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Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

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  • Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

    Sehr geehrter Herr Dr. Riecke,

    mir wurde mal gesagt, dass ein Mensch, der traumatisiert, Brutalität und Gewalt erlebt hat, später nicht nur zum Opfer wird sondern selbst ebenfalls zum seelisch sadistischenTäter wird.

    Man habe immer beide Teile ins sich. Den Täter sowie das Opfer.

    Die Rollen seien austauschbar.

    Mir war das selbst gar nicht so bewusst. Insbesondere, wenn Pillen oder Alkohol ins Spiel kamen, dann fällt die Hemmschwelle weg und die alte angestaute Wut bricht ungebremst aus.

    Wenn mich jemand zutiefst verletzt, dann schlage ich ebenfalls brutal zurück. Die alten Gefühle brechen aus.

    All das erzeugt gewaltige Beziehungsstörungen ohne Therapie.







  • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

    Auch wenn nur Dr. Riecke gefragt ist, darf man da drauf auch was antworten Tricomalee?

    Es betrifft ja mich auch- mir ist ebenso Sadismus etc. begegnet, aber ich kann von mir behaupten, das ist eine Art Entscheidung, wie ich damit umgehen will.
    Ich könnte jetzt meine restlichen Tage damit verbringen über diese Menschen zu grübeln, oder mir nette Leute wählen, die nicht so sind.

    Wer eine Lebensmittelvergiftung überlebt hat, der passt sicher mehr auf. Aber das bedeutet doch noch lange nicht, dass man ab da nur mehr kotzt, wenn man zukünftig am Tisch sitzt, mit leckeren Speisen vor sich, die man ja selbst bestimmt und nicht essen muss, wenn sie nicht taugen.

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    • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

      Hi,
      ich hoffe es stört nicht wenn ich auch meinen Senf dazu gebe.


      mir wurde mal gesagt, dass ein Mensch, der traumatisiert, Brutalität und Gewalt erlebt hat, später nicht nur zum Opfer wird sondern selbst ebenfalls zum seelisch sadistischenTäter wird.

      Man habe immer beide Teile ins sich. Den Täter sowie das Opfer.

      Die Rollen seien austauschbar.

      Opfer werden tatsächlich oftmals zu Tätern und viele Täter haben selber Gewalt erfahren.

      Es ist aber bei weitem nicht so das jedes Opfer auch einen Täter in sich trägt, es ist auch nicht so das man diesen Täter "nur" los wird indem man eine Therapie macht.
      Unter den Tätern sind zwar viele Opfer, aber unter den Opfern sind nicht so sehr viele die zu Tätern werden, verhältnismäßig gesehen.

      Es ist wie immer, auch da ticken die Menschen unterschiedlich, die einen haben Gewaltpotenzial, die anderen nicht.
      Es gibt Opfer die ganz ohne Therapien gut mit ihren Erlebnissen zurecht kommen, ohne irgendwelche Auffälligkeiten oder größeren Probleme.
      Es kommt darauf an wie sehr man darunter leidet und ob man in der Lage ist Konflikte u.ä. ohne Gewalt zu bewältigen, das hat weniger mit den Erfahrungen als Opfer, als viel mehr mit den Erfahrungen die man ansonsten macht zu tun und natürlich ganz viel mit der eigenen Mentalität.

      Jemand der lernt sich mit Aggressionen durchs Leben zu schlagen, der wird eher zum Täter, als jemand der andere Wege findet.

      Man kann meiner Meinung nach überhaupt nicht sagen das Opfer auch immer einen Täter in sich haben, das haben nur jene die ein Defizit in der Konfliktbewältigung haben (z.B. weil sie als Kind nur Gewalt erfahren haben, keinen anderen Umgang damit lernten, niemanden hatten der ihnen andere Wege aufzeigte).

      So gibt es Missbrauchsopfer die kaum unter Folgeerscheinungen leiden, absolut friedfertig sind und keinerlei Fantasien in diese Richtung haben, genauso wie welche die Fantasien als Katalysator nutzen ohne das sie jemals im Realen in diese Richtung gehen würden und eben jene die den Druck nach außen freisetzen und selber zu Tätern werden.

      Man kann sagen das jemand zum Täter wurde, weil er ein Opfer war, man kann aber nicht sagen das ein Opfer immer beide Teile in sich hat, dazu sind wir dann wieder zu verschieden.
      Wer seine Erlebnisse gut verarbeitet hat, der wird nicht zum Täter, hat auch nicht beide Anteile in sich die er unter Kontrolle bringen müsste und eine erfolgreiche Therapie ist auch nicht Voraussetzung für die Aufarbeitung, da es eben Menschen gibt die erst gar nicht solch gravierenden Folgen haben die aufgearbeitet werden müssten.

      Sadisten, sind nur die allerwenigsten Opfer.

      Wenn man durch Missbrauch ein Trauma hat, besonders eine Retraumatisierung, dann sieht es etwas anders aus, da dürften die meisten sehr lange mit zu tun haben und da ist der Anteil jener die beide Anteile in sich tragen sicher wesentlich höher.
      Aber bei jenen wo sich vieles in der Fantasie abspielt, sagt es nichts darüber aus ob sie selber Gewalttätig werden könnten, das Problem sind wohl eher die Menschen, die nicht anders können als ihre innere Gewalt nach Außen zu tragen und sich durch Aggressionen vor der eigenen Schwäche schützen.


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      • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

        Ich habe bei mir festgestellt, dass ich ausschließlich mit Frauen - und das massivst - Probleme habe.

        Natürlich ist da eine gewisse Konkurrenz und Neid mit ihm Spiel. Männer haben das nicht so, ausser sie sind homosexuell.

        Mir ist es tatsächlich schon passiert, dass ich mal einen Wutausbruch bekam und eine Frau auf dem Boden gewürgt habe. Ich habe sie an den Haaren durch die ganze Küche geschleift. Wir wohnten damals in einer Mädchen-WG, sie bezahlte ihren Mietanteil nicht und hat sich anstattdessen teure Klamotten gekauft. Ausserdem war sie scharf auf einen Mann, der mich begehrte.

        Da kam noch Eifersucht meinerseits hinzu und dann war es aus. Allerdings hatte ich damals Wein getrunken und Psychopillen drin. Da verschwand dann noch die Hemmschwelle.

        Irgendein gesunder Anteil in mir hat es dann geschafft, von dem Griff abzulassen. Offensichtlich habe ich einen unbewussten Frauenhass in mir. Entweder war es ein Wunder oder ein Schutzengel.

        Habe schon manchmal das Gefühl in mir, dass ich es meiner dominanten Mutter heimzahlen möchte. Dann projeziere ich das auf andere Frauen.

        Derartige angestaute Wut kann sich auch in Depressionen verwandeln. Es ist unterdrückte Energie.

        Kommentar



        • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

          Mit Frauen kann ich meist auch nicht gut, was sicher an Erfahrungen in jungen Jahren liegt.

          Wut, Gewalt und dergleichen lässt ja meistens auch auf Unsicherheit, Angst und Komplexe schließen, oder Verachtung.

          Man projiziert ja seine Erfahrungen ständig in die Gegenwart, sonst könnte man auch nicht draus lernen, sind es schlechte Erfahrungen die man schon lange und immer wiederholt gemacht hat, wird es schwierig den Kreislauf zu durchbrechen.

          Meinst du es ist unterdrückte Wut die Depressionen auslöst?
          Ich glaube eher es ist das was zu der Wut geführt hat und einen auch irgendwo hilflos macht, überfordert.

          Konkurrenzdenken und Neid ist auch bei Männern vorhanden, es wird nur anders damit umgegangen, oft ehrlicher.
          Manche Männer sind aber auch schlimmer als das Klischee der Frauen, das kann wohl jedes Geschlecht ganz gut wenn die Umstände stimmen.
          Mit Schwul sein hat das eher nichts zu tun, bei vielen Homosexuellen ist in vielen Bereichen die Akzeptanz der Besonderheiten, Erfolge und Charaktere wesentlich höher als beim Hetero.
          Aber auch da, kommt es wohl genauso auf Erfahrungen und Umstände des Lebenslaufes an.

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          • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

            Das hatte ich zufällig auch mal, das Gekämpfe mit einer Geschlechtsgenossin- immer wieder mal, nicht nur einmal.

            He Tri, du hast neue Züge jetzt gezeigt!

            Es ist mir, als ob du nicht mehr leidend hinschaust, sondern einfach nur sachlich und zudem noch kritisch genug dir selbst gegenüber. Oft geht man davon aus, mann, die Welt ist schlecht und ich bin ihr Spielball.
            Ohne eigene Beteiligung geht gar nix.

            Es kann ja sein, dass wir mal kleiner von uns denken, mal größer- in gewisser Hinsicht ist es unmöglich ein Opfer zu werden von Übergriffen, wenn man sich groß genug sieht, also zugleich dem anderen nicht diese Macht andichtet, oder zuspricht, die er sich rausnehmen will und möchte.

            Heut schnipp ich mit dem Finger, wenn mir jemand so kommen will. Es gab eine Zeit, da habe ich sofort unterworfen...was natürlich ganz eng mit der Erziehung zu tun hat(te).

            Kommentar


            • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

              Freudscher Versprecher- ich hab im letzten Satz das "mich" vergessen. Ich habe mich unterworfen- aber zugleich, es ist schon auch Macht dabei sich einzulassen auf den angeblichen Nötiger- irgendwie logisch, dass dieser mich ja braucht und zugleich mein Opfer wird dadurch.

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              • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

                Hallo Trincomalee,

                Ihre Anfrage habe ich eben erst entdeckt. Inzwischen ist aber soviel Kluges geschrieben worden, dass mir kaum eine Ergänzung nötig scheint.

                Ich hoffe, Sie sehen das ebenso.

                Beste Grüße

                Dr. Riecke

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                • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

                  Vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Es ist interessant, zu erfahren, dass andere Frauen so ähnlich empfinden können und es Parallelen gibt, wo ich dazu neige, mich zu verurteilen.

                  Es ist immer hilfreich, wenn es andere Menschen selbst erlebt haben und ihre Erfahrungen miteinander teilen.

                  Ich finde, der seelisches Bereich wirkt sich so unterschiedlich aus und hilfreiche Antworten kommen meistens nur von den Menschen, die Situationen selbst durchlebt haben. Jeder hat doch seine eigene Struktur.

                  Was ich aber nicht bestätigen kann, ist, dass es bei Homosexuellen keine Eifersucht und Rivalität gibt.

                  Ich kenne einige bisexuelle Männer persönlich, die verheiratet sind, wo es sehr wohl schon heftige Eifersuchsproblematiken seitens der männlichen Seite her gab.

                  Problematisch ist es, wenn ein Teil ausschließlich homosexuell ist. Beratungsstellen für Homosexuelle berichten ebenfalls, dass zweigleisige Beziehungen meistens nach 1 Jahr beendet sind.

                  Aber es soll keine Diskussion werden, wer jetzt richtig oder falsch beurteilt. Jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung. Es wäre intolerant und Rechthaberei, das nicht zu akzeptieren.

                  Wenn ich mich äussere, spreche ich ausschl. von meinen eigenen gemachten und durchlebten Erfahrungen.

                  Hier ging es mir hauptsächlich um Einfluss von Drogen und Alkohol, welche die Hemmschwelle so drastisch ausblenden können, dass man weit über seine Grenzen geht und es gefährlich werden könnte !

                  Deshalb Finger weg von Drogen, wenn es geht !


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                  • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

                    Was ich aber nicht bestätigen kann, ist, dass es bei Homosexuellen keine Eifersucht und Rivalität gibt.
                    Moin,

                    das meinte ich auch nicht.
                    Ich kannte mal ein Paar da war der eine die totale Diva, der andere genaue das Gegenteil.
                    Vor Eifersucht u.ä. ist keine sexuelle Ausrichtung gefeit, es kommt wie immer auf den Menschen selber an.

                    Bei Alkohol und Drogen ist das Dilemma, das sie oft als Medikation benutzt werden, das Gefühl das es besser geht wird suggeriert und während man "drauf" ist, ist es auch besser.
                    Das macht es dann so schwer davon abzulassen, gerade wenn der Normalzustand schwer zu ertragen ist, das er dadurch immer schwerer zu ertragen ist wird erst wahrgenommen wenn es auch im Rausch nicht mehr gut geht.

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                    • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

                      Ich habe bei mir festgestellt, dass ich ausschließlich mit Frauen - und das massivst - Probleme habe.

                      Natürlich ist da eine gewisse Konkurrenz und Neid mit ihm Spiel. Männer haben das nicht so, ausser sie sind homosexuell.

                      Mir ist es tatsächlich schon passiert, dass ich mal einen Wutausbruch bekam und eine Frau auf dem Boden gewürgt habe. Ich habe sie an den Haaren durch die ganze Küche geschleift. Wir wohnten damals in einer Mädchen-WG, sie bezahlte ihren Mietanteil nicht und hat sich anstattdessen teure Klamotten gekauft. Ausserdem war sie scharf auf einen Mann, der mich begehrte.

                      Da kam noch Eifersucht meinerseits hinzu und dann war es aus. Allerdings hatte ich damals Wein getrunken und Psychopillen drin. Da verschwand dann noch die Hemmschwelle.

                      Irgendein gesunder Anteil in mir hat es dann geschafft, von dem Griff abzulassen. Offensichtlich habe ich einen unbewussten Frauenhass in mir. Entweder war es ein Wunder oder ein Schutzengel.

                      Habe schon manchmal das Gefühl in mir, dass ich es meiner dominanten Mutter heimzahlen möchte. Dann projeziere ich das auf andere Frauen.

                      Derartige angestaute Wut kann sich auch in Depressionen verwandeln. Es ist unterdrückte Energie.
                      Mir ist da drin, viel zu viel psychologische Jonglage, ich glaube das du einfach den Riegel gezogen hast, um eben nicht weiter dich als Versorgerin ihre asoziale Defizite abstempeln zu lassen.
                      Deine Wäsche war nur das du "gehofft & zulange geduldet hast, das platz der korken, (zu recht).

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                      • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

                        Deine Schwäche war nur das du "gehofft & zulange geduldet hast", da platz der korken, (zu recht).

                        Kommentar


                        • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

                          Guten Tag Hr.Dr.Hennesser.
                          War diese Woche nochmal bei einem Chirurgen.Es gibt kein Anlass um zu operieren in Bezug auf pHPT.Soll in einem halben Jahr nochmal vorbrikommen um zu schauen wie es sich entwickelt und regrlmäßige Blutkontrollen.
                          Da ich unter einer Angststörung leide und ich mich viel damit beschäftige,kann es sein das der pHPT und meine Angststòrung durch einen Hirntumor ausgelöst werden?
                          Bitte nicht falsch verstehen...habe halt Angst.

                          Vielen Dank im vorraus

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                          • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

                            Guten Tag Hr.Dr.Hennesser.
                            Hi,
                            ich glaub du hast dich in der Tür geirrt?

                            Kommentar


                            • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

                              Oh,das tut mir leid.
                              Sorry

                              Kommentar


                              • Re: Opfer und Täter - Sadismus - Brutalität und Gewalt in einer Beziehung

                                Oh,das tut mir leid.
                                Sorry
                                Muss dir nicht leid tun.

                                Aber noch mal was dazu:

                                """kann es sein das der pHPT und meine Angststòrung durch einen Hirntumor ausgelöst werden?"

                                Im Normalfall ist es umgekehrt, die Angststörung löst vermeintliche Symptome eines Hirntumors aus, bzw. die Angst davor wird stärker.
                                Wenn PHPT was mit der Schilddrüse zu tun hat, dann kann auch die Angststörung damit zusammenhängen, denn gerade wenn das hormonelle Gleichgewicht gestört wird kann sich das auch auf die Psyche auswirken.

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