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Kreislaufversagen bei Vollnarkarkose

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  • Kreislaufversagen bei Vollnarkarkose

    Meine 74 jährige Mutter ist heute wegen anstehender Nierensteinentfernung (der "pflaumengroß" sein soll) in Vollnarkose versetzt worden. Die OP konnte nicht vollendet werden, da sie ein Kreislaufversagen erlitt.
    Ich habe sie heute besucht. 3 Stunden nach der OP ist sie sehr verwirrt und weiß nicht was passiert ist. - Hoffe das ist normal und sie hat keinen Sauerstoffmangel erlitten.
    Frage: Sollte ein Herzleiden oder sonstige körperl. Ursache ausgeschlossen werden, gibt es "bessere" Narkosemittel, die das Risiko eines erneuten Kreislaufzusammenbruchs mindern ?
    Die andere Frage, die damit zusammenhängt, sollte man die ganze Sache auf sich beruhen lassen und den Stein nicht entfernen? Sie hatte in letzter Zeit häufiger Harnwegsentzündngen, fühlte sich aber sonst o.k..
    Im Moment haben wir das Gefühl (ich weiß, sehr unwissenschaftlich), dass eine Vollendung der OP (der Zugang zur Wunde wird offen gehalten, um den Eingriff evtl. zu wiederholen.), sie erneut in akute Lebensgefahr versetzen könnte.
    Ich bin dankbar für Ihren Rat - es geht hier wohl um Risiko - Nutzen abwägung einer erneuten Narkose.

  • RE: Kreislaufversagen bei Vollnarkarkose


    Hallo ,
    als Außenstehender ist es leider nahezu unmöglich (in Unkenntnis der Krankenvorgeschichte, der Vorerkrankungen, der vorliegenden aktuellen Untersuchungsbefunde,der verwendeten Medikamente etc.) eine zutreffende Bewertung abzugeben. Wenn die Op-Wunde tatsächlich noch nicht verschlossen wurde, sollte, sobald eine Besserung der Gesamtsituation es erlaubt, dieses nach meiner Einschätzung jedoch erfolgen, um nachfolgende Komplikationen wie Entzündung usw. zu vermeiden. Grundsätzlich ist ein Eingriff im Unterbauchbereich aber auch in rückenmarksnaher Betäubung (Spinal- oder Periduralanästhesie) mit geringerem Risikoprofil möglich. Bitte sprechen Sie vor einer erneuten OP unbedingt mit dem für Ihre Mutter zuständigen Narkosearzt, der das individuelle Risiko unter Wertung der vorliegenden Untersuchungsergebnisse am besten einschätzen und eine eingehende Beratung bezgl. der möglichen Narkoseverfahren durchführen kann.
    Herzliche Grüße und alle guten Wünsche für Ihre Mutter
    F. V.

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    • RE: Kreislaufversagen bei Vollnarkarkose


      Guten Tag,

      ich kann auch nur dem zustimmen, was Dr. Völkert Dir schon geschrieben hat. - Wahrscheinlich ist hier eine PDA die Narkose der Wahl, denn danach ist man relativ schnell wieder auf den Beinen, außerdem ist diese Methode bei weitem nicht so kreislaufbelastend wie eine Vollnarkose.

      Alles Gute für Deine Mama!

      Gruß

      GG

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      • RE: Kreislaufversagen bei Vollnarkarkose


        Vielen Dank für ihre Information. Meine Mutter hat sich jedoch entschlossen, zunächst einmal die Klinik (unoperiert ) zu verlassen, in der Hoffnung sich zu Hause zu erholen um dann (hoffentlich in Ruhe) eine Entscheidung zu treffen. Wir werden uns aber auf jeden Fall über die Möglichkeit einer "Rückenmarksnarkose" informieren.
        nochmals Vielen Dank für Ihre Antwort!

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