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Sedierung bei Koloskopie

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  • Sedierung bei Koloskopie

    Ich habe Ende November eine Darmspiegelung und mit dem durchführenden Arzt, einem Internisten in der Klinik, das Vorbereitungsgespräch geführt. Wir haben auch über eine "Betäubung" gesprochen, woraufhin er mir erläuterte, dass er mit einem Kollegen direkt für diesen Zweck eine Mischung aus 3 Komponenten zusammengestellt hat. Propofol verwendet er nicht, dazu brauchte er nach seinen Angaben extra einen Anästhäsisten.
    Auf meine Bitte hat er mir die 3 Medikamente genannt, sogar aufgeschrieben, kann aber aufgrund seiner "ausgeschriebenen Handschrift" nur zwei davon lesen: Tramadol und Midazolam. Das dritte sieht aus wie Vergulon o.ä.
    Er weiß auch, dass ich den Abend vorher 100 mg Opipramol einnehme, früh vor der Spiegelung 1/2 Verapamil, 1/2 Atacand und 1/2 Juvental, meint aber, diese Medikamente kämen sich mit der Spritze nicht ins Gehege.
    Kann ich mir also ruhigen Gewissens eine solche verpassen lassen? Und wird man durch einen solchen Cocktaill tatsächlich ausreichend "betäubt"? Es wäre nett, wenn ich hier die Meinung eines Experten dazu bekäme.


  • Re: Sedierung bei Koloskopie


    Hallo,
    die Sedierung für eine Koloskopie kann vom Internisten durchgeführt werden; auch die Anwendung von Propofol ist ihm ohne Anwesenheit eines Narkosearztes möglich, solange er sich an die in einer sogenannten Leitlinie niedergelegten Vereinbarungen hält. Siehe hier:
    http://www.awmf.org/uploads/tx_szlei...n/021-014m.pdf
    Tramadol + Midazolam können verwendet werden und interferieren auch nicht mit Ihrer Medikation. Inwiefern die Wirkung (natürlich auch in Abhängigkeit von der Dosis) Ihrer persönlichen Vorstellung von "Betäubung" entspricht, kann ich leider nicht beurteilen. Die dritte Substanz ist mir in dieser Schreibweise nicht bekannt.
    Gruß
    F. V.

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    • Re: Sedierung bei Koloskopie


      Ich bedanke mich herzlich für die Rückantwort und vor allem den Link zu den entsprechenden Leitlinien.
      Weshalb in der Klinik kein Propofol verwendet wird, weiß ich nicht (evtl. Kostenfrage?), aber ich weiß nun zumindest, dass auch bestimmte Medikamentenkombinationen durchaus üblich sind.
      Nun gehe ich einfach davon aus, dass ich ordentlich behandelt werde und die ganze Angelegenheit bestens hinter mich bringe. Es ist schon ein besseres Gefühl, wenn man nicht gänzlich ahnungslos an so eine Sache herangeht - aber verrückt machen will ich mich auch nicht.
      Nochmals ein Dankeschön für die Beantwortung meiner Frage!

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