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Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

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  • Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

    Hallo.

    Wenn es das falsche Forum ist bitte verschieben.

    Es ist eigentlich so viel was man erzählen könnte aber ich versuche mal mich aufs wesentliche zu beschränken.
    Ich bin 21 und meine Partnerin 22. Wir sind nun ca ein Jahr zusammen, waren vorher sehr lange
    sehr gut befreundet. Momentan führen wir eine Fernbeziehung und sehen uns nur ein mal in der Woche, für 1 oder 2 Tage.
    Sie ist seit ihrer Kindheit / frühen Jugend stark depressiv. Therapien bei Psychologen haben nie etwas genutzt, sie war sogar vor kurzem 3 Monate lang in klinischer Behandlung - auch das zeigte keine verbesserung. (Ist ja auch klar, dass man jahrelange psychische belastung nicht in 3 monaten wieder wegbekommt, aber dennoch)
    Ihr Zustand hat sich aktuell noch weiter verschlechtert... sie verspürt überhaupt keine Emotionen mehr, fühlt und empfindet eigenltlich nichts. Sie kann auch nicht mehr sagen, ob sie mich liebt oder nicht, was damit einher geht.
    Körperliche Nähe ist nun noch weniger als vorher, sie kann mich nicht einmal mehr küssen - wieso sollte man das auch tun wenn man dabei nichts fühlt.
    Generell ist sie noch Jungfrau, und noch nicht bereit für sex (nicht zuletzt weil sie absolut kein sexuelles verlangen verspürte - noch nie), ein Kinderwunsch besteht jedoch.. wir stellen uns unsere gemeinsame Zukunft vor. Es könnte alles so perfekt sein.
    Sie denkt sie würde mich immer noch lieben wenn es ihr gut ginge, aber weiß es momentan halt nicht.

    Was soll ich tun?
    Eigentlich denke ich, ich bleibe bei ihr und warte ab bis es ihr wieder besser geht. Depressionen kommen und gehen nunmal. Aber gibt es überhaupt eine Aussicht auf besserung zwischen uns?
    Ich bekomme null Liebe und alle meine Versuche ihr "Liebe zu geben" verlaufen im nichts.
    Ich bin bereit das auszuhalten, weil ich sie liebe... und ich habe noch Hoffnung.

    Aber rational und objektiv von außen betrachtet - ist es falsch was ich tue?
    War / ist jemand in einer ähnlichen Situation und hat irgendwelche tipps?

    Danke fürs lesen.


  • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

    Hallo Damian,

    im Normalfall äußern sich Depressionen in Phasen.
    Sie gehen also wieder vorüber, auch ohne irgendeine Behandlung, man kann nur nicht vorhersehen wann genau und sie werden vermutlich auch wieder kommen.
    Deine Freundin wird das wahrscheinlich nie ganz los werden, so eine Erkrankung prägt ohnehin, selbst wenn es einem irgendwann wieder gut geht bleibt diese Erfahrung lebendig.
    Es gibt durchaus Hoffnung auf erhebliche Besserung, wenn die richtige Therapie gefunden wird.

    Es wäre natürlich von Vorteil wenn deine Freundin wüsste was ihr so zusetzt, da sie schon seit ihrer Kindheit Probleme hat, würde ich mal darauf tippen das die Ursache auch dort liegt.

    Nun gibt es viele Möglichkeiten Depressionen zu bekämpfen, die unterschiedlichsten Therapieformen und Selbsthilfemaßnahmen.
    Wichtig fände ich einen Psychiater zu haben, der deine Freundin begleitet, ggf. auch Medikamente verschreibt.
    Eine Psychotherapie ist nicht wie die andere, da wäre die Frage was für eine hat deine Freundin gemacht?
    Ich würde da zu einer tiefenpsychologischen Therapie raten, die meiner Meinung nach am besten zu der langen Leidenszeit passen würde.
    Ganz wichtig ist dabei einen Therapeuten zu finden der auch passt, wenn es nicht so ist auch den Mut zu haben das zu sagen und zu einem anderen zu gehen.

    Du selber kannst nicht viel mehr tun als deiner Freundin zur Seite zu stehen, geduldig und ohne Vorwürfe.
    Dabei sollte dir aber klar sein, es könnte ein sehr langer Weg werden den du dann auch auf dich nimmst.
    Deshalb ist es wichtig in der Beziehung ehrlich zu ihr, aber auch zu dir selber ehrlich zu sein.
    So das du dir nicht mehr zumutest als du auch packen kannst und genauso ein Augenmerk auf dich und dein Wohlbefinden hast.

    Auch noch sehr wichtig ist das ihr den Kontakt zu Freunden nicht verliert, viele schöne Dinge macht, auch während einer Depression ist es wichtig zu versuchen einigermaßen aktiv zu bleiben.
    Ich denke deine Freundin wird das alles wissen, so könnt ihr euch auch darüber austauschen was du tun kannst um ihr zu helfen, was du lieber, in welchen Stimmungen sein lassen solltest.

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    • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

      Danke für deine Antwort, ich werde mich später eventuell länger dazu äußern.

      Nur ganz kurz erstmal: Die Depressionen kamen aufgrund des Todes ihrer besten Freundin (Grundschulalter). Familienentwicklung, später Mobbing und andere Begebenheiten verstärkten das ganze erheblich.

      Sie sucht gerade nach einem neuen Psychologen. In der Klinik hatte sie alle möglichen Therapien die alle mehr oder minder keine Auswirkung zeigten. Davor hatte sie bei Psychologen eigentlich nur die ganz normale Gesprächstherapie. Sie weiß ja genau, was in ihr vorgeht, sie weiß was die Depressionen mit ihr machen und wo sie herkommen. Sie kann das alles rational betrachten und analysieren, aber es ändert eben nichts an ihrem Zustand. Ein Psychologe der versucht ihr zu erklären, woher die Depressionen kommen bringt ihr also nichts...

      Kommentar


      • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

        Ein Psychologe der versucht ihr zu erklären, woher die Depressionen kommen bringt ihr also nichts...
        Doch eigentlich schon.
        Die Depressionen kommen ja nicht direkt durch den Tod, oder das Mobbing (sonst ginge es noch viel mehr Menschen so schlecht), sondern durch das was die Erfahrungen mit einem anrichten.
        Was sie auslösen an Ängsten und sonstigen Gefühlen und warum das bei ihr so ist, da es ja nicht bei allen Menschen so kommt wenn jemand stirbt.
        Wenn man das etwas entwirrt, dann kann schon die ein oder andere Erkenntnis dabei herauskommen und damit kann man dann arbeiten.

        Deine Freundin sollte darauf achten das es ein psychologischer Psychotherapeut ist und auch nach den Zusatzqualifikationen schauen.
        Das dort viel geredet wird ist normal, denn genau dadurch gewinnt man selber die Erkenntnisse.
        Die Erklärungen der Psychotherapeuten sind nicht so wichtig, wie der Umstand das man auch selber drauf kommt und versteht, genau das können solche Gespräche bewirken und ergeben damit Ansatzpunkte für das weitere Vorgehen.

        Kommentar



        • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

          "für das weitere Vorgehen."

          ich habe das gefühl ggenau diese Ansatzpunkte und Grundlagen existieren bereits, nur das weitere Vorgehen... das kommt eben nicht..

          Kommentar


          • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

            Normalerweise wissen die Therapeuten schon was sie tun, besonders wenn sie auch entsprechende Erfahrungen haben.

            In einer Klinik ist das natürlich ein bisschen anders, da geht es vor allem um Krisenintervention und auch darum die Behandlung auf den Weg zu bringen.
            Die Hauptarbeit kommt dann erst mit dem niedergelassenen Therapeuten, umso wichtiger ist es einen zu haben zu dem sie Vertrauen aufbauen kann, der ihr sympathisch ist.

            Das ist auch meist das Hauptproblem, vieles wird nicht angesprochen, weil es zu peinlich ist, oder zu schmerzhaft.
            Klar das man versucht dies zu meiden, da brauchts viel Feingefühl vom Therapeuten um die richtigen Fragen zu stellen und gleichzeitig nicht zu überfordern und eben sehr viel Vertrauen von deiner Freundin um da auch ganz offen sein zu können.
            Das Vertrauen was sie zum Therapeuten der Klinik aufgebaut hat, muss beim neuen erst einmal wachsen, auch das braucht Zeit.
            Manchmal braucht es Monate um dieses Vertrauen zu erlangen und bei solchen Therapien muss man auch mit Jahren rechnen, in denen es źwar vorwärts geht, aber nur in kleinen Schritten und zwischendurch oftmals auch wieder rückwärts.

            Dazu kommt noch das es immer wieder neue Ansatzpunkte und Erkenntnisse gibt, die Diagnose und Therapie kann sich innerhalb der Gesprächsstunden sogar mehrmals ändern, worauf dann auch wieder eingegangen werden muss.
            Man könnte sagen eine Therapie lebt, passt sich an, verändert sich, ist flexibel.
            Da kann man nicht davon ausgehen das nun alles auf dem Tisch liegt und es endlich mal zur Sache gehen sollte, weil es sehr viele Unbekannte gibt, gerade wenn die Depressionen aus der Kindheit stammen.
            Es kann auch die Gefahr einer Retraumatisierung bestehen, dann muss umso vorsichtiger agiert werden.
            Es ist Detektivarbeit, mit immer neuen Erkenntnissen, die auch wieder verworfen werden, wenn was neues zutage tritt.
            Es geht nicht so einfach wie man sich das vorstellt, ein Jahr hin gehen und man ist geheilt, dazu ist es zu individuell, die verschieden Lebensläufe zu komplex und eben auch nicht vorhersehbar was sich möglicherweise noch auftut.

            Deine Freundin sollte bei der Auswahl genau schauen ob es passt, am besten bei mehreren Therapeuten Termine machen und mindestens das Erstgespräch mitnehmen.
            Es dürfte auch kein Problem sein fünf Stunden zu machen, bevor sie einen Vertrag unterschreibt, bei jedem Therapeuten, um dann bei dem zu bleiben wo sie sich am wohlsten fühlt.

            Kommentar


            • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

              PS,
              manchmal besteht das weitere Vorgehen in ganz einfachen und lapidaren Dingen, Übungen, Hausaufgaben, die nicht als effektiv, oder besonders sinnvoll wahrgenommen werden, oder einfach zu anstrengend sind und deshalb auch nicht umgesetzt werden.

              Kommentar



              • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                "Nur ganz kurz erstmal: Die Depressionen kamen aufgrund des Todes ihrer besten Freundin (Grundschulalter). Familienentwicklung, später Mobbing und andere Begebenheiten verstärkten das ganze erheblich."

                Jede Depression ist behandelbar.

                Nach Ihrer Schilderung wäre die Kombination Psychiatrie und Psychotherapie (in dieser Reihenfolge) vermutlich am sinnvollsten, falls es nicht gelingt, einen ärztlichen Psychotherapeuten zu finden.

                Kommentar


                • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                  Hallo Damian

                  Wie reagiert sie, wenn sie zum Beispiel ein Kleinkind im Arm hat, einen Säugling, ein Baby. Habt ihr das schon einmal versucht?
                  Wie war es bei euch zu Beginn der Beziehung, ab wann wusstest du, dass dieses Mädchen dich als mehr als nur ihren besten Freund haben wollte? Hat sie das gewünscht und auch deutlich formuliert? Ich will eher fragen, hat sie mal wirkliche "Verliebtheitssymtome" gehabt?

                  Kommentar


                  • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                    Wie reagiert sie,
                    Vor allem, was will sie und ist die Beziehung so innig, das du als ihr "Mann" für sie nach Lösungen suchen "darfst"?
                    Das ist sehr sensibles Terraint und es ist ganz schlecht wenn man unterwegs ist um das Beste für den anderen zu tun/suchen, ohne es zu kommunizieren.
                    Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht, das leicht übel genommen werden kann.

                    Kommentar



                    • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                      Hallo Damian

                      Wie reagiert sie, wenn sie zum Beispiel ein Kleinkind im Arm hat, einen Säugling, ein Baby. Habt ihr das schon einmal versucht?
                      Wie war es bei euch zu Beginn der Beziehung, ab wann wusstest du, dass dieses Mädchen dich als mehr als nur ihren besten Freund haben wollte? Hat sie das gewünscht und auch deutlich formuliert? Ich will eher fragen, hat sie mal wirkliche "Verliebtheitssymtome" gehabt?

                      inwiefern meinst du das mit dem Kleinkind im Arm haben?

                      Ja, es war alles ganz "normal" zu Beginn der Beziehung. Ich habe sogar viel zu lange gebraucht um zu rallen, dass sie mehr von mir wollte. Sie ging damals komplett in die offensive.. Körperkontakt, Hand nehmen solche sachen... und irgendwann war es uns beiden klar, und ja wir kamen "deutlich formuliert" zusammen.


                      Vor allem, was will sie und ist die Beziehung so innig, das du als ihr "Mann" für sie nach Lösungen suchen "darfst"?
                      Das ist sehr sensibles Terraint und es ist ganz schlecht wenn man unterwegs ist um das Beste für den anderen zu tun/suchen, ohne es zu kommunizieren.
                      Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht, das leicht übel genommen werden kann.
                      ja die Beziehung an sich ist so innig, ich würde sagen das Verhältnis war es sogar, als wir nicht zusammen waren.
                      Was sie will? Sie will überhaupt nichts. Es ist ihr vor allem momentan einfach absolut bedeutungslos was ich mache und was nicht.. oder irgendjemand anders. Sie hat momentan überhaupt keine Hoffnung oder Vorstellung davon wie es wäre, wenn es ihr gut ginge... Ihr ist einfach alles egal.
                      Dafür kann sie nichts, und sie weiß auch nicht woran es liegt aber es ist so.. wir haben sehr viel darüber gesprochen jetzt in der letzten Zeit..

                      das ganze ist halt nicht gerade unkompliziert..

                      Kommentar


                      • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?


                        das ganze ist halt nicht gerade unkompliziert..
                        Liegt leider in der Natur der Sache.

                        Ihr müsst als erstes schauen das deine Freundin fachlich gut versorgt ist, Psychiater, Psychotherapeut und wie schon gesagt, es wäre gut das in einer Person zu haben.

                        Du selber kannst ihren Depressionen nicht viel entgegensetzen, das gehört in fachliche Hände und dabei kannst du sie dann auch besser unterstützen.
                        Zur Not müsstet ihr schauen ob ein erneuter Klinikaufenthalt Sinn macht, da würde ich mich aber vorab über die Kliniken informieren, das Augenmerk auf die Psychosomatik legen und eben Dinge die woanders eventuell anders gehandhabt werden, als dort wo sie schon war.

                        Aber eins nach dem anderen, sie soll sich zuerst nach ambulanter Unterstützung umsehen, das wäre etwas das schnell geschehen müsste, wenn es ihr schon so schlecht geht das sie kaum noch am Leben teilnimmt.

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                        • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                          "keine Hoffnung oder Vorstellung davon wie es wäre, wenn es ihr gut ginge... Ihr ist einfach alles egal."

                          Das sind klassische Depressionssymptome, die dringend eine Behandlung brauchen.
                          Sie sollten alle Register ziehen, auch wenn Ihre Freundin bisher keine positiven Erfahrungen machen konnte.

                          Kommentar


                          • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                            dr.riecke alle Register ziehen bedeutet in dem Zusammenhang?

                            Kommentar


                            • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                              Das mit dem Kleinkind ist so gedacht: falls sie eines mal ganz nah bei sich hat ( von einer Freundin, von jemand aus dem Bekanntenkreis) , dann könnte sein, dass sie bewegt wird, dass sich etwas in ihr rührt, was uns Frauen irgendwie angeboren ist- Bemutterungsgefühle, Kümmernwollen, Liebhabenwollen..
                              Bei mir war es einmal so, dass ich sogar beim scherzhaften Anlegen eines Babies wieder die Milchdrüsen aktiviert habe, mir Milch einschoß, trotzdem die letzte Stillzeit sechs Jahre zurück lag. So stark hat dieses Grundmuster Einfluss ( im wahrsten Sinne des Wortes) auf mich gehabt, dass die Hormone sofort geflossen sind- ausgelöst rein nur durch diese Körperwahrnehmung.

                              Ich muss dazusagen, für mich ist stillen und ein Baby im Arm haben besonders Glücksauslösend gewesen, immer und immer noch.
                              Es kann durchaus sein, dass deine Freundin "wach" wird, sie sich ihrer Sinne wieder bewusst wird, wenn dementsprechende Wahrnehmungen auf sie Einfluss haben.

                              Der Verstand weiß nichts vom Instinkt. Lust, Liebe, Sinnlichkeit etc. wird vom Hormonhaushalt gesteuert, zumindestens von bestimmten Sekreten, die ins Blut strömen.

                              Um ehrlich zu sein, sind bestimmte Zustände so angenehm, süchtigmachend, dass man sie immer haben möchte und auch irgendwie todunglücklich ist, wenn man sie nicht hat. Bei dir fehlt Küssen, es geht dir ab, dass du nicht "geliebt" ( also geherzt, umarmt, bemuttert, liebkost, berührt etc. ) wirst. Ihr geht es nicht ab. Sie ist reglos , du rege im Produzieren von Botenstoffen und Sekreten und Hormonen. Deine Freundin ist "trocken"gelegt durch den Schock damals, durch viele schmerzhafte Erfahrungen blockiert und eingefroren.

                              Vielleicht hilft ein glückliches Baby, sie zu erinnern, wie man fühlen kann.

                              Kommentar


                              • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?




                                inwiefern meinst du das mit dem Kleinkind im Arm haben?

                                Ja, es war alles ganz "normal" zu Beginn der Beziehung. Ich habe sogar viel zu lange gebraucht um zu rallen, dass sie mehr von mir wollte. Sie ging damals komplett in die offensive.. Körperkontakt, Hand nehmen solche sachen... und irgendwann war es uns beiden klar, und ja wir kamen "deutlich formuliert" zusammen.



                                ja die Beziehung an sich ist so innig, ich würde sagen das Verhältnis war es sogar, als wir nicht zusammen waren.
                                Was sie will? Sie will überhaupt nichts. Es ist ihr vor allem momentan einfach absolut bedeutungslos was ich mache und was nicht.. oder irgendjemand anders. Sie hat momentan überhaupt keine Hoffnung oder Vorstellung davon wie es wäre, wenn es ihr gut ginge... Ihr ist einfach alles egal.
                                Dafür kann sie nichts, und sie weiß auch nicht woran es liegt aber es ist so.. wir haben sehr viel darüber gesprochen jetzt in der letzten Zeit..

                                das ganze ist halt nicht gerade unkompliziert..

                                Wenn du mich fragst, dann haben diese ersten Regungen von ihr doch irgendwie zu sagen: lieb dass du bei mir bist, um mir zu helfen, bis ich wieder auf dem Damm bin.
                                Man braucht manchmal Jahre, bis man wieder rehabilitiert ist. Kannst du so lange warten? Aktiv ist sie ja bereits gewesen, das war sicher zur richtigen Zeit, dass du zum Intimus geworden bist.
                                Vielleicht ist in ihr bereits die Baustelle wieder am reparieren ( ausgelöst durch die Impulse zu Beginn eurer Liebe) und zuletzt, eines Tages, wenn alles wieder fließt und fertig verknüpft und gesund ist, dann hat sie auf einmal Lust, dich anzusehen und zu fragen, willst du mich nun küssen, oder nicht...
                                Kann man neun Monate auf ein Kind warten, obwohl es nicht zu sehen ist, dann kann man auch auf die Sinnlichkeit warten, bis sie voll wieder da ist.
                                Ich habe das Gefühl, es kann richtig unglücklich machen, wenn man nicht sein darf, wie man gerade ist. Depressiv sein ist eine Farbe von vielen Farben, jede Farbe aber hat ihre Berechtigung. Bestimmt löst du diese depressive Zeit nun ab, weil sie bei dir permanent sicher ist und geliebt und geborgen. Grundvoraussetzung zum heilwerden, würd ich sagen.

                                Ich umarme dich und bewundere dich, weil du offensichtlich zu ihr ein echter Freund bist.

                                Gute Nacht
                                Lieben Gruß
                                Elektraa

                                Kommentar


                                • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                                  Man braucht manchmal Jahre, bis man wieder rehabilitiert ist. Kannst du so lange warten?
                                  Ich denke schon.
                                  Ich glaube.. ich hoffe es.

                                  ich hoffe es...

                                  Kommentar


                                  • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                                    Wenn man neben wen sitzt, dann kreuzen sich die elektrischen Felder, die jeden umgeben. Es ist oft schon nützlich, wenn man einfach gut entspannt bei wem in der Nähe ist, das überträgt sich auf den anderen. In diesem Sinne, echt, oder gedanklich kuscheln, leise "beiwohnen", lieb Nachbar sein ist schon hilfreich. Man sagt nicht umsonst, man kann jemanden gute Gedanken schicken und liebe, angenehme Träume. Das Unterbewusstsein ist ein Energiefeld, das mit allem verbunden ist, erst recht mit wem, dem man psychisch, seelisch, körperlich nahe ist.
                                    Man hat diesbezüglich schon verblüffende Sachen erlebt.
                                    Zum Beispiel gabs mal den Tipp, man soll versuchen, jemanden, der traurig schaut besonders lieb gedanklich zuzureden und es wirkte- bei jenem hat sich alles entspannt und zufällig hat jener auch hergesehen und gelächelt. Ich bin sicher, bei manchen sind diese Empfänger- und Sendermechanismen verbindlicher, als Gespräche.
                                    Lieber Damian, hoffe zu Recht. Es wird der Stein schon ins Rollen gekommen sein durch die Verliebtheit von ihr. Wie das Öffnen einer Türe, die geklemmt hat. Bewahre einfach Zuversicht und größtmöglichste Gelassenheit ihr gegenüber. Das steckt sicher an.

                                    Bis dann vielleicht
                                    Lieben Gruß

                                    Kommentar


                                    • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                                      "alle Register ziehen bedeutet in dem Zusammenhang? "

                                      Zur nächsten psychiatrischen Institutsambulanz, dringend um Behandlung bitten.

                                      Falls nicht verfügbar: zu einem Psychiater gehen, den sie noch nicht kennt.

                                      Nach Ihrer Schilderung wird Ihre Freundin zwar nicht wollen. Sie ist aber sicher auch zu blockiert, um ein entschiedenes "´Nein" zu sagen. Sie wird das Prozedere "über sich ergehen lassen": Doch das ist wenigstens ein (neuer) Anfang.

                                      Kommentar


                                      • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                                        Ich wollte nur mal berichten wie es aktuell steht..
                                        es gibt leider nicht viel neues..

                                        Wir werden in den nächsten Tagen jeweils in unsere Studienorte ziehen..
                                        dann beginnt der Abschnitt fernbeziehung.. sie hat bei einem dortigen Psychiater
                                        erst im September einen Termin, und wird dort bezüglich eines therapeuten fragen..


                                        Für mich bleibt nur noch warten... warten darauf dass es ihr besser geht, dass sie mich
                                        wieder lieber lieben lernt oder merkt, dass sie es einfach nicht tut, unabhängig von ihrem
                                        Zustand...

                                        danke euch nochmal für eure Antworten..

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                                        • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                                          sie hat bei einem dortigen Psychiater
                                          erst im September einen Termin,
                                          Nächstes Jahr?
                                          Dann sollte sie woanders einen Termin machen.
                                          In eine Ambulanz kann sie auch ohne Termin, wenn es ihr so schlecht geht.
                                          Mit Therapeuten kann sie auch schon welche machen, die Wartelisten sind eh ziemlich lang.

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                                          • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                                            Achsoo... nein.. ich habe mich vertan. ich meinte november.
                                            Also in gut einem Monat.

                                            Einen Psychiatrieaufenthalt hatte sie ja schon, der irgendwie nichts
                                            gebracht hat, und nochmal wird jetzt schwierig aufgrund des Studiums.

                                            Vielleicht irgendwann in den Semesterferien.. wer weiß..

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                                            • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                                              Einen Psychiatrieaufenthalt hatte sie ja schon, der irgendwie nichts
                                              gebracht hat, und nochmal wird jetzt schwierig aufgrund des Studiums.
                                              Ambulanzen haben erst einmal nichts mit der einem Psychiatrieaufenthalt zu tun, dort werden die Menschen auch ambulant behandelt.
                                              Es geht darum wie dringend es ist, wenn der Termin beim Psychiater in zu weiter Ferne liegt um die Zeit einigermaßen gut herum zu bekommen, dann gibt es die Möglichkeit dort schneller Hilfe zu bekommen.
                                              Das sind Notfälle, Menschen denen es so schlecht geht das die Hilfe Zeitnah da sein muss, aber es geht nicht um eine Einweisung und schon gar nicht wenn man das nicht möchte.

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                                              • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                                                sie hat sich von mir getrennt...

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                                                • Re: Partnerin depressiv - wie geht es weiter?

                                                  Das tut mir Leid für dich.

                                                  Aber mal ganz nüchtern betrachtet, in deinem Alter sollte man unbeschwerter lieben dürfen, ich selber wünsche keinem jungen Menschen das der Partner depressiv ist.
                                                  Das ist einfach zu viel, an Düsternis, Verantwortung und Belastung.

                                                  Ich wünsche dir das du ein Mädel kennen lernst das wieder Lachen und Licht in deine Welt bringt, das du so lieben kannst wie es man es in seiner Jugend tun sollte.

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