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Snowboard sturz- schmerzen nach 10 Tagen?

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  • Snowboard sturz- schmerzen nach 10 Tagen?

    Hallo, ich bin vor ungefähr 10 Tagen mit dem Snowboard gestürzt.

    Ich hatte an den folge Tagen ordentlich NAckenschmerzen aber das verging dann mit der Zeit schnell. Ich habe im Rücken gespürt dass irgendwas blockiert, geschmerzt hat es allerdings nicht. Ich konnte joggen und yoga machen. SEit ich aber diese WOche viel gearbeitet habe (im stehen) fing mein Rücken an zu schmerzen. Seit gestern ist es sehr schlimm, ich kann nicht liegen/ sitzen/ stehen und weiss nicht was ich machen soll. Ich habe schmerzen beim Atmen und beim Husten etc. Mit Schmerztabletten gehts.

    Ich wollte in die Notaufnahme, aber wenn ich dran denke dort stundenlang rumsitzen zu müssen.... ich könnte morgen früh zum hausarzt, aber bring das mir was? Der kann da doch nichts machen, oder? Oder soll ich doch in die Notaufnahme fahren ? Was meint ihr?! Ich fürchte dass irgendwas nicht an seinem Platz ist.

  • Re: Snowboard sturz- schmerzen nach 10 Tagen?

    Hallo Arty,

    zunächst einmal möchte ich Sie beruhigen: Die Symptome, die Sie beschreiben, deuten auf harmlose Krankheitsbilder hin, die nicht in die Notaufnahme gehören.
    Sowohl der zeitliche Verlauf (Ihre Beschwerden traten erst nach etwa zehn Tagen nach dem Sturz auf) als auch die Schmerzfreiheit beim Sport schließen ernsthafte knöcherne Verletzungen nahezu aus.
    Es klingt vielmehr danach, dass durch den Sturz die Nacken- und Rückenmuskulatur überdehnt und belastet wurde. Häufig reagiert die Muskulatur auf ein derartiges Trauma, indem sie sich krampfartig zusammenzieht. Diese Verkrampfung löst sich meist dann nicht von alleine und kann Blockaden, eine mangelnde Beweglichkeit und Schmerzen hervorrufen.
    Die von Ihnen beschriebenen Schmerzen beim Atmen könnten zum Beispiel auf eine Rippenblockade, ausgelöst durch ein muskuläres Ungleichgewicht (muskuläre Dysbalancen), hindeuten. Hierbei ist das Rippengelenk, das sich zwischen Brustwirbelsäule und dem Rippenkopf, in seiner Beweglichkeit eingeschränkt.
    Typischerweise empfinden Betroffene ziehende, drückende und zum Teil auch stechende Schmerzen entlang des Rippenbogens. Die Schmerzen verschlimmern sich, wenn die Rippen auseinander gedehnt werden - also bei der Einatmung und beim Husten, aber auch in bestimmten Körperhaltungen.
    Bei einer Rippenblockade gilt - wie bei den meisten muskulären Dysbalancen: Viel bewegen und die Muskulatur lockern. Yoga und Pilates sind dafür sehr zu empfehlen, da sie auch langfristig die Rückenmuskulatur stärken und so erneuten Blockaden vorbeugen können. Ihr Ansatz war in jedem Fall richtig. Wenn es dabei noch zu starken Muskelschmerzen im Rückenbereich kommt, kann es sinnvoll sein, vor dem Sport in diesem Fall einmalig eine Tablette Ibuprofen 400mg zu nehmen. Dadurch wird die Entzündung und der Schmerz in der verspannten Muskelpartie gehemmt und es kann versucht werden, wieder die vollständige Beweglichkeit zu erreichen.
    Ein Besuch beim Physiotherapeuten oder Osteopathen kann außerdem Abhilfe schaffen. Unter dem unten stehenden Link finden Sie viele weitere Informationen zu diesem Thema.
    Zur Sicherheit, um schlimmere Ursachen auszuschließen, würde ich Ihnen raten, sich einmal bei Ihrem Hausarzt vorzustellen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ihr Dr. Nicolas Gumpert
    Dr-Gumpert.de - Ihr orthopädisches Informationsportal. Hier finden Sie viele Informationen zum Thema "Rippenblockade" verständlich erklärt.

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