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Vergewaltigung und deren Folgen

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  • Vergewaltigung und deren Folgen

    Ich lese jetzt schon einige Zeit bei euch im Forum.
    Da hier wirklich viele nützliche Tips gegeben werden, hoffe ich dass ihr auch mir ein paar Tips geben könnt.

    Ich bin im Alter von 15 Jahren ( vor 10 Jahren) vergewaltigt worden.
    Ich hatte es damals nicht angezeigt.
    Dass es mir danach ziemlich be**** ging muss ich wohl keinem erzählen, ich konnte nicht schlafen, denn immer wenn ich einschlief kamen die Bilder zurück, nach einiger Zeit wollte ich auch gar nicht mehr schlafen.
    Ich fing an mich zu ritzen
    Doch irgendwie habe ich es geschafft alles zu verdrängen.

    Nach etwas mehr als einem Jahr hatte ich wieder einen Freund, mir ging es soweit auch wieder gut, kaum noch Gedanken daran.
    Vor ca einem Jahr trennten wir uns.

    Ich hatte nach einiger Zeit wieder einen Freund, der sich aber bald als Psycho herausstellte, besitzergreifend, agressiv und gewalttätig. Als ich mich von diesem Freund trennen wollte, vergewaltigte er mich während einem seiner grundlosen Wutausbrüche.

    Das ist nun 4 Monate her.

    Ich bin wieder in einer Beziehung. Mein Freund weiß von der Vergewaltigung meines Ex, von der Ersten habe ich ihm nicht erzählt.
    Nun erzählt mir mein Freund seit einigen Tagen dass ich Nachts um mich schlage, wenn er mich anfassen will schlage ich seine Hand weg.
    Ich fange wieder an mich selbst zu verletzen, kann ohne Schlaftabletten nicht mehr schlafen, habe wieder Alpträume.
    Auch halte ich die Berührungen meines Freundes im Moment immer öfter nicht mehr aus, so dass ich mitten unterm Kuschel die Flucht ergreife weil es mich einfach anekelt.

    Ich verstehe auch nicht warum das alles erst jetzt nach 4 Monaten so deutlich wird???
    Warum hab ich das Problem nicht schon von Anfang an???

    Hoffe ihr könnt mir paar Tips geben.


  • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


    Hi,
    es ist oft so das die ganze Bandbreite traumatischer Erlebnisse erst nach Jahren oder auch Jahrzehnten zum tragen kommt, gerade wenn etwas verdrängt wurde. Bei dir ist die zweite Vergewaltigung ein traumatisches Erlebnis für sich und gleichzeitig triggert sie die erste Vergewaltigung. Die zweite Vergewaltigung haut dich um, die verdrängten Erinnerungen der ersten kommen wieder hoch, du musst als erwachsene Frau mit der einen fertig werden und gleichzeitig meldet sich das verdrängte leidende Kind zurück und auch das muss bewältigt werden. Du kämpfst an zwei Fronten und wenn du das alleine machst ist die Wahrscheinlichkeit hoch das du verlierst.

    Wenn du das nötige Vertrauen zu deinem Freund hast dann rede mit ihm darüber, wenn er Bescheid weiß dann kann er auch besser mit deinem Verhalten umgehen. Informiert euch gemeinsam über die Folgen solcher Traumata und welche Notfallmaßnahmen ergriffen werden können, wenn du starke Depressionen bekommst, dich ritzt etc. Informiere dich über Traumatherapeuten in deiner Nähe, lass dir eine Liste von der Krankenkasse schicken und mach Termine, sprich mit deinem Hausarzt darüber und frag auch ihn was er meint was jetzt das Beste wäre. Suche ggf. einen Psychiater auf, vor allem wenn die psychischen Reaktionen nicht mehr kontrollierbar, belastend oder gar gefährlich werden. Sprich mit deinem Freund darüber wenn es dir dreckig geht und friss nicht alles in dich hinein, Hilfe von Außen dürfte im Moment das wichtigste sein. So früh wie möglich solltest du dich da kümmern, je länger du das hinaus schiebst desto länger leidest du darunter und eine Therapie ist erst einmal ein guter Weg um seine Gedanken und die Ereignisse richtig einzuordnen und zu verarbeiten.

    Kommentar


    • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


      Hallo,

      das einzige, was Dir helfen wird, Deine Gewalterfahrungen zu verarbeiten, ist eine Therapie.
      Sexualsierte Gewalt hinterlässt bei fast jeder Frau Spuren.
      Man glaubt eine gewisse Zeit, solche Erfahrungen verdrängen zu können, aber irgendwann kommen die negativen Gefühle mit Macht an die Oberfläche.

      Auch wenn jetzt wieder auf mir herumgetrampelt wird, weil ich von MIR berichte, so möchte ich doch kurz schreiben, wie es bei mir aussieht.

      Ich wurde in meiner ersten Beziehung anal vergewaltigt. Es waren die schlimmsten Schmerzen.
      Ich habe diesen Horror jahrelang verdrängt.
      Bis ich eines Tages von einem Bekannten in meiner Wohnung zum Sex genötigt wurde.
      Auch da versuchte ich, das erlebte einfach beiseite zu schieben.
      Doch meine Wut und die unterdrückten Aggressionen kamen irgendwann zutage.
      Wenn ich in einer Beziehung Stress hatte, fing ich an, in meiner Wut und Hilflosigkeit auf den Mann einzuschlagen.
      Habe manchmal auch alles zusammengeschrien, dass ich dachte, ich sei reif für die Klapsmühle.

      Ich weiß heute, ich habe es versäumt eine Therapie zu machen.
      Daher kann ich auch keinen Mann mehr lieben. Sehe in allen nur dreckige Monster, die ihre Triebe wie Tiere ausleben.

      Suche Dir also professionelle Hilfe.
      Du bekommst Deine psychischen Reaktionen allein nicht in den Griff.

      Kommentar


      • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


        Zu diesem Fall hab ich seltsamerweise keinen Bezug.
        OBWOHL- müsste ich nicht welchen haben?
        Wie eine Märchentante käme ich mir vor, wenn ich erzählen würde was mir passiert ist als Mädchen mit Männern.

        Wieso ritze ich nicht meine Haut auf- oder mach ich das nur auf eine andere Art?

        Wie geht so eine Aufarbeitung mittels Psychotherapie eigentlich von Statten? Wird so oft drüber geredet bis man sich ausgeredet hat drüber? Vergewaltigungen passieren doch tagtäglich auch mit Leuten die das nicht einmal checken- Werte werden zerstört unwiderruflich in den verschiedensten Abhängigkeitsverhältnissen, das fängt ja schon von Klein-Kindalter weg an, dass man ohne Rücksicht auf die Schutzbedürftigkeit übertölpelt wird, gezwungen und genötigt wird, obs weh tut oder nicht, das wird oft nicht einmal bemerkt vom "Täter".

        Ich habe mir zurechtgelegt, dass ich zwar großes Pech gehabt habe einmal, aber dieses Pech ist nicht an mir kleben geblieben.
        Psychotrottel dieser Sorte Vergewaltiger, Prügler, Schänder leben nicht mehr in meiner Welt.

        Die paar Jahre "Restzeit" die mir verbleiben als erwachsene Frau gestalte ich mir verschmust, voller Kuscheligkeit und mit allem Komfort den man nur haben kann.

        Was kann deine Haut dafür, warum tust du ihr weh?
        Solltest du sie nicht streicheln lassen und selber streicheln immer wieder als aufzuschneiden und ritzen?

        Ich habe keine Ahnung warum ich gar so oft in Hände geraten bin die mir schwere Blessuren zugefügt haben, auch sichtbare, hab viele Narben überall auf meinem Körper- hab aber auch keine Ahnung warum ich sie heute eigentlich als gegeben hinnehme, diese Narben wie auch diese seltsamen Männer- sie beeinträchtigen mich nicht!

        Ein Spruch hängt irgendwo in einer Restaurant-Küche die ich oft betrete und dort mithelfe gute Speisen zuzubereiten: Lieblosigkeit ist der Ursprung allen Übels.
        "Verdorbene Kost" haben diese Männer einmal erhalten- sind selber dran vergiftet worden, vergiften halt weiter.
        Bestimmt gibt es nicht NUR solche- ich jedenfalls hab auch andere kennengelernt.

        Wenn du dir diese Geschichte jetzt immer wieder auftischst, meinst du nicht, dass das so ist wie wenn du vorgestrige Lebensmittel zu dir nimmst, dir damit sehr schadest???

        Heute bist du geliebt und zart versorgt. Dankbar nimms an.
        Ich machs auch so.

        Kommentar



        • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


          Hallo Elektraa,

          über diese Aussage von Dir könnte ich mich echt ärgen:
          "Heute bist Du geliebt und zart versorgt. Dankbar nimms an.
          Ich machs auch so."

          Ja, und was ist, wenn sie es nicht kann?
          Wenn die seelischen Verletzungen so tief sitzen und ihre Spuren hinterlassen haben??
          Nicht jeder kann wie Du die Erfahrungen der Vergangenheit ablegen wie einen alten Mantel!
          Vielleicht ist sie nicht in der Lage Dankbarkeit zu empfinden, dass sie jetzt einen liebenden Partner hat.
          Eine Therapie wäre sicherlich sinnvoll!

          Kommentar


          • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


            .....Wenn du dir diese Geschichte jetzt immer wieder auftischst, meinst du nicht, dass das so ist wie wenn du vorgestrige Lebensmittel zu dir nimmst, dir damit sehr schadest??? .....

            Find ich ganz schön heftig.
            Erst mal kannst du deine Erlebnisse nicht mit denen anderer vergleichen, besonders nicht die Art wie jeder darauf reagiert.
            Du kannst ein Trauma nicht einfach wegdenken oder beiseite legen nur weil es dich an verdorbene Lebensmittel erinnert. Es kommt doch darauf an wie gut oder schlecht der Einzelne damit umgehen kann und wie er es empfindet, man kann nicht sagen reiß dich mal zusammen und dann geht es, weil ich das auch kann.
            Wenn es doch so einfach wäre Elektraa, ist es aber bei weitem nicht und es ist nicht nicht ohne Grund so das viele daran zerbrechen. Man kann das alles eben nicht einfach auskotzen wie ein schlechtes Lebensmittel und dann meiden, man muss damit Leben so oder so und was man nicht gebrauchen kann ist jemand der einem sagt das Vergewaltigung wie ein alter Eintopf ist und man auch so damit verfahren sollte. Ein bissl komplizierter ist das schon und eben für die meisten nicht so klar und einfach wie für dich. Was ich damit sagen will ist das man sich nicht einfach vornehmen oder befehlen kann sich nicht mehr damit zu beschäftigen, das gelingt keinem Menschen der traumatisiert ist eben mal so.

            Kommentar


            • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


              Da stimme ich Dir zu, Tired.

              Ich finde Elektraas Ansicht in dieser Angelegenheit sehr oberflächlich!
              Man kann sich eines Traumas nicht einfach so entledigen!

              Kommentar



              • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                Nein, oberflächlich sehe ich das eigentlich nicht.

                Eine gewisse Philosophie habe ich mir zu Eigen gemacht.

                Ich könnte auch weinen, mir die Haare ausreissen, mich selber aufkratzen und aufritzen, tus aber nicht.

                Kommentar


                • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                  Hi Elektraa,
                  ne oberflächlich fand ich das auch nicht nur eine einseitige Sichtweise, die natürlich trotzdem tief greifend sein kann.

                  Ich schätze mal das diese Philosophie genau das Richtige für dich ist und auch hilfreich, aber ich denke auch das du die Dinge anders siehst oder empfindest als jemand der sich ewig mit den Folgen herum plagt. Man kann halt nicht das eine mit dem anderen vergleichen, psychische Folgen wie das Ritzen usw. sind nichts was man selber bestimmt, sondern oft das einzige was einen das Leben ertragen lässt. Es ist halt eine schwierige Sache da wieder herauszukommen und ich denke wer sein Leben ohne solche Folgen gemeistert hat, auch wenn es schwer war, der kann nicht zwangsläufig nachempfinden wie es bei jemanden aussieht dessen Psyche durchdreht.

                  Es geht ganz einfach um verschiedene Erlebnisse, selbst wenn nicht geht es ganz sicher um verschiedene Charaktere und z.B. deine Art mit dem Leben umzugehen würde bei mir nicht funktionieren. Ich nehme das Leben eher schwer und mir kreisen häufig irgendwelche Gedanken im Kopf herum. Ich würde es nicht schaffen zu sagen das ich jetzt eine andere Lebensart anfange und basta, die Gedanken würden dann nicht einfach verschwinden nur weil ich es so will. Genauso wenig kannst du zu dir sagen das du mal die Gefühle eines anderen selber spüren möchtest, der Mensch hat nur mit Strategien Kontrolle über sein Denken und Empfinden, das kann man (vielleicht) lernen aber nicht beschließen, auch wenn die Philosophie dahinter noch so erstrebenswert ist.

                  Kommentar


                  • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                    Hallo,

                    das Schlimmste an solchen Traumatas sind die Bilder, die man nicht los wird. Ich mußte mir als 19-jähriger mit ansehen, wie vor meinen Augen zwei Kinder von einer Straßenbahn überrollt wurden - 30 m weit. Ich habe seinerzeit tagelang unter Schlafstörungen gelitten.


                    Weitaus problematischer in Deinem Fall sind neben den körperlichen die seelischen Verletzungen. Die erste Vergewaltigung hast Du zunächst einmal erfolgreich verdrängt - aber für wie lange??? Ich habe in anderen Internet-Foren wegen der Vorgänge in der katholischen Kirche rege mit diskutiert. Da kam immer wieder zum Ausdruck, dass die Betroffenen zum Teil über Jahrzehnte nicht damit fertig wurden, nach aussen aber wegen irrigen Vorstellungen von angeblichen Werten, die durch die Misshandler mit Füssen getreten wurden, geschwiegen haben.


                    Daher mein eindringlicher Ratschlag - lasse Dir von einem Therapeuten helfen, so schnell es geht. Und rede offen mit Deinem Freund - auch auf die Gefahr hin, dass die Beziehung das nicht aushält. Denn ob unter diesen Umständen die Beziehung das ist, was sich beide Seiten davon versprechen, erscheint mir mehr als nur fraglich.

                    LG

                    Kommentar



                    • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                      "Daher mein eindringlicher Ratschlag - lasse Dir von einem Therapeuten helfen, so schnell es geht."

                      Das möchte ich unbedingt unterstützen.

                      Ich habe mehrfach bei Patientinnen erlebt, die wegen psychosomatischer Beschwerden behandelt wurden, dass ein Missbrauch in der Jugend oder eine Vergewaltigung im frühen Erwachsenenalter die Ursache waren.
                      Erst als die aufgearbeitet war, verschwanden auch die Beschwerden.

                      Kommentar


                      • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                        hallo

                        vielen danke für deine Antwort.
                        Das mit der Therapie habe ich mir auch schon überlegt.
                        Nur irgendwie habe ich auch Angst davor, das eine Therapie erstmal alles verschlimmert - durch die Aufarbeitung!!!
                        Ich hoffe du weißt was ich meine.
                        Dazu kommt noch das ausser meinem Freund, meiner besten Freundin und mir keiner etwas von der 2ten Vergewaltigung weiß, von der 1ten weiß keiner!!!
                        Ich will auch nicht das meine Familie davon etwas mitbekommt, wir haben nicht das beste Verhältniss zueinander.

                        Was das mit meinem Freund angeht, vertrauen zu ihm ist da. Nur will ich ihn damit nicht auch noch belasten.
                        Vorallem da er nur von der 2 ten Vergewaltigung weiß, da denke ich im großen und ganzen weiß er ja worum es geht.
                        Ob es da einen wirklichen Unterschied macht wenn er alles weiß???

                        Kommentar


                        • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                          Hallo Elchkuh.

                          Du musst das Ganze mal so betrachten: Du willst nichts unternehmen, dich nicht von der Stelle rühren und hoffst gleichzeitig, dass es von alleine vorbei geht.

                          Wie stellst du dir das vor?

                          Was willst du sonst dagegen unternehmen außer einer Therapie?

                          Ich würde dir auch dringend zu einer Therapie raten, zumal du Verhaltensmustern durchblicken lässt, die auf einen Täter nicht besonders furchteinflößend wirken.

                          Das lässt sich aber ändern und das wirst du auch ganz bestimmt schaffen. Daran kannst du auch mit einer Therapeutin arbeiten.



                          Gerade deswegen, damit du für dein weiteres Leben nicht weiter Opfer bleibst, oder erneut Opfer wirst, solltest du mit einem Psychologen über die schlimmen Verletzungen welche man dir zugefügt hat reden.

                          Ich kenne mich mit Traumatherapien nicht so aus, aber ich bin mir 100% sicher, dass ein Therapeut nicht sofort mit der Aufarbeitung der Tat beginnt, sondern erst Schritt für Schritt bis du dich sicher und stark genug fühlst dich damit auseinander zu setzten.

                          Aufarbeitung bedeutet nicht Retraumatisierung, sondern zunächst stark werden.

                          Und ich glaube, dass würde dir sehr helfen und sehr gut tun, mit Hilfe von einem lieben Menschen wieder Kraft und Mut zu sammeln.

                          Ruf doch mal mindestens bei einer Beratungsstelle für Frauen mit deiner Erfahrung, steht in jedem Telefonbuch in jeder Stadt. Das ist Anonym und du wirst dort erst mal nur beraten. Mehr als eine Beratung am Telefon passiert dir da nicht. Vielleicht willst du den Anruf zusammen mit deiner Freundin machen?

                          Ich habe früher mal eherenamtlich mit einem Frauenhaus zu tun gehabt. Da waren Frauen die wurden nahezu täglich vergewaltigt und geschlagen, nicht nur sie sondern auch deren Kinder. Und gerade die Frauen die es am schlimmsten getroffen hat, die haben sich immer so sehr auf die Therapiestunden gefreut. Ich habe immer nur gehört: "Das tut mir so gut." "Ich gehe da so gerne hin." Einige haben sich daraufhin so gut gefühlt und so bestärkt, dass sie eine Ausbildung begonnen haben oder einen Abschluss nach geholt haben. Da werden auch Kräfte plötzlich sichtbar, von denen viele gar nicht wussten, dass sie die haben. Das passiert auch im Laufe einer Therapie. Du wirst sehen. Es lohnt sich.

                          Du stellst dir vielleicht nur etwas ganz Falsches unter einer Therapie vor. Und auch eine Aufarbeitung läuft anders ab als du dir vorstellst. Da bin ich mir ziemlich sicher.

                          Ich wünsche dir viel Erfolg.

                          Liebe Grüße,

                          Hanelore

                          Kommentar


                          • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                            Zunächst einmal möchte ich darauf hin weisen, dass ich die Zustimmung von Herrn Dr. Riecke als Grundvoraussetzung betrachte, wenn irgend etwas von dem, was ich hier schreibe, in die Tat umsetzt wird. Denn er ist hier der Fachmann, nicht ich.


                            Da Du meine Tochter sein könntest, werde ich bemüht sein, Dir einen Ratschlag mindestens in der Qualität zu geben, wie ich ihn meiner Tochter (23 Jahre alt) auch geben würde. Und da ist mir das Beste gerade gut genug.


                            Möchtest Du, dass man Dir hilft, oder möchtest Du weiter leiden?


                            Allen Heilungsprozessen haftet die Möglichkeit der Langwierigkeit an, und dass sie mitunter auch mit Schmerzen verbunden sind. Wenn die Heilung dann doch erfolgreich war, sind diese Schmerzen schnell vergessen.


                            Dein Verhältnis mit Deiner Familie ist gestört. Das kenne ich. Ich war bei sechs Kindern auch immer das schwarze Schaf. Gebessert hat sich das erst in den letzten Jahren, als nach und nach so mancher Fehltritt der einen oder anderen ach so renommierten und frommen Person heraus kam. Das Thema Vergewaltigung von Familienangehörigen hatten wir auch schon - leider. Außenseiter bin ich aber immer noch, und ich fühle mich in der Position mittlerweile auch recht wohl. Dennoch ist vor allem das Verhältnis zu meiner Mutter spürbar besser geworden, die auch unter dem Terror meines Vaters jahrelang gelitten und geduldet hatte, und das ist mir wichtig. Besser wurde das erst, nachdem der Alte in Richtung Friedhof verschwunden war. Ich war nicht auf der Beerdigung. Übrigens auch ein Tabu-Thema in diesem Land. Meine Mutter fragt mich mittlerweile sehr gerne um neutralen Rat, ergänzend zu dem von anderen Personen. Und das empfinde ich als Ehre.


                            Auf der Grundlage Deiner Informationen gehe ich davon aus, dass es sich bei dem ersten Vergewaltiger um ein sehr enges Familienmitglied handeln muss. Es könnte also der Vater, der ältere Bruder, ein Onkel oder Cousin gewesen sein. Andernfalls kämen nur noch ein unmittelbarer Nachbar oder der Pfarrer in Frage. Von den zuletzt Genannten gibt es leider eine ganze Menge, die auf diesem Gebiet und auch noch mit inoffizieller Unterstützung des Gesetzgebers tätig sind. Entsetzlich!


                            Das was Du mit Deinem Therapeuten besprechen wirst, wird ohne Deine ausdrückliche Zustimmung niemals an die Öffentlichkeit geraten.


                            Was also hindert Dich zunächst einmal daran, Dich hier dem Therapeuten Deines Vertrauens zu offenbaren? Denn ohne Deine Offenbarung kann Dir leider niemand helfen. Und der auf Dir lastende seelische Druck wird sich über die Zeit hinweg systematisch verstärken.


                            Was dann weiterhin geschieht, ob die Sache unter Dir und Deinem Therapeuten bleibt, ob Dein Freund mit zu den Sitzungen hinzu gezogen und mit der Sache vertraut wird, ob ein Strafverfahren eingeleitet wird (wenn die Verjährung noch nicht abgelaufen ist) entscheidest allein Du in Abstimmung mit dem Therapeuten Deiner Wahl.


                            Du gehst auf jeden Fall zuerst einmal alleine dort hin.


                            Ich kenne das so, dass bei den ersten Sitzungen der Mülleimer noch nicht ausgeleert auf dem Tisch liegt. Du musst Vertrauen finden, Dein Therapeut muss Dich kennen lernen und sich "in Dich gedanklich einarbeiten". So nach der zweiten, dritten Sitzung sollte man feststellen können, ob die Chemie zwischen den Beteiligten stimmt. Und dann muss es zur Sache gehen. Wenn nicht, musst Du wechseln. Auch das sollte kein Problem darstellen. Denn mit dem Therapeuten ist es nicht anders als bei zwischenmenschlichen Beziehungen - nicht jeder kann mit jedem. Sowohl der Patient nicht als auch der Therapeut nicht.


                            Ohne die notwendige Offenbarung wird das Leiden Deiner Seele ein Leben lang währen. Oder mindestens bis zu dem Punkt, bis dann gar nichts mehr geht. Und der wird kommen. So oder so.


                            So etwas wünscht man niemandem.


                            Ich aber wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du Dein Schicksal in die Hand nimmst, und, wie bereits vorgeschlagen, so schnell wie möglich Hilfe suchst. Jeder Tag ohne Besserung ist ein verlorener Tag.


                            Ich hoffe, ich habe nichts Wichtiges oder Wesentliches vergessen.


                            Ganz liebe Grüße

                            Kommentar


                            • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                              .......Ob es da einen wirklichen Unterschied macht wenn er alles weiß???.......

                              Ich vermute es macht einen wenn eine Retraumatisierung und ein aktuelles Trauma Aufeinandertreffen, da wäre es sicher gut wenn der Partner weiß worum es geht und wie er sich verhalten sollte.

                              Es ist möglich das eine Therapie alles erst mal verschlimmert, aber es wird auf dich aufgepasst und du wirst eine Anlaufstelle haben wenn es schlimm wird, Therapeuten schieben einen dann immer als Notfall ein. Es ist auch die Frage was schlimmer ist, sich in einer Therapie vorübergehend zu schinden oder den Rest seines Lebens an den nicht voraussehbaren Spätfolgen zu leiden. Das kann zerstörerisch sein, nicht nur für deine Beziehung.

                              Erfahren muss davon niemand etwas, außer dem Therapeuten, was du deinem Freund erzählst bleibt dir überlassen und die Familie, Freunde etc. müssen schon gar nichts davon wissen. Alles was passiert und wie es weitergeht ist alleine deine Entscheidung, jedoch würde ich schauen das die Therapie gemacht wird und dem Freund (soweit es geht) einweihen, sonst muss niemand etwas davon erfahren. Warum auch? Das ist gar nicht notwendig.

                              Kommentar


                              • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                                [quote dr.riecke]"Daher mein eindringlicher Ratschlag - lasse Dir von einem Therapeuten helfen, so schnell es geht."

                                Das möchte ich unbedingt unterstützen.

                                Ich habe mehrfach bei Patientinnen erlebt, die wegen psychosomatischer Beschwerden behandelt wurden, dass ein Missbrauch in der Jugend oder eine Vergewaltigung im frühen Erwachsenenalter die Ursache waren.
                                Erst als die aufgearbeitet war, verschwanden auch die Beschwerden.[/quote]

                                Was macht man da, wenn aufgearbeitet wird??
                                Wie geht das genau??
                                Gibt es da bestimmte Sätze oder Richtlinien wie man so was tut?
                                Wie geht das, dass wer nach einer "Aufarbeitung" geheilt ist?

                                Lieber Herr Doktor Riecke- leider ist der Raum und der Platz hier begrenzt, ich weiß, auch ihre kostbare Zeit- aber könnten sie bitte ansatzweise schildern was während einer Aufarbeitung geschieht?

                                Kommentar


                                • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                                  Hallo Elektraa,

                                  ich bin hier schon ein paar Mal vorbei gekommen und habe Deine Fragen gelesen, die mich sehr beschäftigten. Ich gehe mal einfach davon aus, dass Herr Dr. Riecke viel zu viel beschäftigt ist, um zu allen Anfragen Antworten liefern können. Da ich schon eine Therapie erfolgreich hinter mich gebracht habe, möchte ich versuchen, Dir hier eine brauchbare Erklärung zu liefern.


                                  Therapien werden oftmals notwendig als Folge körperlicher und/oder seelischer Mißhandlungen, weil die Betroffenen nicht in der Lage ist, ihre solcherart erlittenen Schäden durch die Einleitung geeigneter eigener Maßnahmen und Aktivitäten zu beheben. Leider und gleicher Massen gottlob ist auch nicht alles allein durch Medikamente heilbar. Und noch im gleichen Atemzug ist deren regelmäßige Verwendung oftmals unabdingbar.


                                  Körperlichen und seelischen Mißbrauch erleiden meist Kinder und Jugendliche. Aber auch bei Erwachsenen kann dies vorkommen. Vergewaltigung in der Ehe, seelischer Terror (hier sind leider oftmals Frauen die Übeltäter mit einer ungeheuren Dunkelziffer) und Mobbing am Arbeitsplatz sind die bekanntesten Erscheinungsbilder der körperlichen und seelischen Mißachtung, und gleichzeitig der Mißhandlung von anderen.


                                  Die Betroffenen entschließen sich nun unter dem Druck ihrer seelischen Schmerzen und auf den Rat ihrer Ärzte oder Verwandten und Bekannten hin, die Hilfe eines Therapeuten in Anspruch zu nehmen. Allein dieser erste Schritt stellt für viele Betroffene schon einen ungeheuren Kraftakt dar.


                                  Die Seele eines Menschen ist weder optisch noch akkustisch greifbar. Aber es ist unstreitbar, dass es sie gibt. Dann kommen z. B. zehn völlig verschiedene Personen mit dem gleichen Symptom, bzw. der gleichen Ursache zum Therapeuten. Für jeden Einzelnen muss der sich durch Anhören, Aufnehmen, Verstehen und und dann durch Reden einen eigenen Schlüssel formen, mit dem ihm der Zugang zur Seele des Patienten ermöglicht wird. Erst dann kann der eigentliche Heilungsprozeß beginnen, aber auch nur dann, wenn der Patient sich "bei seinem Therapeuten" sicher und geborgen fühlt und mitarbeitet. Andernfalls ist das negative Ergebnis vorprogrammiert.


                                  Dass allein das schon nicht einfach ist, versteht sich von selbst.


                                  Weiterhin werden dem Patienten Verhaltensweisen erklärt und Schritte aufgezeigt, die es ihm ermöglichen sollen, den seelischen Schmerz abzubauen, und ein möglichst weitgehend normales Leben zu führen. Richtig wirken können sie aber auch nur dann, wenn die Seele richtig aufgeschlossen wurde.


                                  Im Zusammenhang mit Deinen Fragen hier habe ich mir auch reichlich Gedanken gemacht über die Person des Therapeuten und dessen notwendige Kenntnisse und Fähigkeiten gemacht, die nach meiner Betrachtungsweise ihren Ursprung im psychischen, psychomatischen und psychosozialen Fachgebiet und im Bereich der Menschenkenntnis haben.


                                  Einen wirklich guten Therapeuten darf man wohl auch als Pfadfinder der Seele/für die Seele bezeichnen und betrachten().


                                  @Elchkuh - lass hören, für was Du Dich entschieden hast.


                                  Ich hoffe, ich habe nichts Falsches geschrieben und nichts Wesentliches vergessen.


                                  LG

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                                  • Korrekturen


                                    ... weil die Betroffenen nicht in der Lage sind (und nicht "ist").

                                    Weiter unten muss es natürlich psychosomatisch heißen.

                                    LG

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                                    • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                                      [quote hpklimbim]
                                      Einen wirklich guten Therapeuten darf man wohl auch als Pfadfinder der Seele/für die Seele bezeichnen und betrachten().LG[/quote]

                                      Ein guter Vergleich.
                                      Fähnlein Fieselschweif auf psychologisch.()

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                                      • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                                        Lieber hpklimbim...

                                        Ich mag solche Gesprächspartner wie du es bist sehr.

                                        Du hast offenbar auch einen Leidensdruck erfahren und sicherlich ist dir vieles bekannt was hier steht an Problemfällen.

                                        Ich denke DARUM bist du ein Partner im Gespräch wie man ihn sich nur wünschen kann.

                                        Was ich mir wünschen würde von einem Therapeuten das wäre überwiegend Zeit zum Zuhören.
                                        Und unbedingte Urteilsfreiheit- keine erhobenen Augenbrauen und kein Gesichtsausdruck der mich hindert dran weiter zu sprechen- immer weiter bis der eigentliche Kern gefunden ist.
                                        Der sollte dann die Augen wieder leuchten lassen...nicht schämen und grämen.

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                                        • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                                          .......Was ich mir wünschen würde von einem Therapeuten das wäre überwiegend Zeit zum Zuhören.
                                          Und unbedingte Urteilsfreiheit- keine erhobenen Augenbrauen und kein Gesichtsausdruck der mich hindert dran weiter zu sprechen- immer weiter bis der eigentliche Kern gefunden ist.
                                          Der sollte dann die Augen wieder leuchten lassen...nicht schämen und grämen........

                                          Hi Elektraa,
                                          zum Glück wünschen sich das alle die einen Therapeuten brauchen, und das ist sicher einer der Gründe weshalb sich die Psychologie/Psychiatrie sehr gewandelt hat.
                                          Ein Therapeut hat nicht lange Freude an seinen Patienten wenn er ihn verurteilt, nicht neutral und vertrauenserweckend ist.
                                          Die sind aber häufig leicht zu erkennen, wenn schnell ein Termin zu haben ist sollte man sich vorsehen und genau schauen ob man nicht lieber bei einem anderen länger warten möchte.

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                                          • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                                            Guten Morgen Elektraa,


                                            Deine Zeilen haben mich sehr berührt.


                                            Jüngeren eine Hilfe sein zu dürfen und Hilfestellung zu geben, ist sicher ein Aufgabengebiet der vornehmeren Art. Auch im Sinne von Maria Montessori, deren Gedankengut ich sehr verinnerlicht habe.


                                            "Hilf mir, es zu tun."


                                            "Was ich mir wünschen würde von einem Therapeuten das wäre überwiegend Zeit zum Zuhören.
                                            Und unbedingte Urteilsfreiheit- keine erhobenen Augenbrauen und kein Gesichtsausdruck der mich hindert dran weiter zu sprechen- immer weiter bis der eigentliche Kern gefunden ist."


                                            Genau das ist sein "Geschäft". Aus diesem Grund gibt es vor dem Ausleeren des seelischen Mülleimers einen kleinen Vorlauf zum beiderseitigen, verbalen Beschnuppern. Das Reden aber ist zunächst einmal im Wesentlichen Sache des Patienten. Der Therapeut steuert nur und gibt kleine Hilfestellungen, damit der Redefluß des Betroffenen nicht versiegt.


                                            Erst durch das Reden des Patienten kann sich der Therapeut den Schlüssel für den Zugang zur Seele des Patienten formen. Denn vorher weiß er nichts.


                                            Vorausgesetzt natürlich, der Patient ist zu ihm so ehrlich, wie es der Patient umgekehrt vom Therapeuten als das Allernormalste auf der Welt voraussetzt....


                                            Gleich wie und was für ein Leben ein Patient unter dem Zwang seiner Krankheit führt, wird ihn der Therapeut deshalb nie "schräg" anschauen oder ein Mißfallen äußern.


                                            Und ein guter Therapeut weiß auch, dass es für manche Menschen auch ohne seelische Mißhandlungen und aus welchen Gründen auch immer gar nicht möglich ist, ein Leben im Rahmen der durch die jeweilige Gesellschaft bestimmten und diktierten(!!!) Normen zu führen. Dabei kann es sich um alles handeln, was man sich darunter nur vorstellen vermag.


                                            Denn schauen wir uns zum Beispiel nur in der Natur und hier besondern im Bereich der Tiere um, stellen wir sehr schnell fest, dass vieles von dem, was uns durch die Gesellschaft als erstrebenswerte (manches davon z. B. aus gesundheitlichen Gründen) Ideale vorgegeben wird, so im Tierreich niemals statt findet.


                                            Und hier liegt eben nur eines von vielen Problemen.


                                            Noch ein Spruch von mir, passend zu diktierten Denkweisen:

                                            "Es gibt keine schlechten Gedanken. Es gibt nur schlechte Meinungen über die Gedanken anderer Leute."


                                            Ganz am Ende räume ich nun noch eine Kleinigkeit ein. Ich hatte beim Lesen Deiner Zeilen auch als Mann sehr feuchte Augen und war sehr betroffen.


                                            Auch wenn es beim ersten oder zweiten Therapeuten nicht klappen sollte - lass Dir helfen!


                                            Ganz liebe Grüße

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                                            • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                                              erstmal möchte ich euch allen ein gutes neues jahr wünschen.

                                              und mich ganz herzlich bei euch für eure beiträge bedanken....

                                              ich hab mir in der letzten zeit viele gedanken über das thema therapie gemacht. und ich denke ich werde wohl doch nach einem psychologen in meiner nähe suchen....
                                              hab selber eingesehen dass ich so nicht weiter machen kann und will.

                                              dass ich das diesesmal alles nicht so wegstecke und einfach "vergessen" kann is mir jetzt auch klar geworden knabber da schon noch sehr daran - länger als beim letztenmal!!!
                                              hab meinen exfreund vor 3 tagen zufällig gesehen....
                                              panik....
                                              hab mich auch entschieden meinen jetzigen freund da nicht mit einzubeziehen.
                                              da er zwar ein sehr feinfühliger mensch ist, ich mich doch in dieser hinsicht recht alleine gelassen fühle, das einzige dass ich von ihm immer höre: wenn ich ihn sehe bring ich ihn um, und das traue ich ihm zu...
                                              was ich aber nicht hören will denn was würde es bringen wenn es dann ne schlägerei gibt???
                                              nichts ausser dass es noch mehr ärger bringt.
                                              was haltet ihr davon???
                                              ist es eurer meinung nach möglich eine therapie anzufangen und meinen freund gänzlich rauszuhalten oder geht das eher schief???

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                                              • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                                                Hi, schön wieder von dir zu hören.

                                                Wie meinst du das "Ihn aus der Therapie raus halten"?
                                                Er muss nichts damit zu tun haben, also nicht integriert sein. In der Therapie selber sollte er natürlich Thema sein (Gesprächsthema, nicht anwesend), irgendwann, wenn du so weit bist.
                                                Wünsche dir auch alles Gute für das nächste Jahr.

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                                                • Re: Vergewaltigung und deren Folgen


                                                  "...eine therapie anzufangen und meinen freund gänzlich rauszuhalten .."

                                                  Es wird Ihre Therapie nicht seine.

                                                  Natürlich kommt es vor, dass man bei Störungen im aktuellen Familiengefüge systemische Ansätze hat und Familienmitglieder braucht. Aber bei Ihrer Konstellation des Störungsbildes ist das sicher nicht nötig, Ihren jetzigen Partner mit einzubeziehen. Außerdem geschieht nichts ohne Ihre Zustimmung.

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