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PDA in die BWS, Risiken?

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  • PDA in die BWS, Risiken?

    Hallo,
    ich habe eine sehr schwere OP vor mir mit einer großen Fleischwunde im Rücken und im Unterleib. Da ich mir selbst morphinartige Schmerzmittel nach der OP verabreichen soll, mittels einer Pumpe, diese aber Übelkeit auslösen, schlug mir der Anästesist eine PDA in der Brustwirbelsäule vor. Es wird eine sehr feine Nadel in die Nähe der BWS gelegt über die ich über einen Schlauch mir mittels einer Pumpe Schmerzmittel selbst verabreichen kann. Der Arzt meinte, daß ich dadurch die sonstigen morphinartigen Schmerzmittel nicht mehr bräuchte und vor allem viel wenger Schmerzmittel überhaupt. Außerdem seien die Patienten mit dieser Methode sehr viel besser wieder auf den Beinen. Da ich sehr zart bin und große Probleme mit Übelkeit nach der Narkose habe, wäre das die beste Lösung, meinte er. Was für Risiken hat eine PDA in die BWS und kann es zu Lähmungen kommen? Was halten sie von dieser Methode?
    Danke für Ihre Antwort.


  • RE: PDA in die BWS, Risiken?


    Hallo Kati,
    die von Ihnen beschriebene sog. thorakale Periduralanästhesie mit der Möglichkeit zur patientenkontrollierten Schmerztherapie (PCA-Pumpe) ist eine sehr wirkungsvolle und gut funktionierende Methode zur postoperativen Schmerzbehandlung und wird in vielen Kliniken mit gutem Erfolg angewandt. Zudem lassen sich durch diese Methode in der Tat andere Medikamente einsparen.
    Bei fachgerechter Durchführung (wo von ich mal ausgehe) sind die Risiken sehr gering. Wenngleich über Nervenbeschädigungen bis hin zur Querschnittssymptomatik aus rechtlichen Gründen aufgeklärt werden muß (sog. verfahrenstypische Risiken), liegt die Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Schädigung nach aktueller Literatur bei kleiner 1:100.000.
    Mindestens 1 Woche vor dem Eingriff dürfen keine aspirinhaltigen Medikamente eingenommen werden.
    Herzliche Grüße und alles Gute für die OP
    F. V.

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