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Narkose die 1.

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  • Narkose die 1.

    Ich hatte noch nie eine Narkose bekommen. Habe aber Gallensteine und die Gallenblase soll weg. Komisch aber es macht mir nichts aus, dass da in meinem Bauch was rausoperiert wird, vor der Narkose habe ich aber Panik. Ich denke immer ich werde nicht richtig schlafen und ganz schlimme Schmerzen haben. Wie sehen die Vorbereitungen für eine Op aus, wann schlafe ich genau, werde ich noch mitbekommen, wie alles abgedeckt und verklebt wird, wenn ja dann werde ich noch aufgeregter sein.
    Hat Jemand Infos für mich Gruss


  • RE: Narkose die 1.


    Guten Morgen
    also eigentlich läuft ne geplante OP so ab (kann auch anders sein, aber in dene häuser in dene ich bis etz war, wars so):
    entweder man macht die voruntersuchungen beim hausdoc und geht dann mit den ganzen befunden in die klinik (kommt halt immer auf das zusammenarbeiten von HA und KH an)
    aber meist geht man ins KH,
    bekommt blut abgenommen, evtl EKG & Rö-Thorax gemacht (kommt auch wieder auf den *Standard* des hauses drauf an)
    wird von den chirurgen aufgeklärt was gemacht wird und was alles passieren kann
    hat ein gespräch mit dem anästhesisten, der auch erklärt was alles passieren kann (hört sich meist superstschlimm an - aber ich hab auch schon mal bei nem normalen nasenspray gelesen das die nebenwirkung *tot* sein kann)
    anästhesist schreibt meist von selber für den abend ein schlaf/beruhigungsmittel auf (bzw nachfragen) und vor der OP gibts meist auch nochmal eins
    dann wird man in den OP gefahren, wird da an die *grünkittel* übergeben
    da wechselt man vom bett auf ne OP-liege (etwas unbequemer als das bett)
    dann gehts in den *vorbereitungsraum*, da bekommt man evtl nochmal ne neue *nadel* (worüber es dann schmerzmittel, schlafmittel,.... gibt)
    dann gibts meist erst was zum einschlafen und muskelrelaxantien
    wird dann intubiert (was man nicht mitbekommt)
    dann wird man in den OP-saal gefahren,
    dort wird das OP- gebiet mit desinfektionsmittel eingerieben (sehr großzügig)
    dann wird das gebiet abgeklebt
    dann wird die OP durchgeführt
    wenn die chirurgen sagen *wir sind glei fertig*, reduziert der anästhesist die narkosemedis
    und wird wenn alles vorbei is extubiert (also man muss wieder selber schnaufen)
    anschliessend gehts noch in den aufwachraum wo man sei narkose noch bissl auspennt, und nach ca 0,5-1,5 stunden wird man wieder auf station gebracht
    ----- es kann sein das man nach dem extubieren ein *saublödes* gefühl im hals hat, oder meint man hat nen frosch verschluckt, oder man hört sich an als ob man ne woche durchgesoffen hätte (kommt vom tubus, und vergeht wieder)
    ----- man bekommt wärend der OP schmerzmittel und auch dannach, kann natürlich sein das man dennoch schmerzen hat (weil jeder mensch reagiert anders auf schmerzmedis, und der eine braucht ewigviel und der andre braucht bei der selben OP kein schmerzmittel -- das selbe KANN mit übelkeit/erbrechen nach der narkose sein)
    deswegen einfach rechtzeitig melden wenn man schmerzen hat und nicht erst wenn man es nichtmehr aushält (schmerzmedis brauchen auch eine gewisse zeit bis sie wirken)
    ---------------
    hoff der roman war hilfreich ;-)
    wünsch alles gute
    MfG

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    • RE: Narkose die 1. - nachtrag


      man darf meist ab mitternacht (vor der OP) nichts mehr trinken / essen - auch nicht rauchen!
      dient der *sicherheit* beim intubieren
      ---
      und auch nach der OP muss man sich noch ein wenig gedulden bis man wieder was zu trinken bekommt (meist so nach ca 3-6 stunden) -- kommt auch wieder auf das an was das KH sagt und auch auf den patienten

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      • RE: Narkose die 1. - nachtrag


        also 3-6 stunden stunden nach op wieder was trinken ist ganz schön hoch gesetzt, die schwestern schauen, ob man wach ist und gegen einen kleinen schluck wasser ist nichts einzuwenden, wenn man aus dem aufwachraum zurück auf station ist, nebenbei werden noch infusionen gegeben, damit man auf seine flüssigkeitsmenge kommt

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        • RE: Narkose die 1. - nachtrag


          danke leute das beruhigt mich sehr. also zu viel von dem Trubel bekomme ich ja nicht mit, wenn ich das jetzt richtig kapiert habe und das mit der beruhigungstablette hört sich ja schon mal gut an. bekomme ich das auch wirklich? Hilfe ich hab echt ANGST
          Danke

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          • RE: Narkose die 1. - nachtrag


            schilder deine angst dem anästhesisten, denn dies ist verständlich. er wird dir alles erklären und dich beruhigen. du kannst ihn auch auf ein beruhigungsmittel ansprechen. er wird dann entscheiden und es ggf. anordnen.

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            • RE: Narkose die 1. - @jimjim


              HI
              3-6 stunden is hochgesetzt - weiß ich
              aber es gibt häuser da is das so, da sagen die oberen bosse (ärzteseite) 6 stunden nach extubation gibts den ersten schluck!
              und dann is das fast egal ob der pat sagt er hat durscht oder ned -- die zeit wird dann mit mund ausspülen oder befeuchtungsspray überbrückt
              (hab ich ned erfunden, es gibt wirklich häuser da is das so)

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              • RE: Narkose die 1. - @jimjim


                ich weiß, bin krankenschwester, kenne mich also auch gut damit aus, aber es kommt immer drauf an, welche ärzte das sind. natürlich kann man trinken nur geben, wenn pat wach und nicht schläfrig ist. das weiß, denke ich jede pflegekraft.

                naja und übrigens mit mundausspülen habe ich auch erfahrungen gemacht, dass die pat. dann einfach das wasser geschluckt haben. manches ist so, das andere so. war ja nicht böse gemeint.

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                • RE: Narkose die 1.


                  Hallo fikus,

                  vielleicht helfen dir diese Bilder, die den typischen Ablauf des Geschehens rund um die Narkose zeigen:

                  http://www.ukb.uni-bonn.de/42256BC80...256F2A0041D633

                  (Alternativ kannst auch "Ablauf einer Narkose in Bildern" in Google eingeben. Es handelt sich um eine Seite der Universitätsklinik Bonn.)

                  Sobald mit der Narkose begonnen wird, dir also das "Schlafmittel" gespritzt wird, bist du in wenigen Sekunden "weg". Davor gibt es - abgesehen von einem kleinen Stich beim Setzen der sog. Venenverweilkanüle, über die dann alle Medikamente gespritzt werden können - keine schmerzhaften Manipulationen. Auch das Abdecken bemerkst du nicht mehr. Während der OP bist du tief bewußtlos und hast keine Empfindungen und kein Zeitgefühl. Ich fand es ist, als ob du die Augen für eine Moment schließen würdest, und wenn du sie wieder öffnest, ist die OP vorbei. :-) Wenn du nach dem Aufwachen oder später auf der Station Schmerzen haben solltest - bitte melden. Nach einer OP unter Schmerzen leiden zu müssen gehört nicht "dazu" - im Gegenteil: Es ist die Pflicht des zuständigen Arztes, sich um eine adäquate Schmerztherapie zu kümmern und es gibt ausgezeichnete Mittel, um Patienten auch nach ausgedehnten operativen Eingriffen weitgehend schmerzfrei zu halten.

                  Alles Gute für die OP!

                  Alina

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                  • RE: Narkose die 1.


                    danke danke danke das klingt wirklich beruhigend. noch bin ich nicht so mutig mir das anzuschauen aber wer weiß, vielleicht schaffe ich es noch.
                    und noch eine bewunderung für alle, die im kh arbeiten und so einfühlsam und geduldig mit patienten umgehen können. das macht ihr wundervoll.

                    danke

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                    • RE: Narkose die 1.


                      hey fikus,

                      also die bilder, die dir vorhin empfohlen worden sind, kannst du dir ruhig ansehen. man sieht haptsächlich die räumlichkeiten, aber kein geschehen (also intubation oder op).

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                      • RE: Narkose die 1.


                        ich habe alle gesehen, na ja ich mach dann augen zu und fertig.
                        ich bin so ein angsthase, wie machen das die leute, die schwer krank sind?
                        frag mich eh, warum ich mit 22 gallensteine hab, aber das ist schicksal,

                        vielen dank

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                        • RE: Narkose die 1.


                          Ich finde es bringt keinen Vorteil, sich als Patient mit anästhesiologischen Details herumzuschlagen. Ich finde die Arbeit eines Anästhesisten sehr "sanft", auch wenn manche Bilder oder Beschreibungen bei Menschen, die damit nicht so vertraut sind, einen anderen Eindruck erwecken mögen - was unnötig verunsichert. Deswegen finde ich auch die Bildserie sehr gut. Sie zeigt genau das, was der Patient erlebt.

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                          • RE: Narkose die 1.


                            du brauchst dich nicht angegriffen fühlen...jeder kann hier seine meinung sagen, und ich für mich kann sagen, interessiert mich nicht in welchem raum ich stehe. aber ist doch okay.

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                            • RE: Narkose die 1.


                              Ich finde dein Posting hatte überhaupt nichts, durch das man sich in irgendeiner Weise angegriffen fühlen könnte, jimjim. :-)

                              Eigentlich war mein Posting nur die Reaktion auf fikus´Satz: "noch bin ich nicht so mutig mir das anzuschauen aber wer weiß, vielleicht schaffe ich es noch. " Ich habe einfach wiederholt die Erfahrung gemacht, dass eine zu detailllierte präoperative Aufklärung eher kontraproduktiv ist, wenn der Patient nicht expliziert nach Details fragt.

                              Schöne Grüße
                              Alina

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