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Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

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  • Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

    Nach einer kurzen Beziehung hat mein Freund sich von mir getrennt (sie sowie ich in Person war für meinen Freund anstrengend und kompliziert: Kommunikation, zu viel Nähe, zu wenig Freiräume). Wir sehen uns weiterhin als Freunde, weil er so will, weil er so kann. Er kommt mit dieser Freundschaft ganz gut klar. Er kann nicht mit mir, kann auch nicht ohne mich :-( Er konnte nicht weiter und hat zuerst vorgeschlagen, eine Pause zu machen...die Pause ist plötzlich in die Freundschaftsphase seinerseits übergegangen. Er ist distanziert und abweisend geworden, hat sich in die Arbeit reingestürzt. Nun weiß ich nicht, wie lange diese Pause dauert und ob das eine Pause ist. Die Nähe und Wärme ist nicht mehr da. Es ist alles da: Freude, Vermissen, Treffen und gemeinsame Aktivitäten, aber keine innige Nähe, Wärme, geschweige von Sex.
    Ich liebe ihn vom ganzen Herzen...ich wollte zusammen an unserer Beziehung arbeiten, reden, weil sie und er mir sehr wichtig sind. Er findet da keinen Redebedarf. Ich fühle mich manchmal ausgenutzt, weil ich ihm immer mehr anpassen muss.
    Ich weiß nicht, wie lange ich noch aushalte? Ich komme oft nicht weiter. Es tut mir weh, von ihm wegzugehen.


  • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

    Er kommt mit dieser Freundschaft ganz gut klar
    Du aber nicht.
    Für ihn ist es natürlich bequem, er behält dich als Freundin und fertig.
    Das kann Mann aber auch nur wenn er nicht mehr liebt, also kannst du dir einen Neuanfang erst einmal abschminken, zumindest spürt er kein Bedürfnis auf eine Beziehung mit dir.

    Du liebst ihn, also ist der Weg einer Freundschaft schmerzlich und fast unmöglich ohne Qual.

    Es ist nicht wichtig was er will und was er kann, oder auch nicht.
    Wichtig ist was du kannst und nicht kannst, reine Freundschaft kannst du jedenfalls nicht.
    Tu dir selber einen Gefallen und brich den Kontakt ab, einmal hast du dann die Möglichkeit alles zu verdauen, Abstand zu gewinnen, vielleicht irgendwann zu einer Freundschaft in der Lage zu sein, jetzt ist es aber noch zu früh dafür.
    Zum anderen, falls es noch irgendeine Chance geben sollte, dann nur wenn er Gefühle für dich verspürt und die spürt er definitiv nicht wenn du allzeit bereit bist, er dich dort hin schieben kann wo er mag und du den Tanz auch noch klaglos mitmachst.
    Er kann überhaupt nur merken ob da noch Gefühle sind, wenn du den Kontakt abbrichst, dann muss er sich entscheiden.
    Ich denke zwar nicht dass er zurück kommt und die große Liebe ausbricht, aber du wirst dadurch, dass er dir weiterhin keine Gefühle gestehen wird, zumindest Klarheit haben und kannst endlich abschließen.

    Solange du das Freundschaftsding weiter mitmachst, obwohl du dazu gar nicht in der Lage bist, solange wird es auch keinen Weg aus der Misere geben.
    Es sei denn du entliebst dich doch noch, was aber auch durch die weiterbestehende Nähe eher unwahrscheinlich ist, gerade das könnte deine Liebe eher befeuern, als dass sie erkaltet.

    Sei nett zu dir und deinem Seelenfrieden, zieh dich zurück.

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    • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

      "Ich fühle mich manchmal ausgenutzt, weil ich ihm immer mehr anpassen muss."

      Das sollten Sie auf keinen Fall tun.

      Es passt nicht zu Freundschaft und erst recht nicht zu einer Liebesbeziehung.

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      • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

        Kann mich dem Experten über mir nur anschließen.
        Liebe ist es erst, wenn man so genommen wird wie man ist und selbst die Eigenheiten beim Partner zu Besonderheiten werden.

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        • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

          Rede dir nicht ein, dass du ihn liebst. Du willst Zuwendung, Küsse, mit ihm, von ihm, egal was es kostet, du willst es. Das klingt eher nach Trotz und Besessenheit, aber net nach beständiger, geduldiger, akzeptierender, selbstloser Freud am andern, was Liebe ja eigentlich wär.

          Ich kenne das von mir selber, mannomann, konnte ich "lieeeben", aber so was von stur und konsequent. Da war kein Trick ausgelassen, um zu erreichen, was ich mir da einbildete. Und wenn es nicht klappte, dann heulte ich bitterste Tränen.
          Verzeihe dir, dass du so bist und versuche dich zu trösten, dass man nicht alles haben kann und darf, wovon man träumt.
          Oder, fang an, diese Linie, die ihr derzeit habt, so richtig fleissig mitzumachen, als ob du Neues übst und lernst. Das anhängliche, von "Süßigkeiten" verwöhnte Mädchen übt Diät halten...bzw. für sich halt wen anderen zu finden, der sie so mag, wie sie halt ist, üppig, klammernd, willensstark, leidenschaftlich, gierig..
          Es gibt welche, die stehen drauf und geben gern nach, wenn du was brauchst, was du willst.

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          • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

            Rede dir nicht ein, dass du ihn liebst. Du willst Zuwendung, Küsse, mit ihm, von ihm, egal was es kostet, du willst es. Das klingt eher nach Trotz und Besessenheit, aber net nach beständiger, geduldiger, akzeptierender, selbstloser Freud am andern, was Liebe ja eigentlich wär.
            Jo, nur zu dieser Form der Freude braucht man keinen Partner, die kann man an jedem ausleben.
            Partnerschaft ist ja mit einer gewissen Exklusivität verbunden und genau darauf will kaum jemand verzichten wenn er verliebt ist, verständlicher weise.

            Bei Freunden, Kindern, Eltern, sonst wem, da kann man sich daran erfreuen wenn es den Leuten einfach gut geht, auch wenn sie mal einen großen Bogen um mich machen.
            Verliebt sein kann aber ohne Zuwendung nicht überleben, nicht zuletzt das Liebesgefühle (im Sinne von verliebt sein) fast immer auch ein Bedürfnis nach Körpergefühlen und spüren wollen, wecken.

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            • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

              Hallo,

              wenn er nicht mit sich reden lässt und nicht aufmerksam auf deine Sorgen wird bzw. keine Interesse zeigt (wofür Freunde doch eigentlich da sind), dann entferne dich etwas von ihm. Auch, wenn es noch so schmerzvoll ist. Hoffentlich erkennt er es dann.

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              • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?


                Jo, nur zu dieser Form der Freude braucht man keinen Partner, die kann man an jedem ausleben.
                Partnerschaft ist ja mit einer gewissen Exklusivität verbunden und genau darauf will kaum jemand verzichten wenn er verliebt ist, verständlicher weise.

                Bei Freunden, Kindern, Eltern, sonst wem, da kann man sich daran erfreuen wenn es den Leuten einfach gut geht, auch wenn sie mal einen großen Bogen um mich machen.
                Verliebt sein kann aber ohne Zuwendung nicht überleben, nicht zuletzt das Liebesgefühle (im Sinne von verliebt sein) fast immer auch ein Bedürfnis nach Körpergefühlen und spüren wollen, wecken.
                Armes Mädel. Für das ist keiner gebaut, "kurze" Beziehungen zu haben und dann weg mit dir..Schubumkehr..das verstört irrsinnig.
                Sie meint jetzt, sie ist falsch und nicht richtig und nicht gut...
                Liebe Rucksack, bleib wie du bist. Genau so wirst du erwünscht sein, beim Richtigen. Allen anderen schmeckst du nicht und das ist gut so.

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                • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?



                  Vielen Dank erstmals für Ihre Antworten. Das hilft, die Situation besser zu verstehen.

                  Ich „passe mich an“, weil das menschliche Miteinander, sei es Beziehung oder Freundschaft, immer das gegenseitige Geben und Nehmen ist. Das ganze Leben ist ein Kompromiss: privat oder auf der Arbeit. Dieser Mensch gibt mir Kraft und positive Emotionen, das Gefühl ‚glücklich zu sein‘. Ich fühle mich gut in seiner Anwesenheit. Er auch. Er sagt es so. Aber nicht 'so oft', nicht 'zu viel' ...

                  Es geht mit nicht um Küsse und körperliche Gefühle, man mag es auch „platonische Liebe“ nennen, aber ich nehme ihn so wie er ist, mit all Macken und Kanten, er hilft mir mit Rat und Tat und…“zusammen ist man weniger allein“ sagt man, oder? Zusammen ist schöner, angenehmer, glücklicher. Nur das „Wie“ haben wir noch nicht gefunden. Wir sind auf der Suche…Ich bin auf der Suche.

                  Dass es alles reibungslos und perfekt ist, das gibt es wohl bei Keinem. Das ist nicht so, dass ich von ihm weggehen will und frage, wie ich das besser verkraften kann. Ich möchte bleiben und harmonisch miteinander leben, was ändern, abwarten, glückliche Momente zusammen erleben. Viele glückliche Momente. Vielleicht muss man deswegen auch auf Distanz gehen, manchmal, das weiß ich nicht.

                  Ich weiß, dass ich richtig und gut bin, so wie ich bin, das bringt mich nicht immer weiter im Leben, wie in dieser Situation.

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                  • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

                    Ich entferne mich von ihm, indem ich mich zurückziehe (=grübele hin und her, fahre nach Hause, gehe spazieren) und ihm 'nen freien Raum gebe. Es fällt mir schwer, an ihn nicht zu denken, aber ich komme damit irgendwie klar. Er fehlt mir und ja, es schmerzt schon daran zu denken, dass er aus meinem Leben weg ist oder sein soll.

                    Vielleicht gebe ich mich mit den kleinen Dingen zufrieden wie Zuwendung, Aufmerksamkeit, Interesse, Zuneigung, Verständnis...aber die sind mir sehr wichtig.

                    Ich versuche es nach und nach. Geduldig und kleinschrittig.

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                    • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

                      Wenn deine Liebe vor allem platonisch ist und er definitiv eine Freundschaft möchte, dann verstehe ich das Problem nicht so richtig.
                      Ihr könnt gemeinsam Zeit verbringen, eure platonische Zuneigung ausleben, eine Beziehung ist dazu ja nicht zwingend notwendig.
                      Genieße die Freundschaft.

                      Warum möchtest du eine Beziehung mit ihm?
                      Was würde die ändern?

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                      • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

                        Die Liebe ist platonisch, weil zu diesem Zeitpunkt keine andere möglich ist und weil er mir die Freundschaft anbietet. Für die Beziehung nach der kurzen Beziehung sei er nicht /noch nicht bereit.

                        Ich meine, wer mag nicht die Nähe und Wärme seines Liebsten nicht genießen. Ich muss nun mal feststellen, dass es ihm manchmal zu viel ist. Meine Freunde möchte ich nicht so oft sehen, umarmen, kuscheln, mit denen plane ich meinen Lebensabschnitt nicht, zusammen zu verbringen, auswandern, zusammen zu wohnen etc...

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                        • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

                          Der Punkt ist, er möchte gerade keine Beziehung.
                          Nun ist die Frage ob du ihn liebst, ist es nur platonisch würde es ja i.O. gehen.
                          Es ist aber nicht platonisch, nur notgedrungen und solange du dir mehr erhoffst, während er weniger möchte, wirst du weiter Probleme haben.
                          Wenn einer verliebt ist und der andere nicht, dann sollte man auf Abstand gehen bis sich die Gefühle gelegt haben, oder der andere möglicherweise auch Gefühle entwickelt.
                          Mit so gegensätzlichen Ambitionen kann man eher keine unbeschwerte Freundschaft pflegen, es tut weiterhin weh, solange du in ihn verliebt bist und von einer gemeinsamen Zukunft träumst.

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                          • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

                            "Mit so gegensätzlichen Ambitionen kann man eher keine unbeschwerte Freundschaft pflegen, es tut weiterhin weh, solange du in ihn verliebt bist und von einer gemeinsamen Zukunft träumst." - Da hast Du recht, Tired. Das ist grade das Schwere an der Sache.

                            Wenn wir uns voneinander entfernen, tun wir uns gegenseitig nicht gut. Man hat ja wenigstens gute Erinnerungen von der kurzen Beziehung...

                            Kommentar


                            • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

                              Wenn wir uns voneinander entfernen, tun wir uns gegenseitig nicht gut.
                              Ich würde eher das Gegenteil annehmen, wenn ihr versucht euch weiter nahe zu sein, mit unterschiedlichen Ambitionen tut es niemandem gut.

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                              • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

                                Ich habe versucht, mich räumlich zu distanzieren: habe mich eine Woche nicht gemeldet. Ich muss sagen, es ging und geht mir nicht gut dabei. Es ist eine Leere, eine emotionale Leere da. Nicht dass ich keine Freunde habe, aber Freundschaft ist was anderes. Mir fehlt dieser Mensch, diese Freude, das Gefühl, zu lieben und geliebt zu werden. Ich merke eine gewisse Lustlosigkeit und Apathie, aber das ist schon eine andere Geschichte. Ich habe das Gefühl, dass ich so emotional abstumpfe...vielleicht muss ich einfach durch.

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                                • Re: Ich muss mit der Freundschaft statt Beziehung. Hätte jemand einen Rat parat?

                                  Wer weiß.
                                  Wenn du und dein Freund die gleichen Ambitionen hättet, zu lieben und geliebt zu werden und sei es auch nur auf der Ebene einer Freundschaft, dann wäre es ja vollkommen ok und gut für euch beide.
                                  Wenn er aber nichts weiter möchte als eine ganz normale Freundschaft und nur du lieben und geliebt werden möchtest, dann wäre der Kontakt nur ein Aufrechterhalten einer Illusion, die früher oder später ohnehin schmerzen wird.

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