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Bedeutung der Sexualität in der Partnerschaft

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  • Bedeutung der Sexualität in der Partnerschaft

    Die Diskussion um die Bedeutung der Sexualität in der Partnerschaft nimmt gerade einen Verlauf, den ich persönlich auch sehr interessant finde - auch sehr aktuell (fremdgegangen" von sternchen2303):

    vonirmer:
    *Ich habe oft von Frauen gehört (bisher noch nie von Männern,
    aber vielleicht ändert sich das ja noch), dass sie kein Problem
    damit haben, ihren Mann zu befriedigen, auch wenn sie eigentlich
    gerade nicht so richtig in der Stimmung dazu sind.*

    sternchen2303:
    *Mein Partner ist ein Mann der nicht viel Sex braucht, früher hatten
    wir wöchentlich Sex, dann wurde es immer weniger. Seit gut 3/4 Jahr
    *haben wir so gut wie keinen Sex mehr.*

    Zu wenig befriedigte Frauen gibt es wohl, vielleicht aber weniger Männer, die ihre Frau befriedigen, obwohl sie gar nicht so richtig in der Stimmung sind?? Woran liegt das? Möglicherweise ja auch daran, dass Frau ihr Bedürfnis nicht entsprechend "an den Mann bringt"?? :-))

    von irmer:
    *Von den betreffenden Damen, mit denen ich darüber bisher gehört habe, habe ich immer wieder die selbe Antwort bekommen: Entweder, die bekommen dabei dann doch Lust und können es genießen, oder sie empfinden das im schlimmsten Fall neutral als Investition in die Partnerschaft.*

    Warum auch nicht? Wie oft befriedigen wir in einer Partnerschaft die Bedürfnisse des anderen ohne eigenen Profit? Passt doch, wenn unsere Bedürfnisse dann vielleicht in ganz anderer Hinsicht befriedigt werden. Geben und Nehmen.

    von irmer:
    *Es gibt Millionen von Menschen, die wegen einer Querschnittslähmung oder anderen neurologischen Schäden im Rollstuhl sitzen. ICh habe keine Ahnung, ob die dann was dabei fühlen, wenn sie Sex haben, oder ob sie überhaupt Sex haben. (Eine
    Studentin von mir macht darüber gerade ihre Diplomarbeit, danach weiß ich hoffentlich mehr...)*

    ja, interessant, byher spricht genau das im Thread von sternchen2303 an:
    *Angenommen, Sternchen2303 hätte Gebährmutterhalskrebs. Müsste operiert, bestrahlt
    werden und das Ganze zöge sich 3-4 Jahre hin?*

    Oder Sie51:
    *Muß ich meine Schwägerin heilig sprechen lassen, weil sie ihn nicht im Stich gelassen hat? (mindestens 10 Jahre ohne Sex)*

    von irmer:
    *Hat der Partner eines Behinderten die Verantwortung, zu Gunsten der
    Partnerschaft sein Sexualleben aufzugeben? Hat der Behinderte die
    Verantwortung, zugunsten der Partnerschaft Sexualität
    zu praktizieren, die diesem nichts bedeutet?*

    *Gesetzt den Fall, man würde auf diese Fragen eine Antwort finden
    können, was würde das dann bedeuten für eine Person, die nicht
    aufgrund einer Behinderung, sondern lediglich aufgrund von gerin
    gerem sexuellen Verlangen vor ähnliche Fragen gestellt ist?*

    *Die einzige Antwort, die es meiner Meinung nach darauf geben kann
    ist, dass dies jeder Mensch für sich alleine und die Partner einer
    Dyade gemeinsam für die Partnerschaft entscheiden müssen. Das geht
    in vielen Fällen gut, in vielen Fällen geht es aber auch schief...*

    Meine Antwort darauf lautet, dass wir uns das Leben um einiges einfacher machen würde, wären wir nicht so sehr auf sexuelle Treue in der Partnerschaft fixiert. Es gibt so viele andere, viel wichtige Aspekte des Miteinanders als das. Und **natürlich** finde ich diese von Kindheit an - und somit tief geprägte **"Moral"** ganz und gar nicht.

    Bisschen Auflockerung, nicht dass jeder mit jedem, aber auch nicht die unbedingte Einforderung, dass mein Partner nur mir gehöre, würde uns nicht nur diesbezüglich, sondern bezüglich eines Großteil der Themen dieses Forums, die Haupt-Ursachen von Trennungen bodenlos machen.

    Aber das wird wohl noch so ein paar Generationen dauern ...


  • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnerschaft


    lach, dass wird keine Generationen mehr dauern den Aufruf gab es schon in den 60 er / 70 er Jahren.
    Im Jahre 2008 wird wieder mehr auf alte Sitten und Traditionen wert gelegt, und das finde ich persönlich auch gut so. Partnerschaft , Liebe, Heirat und Ehe ist eine Entscheidung. Wer Gedankenlos und Verantwortungslos durch die Betten ziehen möchte, muss sich den Schuh der Entscheidung nicht anziehen.

    Kommentar


    • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


      neue chance - neues glück :-)

      ich bin immer offen für diskussionen. Umso kontroverser - desto besser, solange man sachlich bleibt.

      Die Formulierung "wer gedankenlos und verantwortungslos durch die Betten zieht .."
      is allerdings schon arg gefährlich. ich bin weder gedankenlos noch verantwortungslos!
      Vorher hast Du mich auch schon beleidigt in der Hinischt, dass ein Gespräch mit mir sowieso unter Deinem Nieveau liegt.

      Mich interessiert schon die Diskussion mit Dir. Mich hat auch mal eine Diskussion mit s. interessiert, die mich letztlich aufforderte, ihren Namen nicht wieder auszusprechen und zu ignorieren.

      so kann man schon miteinander umgehen .... wenn wir beide diskutieren wollen (ich bin dafür offen - find ich gut, dass du da was zu sagst - aber ich bin nicht bereit, mir gewisse Beleidigungen deinerseits reinzuziehen).

      Thema wäre also:
      Im Jahre 2008 wird wieder mehr auf alte Sitten und Traditionen wert gelegt, und das finde ich persönlich auch gut so. Partnerschaft , Liebe, Heirat und Ehe ist eine Entscheidung.

      Kommentar


      • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


        Danke für das Weiterdiskutieren an dieser Stelle. Ich hoffe sehr, dass auch eine inhaltliche Auseinandersetzung zum Thema möglich ist.

        Ich Danke vor allem für die mögliche Antwort auf die offene Frage. Ich denke auch, dass diese Antwort von vielen Menschen gegeben und gelebt wird. Ich finde das total klasse, da ich auch zu zu diesem Thema gerade eine Diplomarbeit betreue. Sie geht der Frage nach, ob Menschen in polyamoren Beziehungen (im Gegensatz zu polygamen, wie es Herr Bol wohl missverstanden hat), sich auch füreinander freuen können, wenn der Partner gerade bei einem anderen Menschen liegt.

        Ich persönlich muss sagen, dass dies für mich nicht möglich wäre. Mein Herz würde zerreißen beim Gedanken meine geliebte Partnerin im Bett eines anderen Mannes....

        Dennoch gibt es offenbar Menschen, für die dies eine echte Möglichkeit darstellt. Irgendwo auch beneidenswert, wenn man das kann.
        Auf jedem Fall trifft dies aber auf mein wissenschaftliches Interesse.

        Kommentar



        • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


          Denke auch das das halt je nach Mensch verschieden ist. Aber da die Liebe in der Regel vom Gefühl und nicht vom Verstand gesteuert wird, denke ich das einige Menschen mit einer solchen offenen Beziehung Mühe hätten, bzw. bekommen würden.
          "Schatz, ich geh dann mal rasch zu dem Heinz für eine kleine Nummer," "Ja mach das Schnucki, geniesse es." Tja, wer das so locker gegenseititg leben kann - wieso nicht. Einfach bitte mit Gummi.
          Ich persönlich kann Sex und Liebe nicht trennen, würde drauf gehen wenn ich wüsste mein Partner ist jetzt bei einer anderen.
          Aber eben, wie das Problem lösen wenn es einem Partner nicht mehr möglich ist?
          Eine Kollegin von mir, der Partner hat eine vererbliche Muskelkrankheit und sitzt jetzt im Rollstuhl, hat das Leben ohne Sex gewählt. Gut, sie ist so Ende fünfzig, aber auch sie vermisst den Sex. Aber sie liebt ihren Partner so sehr das sie darauf verzichtet. Denke für sie stimmt es so. Aber das kommt immer auf den Einzelfall darauf an.

          Kommentar


          • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


            ich habe den Menschen geheiratet nicht das Sexobjekt.
            Ausserdem ist Treue kein leeres Wort für mich.
            Ich bin es und erwarte das gleiche von meinen Partner.

            Kommentar


            • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


              Ich denke ob man den Partner für den Sex an jemanden anderen freigeben kann oder nicht, hängt auch von sehr vielen anderen Dingen ab!

              Wenn man z.B. selbst den Sex nicht im Vordergrund sieht, sonst aber mit seiner Ehe/Partnerschaft zufrieden ist, dann kann man das denke ich auch besser trennen. Hier ist als Priorität alles andere gesetzt und der Sex mehr außen vor gelassen. Manchmal kommt es vor, dass der eine den anderen sogar für den Sex "ziehen lassen" würde aber derjenige nicht will!

              Steht der Sex aber auch für einen selber im Vordergrund dann möchte man ihn auch mit der Person ausleben den/die man liebt und möchte das natürlich auch von seinem Partner so gehandhabt wissen.

              Kommentar



              • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnerschaft


                Sandra, ich danke dir auch, dass du ein neues Thema dafür aufgemacht hast. So fühle auch ich mich von meiner Person mehr losgelöst.
                Ich habe jetzt erstmal Kirasue geantwortet.
                Vielleicht fällt mir zu deinem Beitrag auch noch mehr ein. Jetzt aber bin ich gerade "gedanklich müde".

                Kommentar


                • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                  vonirmer schrieb:
                  -------------------------------------------------------

                  >
                  > Ich persönlich muss sagen, dass dies für mich
                  > nicht möglich wäre. Mein Herz würde zerreißen beim
                  > Gedanken meine geliebte Partnerin im Bett eines
                  > anderen Mannes....
                  >...[...]..Auf jedem Fall trifft dies aber auf mein wissenschaftliches Interesse.
                  ***
                  darf ich Sie fragen wie alt Sie sind, wann Sie begonnen haben sexuell aktiv zu werden, wie lange Sie bereits in einer festen intimbeziehung leben, ob und wieviele kinder aus dieser beziehung hervorgegangen sind?
                  weiterhin, ob sie einzelkind, wunschkind, mit ihrer männlichkeit nicht nur zufrieden, sondern darauf stolz und zuletzt, ob Sie eher ein mutiger oder zaghaft-ängstlicher mann sind?

                  Kommentar


                  • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                    Du sagst es.
                    Ob man den Partner für den Sex an jemanden anderen freigeben kann oder nicht, hängt auch von sehr vielen anderen Dingen ab!

                    Denkbar wäre z.B. wenn jemand seinen Partner nicht als seinen Besitz, sein Eigentum ansehen möchte.
                    Manche Zeitgenossen besitzen neben gewissen Werten wie " Wissen", "tolles Auto, Haus" und weiteren "Wert-Gegenständen" noch einen Partner. Als Besitz-ergreifende könnte man sie bezeichnen.

                    Weniger Besitz-ergreifende, Freiheits-liebende betrachten vielleicht eine Beziehung egal welcher Art als sowas ähnliches wie eine Pacht, oder Miete. Wenn man bedenkt, es gab eine Zeit vor der Beziehung -also einer Eigenständigkeit des Partners- und falls die Beziehung nicht dauerhaft ist, eine Zeit danach.

                    Was genau ist denn nicht individuell in einer Beziehung? Die Gedanken, Gefühle sind nicht ständig im Gleichklang, nicht monogam.

                    Andere Betrachtung:

                    In Gruppen lebende Tiere verhalten sich instinktgesteuert.
                    Menschen die in Gruppen leben haben die Freiheit, sich entweder auf ihre Instinkte einzulassen, oder sich auf die menschliche Kultur einzulassen.

                    Was wäre natürlich?
                    Ist der Mensch von Natur aus monogam oder wird ihm das durch die Gesellschaftsstruktur oder gar Kultur aufgezwungen?

                    Kommentar



                    • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                      Stark- echt stark dein Beitrag!

                      Offenheit ist das HAUPTprinzip einer guten Partnerschaft.
                      Offen äussern dürfen, was noch erwünsht ist ohne dabei Folgen fürchten zu müssen, die eigentlich nur aus einer Natur des nicht Teilenkönnens heraus entstanden sind.

                      Wieso ist das sexuelle NURMIRGehörst du so eklatant wichtig????

                      Kommentar


                      • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                        liebe sandra, ich denke, so einfach, wie du dir das vorstellst, ist es nicht, dieses modell des freien sexlebens erfolgreich so in die praxis umzusetzen, dass dabei die ursprüngliche beziehung nicht auf der strecke bleibt. und dieses, während einer aufrechten beziehung nicht mit anderen schlafen sollen, hat nicht nur eine moralische, von der kirche ausgehende basis - das würde heissen, sich die dinge viel zu einfach zu machen.

                        ich habe (altersbedingt) in meinen bekanntenkreis einige pärchen miterlebt, die glaubten in einer offenen beziehung glücklicher leben zu können. keine einzige dieser beziehungen hat das auf längere zeit hinweg ausgehalten; sie sind, bis auf eine ausnahme, alle auseinander gegangen. bei dieser ausnahme handelt es sich um ein paar, das nach einer anfänglichen euphorie in bezug auf freie liebe nach relativ kurzer zeit beschloss, dass es vielleicht doch lieber monogam leben wollte.

                        das, was dieses modell übersieht, ist die menschliche natur. wenn man über eine längere zeit mit jemandem sex hat, stellt sich meist eine intimität und vertrautheit miteinander ein. man lernt den anderen mit all seinen vorzügen und macken kennen. man beginnt ihn zu mögen und möchte nicht nur zeit zum sex mit ihm verbringen, sondern auch andere aktivitäten mit ihm machen. ab diesem zeitpunkt handelt es sich dann aber nicht mehr nur um außerhäusigen sex, sondern es werden auch andere (partnerschaftliche) aspekte miteinander ausgelebt, was über kurz oder lang zu einem interessenskonflikt zwischen der ursprünglichen partnerschaft und der (sex)partnerschaft führt. ist die ursprüngliche partnerschaft nicht mehr so aufregend, was das tägliche leben betrifft, gibt sie nicht mehr so den totalen kick, ist das dann meist der todesstoss für diese partnerschaft. das muss nicht heissen, das diese partnerschaft beendet wird (oft stehen finanzielle interessen oder kinder einer trennung im wege), sondern es heisst, dass der entsprechende ausserhäusig umtriebige partner nicht mehr genug von sich selbst in diese partnerschaft investiert. man beginnt in einer art wohngemeinschaft vor sich hin zu leben und die beziehung an sich, in die sich beide partner einbringen sollen und an der beide gemeinsam arbeiten sollen, ist tot.

                        Kommentar


                        • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                          byher schrieb:
                          -------------------------------------------------------
                          > In Gruppen lebende Tiere verhalten sich
                          > instinktgesteuert.
                          > Menschen die in Gruppen leben haben die Freiheit,
                          > sich entweder auf ihre Instinkte einzulassen, oder
                          > sich auf die menschliche Kultur einzulassen.
                          >
                          > Was wäre natürlich?

                          womit wir wieder in der prä-steinzeitlichen phase wären, weil es bereits in der steinzeit üblich war (man kam nämlich drauf, dass es für ein gedeihliches zusammenleben innerhalb der sippe so günstiger wäre) dass man monogam lebte.

                          ne, was ich eigentlich sagen möchte, ist dass man nicht beliebig die "instinkte" hervorkramen kann, wenn es einem gerade danach ist und ins konzept passt, auf der anderen seite aber liebend gerne auf diese instinkte anderer verzichten kann, wenn es das eigene leben und überleben gefährden könnte. instinkt und kulturell bedingte sozialisierung umfasst nämlich wesentlich mehr als nur den sexuellen bereich.

                          Kommentar


                          • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnerschaft


                            Was heißt in diesem Zusammenhang schon "natürlich"? Ist das natürlich, was Naturvölker tun? Oder unsere evolutionsgeschichtlich nächsten Artverwandten? Ist es "natürlich", seinen Verstand auszuschalten und rein nach sexuellen Bedürfnissen zu handeln?

                            Es gibt wohl gute Gründe für (meinetwegen serielle) Monogamie, denn durch allzu wechselhaftes Sexualverhalten ausgelöste Empfindungen wie Eifersucht oder Neid kann der positive Effekt der Befriedigung des Sexualtriebes auch leicht überkompensiert werden! Und ich persönlich glaube, dass Eifersucht und Neid nicht anerzogen sind, sondern ebenfalls zu den angeborenen Empfindungen gehören.

                            Aber Sandra, ich gebe Dir in einem auch recht: Jeder soll nach seiner Art glücklich werden. Wenn es in einer Partnerschaft toleriert wird, dass man mal fremdgeht, dann sollte man sich von außen nicht als Moralapostel aufspielen. Aber ob das "bisschen Auflockerung", das Du Dir wünschst, vielen Partnerschaften helfen würde, bezweifle ich. Allerdings bin ich auf der anderen Seite auch der Überzeugung, dass ich einen Seitensprung in einer langjährigen Beziehung verzeihen könnte. Aber das ist eben die subjektive Entscheidung jedes Einzelnen!

                            Kommentar


                            • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                              danke,

                              Kommentar


                              • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                                Sie können diese Fragen gerne stellen, ich ziehe es aber vor, sie nicht zu beantworten.
                                Schließlich trete ich hier nicht anonym auf, sondern mit meiner echten, beruflichen Identität.

                                Auf welchem Hintergrund Sie diese Fragen stellen ist jedoch deutlich und ich muss ihnen an einigen Punkten widersprechen.

                                Kommentar


                                • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                                  Ich habe in den Antworten nun häufig gelesen, dass dieses Posting als Aufruf zur Polygamie verstanden wurde, dass also ein "Ersatz" oder eine "Ergänzung" auf Basis eines rein körperlichen Mangelzustands mit einer Affäre eine reine Bettgeschichte läuft.

                                  Das ist bei vielen die Vorstellung einer "offenen Beziehung": poppen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

                                  Ich verstehe das aber auf etwas andere Weise. Ich habe herausgelesen, dass es hierbei eher um eine Offenheit im polyamoren Sinne geht.
                                  Ich persönlich muss für mich auch diesbezüglich feststellen, dass ich vermutlich nicht in der Lage wäre ein solches Beziehungskonzept zu leben, dennoch übt die Vorstellung einen Gewissen Reiz aus:

                                  Dabei steht die sexuelle Beziehung zu mehr als einem Menschen nicht im Vordergrund, sondern vielmehr eine durch Liebe und Intimität auf vielen Ebenen geprägte Beziehung zu mehr als nur einer Person, unter Wissen und Einverständnis sämmtlicher Beteiligter.

                                  Da dies wie gesagt auch nicht ganz meine Welt ist, kann ich es schlecht beschreiben, was damit wirklich gemeint ist. Ein solches Beziehungsmodell - sofern es realisierbar ist - würde bestimmt einige Probleme von rein dyadischen Beziehungen lösen. Vielleicht aber auch neue schaffen?

                                  Kommentar


                                  • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                                    Ich denke eine so genannte "offene Beziehung", wie du sie beschrieben hast bzw. sollte ich schreiben, wie ich sie verstanden habe, funktioniert nur mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein.
                                    Man muss/will etwas teilen, was man eigentlich für sich alleine beanspruchen möchte bzw. was man im Grunde auch alleine geben möchte. All die Kraft der Liebe möchte man doch meist nur einem Menschen geben! So wurden wir vermutlich erzogen und so hat es die überwiegende Anzahl der Gesellschaft uns gelehrt. Das ist "normal"!
                                    Seine Liebe und auch den Sex mit seinem Partner gemeinsam mit anderen teilen????
                                    Wenn man selbst den Sex als ein Punkt des "Liebesaktes" sieht, dann dürfte das nur schwerlich ohne negative Folgen für die Beziehung gehen, da immer eine gewisse Angst der Unruhe da sein wird.
                                    Wer kann schon in einer "offenen Beziehung" die absolute Gewissheit haben, dass es nicht doch die eigene Liebe und Beziehung gefährden könnte. Hier ist glaube ich die Angst schon vorhanden, welche einem eher zur einer ablehnenden Haltung gegenüber einer solchen offenen Beziehung führt.

                                    Sieht man aber selbst den Sex nicht als einen "Liebesakt und Liebesbeweis" an, dann sieht man das vermutlich auch mit ganz anderen Augen bzw. kann das besser trennen. Vermute ich jetzt mal so als sexueller Laie (|8))

                                    Auch um den Sex dem anderen Partner als Ersatz oder Ergänzung geben zu können, bedarf es einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein der Person die das zulässt. Auch hier gibt es keine absolute Gewissheit, dass das für den Partner der sich einvernehmlich seinen Sexdurst woanders holt, ohne jedwede Gefühle abläuft!

                                    Nun, eigentlich ist Sex für mich auch etwas was nur mit "Liebe" geht!
                                    Mit einer durch Liebe und Intimität auf vielen Ebenen geprägte Beziehung zu mehr als nur einer Person hätte ich auch so meine Probleme. Aber auch hier kommt es darauf an, wie die innere Einstellung zu der Ehe/Partnerschaft ist und vorallem welchen Verlauf die Ehe/Partnerschaft und das Alltagsleben hatte.

                                    Ich denke das sich die Bedürfnisse auch durch das Erlebte beeinflussen lassen und man Dinge, die man vorher aus einer gewissen Perspektive sah, sich durch das Geschehene und erlebte Leben verändern.
                                    Wenn ich, nach meinem jetzigen Leben, meinen Partner erlauben würde, sich den Sex woanders herzuholen, dann würde ich das aus Liebe zu ihm gestatten ABER ich hätte auch in meinem Hinterkopf, dass die Ehe/Beziehung auf Dauer vielleicht eher zu Ende sein wird bzw. würde mir dann eine Trennung unter solchem Aspekt nicht mehr so schwer fallen, denn ich müsste immer damit rechnen, dass sich durch den Sex mit einer oder mehreren anderen auch Gefühle einschleichen könnten. Dessen müsste ich mir immer bewusst sein.

                                    Man kann zwar Liebe mehreren Menschen im Leben zuteil werden lassen, doch meine ich das sich die Liebe selbst immer irgendwie unterscheiden wird.
                                    Je nachdem wie man seinen Körper und Sex betrachtet, wird man vermutlich skeptisch oder aber befreiender einer möglichen offenen Beziehung gegenübertreten.
                                    Was man aber von seinem Partner erwartet, dass sollte auch gleichermaßen für einen selbst gelten; es sei denn, dass es eine Situation erfordert gemeinsam anders zu denken/handeln.

                                    Kommentar


                                    • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                                      ja, ich sehe das auch so.

                                      dennoch gibt es da noch ein entscheidendes Element: So wie Du hier schreibst:

                                      >>All die Kraft der Liebe möchte man doch meist nur einem Menschen geben!<<

                                      hört sich das fast so an, als sei Liebe eine begrenzte Ressource. Wie ein Kuchen, den man unter mehreren Personen teilt. Je mehr Personen es sind, desto kleiner wird der Anteil für jeden.
                                      Jemand, der polyamor lebt, würde Liebe aber gerade nicht als begrenzte Ressource ansehen. Sie/Er hat genug Liebe für jede Menge Leute übrig.

                                      Ich kann es mir dennoch nicht vorstellen, dass es wirklich klappen kann, denn zumindest Zeit ist definitiv eine begrenzte Ressource....

                                      In will mir gar nicht ausmahlen, wie kompliziert das werden würde, wenn ich gleichzeitig mehrere Damen in meinem Leben gleiche Anteile an Liebe, Aufmerksamkeit, Zeit etc. zukommen lassen muss, die ihrerseits auch einige Andere koordinieren müssen.... Was ein Chaos!
                                      Dennoch scheint es einigen Leuten die Mühe wert zu sein. Vielleicht liegt es daran, was man als "Erfolgskriterium" für eine Partnerschaft hernimmt.

                                      Wenn man die Dauer einer Partnerschaft als Maß für ihren Erfolg sieht, dann ist sicherlich die monogame Ehe das absolute Erfolgsmodell.
                                      Andere Leute würden vielleicht eher andere Kriterien hernehmen. Würde mich interessieren, was das ist.

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                                      • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                                        Da Sie unbedingt eine Antwort wünschen, werde ich Ihnen gerne eine geben, die auf aktuellen Forschungsergebnissen der Partnerschaftsforung beruht. (Ich werde mir weder im öffentlichen Bereich, noch per PN von jemandem, der so vehement versucht in meine Privatsphäre einzudringen, in die Karten schauen lassen!)

                                        Ihre implizite Vermutung, dass die Haltung, dass man monogam leben möchte dadurch entsteht, dass man unerfahren ist, ein geringes Selbstbewusstsein hat, oder mit der eigenen Geschlechtsrolle nicht klar kommt ist nicht korrekt.

                                        Hierzu können Sie gerne mal in die einschlägige Literatur, z. B. von Hazan oder von Shaver reinschauen.
                                        Für die Forschung ist es eher überraschend, dass es anscheinend wirklich Leute gibt, die sehr gute Ressourcen mitbringen und sich dennoch nicht mit einer monogamen Partnerschaft begnügen wollen.

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                                        • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                                          In gewisse Weise denke ich schon, dass Liebe eine begrenzte und es auch immer eine in ihrer Art unterschiedliche Liebe gibt.
                                          Ich kann meinem Mann lieben, dennoch kann ich auch einen anderen Mann lieben aber diese Liebe niemals so leben und ausleben wie mit meinem Mann (als Beispiel).

                                          Man könnte so die einzelnen Aktivitäten quasi trennen.
                                          Man kann ja den Sex mit einem anderen mehr lieben als mit seinem eigenen Ehemann und dennoch kann sie aber "langfristig" und in einem anderen Kontext für ein Zusammenleben gegenüber dem Ehemann stärker sein.

                                          "In will mir gar nicht ausmahlen, wie kompliziert das werden würde, wenn ich gleichzeitig mehrere Damen in meinem Leben gleiche Anteile an Liebe, Aufmerksamkeit, Zeit etc. zukommen lassen muss, die ihrerseits auch einige Andere koordinieren müssen.... Was ein Chaos!"

                                          Ich auch nicht!
                                          Man muss schon ein gutes Organisationstalent sein um das alles unter einen Hut bringen zu können. Auf Dauer denke ich hier auch, dass einer der ganzen Beteiligten MEHR will als ihm/ihr bisher zuteil wurde.

                                          Die Dauer einer Partnerschaft selbst alleine macht es glaube ich nicht aus. Ich denke die gemeinsam bewältigten Probleme festigen da mehr zusammen, d.h. entweder bringen sie einen auseinander oder es festigt sich. Das muss allerdings dann auch nicht auf Dauer sein ...

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                                          • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                                            Toller Beitrag !

                                            Besonders der letzten Abschnitt fegt die glorifizierte "freie Liebe" vom Tisch.

                                            In den seltesten Fällen bleibt es beim reinen Sexvergnügen.

                                            Jede Partnerschaft, die eine Affäre (nenne es einfach mal so ) überstanden hat,

                                            knabbert im Endeffekt nicht am ausserhäuslichen Akt, sondern an der entstandenen

                                            Intimität und Vertrautheit, die einem anderen Menschen zuteil wurde.

                                            Wer einmal in solch einer Situation gestanden hat, weiß, dass die ursprüngliche

                                            Partnerschaft in der Zeit zu einer Wohngemeinschaft verkommt. Keine gemeinsamen

                                            Ziele mehr, kein Gemeinschaftsdenken mehr, keine Planungen mehr.

                                            Das anfänglich euphorische Glücksgefühl wird aufgefressen von Interessenkonflikten,

                                            innerer Zerrissenheit. und einer unendlichen Traurigkeit, weil man keinem Partner

                                            gerecht werden kann, nicht das geben kann, was man eigentlich möchte.

                                            L.G.Sie51

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                                            • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                                              Ist der Mensch von Natur aus monogam oder wird ihm das durch die Gesellschaftsstruktur oder gar Kultur aufgezwungen? (byher)

                                              Genau - das ist die Frage.

                                              Nächste Frage: Wie kann der Mensch denn aber unterscheiden, was er von Natur aus ist oder aber was ihm durch Gesellschaftsstruktur oder Kultur aufgezwungen wurde?

                                              Nehmen wir mal ein Beispiel abseits der Monogamie.

                                              Für Marianne (und viele andere Frauen - weniger Männer) ist Sex nur in Verbindung mit Liebe möglich.
                                              Für mich (und viele andere Männer - weniger Frauen) ist Sex völlig losgelöst von Liebe möglich.

                                              Nun argumentieren so Frauen wie Marianne oft damit, dass dieser Unterschied daher käme, dass Männer genetisch anders ticken als Frauen.

                                              Natürlich konnte ich dem nie zustimmen, denn schliesslich bin ich ja eine Frau, müsste also in meinem Fall ja ein genetischer Defekt vorliegen.

                                              Zitat byher:
                                              In Gruppen lebende Tiere verhalten sich instinktgesteuert.
                                              Menschen die in Gruppen leben haben die Freiheit, sich entweder auf ihre Instinkte einzulassen, oder sich auf die menschliche Kultur einzulassen.

                                              Um das auf dieses Beispiel zu übertragen, kann ich also
                                              a) meinem Instinkt folgen und Sex ohne Liebe
                                              b) mich auf Mariannes Moral einlassen und als Frau Sex unabdingbar nur mit Liebe
                                              praktizieren.

                                              Ich halte weder a) noch b) in ihren Extremen für richtig. Ohne Moral nur noch meine Triebe auszuleben, ist nicht die Aussage, zu der ich hin will. Aber dahin, dass unsere Moralvorstellungen so früh geprägt werden, dass wir ziemlich schlechte Karten haben, unsere Instinkte und unser Gefühl dafür, was wir wirklich mögen, zu spüren.

                                              Im Falle Sex/Liebe kann eine Marianne mir nicht erzählen, dass Frauen genetisch diesbezüglich anders ticken als Männer, eben weil ich selbst eine Frau bin und von solchen Genen mal rein gar nichts spüre, sondern das genaue Gegenteil.

                                              Beim Thema Monogamie ist die Sache für mich persönlich nicht so einfach zu unterscheiden. Mein Gefühl war hier lange konform mit der Moralvorstellung unserer Gesellschaft. Also nicht so offensichtlich widersprüchlich.

                                              Ich war früher sehr eifersüchtig. Und selbstverständlich monogam.
                                              Und habe genauso wie Herr von irmer gespürt "das würde mir das Herz zerreissen".

                                              Ist nun dieses Gespür/Gefühl Instinkt oder anerzogen?

                                              Es sind ganz einfach meine eigenen Erfahrungswerte, die Wandlung an Gespür/Gefühl, die mich nun ganz fest zu der Überzeugung haben kommen lassen, dass der Großteil davon anerzogen ist. Nicht alles - Eifersucht und Neid sind bestimmt auch menschliche Instinkte und natürlich. Aber damit kann man umgehen, wie Mensch ja mit anderen Trieben auch umgehen kann.
                                              Lange kein Grund, sich in ein solches moralisches Korsett zu zwängen.

                                              Es ist meine eigene Wandlung von einer sehr eifersüchtigen, monogamie-fixierten Person, die zunächst Interesse an Einbeziehung eines weiteren Partners (egal ob männlich oder weiblich) am Sexualakt hatte, dann dahingehend, meinem Partner auch ohne meine Anwesenheit diese Einbeziehung zu ermöglichen bis heute, wo sich nun wiederum mein Gefühl gewandelt hat und ich selbst den Wunsch nach Sex mit anderen Partnern eingestehen kann.

                                              Dieser Wunsch war lange Zeit einfach nicht spürbar. Verdrängt, verborgen von Moralvorstellungen, die ich mir nicht selbst eingeprägt habe. Das macht es so schwierig, zu entscheiden, ob ich Instinkten oder Moral gehorchen möchte, wenn die Triebe so schwer spürbar und zum Tabu gemacht worden sind.

                                              Meines Erachtens haben wir uns mit der Monogamie einen Haufen von allen möglichen zwischenmenschlichen Problemen geschaffen. Richtig, ich bin nicht für das hemmungslose Ausleben von Trieben ohne jegliche Moral.

                                              Sondern dafür sich in seiner Menschlichkeit/Natürlichkeit anzunehmen, nicht zu tabuisieren, in Korsette zu zwängen, sich selbst zu strafen, und auf dieser Basis Triebe und Moral in Beziehungen aufeinanderabzustimmen. Auf dieser Basis soll heissen, dass der Mensch nicht natürlich monogam ist!!

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                                              • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                                                nein, einfach finde ich das alles bestimmt nicht. Und ich möchte auch insofern einlenken, dass das ja zumindest teilweise meinerseits graue Theorie ist :-)) Aber nicht nur.

                                                Natürlich setze ich meine Beziehung einer größeren Gefahr aus, wenn ich meinen Partner eine solche Aktivität/Gemeinsamkeit wie Sex mit anderen zugestehe. Umso mehr ich einfordere, dass der Partner Aktivitäten/Gemeinsamkeiten grundsätzlich nur mit mir teilt, desto sicherer bin ich zunächst.
                                                Kann mir ja schliesslich auch passieren, dass die Beziehung dadurch gefährdet wird, weil er ne andere im Fitnessstudio oder im PC-Kurs kennenlernt. Also umso mehr ich ihn einschränke in der Begegnung mit anderen, desto sicherer.

                                                Partnerschaft hat doch ganz viele andere Aspekte außer Sex. Ich sehe nicht, dass zwangsläufig die Partnerschaft zum Todesstoss/Wohngemeinschaft hinausläuft, weil ich meinem Partner bezüglich irgendeiner Komponente dieser Beziehung die Freiheit zugestehe, sie auch mit anderen zu erleben. Das beinhaltet doch nicht, dass der ganze Rest der Partnerschaft keinen Boden mehr hat.

                                                Vielleicht war das in Deinem Freundeskreis so. Dass die Beziehung ohnehin eingeschlafen war und man sie damit wieder aufpeppen wollte. Dann waren das schlechte Voraussetzungen.

                                                Eine gut funktionierende, in vielerlei Hinsicht befriedigende Partnerschaft bricht nicht davon zusammen, dass man in Teilbereichen mit anderen Gemeinsamkeiten und Aktivitäten teilt. Ich bin überzeugt (auch durch praktische Erfahrung), dass das vielmehr stabilisiert als gefährdet.

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                                                • Re: Bedeutung der Sexualität in der Partnersc


                                                  Zitat: Sondern dafür sich in seiner Menschlichkeit/Natürlichkeit anzunehmen, nicht zu tabuisieren, in Korsette zu zwängen, sich selbst zu strafen, und auf dieser Basis Triebe und Moral in Beziehungen aufeinanderabzustimmen.

                                                  Gut recherchiert.
                                                  Dann frage ich einfach mal, ab welchem Zeitpunkt etwa jemand seiner Natürlichkeit beraubt wird, das in Korsette zwingen und die "Bildung einer Moral" usw in unserem Kultur-Kreis beginnt.

                                                  Jeder von Euch wird diesen Zeitpunkt wahrscheinlich ziemlich genau bestimmen können.
                                                  Bis zu diesem Zeitpunkt gibt es noch eine gewisse Toleranz hinsichtlich Natürlichkeit und natürlicher Neugierde.

                                                  Nun frage ich Euch, wann meint ihr ist der von mir beschriebene Zeitpunkt gekommen?
                                                  Gibt es vor oder zu diesem Zeitpunkt in einer anderen Kultur nicht ein schreckliches Beispiel das für uns schrecklich und unvorstellbar ist?

                                                  Desweiteren frage ich, gibt es irgendwo Kulturen die nicht so auf Monogamie fixiert sind?
                                                  Natürlich interpretiert unsere Kultur diese Nicht-Monogamie-fixierten Kulturen ausschließlich mit den eigenen Augen.
                                                  Selbst wenn manche sehr tolerant sind, werden sie es schwierig haben die Erfahrungen unterschiedlicher Kulturen neutral und sachlich zu betrachten.

                                                  Übrigens, Korsette gibt es nicht nur hinsichtlich Moral, Sitte und Anstand.
                                                  Korsette gibt es zuhauf in unserer Kultur.

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