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Kann man lernen,einen Partner mehr zu lieben?

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  • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lieben?


    warum suchst du dir unnahbare, gefühlskalte männer.

    denk mal darüber nach.

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    • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lie


      Ja Sturmwolke,

      die Unfähigkeit zu Nehmen spielt eine große Rolle.

      L.G.Sie51

      Kommentar


      • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lie


        Psychologen führen ein solches Verhalten darauf zurück, dass wir uns oft ungern in eine passive Position bringen lassen. Sobald wir etwas annehmen, nehmen wir aber eine schwächere, passive Position gegenüber dem Gebenden ein. Die passive Rolle wird in unserer Gesellschaft häufig geringer bewertet als die aktive. Es fällt daher vielen leichter, sich als Gebender um andere zu kümmern, dies gibt ihm nicht zuletzt ein Gefühl der Stärke. Geben wir zu viel, besteht jedoch immer die Gefahr, dass wir uns verausgaben. Dabei kann sich Groll in uns entwickeln und wir schaffen es zudem, uns auch noch ausgenutzt zu fühlen. Für solche Menschen ist es wichtig, für einen Ausgleich zu sorgen und nicht immer nur zu geben, sondern auch von anderen etwas anzunehmen.

        Wer nichts annehmen mag, hält selbst meist vieles - auch sich selbst - eher zurück. Das führt uns direkt in den Gegensatz. So wichtig akkurate Bilanzen im Geschäftsleben sind - eine ‘Buchhalter-Mentalität’, nach der man den Wert eines Geschenks und das dazu gehörige Gegengeschenk berechnet, noch bevor man die Gabe ganz ausgepackt hat, behindert das Spiel des Gebens und Nehmens enorm. Im Klammern an materielle Dinge erkennen Psychologen tiefe Minderwertigkeitsgefühle.

        Kommentar


        • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lieben?


          PHM_37 schrieb:
          -------------------------------------------------------
          > Hallo,
          >
          > ich (männlich, 37 Jahre) bin froh, dass ich dieses
          > Forum gefunden habe! Brauche Hilfe...
          >
          > Habe nach etlichen Beziehungen, die ich immer
          > aufgrund mangelnder eigener Liebesgefühle selbst
          > beendet habe (und sie auch nicht zu mir gepasst
          > haben), vor drei Jahren eine wunderbare Frau
          > (heute 36 Jahre) mit Tochter (heute 5 Jahre)
          > kennen gelernt.
          >
          > War keine Liebe auf den ersten Blick, also ohne
          > starke Liebesgefühle (ohne Schmetterlinge,
          > Sehnsucht, etc.). Ich habe sie attraktiv empfunden
          > (sportliche Powerfrau, dennoch optisch nicht ganz
          > meine Traumfrau)! Wir gingen mit einander aus, ich
          > habe ihre Tochter kennen gelernt – war alles so
          > richtig schön und so unwahrscheinlich harmonisch.
          > Habe in ihr einen Menschen kennen gelernt, mit dem
          > ich so viele Dinge gemeinsam habe – Interessen
          > (Klassische Konzerte, Spaziergänge im Wald,
          > Sport), Wertvorstellungen, Zukunftsvorstellungen,
          > tiefgründige Gespräche, sexuell super! Auch das
          > Verhältnis zu ihrer Tochter hat sich so wunderbar
          > entwickelt. Dachte mir, dass sich daraus
          > vielleicht wirklich was Dauerhaftes entwickeln
          > könnte! Dass sich vor allem meine ersehnten
          > Herzensgefühle ihr gegenüber schon noch einstellen
          > würden! Wir haben uns in den 3 Jahren nie
          > gestritten, Probleme wurden immer zeitnah im
          > Gespräch geklärt! Vielleicht auch nicht so schwer,
          > da es eh mehr oder weniger eine Wochenendbeziehung
          > war! Dennoch habe ich schnell eine starke
          > Zuneigung zu ihr verspürt, wie zu einem echten
          > Freund! Wir haben zumindest immer jeden Tag
          > telefoniert! Ich wollte es einfach mal laufen
          > lassen, und schauen, wie es sich weiter
          > entwickelt!
          >
          > Leider ist bereits zwei Monate, nachdem wir uns
          > kennen gelernt haben, mein Vater schwer an Krebs
          > erkrankt. Hat mich emotional extrem mitgenommen!
          > Habe alle erdenklichen Möglichkeiten genutzt, um
          > meinem Vater beizustehen! Die richtigen Kliniken
          > zu finden, dabei zu sein bei Arztgesprächen, etc.
          > Habe neben einem anstrengenden Job, viel Zeit und
          > Energie investieren müssen. Und meine Freundin –
          > sie stand immer hinter mir, hat mir so viel Kraft
          > und Mut in dieser Zeit gegeben – eine Odyssee seit
          > nun 3 Jahren! Tat mir immer so gut! Und sie hat
          > viel auf mich verzichtet – nur um mir beizustehen!
          > Sie liebt mich von ganzen Herzen – ich spüre es!
          >
          > Während der ganzen schrecklichen Zeit der
          > Krankheit meines Vaters sind wir immer stärker
          > zusammengewachsen. Haben viel unternommen, waren
          > mit und ohne Kind auf Reisen! Meine Eltern haben
          > sie und ihre Kleine kennen gelernt und ins Herz
          > geschlossen! Ihre Eltern mögen mich ebenfalls von
          > Herzen! Mein Freundeskreis ist begeistert von ihr!
          > Ihre Freunde mögen mich ebenfalls sehr! Mann
          > könnte sich eigentlich nichts Schöneres im Leben
          > wünschen! Dennoch fehlte mir immer dieses
          > intensive Herzgefühl...
          >
          > Dann haben wir uns vorgenommen, etwas mehr als nur
          > eine Wochenendbeziehung zu versuchen! Sie ist mit
          > meiner Unterstützung in eine größere Wohnung
          > gezogen, sodass die Kleine ihr eigenes Zimmer
          > bekommen hat. Wir haben viel über eine mögliche
          > Zukunft gesprochen. Sie kann sich ein Leben an
          > meiner Seite so gut vorstellen! Und das ist nicht
          > so ganz einfach – ich habe einen Handwerksbetrieb
          > von meinem Vater auf dem Land übernommen! Nicht
          > jede Frau ist bereit, auf ihr Stadtleben zu
          > verzichten, um in eine Kleinstadt zu ziehen! Und
          > ich – immer in der Hoffnung, dass sich meine
          > Gefühle ihr gegenüber weiter entwickeln würden!
          > Dass ich es schaffe, ihr genau die Liebe zu
          > erwidern, die sie mir gegenüber zeigt! Aber wie
          > definiert man Liebe? Bin ich ein hoffnungsloser
          > Romantiker? Meine unerfüllte Jungendliebe? Mit der
          > ich zwar im Emailkontakt stehe, die aber in Berlin
          > lebt und sicherlich nie zu mir aufs Land ziehen
          > würde? Die Ex-Freundin eines Freundes? Bei der ich
          > Herzklopfen verspürte, die aber (selbst mehrere
          > male erlebt) eine unwahrscheinliche Zicke sein
          > kann? Oder soll ich ewig nach meiner Traumfrau
          > weitersuchen (bin bald 38), mit der Gefahr, nie
          > mehr dieses aus meiner Jugend gekannte
          > Liebesgefühl zu finden? Und wenn ich das Gefühl
          > finden würde – würde es erwidert werden? Und wenn,
          > würde diese Frau objektiv so gut zu mir passen,
          > wie meine jetzige Freundin! Ich glaub, die Chancen
          > stünden schlecht!
          >
          > Nun kommt aber das ganz Schlimme!! Letzte Woche
          > ist alles zusammengekommen! Mein Vater ist an
          > seiner schweren Krankheit gestorben! Bin noch
          > immer voller Trauer!!! Einen Tag vor der
          > Beerdigung sagte mir meine Freundin, dass sie
          > schwanger sei!!! War absolut nicht geplant, sie
          > hatte ihren Zyklus immer im Griff! Den ersten Test
          > hat sie am selben Tag gemacht, an dem mein Vater
          > im Krankenhaus unerwartet schnell gestorben ist!
          > Ist das Fügung?
          >
          > Bei mir kommen nun alle Gefühle zusammen! Klar,
          > die Trauer um meinen Vater einerseits, um den ich
          > so lange gekämpft habe! Und dann, leider ein so
          > sehr beklemmendes Gefühl, mich auf eine endgültige
          > Partnerschaft festlegen zu müssen, in der ich
          > nicht das verspüre, was ich entgegen bekomme!
          > Verantwortung für ein Kind übernehmen zu müssen -
          > ich stehe zu dem Kind, das steht völlig außer
          > Frage!!! Fühl mich aber dennoch nicht glücklich,
          > obwohl ich eigentlich Luftsprünge machen müsste!
          > Eine Frau, die mich von so tiefstem Herzen liebt,
          > mir ein Kind schenkt und sich ein Leben an meiner
          > Seite wünscht! Und ich? Ein Mensch, der sich
          > unglücklich fühlt! Wie paradox!!!! Fast krank!!!
          >
          > Werde ich vielleicht durch das Kind glücklicher?
          > Wird dadurch möglicherweise auch das Gefühl zu
          > meiner Partnerin intensiver? Oder belastet dies
          > eine Beziehung eher noch! Was kann ich tun, dass
          > ich mehr Empfindungen gegenüber meiner Freundin
          > verspüre? Sie tut alles – verführerisch - kann man
          > ihr nichts vorwerfen!
          >
          > Kann man lernen, einen Partner, mit dem man
          > zusammen ist und zusammen bleiben möchte, mehr zu
          > lieben, als man es bislang kann? Gibt es Bücher?
          > Soll ich zu einem Therapeuten aufsuchen? Oder soll
          > ich mich einfach auf das Abenteuer ‚Familie’
          > einlassen, in der Hoffnung, dass ich glücklicher
          > werde?
          >
          > Bin um jede Antwort dankbar! Hänge in einem so
          > tiefen Loch...
          >
          > Euer PHM_37

          Wenn es nicht zu einem Zweckbündnis verkommen soll würde ich darauf verzichten Liebe zu lernen.

          Meines Erachtens liebst Du diese Partnerin nicht so sehr, als das du ungesehen in eine feste Beziehung wechseln könntest. Dein Pragmatismus überwiegt vor der gewünschten Emotion. Von daher sehe ich keine Möglichkeit eine erfüllte Liebesbeziehung mit Ihr zu führen. Du wirst unglücklich bleiben...

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          • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lieben?


            Hallo Befraut,

            Warum ich mir unnahbare und gefühlskalte Männer suche?

            Gute Frage.

            Zu Beginn, also Kennenlernphase und die darauffolgenden ca.3 Monate geben die sich immer wahnsinnig viel Mühe, sind charmant und zuvorkommend und weichen mir nicht mehr von der Seite. Diese erste Zeit ist natürlich toll, und wir genießen es beide in vollen Zügen. Mit Sicherheit habe ich auch eine rosarote Brille auf, und sehe nicht die Realität.

            Ja, es stimmt! Im Vergleich zu mir sind alle Männer, unnahbar und gefühlskalt (zumindest nach außen).

            Ich kenne aber keine anderen Männer, bzw. habe nie solche kennengelernt mit diesen Eigenschaften.

            Wieso ziehe ich denn dann solche Männer an? Nun gut, oft habe ich den ersten Schritt getan, denn von selbst kommt meist keiner

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            • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lieben?


              gibt dir das nicht zu denken, dass ein mann sich ein bein für dich ausreißt? das er in den ersten monaten so richtig gas gibt? mich macht das bei den frauen immer sehr misstrauisch, ich denke mir immer wieder da stimmt etwas nicht. menschen die sich so sehr um dich oder mich bemühen, haben sicher ein grund dafür.
              ich fahre im auto doch auch nicht im 5. gang los. und wenn sie glauben dich auf sicher zu haben, dann läßt das interesse nach. dann zeigt sich der wahre charakter, und du steckst im gefühlschaos

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              • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lieben?


                Hallo PHM37,

                also deine Geschichte könnte fast meine sein. Ich kenne jetzt seid knapp einem Jahr einen wundervollen Mann. Er hat sich sich nicht nur in mich verliebt, sondern liebt mich wirklich von ganzem Herzen.Wir hatten bisher keinen Sex und er hat es auch niemals darauf angelegt. Aber schon bei unserem ersten Kuss vor vielen Monaten musste ich feststellen, das ich keine Schmetterlinge im Bauch hatte, wie vor vielen Jahren bei meiner großen Lieben. Ich habe bisher gehofft, das da mehr kommen könnte, aber dieses Kribbeln im Bauch bleibt aus! Aber ich könnte mir keinen besseren Mann vorstellen. Er hat all das was ich mir wünsche.............Ich denke sehr oft an ihn, wir tel. täglich, wenn i. ihn einige Tage nicht gesehen habe, vermisse ich ihn sehr! Im Gegensatz zu dir, bin ich nur sehr offen zu ihm. Ich mache ihm nichts vor, hab ihm gesagt, das ich schon Gefühle habe, ich nicht weiß ob diese ausreichen. Er ist so geduldig mit mir, u. ich bin wirklich kein einfacher Mensch. Hab ihm gesagt, das wir nur Freunde bleiben sollten, dann bin ich mir wieder unsicher! Ich weiß langsam nicht mehr was ich denken soll. Was ist Liebe! Ich finde das ist eine sehr schwierige Frage! Hinzu kommt bei mir noch ein anderes Problem. Egal mit welchem Mann i. bisher war (sogar bei meiner großen Liebe) stellte sich nach einiger Zeit ein Ekelgefühl ein! Ich hab mich dann immer wieder getrennt, bin mit dem jeweiligen Partner wieder zusammen gekommen, die Schmetterlinge waren wieder da, aber nach einigen Wochen kam wieder der Ekel. Kennt das jemand? Bin i. vielleicht psyschisch krank?

                LG
                sarah

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                • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lie


                  hallo,
                  ich habe mir die antworten der anderen nicht durchgelesen und weiß daher nicht, ob dies schon mal erwähnt wurde.

                  das dein vater gestorben ist, tut mir sehr leid, gott beschütze ihn! ich glaube in erster linie solltest du, nach Möglichkeit, jetzt an dich denken. ich befürworte es natürlich nicht, deine schwanger freundin im stich zu lassen. aber du scheinst als bräuchtest du mal ne woche, oder lass es nur ein wochenende sein, ganz für dich allein. ohne telefon, ohne leute die dich ablenken könnten.
                  nehm dir ein kleines ferienhäuschen an der ost oder nordsee und setz dich dort mal ganz in ruhe mit dir auseinander. schreib deine gefühle auf, dann kannst du sie dir besser vor augen halten. ich bin kein psychologe, ich spreche nur aus erfahrung, was mir immer sehr geholfen hat.

                  ich denke, du musst deine gefühle, ob wut, trauer etc. klar sortieren. die antworten kommen dann von deinem herzen, so blöd es auch klingen mag. du wirst sehen, was du wirklich willst und was nicht. und auch wenn du dich gegen eine beziehung mit deiner jetztigen schwangeren freundin entscheiden solltest. man kann auch ein guter vater sein, wenn man nicht mit der mutter zusammen ist....das müssen nur beide verstehen und zulassen können. und so wie du das schilderst, ist deine jetzige partnerin alles andere als verständnislos.

                  schau immer nach vorne. ich wünsche dir alles, alles gute!

                  Kommentar


                  • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lie


                    hallo
                    auch ich schließe mich der letzten mail an...
                    nimm dir erstmal zeit für dich...und zwar solange, wie du benötigst..
                    zur zeit fällt sicher alles in dir wie ein kartenhaus zusammen... es ist ganz natürlich..freud und leid..wie soll man da klar denken können...
                    ob eine liebe wachsen kann..sicherlich..
                    nur, wenn man gar nicht wirklich weiß, ob man die frau überhaupt so richtig liebt..wird es verdammt schwer...
                    ich kann da nur sagen..aus eigener erfahrung..es klappt nicht wirklich..
                    wenn einer in einer beziehung 100% den partner liebt und der andere sich absolut nicht sicher ist..hmmmmmmmmmmmmm..tut man dann dem anderen nicht weh???

                    viel kraft wünscht dir lilly

                    Kommentar


                    • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lie


                      Es ist bemerkenswert, dass immer noch so mitfühlende Beiträge eingehen, obwohl der so hilfesuchende PHM37 sich seit fast zwei Wochen nicht meldet.

                      Kommentar



                      • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lieben?


                        gibt es den fragesteller überhaupt noch ?

                        Kommentar


                        • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lie


                          dr.riecke schrieb:
                          -------------------------------------------------------
                          > Es ist bemerkenswert, dass immer noch so
                          > mitfühlende Beiträge eingehen, obwohl der so
                          > hilfesuchende PHM37 sich seit fast zwei Wochen
                          > nicht meldet.


                          ach dr. riecke..vielleicht geht es ihm schlecht..oder er hat sich ne auszeit genommen und ist in den urlaub gefahren...wer weiß, was los ist..vielleicht sollten wir ihm noch ein wenig zeit geben...

                          lg hexelilly

                          Kommentar


                          • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lie


                            Hallo liebe Forum- Mitglieder, Hallo Herr Dr. Riecke,

                            möchte mich zuerst wirklich sehr entschuldigen, dass ich mich so lange nicht auf die vielen Antworten von Euch gemeldet habe. Ich möchte Euch allen für Eure lieben und hilfreichen Antworten von ganzem Herzen danken! Hab Euch nicht vergessen! Hab all Eure Antworten ausgedruckt und viele male gelesen – bei vielen Spaziergängen im Wald! Hat mir neben vielen Gesprächen mit zwei ganz engen Freunden geholfen, um aus meinem ganz tiefen Loch raus zu kommen. War kurz davor, alles hinzuwerfen und irgendwohin abzuhauen, ganz neu anzufangen – hab`s aber nicht getan! Habe mir dennoch zumindest eine kleine Auszeit gegeben und eine Woche meinen engsten Freund in Südfrankreich besucht! Was soll ich schreiben – wirklich besser geht es mir aber immer noch nicht...

                            Wahre Liebe hin oder her! Die Suche nach der glücklosen Romanze? Die Suche nach einem unerfüllten Traum? Die Jugendliebe aus Berlin? Wahrscheinlich habe ich alles längst gefunden, was man sich privat im Leben nur wünschen kann!

                            Ist wahrscheinlich alles zu viel für mich auf einen Schlag! Ein absolutes Gefühlschaos! Kommt alles hoch in mir! Trauer um meinen Vater einerseits – vergesse nie seine Augen bei unserer letzten Verabschiedung im Krankenhaus! Tut noch so unbeschreiblich, war er ja auch nicht nur ein Vater sonder auch ein ganz enger Freund zu mir! Empfinde mein Leben aber dennoch auf einmal auch als so fremdgesteuert! Immer orientiert auf das kleine Unternehmen meines Vaters. Habe mein Jurastudium damals hingeworfen, um meines Vaters Willens Maschinenbau zu studieren – keiner meiner Geschwister wollte es, bzw. konnte es schulisch! Ich war aber dennoch zufrieden! Habe nach meinem Studium einen richtig super Job bei einem großen Anlagenbauer gefunden! Richtig gutes Geld verdient und dabei noch die halbe Welt gesehen. Eine kleine Stadtwohnung gehabt, viel ausgegangen – all die Vorteile, die das Landleben im Kleinbetrieb nicht bietet! Habe meine `kleine/mittlere’ Karriere gemacht. Alles zwar auch stressig, mit viel Verantwortung, aber dennoch unbeschwert und sorgenfrei! Habe den Übergang ins familiäre Unternehmen deshalb so lange rausgezögert, wie es nur irgendwie ging!

                            All dies habe ich dann Anfang des Jahres aufgegeben, in der Hoffnung, den Handwerksbetrieb noch eine Weile zusammen mit meinem Vater weiterführen zu können. Mein Vater war zwar seit drei Jahren an Krebs erkrankt, war aber nach seinen Therapien stabil und hatte eine ganz gute Prognose. Ich wollte dann auch auf diesem Weg mehr aus meiner bisherigen Wochenendbeziehung machen! Mehr mit meiner Freundin und ihrer Tochter zusammen sein! Hab letztes Jahr eine größere Wohnung für beide gesucht, die ich seitdem zur Hälfte finanziere, um öfter mit beiden zusammen sein zu können! Schauen, wie sich alles in der Beziehung entwickelt (auch mit der kleinen Tochter – was oftmals nicht leicht war und ist)!

                            Und dann kam alles zusammen! Ich war dieses Jahr grad ganz im Betrieb, ist der scheiß Krebs bei meinem Vater wieder so sehr ausgebrochen, dass es zwischen Diagnose und Tod nur zwei Monate gedauert hat! Viel zu viele Dinge, die er nicht mehr richtig an mich übergeben konnte! Viele Dinge (insbesondere mit meinen Geschwistern), die er nicht mehr richtig klären konnten! So stehe ich jetzt mit meinen zwei Geschwistern im Zwist, weil sie sich benachteiligt fühlen. Für meine Mutter, die in einem ganz tiefen Loch sitzt, absolut unerträglich! Gott sei Dank, ist sie aber auf meiner Seite!

                            Aber dennoch steh ich jetzt so da! Habe mein unbekümmertes und sorgenfreies Leben hinter mir lassen müssen! Schaue zwar auf einen gut laufenden Betrieb - sehe aber auch auf die ganzen Schulden, die ich auf einmal am Hals habe – auf die vielen Sanierungen, die dringend gemacht werden müssen! Verantwortung für meine Mitarbeiter! Viel zu tun, um den Betrieb wieder auf sicherere Füße zu stellen. Und dann noch auf einmal die Verantwortung für ein Kind? Ohne die Chance, die Frau, die objektiv so gut zu mir passt, mit mehr Ruhe kennen und lieben zu lernen! Sicherlich ist ein Kind was Wunderbares! Und meine Partnerin ist bestimmt die denkbar beste Mutter! Aber ich fühle mich dennoch unglücklich!

                            Kann seit Wochen nicht mehr richtig schlafen! Egal, ob ich mir abends die Seele aus dem Leib jogge oder eine Flasche Barolo trinke – ich wache jeden Morgen immer fast exakt um vier Uhr mit Herzklopfen auf und kann für mindestens eine Stunde nicht mehr einschlafen – vor lauter Gedanken um meinen Betrieb und um meine private Situation! Bin tagsüber ein regelrechtes Nervenbündel – mir ist schlecht, ich zittere leicht und spüre einen ständigen leichten Druck auf meiner Brust!

                            Ich kann es kaum richtig beschreiben! Man kann es vielleicht eher als Ängste bezeichnen. Fühle mich unglücklich! Ich empfinde keine Freude mehr! Habe Angst vor meiner beruflichen Situation und Zukunft! Fühl mich überfordert im Betrieb! Und ich habe regelrecht Angst davor, Vater zu werden! Weitere Verantwortung zu übernehmen oder Bindungsängste!? Ich weiß es nicht! Es scheint mir alles so endgültig! Zu viele Veränderungen auf einen Schlag!

                            Falls ihr mir überhaupt noch antworten wollt – nach der langen Zeit – ich würde mich sehr freuen!! Ich überlege mir auch, dass ich vielleicht einen Gesprächstherapeuten aufsuche! Muss aktiv an mir arbeiten – so kann es nicht weitergehen! Ich will nur wieder etwas Glück, Freude und Gelassenheit in meinem Leben verspüren können! Ob meine Partnerin die Frau meines Lebens ist oder nicht, wird sich zeigen! Ich möchte jedenfalls alles versuchen! Hoffe von ganzem Herzen, dass ich es irgendwie schaffe, ein glücklicher Vater für mein Kind und ein glücklicher Partner für meine Freundin zu werden! Vielleicht könnt ihr mir einen Rat geben, was ich machen soll...

                            Euer PHM

                            Kommentar


                            • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lieben?


                              Hallo "PHM 37"

                              In der Tat hatte ich mich schon ein wenig über Deinen Rückzug hier gewundert, aber doch für Dich gehofft, Du hättest alles im Griff.

                              Aber der Reihe nach:
                              Sehr gut für Dich, 2 supergute Freunde zu haben und mit ihnen auch reden zu können, denn schon das Aussprechen seiner bedrückenden Gefühle und Gedanken hilft ein wenig, das unter hohem Druck stehende Ventil zu öffnen.
                              Sehr gut für Dich, dass Du wenigstens eine kleine Auszeit außerhalb Deines Dunstkreises machen konntest. Auch dies hilft zumindest ein wenig kleinen Abstand zu allem zu bekommen.
                              Natürlich kann keiner seinen Gefühlen davonlaufen, auch wenn er noch so weit weg fährt. Aber zumindest konntest Du dort unbeeinflusst von allen Dingen ein wenig nachdenken und Kraft schöpfen.

                              Der Schock und Deine Trauer um Deinen Vater sind absolut nachvollziehbar. Besonders dann, wenn Du noch mindestens 1000 Fragen an ihn hättest und auf die Du nun eben selbst Antworten finden musst.
                              Wenn Dein Verhältnis zum Vater eng und freundschaftlich war, so kanntest Du auch gut seine Art zu handeln und zu denken. Nicht umsonst wird er Dich erwählt haben, sein Werk fortzuführen. Denn Deine moderne und doch erfahrene Art und Weise in beruflicher Sicht gefiel ihm und er muss ganz sicher gewesen sein, dass genau dies für seine Firma das Richtige ist!
                              Auch wenn Du jetzt investieren und viele Dinge wohl verändern musst und das mit Sicherheit hohe Verantwortung und vorübergehend auch Schuldenlast bedeutet, so wäre es sicher nicht anders, würde Dein Vater noch leben. Klar, tragen zwei die Last und Verantwortung, so fühlen sich beide weniger belastet, weil sie sich gegenseitig bestätigen und ergänzen. Doch wenn Du Dir darüber klar wirst, dass Dein Vater in seiner Erkrankung l o s l a s s e n konnte, dann auch, weil er sein Werk in Deinen Händen auch in eben den besten Händen wußte. Deine Mutter hat das begriffen, darum ist sie Dir Rückhalt. Das sollte Dir auch die Kraft geben, Deinen beiden Geschwistern fest die Stirn zu zeigen. Sie haben wahrscheinlich weder den Wunsch des Vaters akzeptiert noch sehen sie die Verantwortung und auch die hohen Investitionen - sie hofften oberflächlicherweise eben auf ein Zubrot.
                              Dein Vater wird das auch geahnt haben, denn in solchen Händen ist ein Betrieb bald verloren.

                              Alles, was Du beruflich also tust, hat Dein Vater im vorhinein abgesegnet. Und glaube mir, er wäre auf Dich stolz.
                              Das allein sollte Dir schon viel Kraft und Mut geben, an Dich selbst zu glauben. Sei gewiss, DU SCHAFFST DAS!!!

                              Heutzutage muss keiner heiraten, nur weil ein Kind nicht länger warten wollte, auf diese Welt geboren zu werden. Wenn Dich Deine Freundin liebt, wird sie auch um Deine Sorgen und um Deinen Kummer wissen. Belaste Dich doch jetzt nicht mit den Ängsten, ob Du dieser Verantwortung gewachsen sein wirst! Auch andere werdende Eltern kennen nämlich diese Angst, die sogar manchmal fast panisch wird.

                              Du kannst Dir vornehmen, Deine Freundin in ihrem Mutterwerden zu "begleiten", das heißt, sie nicht einfach allein zu lassen. Damit meine ich, lasse es zu, dass sie Dir von ihren Gefühlen, die sie für Euer werdendes Kind empfindet, erzählt. Alles andere kannst Du ganz weit hinten anstellen. Nimm Dir vor, die Geburt mitzuerleben. Und mach Dir heute noch keine Gedanken, ob Du einmal ein guter Vater sein wirst. Du kannst diese Angst wirklich einfach vergessen und "den Dingen ihren ganz natürlichen Lauf lassen". Nicht mehr und nicht weniger. Glaube mir, wenn es so weit sein wird, wirst Du plötzlich wissen, was gut und richtig ist und ob Du Dich näher und fester binden oder aber nur ein Freund für die Mutter Deines Kindes sein willst. Selbst letzteres schließt doch nicht aus, dass Du Euer Kind lieben und für es sorgen wirst.

                              Befreie Dich von dieser drückenden inneren Last von Deiner Verantwortungslast. Glaube mir, je mehr Du daran herumdenkst, je schwerer machst Du es Dir. Viele Dinge im Leben, die wir zuerst als schlimm, ausweglos oder katastrophal empfinden, öffnen uns auch gleichzeitig einen neuen Weg ins Licht. Je mehr wir uns aber in unseren kummervollen Gedanken ersticken und uns destruktive Fragen stellen, um so weniger erkennen wir das neue Licht und wir verstellen uns den Weg selbst mit den dicksten Steinen.
                              Aber bedenke: Auch die dicksten, kantigsten und schwersten Steine auf dem Weg kann man umgehen...und dahinter geht der Weg weiter!

                              Alles Gute für Dich! - Wenn Du es nicht allein schaffst, aus Deinem Gedankenwust herauszukommen und das im Grunde oft ganz einfache Licht, den neuen Weg zu entdecken, versuch es mit einem Therapeuten.

                              Wenn Du zwischendurch Luft holst, wenn es am schwersten aussieht, so versuche dies: Akzeptiere das momentane IST, bewerte es nicht, befrage es nicht sondern akzeptiere!
                              Wenn Du darüber mehr wissen möchtest, schreibe ich Dir gern auch eine Privat-Nachricht.

                              Sturmwolke

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                              • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lieben?


                                Sturmwolke & PHM37

                                Danke Sturmwolke für diesen Kommentar!

                                Denn, PHM37, wer kann sich denn so glücklich schätzen, eine solche Frau an seiner Seite zu wissen. Nimm sie dankbar an, sie wird auch weiterhin an Deiner Seite sein, durch alle Probleme und Schwierigkeiten --- und auch bei den schönen Seiten des Lebens -- Urlaub, Ferien, Freizeit.

                                Genieße diese Frau und, nimm sie dankbar als Geschenk an.

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                                • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lieben?


                                  Hallo "Kermit01"

                                  Wenn Du hier mit "Geschenk" meinst, dass sich "PHM 37" im Momemt nicht weiter mit Gedanken von Bindung ja oder nein martern sollte, bin ich einverstanden.

                                  Er befindet sich zur Zeit in einem absoluten Ausnahmezustand. Und eine Frau, auch wenn sie schwanger ist und sich evtl. auch Zukunftssorgen macht, sollte ihn nicht unter Druck setzen. So, wie er das aber hier beschrieben hat, setzt er sich jedoch selbst unter diesen Druck.

                                  Wahrscheinlich ist es aber gut, ihm zu raten, sich mit seiner Freundin auszusprechen: Dass er Zeit benötigt und dass er zwar für sie und das Kind da sein wird, aber heute nichts weiter versprechen möchte und kann. Eine reife und liebende Frau wird das verstehen und auch akzeptieren. Und ihm nimmt so eine Aussprache den inneren Druck, denn für seine vielen neuen und verantwortungsvollen Aufgaben braucht er jetzt erst einmal Luft. Eines nach dem anderen - nicht alles gleichzeitig. Das kann gar nicht gut gehen! Und da er auch wahrscheinlich für Mitarbeiter die Verantwortung trägt, hat im Moment wohl die Firma seines Vaters erst einmal Priorität.

                                  Wenn er das ruhig mit seiner Freundin bespricht, wird sich herausstellen, ob sie ihm wirklich ein Geschenk sein kann. Ganz gleich, wie sie reagiert, sollte er, wie schon erwähnt, zuerst das Eine (die Firma) regeln. Das Kind braucht ja noch eine Weile, bis es geboren wird. Und wenn er hier anbietet, immer -zur Zeit eben nur als lieber Freund- da zu sein, wird das ihn entlasten und seiner Freundin dennoch Sicherheit geben.

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                                  • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lieben?


                                    Sturmwolke,

                                    Du hast meine Gedanken ausformuliert ..

                                    Danke!

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                                    • Re: Kann man lernen,einen Partner mehr zu lie


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                                      ich habe deinen Beitrag gelesen und fühlte mich angesprochen.
                                      Erstmal möchte ich mein tiefstes Beileid aussprechen. Es tut mir so leid mit deinem Vater und kann es gut nachvollziehen wie es dir geht.(Mein Vater ist auch an Krebs erkrankt.)......
                                      Du glaubst etwas verloren zu haben, aber nicht ganz, denn dein Vater lebt in deinem Herzen weiter.

                                      Aber zu deinem Problem mit der Beziehung: Ich habe mal ein Buch gelesen,das hieß "So nah und doch so fern". Dort geht es um Beziehungsängste und ihre Auswirkungen.Ich hatte es mir geliehen weil ich einen Partner hatte, der sich so ähnlich wie du in unsere Beziehung verhalten hatte.
                                      Ich glaube dein Problem ist, daß du Liebe mit verliebt sein bzw.Schwärmerei verwechselst in Bezug auf deine Jugendbekanntschaft.
                                      Ich glaube eher das du doch ziemlich ängstlich bist, ein feste Partnerschaft mit allen Höhen und Tiefen einzugehen. Deshalb hältst du dich immer noch an deiner Jugendliebe fest, weil dies doch realistisch gesehen in weiter Ferne und unerreichbar ist (die Hoffnung stirbt zu letzt). Es ist etwas Unendliches das dich anzieht. Das ist ein sehr intensives Gefühl, das spürst du auch. Es ist das kribbeln und knistern.

                                      ABER, ES IST NICHT DIE LIEBE.

                                      Versuche mal in dich hinein zu hören, wie weit du eigentlich bereit bist Liebe zu geben. So wie du schreibst, sehe ich das du ständig Liebe empfängst.Aber was ist mit dir?

                                      Was eigentlich ist Liebe?

                                      Habe eine gute Definition gefunden, die das Fühlende in Worte fasst:
                                      Die Liebe ist eine Beziehung zweier Menschen, die sich darauf einstellen, durch physische und psychische Annäherung bis zur oft wiederholten restlosen Einswerdung ein Gefühl für die eigene Kontinuität und Selbstwerdung zu bekommen, d.h. in etwa das beide liebenden Menschen sich gegenseitig beeinflussen um ihre eigenen Persönlichkeiten weiter zu entfalten.

                                      Es gibt viele Formen von Liebe: z.B. Mutterliebe, Tierliebe.
                                      Es ist das Wohlwollende dem Partner oder Kind gegenüber.

                                      Du kannst dich glücklich schätzen, denn du hast eine Partnerin gefunden die genau das dir entgegen bringt.

                                      Es ist dein großes GLÜCK. Freue dich endlich mal darüber und sei dem Himmel (oder wem auch immer) dankbar!!!

                                      Grüble nicht so viel darüber, lebe. Und das intensiv mit deiner Partnerin und eurem (zukünftigen) Kind.

                                      Deine Partnerschaft/Familie wird dir Halt geben um auch berufliche Probleme zu bewältigen. Es ist das höchste Gut auf Erden was man haben kann.

                                      Ich wünsche dir viel Entscheidungskraft.

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