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Schlafspritze bei Magenspiegelung ja oder nein?

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  • Schlafspritze bei Magenspiegelung ja oder nein?

    Muss morgen eine Magenspiegelung durchführen lassen und die Ärztin meinte, sie könnte mir eine Schlafspritze geben. Ich habe oft gelesen, dass eine Spritze besser wäre, weil man bei der Untersuchung sonst würgen müsste und der Schlauch wäre nicht sehr angenehm. Mit Spritze ist man demgegenüber den ganzen Tag für nichts zu gebrauchen. Was würdet ihr mir raten? Ist eine Schlafspritze eine grosse Belastung für den Körper?

  • RE: Schlafspritze bei Magenspiegelung ja oder nein


    Hallo Sveana,

    ich habe schon 2 ÖGDs mit Schlafspritze (250 ml Propofol) bekommen und das Märchen, man sei den ganzen Tag nicht mehr zu gebrauchen, kann ich nicht bestätigen. Du bist ca. 30 Min. "weg", wachst danach auf, als hättest Du ganz gut ausgeschlafen, danch kannst Du sogar Sport trreiben, bin danach erst `mal (ca. 30 Min. nach dem "Erwachen") schön frühstücken gegangen und später zum Aquajoggen. -Muß demnächst zur 3. ÖGD mit PE, jetzt ist`s schon Routine.

    Hab`keine Angst und mache Dich nicht verrückt !

    Alles Gute.

    LG

    Gaby

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    • RE: Schlafspritze bei Magenspiegelung ja oder nein


      Hallo Sveana,

      hoffe, du liest diese Nachricht noch vor deinem Termin und sie kann dir bei deiner Entscheidung weiterhelfen.

      Also ich würde mir keine Spritze geben lassen. Zum ersten bekomme ich persönlich lieber mit, was mit mir passiert und zum zweiten ist es bei einem erfahrenen rücksichtsvollen Arzt absolut nicht nötig.

      Ich habe bei meiner 2. Magenspiegelung nur dieses Spray bekommen, dass die Rachenschleimhaut etwas unempfindlich macht und davon auch nur soviel, dass ich weder ein taubes Gefühl noch sonstige Probleme danach hatte.

      Natürlich spürt man den Schlauch (ein aus Versehen zu früh runtergeschlucktes Bonbon, das sich dann so laaangsam seinen Weg durch die Speiseröhre bahnt, empfinde ich als viel unangenehmer), aber wenn man weiß, was dort passiert und ganz ruhig atmet und ruhig liegen bleibt ist das nicht schlimm. Bitte deinen Arzt darum, dir genau zu sagen, was er als nächstes macht.

      Würgen musste ich nur 2 od. 3 mal. Wobei man das aber nicht mit dem Würgen vergleichen konnte wenn man sich übergeben muss. Eher so ein "ups-Gefühl" als wenn man beim Zähneputzen mal zu weit hinten an die Zunge kommt.

      Bei meiner 1. Spiegelung bin ich von einem meinem Empfinden nach sehr rücksichtlosen Arzt überrumpelt worden. Ohne vorherige Ankündigung, dass er eine Spiegelung machen wolle, ohne Aufklärung und ohne schriftliche Einwilligung (das sowas normalerweise üblich oder sogar Pflicht ist, habe ich erst später erfahren) wollte mir die Sprechstundenhilfe diesen Absperrgurt (den man auch zur Blutabnahme um den Oberarm bekommt) anlegen. Als ich dann sagte, dass Blut doch schon als erstes abgenommen wurde, meinte sie nur, das wäre ja auch dafür, das ich nicht würgen müsste. Auf meine etwas entgeisterte Frage, warum ich denn würgen müssen sollte, sagte sie, der Dr. macht doch eine Magenspiegelung. Nachdem ich erwiderte, dass davon überhaupt keine Rede war, ging sie raus um den Doc zu fragen und kam mit der Spritze zurück. Daraufhin bin ich dann erst mal von der Liege gehüpft und hab ihr gesagt, dass ich mich auf keinen Fall "einschläfern" lasse und ausserdem sei ich mit dem Auto da. Das macht nix, Sie können sich ja nachher 30 Min. ausruhen war ihre Antwort. Meine Antwort war ein entschiedenes Nein und sie ging wieder raus zum Doc. Kurz drauf erschien der mit der Spritze in der Hand und ich sagte ihm, dass das so ja wohl nicht geht und ich nun die Praxis velassen würde. Daraufhin legte er die Spritze zur Seite und meinte "Dann eben nicht, machen wir es eben ohne". Er ging ziemlich ruppig vor, motzte mich an ich solle doch schlucken. Dabei schluckte ich schon was das Zeug hielt und spürte, dass er ständig mit dem Schlauch gegen meine hintere Rachenwand stieß. Als er dann endlich nach einigen vergeblichen Versuchen den Schlauch wieder aus meinem Mund zog, guckte er etwas verdutzt auf ihn, knickte das Ende (oder besser den Anfang) in die andere Richtung und siehe da, nach dem Schluckbefehl ging es plötzlich. Ich möchte nicht weiter drüber nachdenken, was er bei einem betäubten Patienten vielleich kaputtgemacht hätte weil er da dann ja wahrscheinlich einfach weiter geschoben hätte. Dann ging es aber erst richtig los. Bis zu dem Zeitpunkt wußte ich nicht, das man gleichzeitig schlucken, rülpsen und würgen kann. Hätte man mir vorher gesagt, das Luft in den Magen geblasen wird, damit er sich etwas entfaltet und der Artzt besser die Wände begutachten kann, hätte mich das Rülpsen müssen in keiner Weise überrascht oder beunruhigt. Auch nach der Spiegelung hat sich dieser Arzt nicht gerade so verhalten wie ein Arzt sich meiner Meinung nach verhalten soll. Ich muss glaube ich nicht erwähnen, das diese Praxis mich nur noch einmal gesehen hat, nämlich als ich die Ergebnisse abgeholt habe (die dann auch noch falsch waren...).

      Die Schilderung meiner 1. Spiegelung sollte dir keine Angst machen, sondern nur verdeutlichen, dass es auch viel von dem ganzen Drumherum, der Art und Erfahrung des Arztes abhängt, wie belastend eine Untersuchung empfunden wird. Dieser ruppige Arzt hat mir übrigens auch nicht dieses Spray gegeben. Entweder war er so bequem, dass er normalerweise seine Patienten grundsätzlich schlafen legte oder er hat sich gedacht, der werd ich schon zeigen was sie davon hat meine Spritze abzulehen.

      Du hast bei der Untersuchung auch den Mund nur ganz wenig geöffnet. Man bekommt so einen kleinen Gummiring zwischen die Schneidezähne und durch dessen Öffnung gleitet dann der Schlauch durch. Du musst den Mund also nicht mal so weit "aufsperren" und offen halten wie beim Zahnarzt.

      Ich fand es bei meiner 2. ganz faszinierend, als ich am Ende sah, wieviel Schlauch wieder aus mir herauskam. War schon ganz schön lang, hatte es aber gar nicht so empfunden. Dieses Mal musste ich nicht mal schlucken, als der Schlauch sozusagen vom Hals in die Speiseröhre rutschte. Wahscheinlich hat der Arzt genau die richtige Stelle in meinem Atemrythmus abgepasst. Er hat aber auch genau gesagt wann er diese Stelle, den Mageneingang, den Magenausgang passiert und das es dabei etwas drücken könnte. Er hat auch Proben entnommen, auf davon habe ich nichts gespürt, dachte es müsste doch eigentlich etwas zwacken, aber nichts. Bei der anschließenden Darmspiegelung habe ich das Probenentnehmen auch nur mitgekriegt, weil ich es auf dem Monitor gesehen habe.



      So, nun mache ich aber lieber mal Schluss, hoffe, ich konnte dir weiterhelfen und wünsche dir viel Glück bei deiner Spiegelung.

      Freundlicher Gruß
      kiwifan


      Hallo Gabi,

      freut mich, dass du die Spritzen so gut "wegsteckst", dass muss aber nicht bei jedem so sein und wenn ich bedenke, dass man danach 24 Std. nicht selbst fahren soll (weder Auto, noch Fahrrad) usw. finde ich es eher leichtsinnig zum Aquajogging zu gehen. OK, jeder muss selber wissen, welche Risiken er eingeht. Ich finde es auch gut, dass du deine Erfahrungen weitergibst, aber bitte verallgemeinere beim nächsten Mal nicht so.

      Nichts für ungut, freundlichen Gruß
      kiwifan




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      • RE: Schlafspritze bei Magenspiegelung ja oder nein


        Doch wohl eher 250 Milligramm als 250 Milliliter !
        F. V.

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        • RE: Schlafspritze bei Magenspiegelung ja oder nein


          Guten Morgen Herr Dr. Völkert,

          ...natürlich mg! Habe mich vertan, aber der Arzt wird wohl das richtige machen.

          Schönen Tag noch!

          MfG

          GG

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          • RE: Schlafspritze bei Magenspiegelung ja oder nein


            Guten Morgen,

            habe vergessen, daß man 24 Std. nicht fahren soll, weder Auto noch Rad. Bin selbst nicht motorisiert, liegt wohl daran.

            Aber mit dem Sport, das ist wirklich kein Problem, mein Arzt sagte es mir zu, ich kann den Tag danach gestalten wie ich will. Außerdem sollte ich 30 Min. nach dem Aufwachen erst etwas essen und dann noch warten, wie ich mich fühle. Mir ging es ehrlich gesagt, super, ich gehöre aber auch zu den eher unempfindlichen Leuten. Habtte mir jeweils nach den ÖGDs etwas schönes vorgenommen, um die Tage jeweils nett abzuschließen, denn obwohl das bei mir jetzt schon zur Routine wird, bleibt kurz vor der Bewußtlosigkeit doch immer so eine gewisse Mulmigkeit...

            Aquajoggen ist aber auch kein Hochleistungssport, sondern eine schöne, sanfte Bewegungsform ohne Verletzungsgefahr, man läuft mit einem Gürtel durch das Wasser.

            Gruß

            GG

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            • RE: Schlafspritze bei Magenspiegelung ja oder nein


              An Kiwifan und Gaby Gnadenlos,

              vielen Dank, dass ihr mir viel Glück gewünscht habt. Hatte heute früh meine Magenspiegelung. Die ist super gelaufen. Habe sie in einer Klinik machen lassen, wo es eine spezielle gastroenterologische Praxis gibt. Als ich reinkam haben mich zwei Oberschwestern in ein Zimmer geführt und ich musste mich auf eine Liege legen. Dann hat mir die eine Schwester erklärt, dass die Magenspiegelung nur 3 Minuten dauern würde, so kurz weil es wirklich erfahrene Ärtze sind und dass ich zwei Möglichkeiten habe- entweder Schlafspritze mit Propofol oder Rachenbetäubungsspray und in 3 Minuten sei alles vorbei. Ich würde aber vielleicht einen Würgereiz haben. Als ich den Schlauch sah, ziemlich dick und lang, dachte ich mir naja vielleicht doch lieber Spritze. Nach kurzer Zeit kam der Arzt ins Zimmer und fragte mich kurz nach meinen Beschwerden, dann setzte er mir ne Spritze in die Vene. Ich weiss nur noch, dass ich mich auf die linke Seite drehen musste und ich noch ein Plastikring in den Mund bekam, danach weiss ich nichts mehr.Nach etwa 30 Minuten bin ich im Aufwachraum aufgewacht, wo ich zugedeckt lag. Mir ging es gut, ich konnte normal aufstehen und mit meinem Freund nachhause gehen. Der Arzt hat gar nichts auffälliges Gefunden, der Magen sei total rosa und nichts von Entzündung oder Geschwür oder so. Es sei vielleicht ein nervöser Magen. Er hat Proben entnommen, die er in das eigenen Labor geschickt hat, ich werde am Montag das Ergebnis schriftlich erhalten. Obwohl ich noch Beschwerden habe, bin ich doch erleichtert, dass nichts ist, der Bruder einer guten Freundin ist vor einiger Zeit an Magenkrebs gestorben, nur weil er keine Magenspiegelung machen wollte und die das viel zu spät entdeckt hatten. Jetzt muss ich sehen, wie ich die Schmerzen wegbekomme - Magendrücken und Stechen mit leichten Krämpfen. Stress habe ich ja nicht so sehr, aber vielleicht fress ich doch zu sehr in mich hinein. Vielleicht wisst ihr einen guten Tipp?
              Also, alles gute.

              Lg. Sveana

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              • RE: Schlafspritze bei Magenspiegelung ja oder nein


                ...siehst Du, alles halb so wild! Meine nächste ÖGD ist nächste Woche DO, diesmal auch mit PE- ist Dir gesagt worden, wo und wie oft die "geknipst" haben? Ich hatte schon 2 Magenspiegelungen, aber leider immer ohne PE.

                Zu Deinem "In-Dich-hineinfressen": öfter `mal reden bei Problemen, alles nicht ganz zu ernst nehmen im Leben...2 Buchtips habe ich für Dich:

                1. SIMPLIFY YOUR LIFE,

                2. WERDE NR. 1 - Du bist Dir selbst der nächste (hat mir vor 18 J. schon `mal sehr geholfen), mfv- Verlag

                Wünsche Dir noch einen schönen streßfreien Tag!

                Gruß

                GG

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                • RE: Schlafspritze bei Magenspiegelung ja oder nein


                  Hallöchen

                  Ich hab nun schon mehrer Untersuchen wegen meiner Magen-Darm Kolliken hinter mir,aber bisher wurde nichts festgestellt, als nächstes meinte der Arzt, dass wahrscheinlich eine Magenspiegelung dran sei. Davor habe ich natürlich riesige Angst. Ich bin überrascht zu lesen, dass man sich bei dieser Untersuchung eine Spritze geben lassen kann, so dass man nichts mehr von der eigentlichen Untersuchung mitbekommt. Werden diese Spritzen grunsätzlich jedem angeboten? Wenn ich bei einem Arzt bin kann ich mich selten durchsetzten und lasse einfach mit mir machen.

                  Gruß sunflower

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