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Probleme in der Vergangenheit bei Sedierung - muss mich entscheiden für OP

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  • Probleme in der Vergangenheit bei Sedierung - muss mich entscheiden für OP

    Guten Tag,

    in den letzten 1,5 Jahren musste ich leider mehrere Operationen und in den letzten 3 Jahren viele Magenspiegelungen mit Sedierung über mich ergehen lassen. Zu Beginn wurden die Magenspiegelungen immer mit einer normalen Sedierung mit Dormicum oder Propofol gemacht. Irgendwann gab es dann das Problem, dass ich nach der Spiegelung nicht mehr richtig wach geworden bin. Die Untersuchung war morgens und ich bin irgendwann am Nachmittag auf einer Intermediate Care Station wach geworden. Bei einer weiteren Spiegelung (ich hatte natürlich von den Erfahrungen berichtet) war es ähnlich, allerdings hatte man mich einfach aufs Zimmer gebracht und irgendwann auf dem Boden wiedergefunden. Danach hat man mir dann ein Gegenmittel gespritzt, damit ich wieder wach werde (Untersuchung um 10 Uhr, um ca. 17 Uhr war ich erst wieder wach).

    Seitdem macht z.B. mein Magen-Spezialist die Magenspiegelungen nur noch in Anwesenheit eines Anästhesisten bzw. die letzten Spiegelungen sogar immer in Vollnarkose wegen der besseren Überwachungsmöglichkeiten.

    Nach meinen verschiedenen Vollnarkosen hat es auch immer recht lange gedauert, bis ich wieder (richtig) wach war, ich war immer sehr lange im Aufwachraum - wie man mir immer hinterher berichtet hat. Meist bis zum Abend, selbst wenn die OP vormittags war.

    Vor 3 Wochen hatte ich eine Untersuchung in Sedierung (TEE). Ich habe dort natürlich auch über die bekannten Probleme informiert. Ich bekam 4 mg Dormicum. Auch da wurde ich wieder nicht wach. Diese Untersuchung fand auf der Intensivstation statt, wo man mich dann auch noch mehrere Stunden überwacht hat, bevor man mich zurück aufs Zimmer gebracht hat. Eine Krankenschwester sprach von 3 Stunden Überwachung.

    Eine Woche später brauchte ich wieder eine Magenspiegelung, diesmal jedoch an einem anderen Krankenhaus als sonst (da wo auch die TEE gemacht wurde - wegen Notfall konnte ich nicht zum Spezialisten). Ich bekam wegen der Erfahrungen der Vorwoche zuerst nur 2 mg (glaube ich hat der Arzt gesagt) Dormicum, dann muss ich mich aber wohl sehr gewehrt haben, wovon ich aber nichts weiß, so dass ich insgesamt 4 mg bekam. Nach der Spiegelung habe ich wieder sehr lange geschlafen. Der Arzt erzählte mir am nächsten Tag bei der Visite, dass man mit allen Mitteln versucht habe, mich wach zu bekommen und er sich dann entschlossen habe, mir ein Gegenmittel zu spritzen. Weil ich selbst davon nicht richtig wach geworden sei, habe er mich auf die Aufwachstation gebracht (da bin ich dann zu mir gekommen).

    Komischerweise war es ebenfalls vor ca. 3 Wochen bei einer OP in Lokalanästhesie ein wenig anders. Ich bekam zusätzlich zur örtlichen Betäubung Dormicum, weil ich eigentlich nichts mitbekommen wollte, habe aber von der OP alles mitbekommen (und ich weiß noch, dass ich total verkrampft auf dem OP-Tisch lag, hatte hinterher sogar ein bisschen Muskelkater). Mir war zwischendurch auch richtig übel und ich hatte Schwindel. Erst gegen Ende der OP bin ich eingeschlafen (ich habe noch mitbekommen, wie er anfing zu nähen) und dann hatte man aber auch wieder Probleme mich wach zu bekommen.

    Jetzt habe ich natürlich immer ein wenig Angst vor irgendwelchen Eingriffen oder Untersuchungen. Nächste Woche steht z.B. wieder eine OP an. Ich habe die Wahl zwischen örtlicher Betäubung mit Schlafmittel und Vollnarkose.

    Aufgrund meiner Erfahrungen und da ich vor den OPs immer sehr nervös bin (und das wird mit jedem Mal schlimmer), tendiere ich im Moment etwas zu einer Vollnarkose. Wobei natürlich eine örtliche Betäubung für den Körper weniger belastend wäre. Wobei dann ja auch wieder das Problem mit der Sedierung kommt.

    Bin ich denn bei einer Vollnarkose besser überwacht als bei örtlicher Betäubung? Und was wäre bei meiner Vorgeschichte und meinen Erfahrungen das bessere Verfahren? Das Gespräch mit dem Anästhesisten habe ich noch, aber ich würde mich da gerne vorher schon informieren.

    Und woran kann das liegen, dass ich so stark auf diese Medikamente reagiere? Kann man da irgendwas machen, dass das besser wird? Kann das an meinem relativ geringen Gewicht liegen (War im letzten Jahr wegen meiner Magenerkrankung massiv im Untergewicht (1,70m/43 kg), habe aber inzwischen schon wieder 57 kg.)

    Entschuldigung, dass es so lang geworden ist, aber ich mache mir mit jedem neuen Eingriff mehr Sorgen... Und ich hoffe, dass mir hier jemand was dazu schreiben kann.

    Vielen Dank schon im Voraus!
    Alex


  • Re: Probleme in der Vergangenheit bei Sedierung - muss mich entscheiden für OP

    Hallo,
    leider ist es immer etwas schwierig, aus der Ferne einen konkreten Rat zu geben. So wie Sie ihre Vorgeschichte schildern, will ich es nicht ausschließen, dass Sie extrem auf Benzodiazepine, wozu auch das Midazolam gehört, reagieren. Dafür spricht, dass, wenn man einen Antagonisten gegeben hat, sie schneller wieder wach geworden sind. Propofol läßt sich nicht antagonisieren, wirkt jedoch mit Midazolam synergistisch, so dass sich die Wirkungen ggfs. ergänzen oder gar potenzieren.
    Leider berichten Sie nicht, welcher Eingriff Ihnen bevor steht. Grundsätzlich werden Patienten bei einer örtlichen Betäubung, wenn diese ohne standby eines Narkosearztes stattfindet, nicht so umfangreich überwacht wie bei einer "Vollnarkose" oder Regionalanästhesie (zum Beispiel Plexusanästhesie oder Spinalanästhesie), Dieses gilt insbesondere dann, wenn der Eingriff nicht in einer Klinik sondern ambulant in einer Praxis durchgeführt wird.
    Gruß
    F. V.

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    • Re: Probleme in der Vergangenheit bei Sedierung - muss mich entscheiden für OP

      Hallo Herr Dr. Volkert,

      vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich bekomme einen neuen Port, da der letzte Port wegen einer Portinfektion mit Sepsis vor 3 Wochen (die genannte OP) entfernt werden musste. Da hatte man mir schon eine Vollnarkose angeboten ("Sie haben in der letzten Zeit schon so viel mitgemacht"), aber ich dachte, das wäre etwas über trieben... Ich hatte da aber vorher ein Gespräch mit einem Anästhesisten und der war auch zuerst bei der OP da, aber dann hab ich ihn nicht mehr gesehen.

      Der Eingriff wird auch im Krankenhaus gemacht. Und auch nicht ambulant, wegen meiner Vorgeschichte.

      Viele Grüße, Alex

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