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bewegungsunfähigkeit nach koma

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  • bewegungsunfähigkeit nach koma

    Guten Abend!
    Meine Mutter (63) lag 16 Tage im künstl Koma, da sie an SLE mit Lungenbeteiligung (schwere Lungenentzündung mit Pilzbefall ) leidet. Nun ist sie vor 6 Tagen aufgeweckt worden und machte die ersten Tage einen recht fitten klaren Eindruck. Seit gestern allerdings ist sie zunehmend verwirrt, aggressiv, erzählt Dinge, die keinen rechten Sinn ergeben, fantasiert und zu allem Überdruss kann sie sich seit Beendigung des künstl Komas nicht bewegen und fast nicht sprechen, ausserdem funktioniert auch das Schlucken nicht, so dass sie weiterhin künstl ernährt werden muss. Das Sprechen ist seit heute geringfügig besser (man versteht jetzt immerhin ein paar Worte), aber die Bewegungsunfähigkeit ist noch kein bischen besser geworden. Sie bewegt den Kopf und die Augen, ab und zu zuckt ihr linker Fuss...das wars! Die Hände, Beine etc kann sie gewollt nicht bewegen. Sie spürt zwar, wenn man sie anfasst, die Schwestern haben sie auch schon auf die Bettkante gesetzt und dort konnte sie dann auch sitzen bleiben mit Festhalten der Schwestern, aber von allein ist es ihr nicht einmal möglich einen Finger zu rühren.
    Ist das "normal" bzw kommt das ab und zu vor? Oder müssen wir davon ausgehen, dass noch etwas Neues hinzubekommen hat (habe gerade im Internet gelesen, dass manche Patienten einen Schlaganfall im Koma bekommen und dann gelähmt sind...)
    Kann ich als Tochter etwas für sie tun? Ich bin jeden Tag auf der ITS und würde gerne Übungen mit ihr machen o.ä. wenn das hilft.
    Danke im voraus für eine Antwort!
    Sabine


  • RE: bewegungsunfähigkeit nach koma


    Hallo Sabine,
    leider ist es immer sehr schwierig, zum Zustand eines Patienten Stellung zu beziehen, wenn man sich nicht selbst einen Eindruck verschaffen kann. So bleibt letztendlich alles Spekulation, was der Sache nicht dienlich ist.
    Verzögerte Aufwachphasen nach einem sogenannten künstlichen Koma kommen relativ häufig, insbesondere beim älteren Patienten vor (sog. "Durchgangssyndrom"). In der Regel sind diese Episoden nur vorübergehend und reversibel.
    Wenn Lähmungen auftreten, ist ein Schlaganfall natürlich nicht mit Sicherheit auszuschließen; weitergehende Untersuchungen (Neurologie, Computertomographie) können aber Klarheit in der Diagnose bringen.
    Herzliche Grüße und gute Besserung für Ihre Mutter
    F. V.

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