine schlechte Ehe, in der es nichts weiter als Sex gibt, auszuhalten.

                                  Ich glaube, man kann heute und früher nicht über den Sex vergleichen, weil damit viel zu viel verbunden war, weil die Partner oft so sehr aneinander gebunden waren, dass ihnen kaum eine Wahl blieb wenn sie gesellschaftlich nicht abrutschen wollten.
                                  Das fällt heute zum Teil weg, vielleicht ist es einfach so dass sich heute die Menschen mehr trauen weniger Sex in Beziehungen haben zu können, ohne dass es schwerwiegende Folgen haben kann.

                                  Sicher, es wird natürlich auch genutzt dass man sich ausprobieren kann mit vielen Partnern/Innen, mancher findet dann nie den mit dem er zusammenwachsen könnte, weil bei größeren Problemen alles schnell beendet werden kann.

                                  Da ist die Frage was besser ist und war, ein Mittelweg wäre doch eine gute Sache, in jungen Jahren ausleben, dann ankommen, aber wie man immer wieder hört, sobald der Sex nicht passt, obwohl es ansonsten perfekt sein soll und auch wenn man schon lange zusammen ist, wird eine Trennung in Erwägung gezogen und das war früher nicht so, weil zumindest einer dabei auf der Strecke bleiben musste, samt Kindern.
                                  Deshalb, weil viele Zwänge früher allgegenwärtig waren, von der Gesellschaft und von dem Partnern, deren PartnerIn zu wenig Sex hatten und diesen sogar einklagen konnten (wo der Mann immer im Vorteil war), denke ich dass die Vergleiche mit der modernen Zeit zumindest teilweise sehr stark hinken.

                                  Man kann auch schlecht die Zeit in der es noch keine Globalisierung so wie heute gab, mit heute vergleichen und sagen, früher waren die Menschen meist einem Arbeitsplatz ihr leben lang treu.
                                  Wenn sich der Zeitgeist und die Möglichkeiten verändern, dann müssen sich auch die Menschen verändern und ihr Lebensstil.
                                  Aber heute gibt es immerhin eine Wahl beide Modelle werden gelebt, die kurzlebigen Beziehungen und auch die langlebigen.
                                  Nur auf freiwilliger Basis funktioniert es nicht mehr so oft mit der Langlebigkeit, weil niemand gezwungen ist in einer Beziehung zu bleiben.

                                  Ich kann mir vorstellen, dass Leute die in der Jugend sexuell frei sind und später den einen Partner finde, viel zufriedener sind auch wenn der Sex mal ausbleibt und das vielleicht gerade weil es in jungen Jahren dann doch nicht so wild zugeht wie es suggeriert wird, dadurch erst gelernt wird was ein fester Partner/In wert ist und eine Bindung später umso mehr geschätzt wird.

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                                  • Re: Sexualität und Internet

                                    Hast du das Interview beim Tagesspiegel gelesen?

                                    Dr. Riecke wirft mit seinem Einstieg die Frage auf, ob immer und überall verfügbare Pornografie im Internet den Sex verderben. Meine Gegentheorie, gestützt durch den Tagesspiegel-Artikel, ist: Die Veränderung im Beziehungsverhalten verändert mehr als die Pornos.

                                    Die Expertin sagt: Menschen wünschen sich nach wie vor das alte Beziehungsmodell Familie. Tinder und andere Online-Kontaktmöglichkeiten liefern aber was anderes.

                                    Wenn ich von "wir damals" schreibe, dann meine ich übrigens nicht die Fünfziger, sondern die Neunziger.

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                                    • Re: Sexualität und Internet

                                      Okok. 16 war ich in den Achtzigern. Aber es geht ja nicht um alte Ehepaare, sondern um die Anbahnung von Zwischenmenschlichkeit.

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                                      • Re: Sexualität und Internet

                                        Die Veränderung im Beziehungsverhalten verändert mehr als die Pornos.
                                        Das denke ich doch auch, deshalb der Vergleich, Veränderungen in anderen Lebensbereichen haben da meiner Meinung nach den größeren Einfluss darauf wie jemand seine Beziehungen gestaltet und sehnen tut sich doch fast jeder nach dem passenden Gegenstück.

                                        Ich glaube, Pornos und Singlebörsen haben zwar einen Einfluss, aber in so großem Umfang eher nur auf eine Minderheit, die es aber früher schon gab, nur gibt es heute mehr davon weil der Zugang leichter ist.
                                        Oder besser gesagt, sie haben zumindest anfangs, Zeitweise, auf jeden einen (oft schädlichen) Einfluss, nur bei den meisten relativiert es sich wieder, andere bleiben hängen.

                                        Es gibt beides, jene die sich durchs Internet den Sex verderben und jene bei denen es nicht so ist, Pornos, Partnerbörsen maximal als Ergänzung dienen.

                                        Wenn wir nun darüber schreiben wie es ist, dann verallgemeinern wir, aber da es beide Gruppen gibt können auch beide Meinungen richtig sein.
                                        Man kann nicht sagen es ist so, weil es bei hundert Leuten so ist, jene bei denen es anders läuft sind ja trotzdem da und deren Zahl ist auch nicht gerade gering.

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                                        • Re: Sexualität und Internet

                                          Früher hat man sich Zuwendung und Freunde und einen Heiratskandidaten da finden müssen, wo man körperlich anwesend war, heute gehts auf Bestellung, online.
                                          Wenn man die Seiten so durchschaut, nach was suchen die meisten? Was wird meist angeboten?

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                                          • Re: Sexualität und Internet

                                            Wisst ihr was? Zum Glück beobachten unsere Kinder nicht bloß, wie geil es in Pornos zugeht, sie beobachten auch verliebte und sich ernsthaft zugewendete Pärchen und die meisten, die sich in der Pornoszene verloren haben, die ekelt es irgendwann ja doch mal. Das muss man abwarten können, bis sie alle selbst den Unterschied erkennen und gelernt haben aus ihren Erkundungsreisen.

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                                            • Re: Sexualität und Internet

                                              Ich denke , das früher auch schon in großen Mengen Pornos konsumiert worden ist. Mein Mann erzählte mir , früher war es in der Schule , hinter Mauer, das einer ein Heft dabei hatte und da wurde drauf gestarrt.
                                              Aber wir beide hatten noch nie eine Vorliebe Pornos uns anzuschauen.

                                              Unsere Kinder haben wir gemäß ihrem Alter , Sexuell Aufgeklärt. Uns war es wichtig, das wir es machen, das sie eine Gesunde Einstellung zur Sexualität bekommen.

                                              Neulich , hat unser Sohn mich auf das Thema Porno angesprochen. Bemerkenswert fand ich, das es nicht seins wäre. auf meine Frage warum? , bekam ich die Antwort: das es Stellenweise , Frauenverachtend sei.

                                              Grundsätzlich würde ich sagen, das nicht jeder junger Mann, von Porno verdorben wird und ist. Aber Bilder setzten sich bekanntlicherweise in Sekunden fest. also einen gewissen Einfluß ist gegeben!

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                                              • Re: Sexualität und Internet

                                                Besonders für die Herren Giolem und Filip habe ich hier einen kleinen Pfingstgruß, weil wir neulich dieses Thema berührt hatten:

                                                https://www.coliquio.de/wissen/Praxi...e-buettner-100
                                                Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

                                                Ich verstehe zwar nicht ganz, warum Sie ausgerechnet mich versuchen, damit anzusprechen, doch ich möchte kurz darauf eigehen:

                                                Pornokonsum und Pornosucht gibt es nicht erst sei dem Internetzeitalter. Es ist durch das Medium lediglich etwas bequemer geworden, sich das Gewünschte direkt auf den heimischen Monitor zu holen, anstatt erst auf die Autobahnparkplätze fahren und alle Mülltonnen nach weggeworfenen "Happy Weekend" etc. durchwühlen zu müssen, wie vor 30 bis 40 Jahren. An der Sache selbst ändert es jedoch nicht viel.

                                                Was ich in dem Artikel jedoch nicht verstehe, was Pornokonsum mit Online-Dating zu tun haben soll! Blind Dating gab es ebenfalls schon vor Jahrzehnten, z. B. in regionalen Anzeigenzeitungen und die Ausbeute war keineswegs schlechter als heute via Internet. Eher noch im Gegenteil.

                                                Eines aber hat sich doch geändert: Die Offenheit der Leute über ihre Sexualität und ihre damit verbundenen Gefühle, Probleme, Erfahrungen etc.zu kommunizieren, weil sie sich in der vermeintlichen Anonymität des Netzes sicher wähnen. Das müßte doch gerade für Ihren Berufsstand als Sexualwissenschafter einen exorbitanten Fortschritt mit früher ungeahnten Möglichkeiten bedeuten, bekommen Sie doch nun frei Haus all das an Material präsentiert, was Sie früher in langwierigen Umfragen per Post oder über Leserbriefe in Zeitschriften zusammentragen mussten.

                                                g.

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                                                • Re: Sexualität und Internet

                                                  "bekommen Sie doch nun frei Haus all das an Material präsentiert"

                                                  Stimmt.

                                                  Danke für Ihren Beitrag, Golem, ich hatte ihn schon vermisst.

                                                  Sicher waren Sie im Urlaub...

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