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Hallo Herr Dr. Völkert !!!

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  • Hallo Herr Dr. Völkert !!!

    Sehr geehrter Herr Dr. Völkert,

    ich habe keine Ahnung, wie ich Sie direkt kontaktieren kann, aber Ihre Meinung ist mir sehr sehr wichtig!
    Ich habe einen Beitrag zum Thema "Narkosezwischenfall, Krampfanfälle" unter meinen Usernamen "kathys" vor einigen Tagen in das Forum hineingestellt.
    heute habe ich die angeforderten Narkoseprotokolle vorleigen, in einigen Tagen muß ich operiert werden und , Sie können es sich kaum vorstellen, ich habe wirklich eine sehr große Angst vor der Narkose, was ich früher nicht hatte.
    Vielleicht können Sie sich meinen Fall mal ansehen und mir ein paar Ratschläge und beruhigende Worte schreiben.
    Das wäre großartig !
    Herzlichen Dank und beste Grüße
    kathys

  • Re: Hallo Herr Dr. Völkert !!!


    Hallo Kathys,

    ich habe Ihre Schilderung gelesen und komme letztendlich zu den den gleichen Ergebnissen/Empfehlungen wie der Kollege MarcEn, der so freundlich war, Ihnen so umfangreich zu antworten.
    Was bei Ihnen den Krampfanfall ausgelöst hat, wird niemand mehr mit ausreichender Sicherheit beantworten können. Deshalb wäre es nun umso wichtiger, die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Anfalles so gering wie möglich zu halten. Auch ob der Krampfanfall medikamentös induziert wurde oder spontan im Rahmen einer sogenannten Exzitation auftrat, es wäre rein spekulativ hierzu etwas zu schreiben. Eine Antwort hätte nach meinem Geschmack zu viele "wenns und abers".
    Deshalb gehen meine Empfehlungen in Richtung Vermeidung.
    1) Durchführung des Eingriffes ausschließlich unter stationären Bedingungen in einer Klinik, die über hinreichend große Erfahrung in der (endoskopischen) Gallenchirurgie verfügt u n d sich durch kurze OP-Zeiten auszeichnet
    2) Eingehendes Gespräch mit einem erfahreren Narkosearzt der betreffenden Klinik, wenn möglich Fach- oder Oberarzt,
    und Schilderung Ihres Falles sowie Vorlage der Protokolle
    3) wenn ich bei Ihnen die Narkose leiten müßte, würde ich wie folgt vorgehend:
    a) Prämedikation am Vorabend und OP-Tag mit einem Benzodiazepin in ausreichend hoher Dosierung zur Erhöhung der Krampfschwelle
    b) Einleitung der Narkose mit einem "altmodischen" Barbiturat aus dem gleichen Grund
    c) erforderliche Muskelrelaxation mit Rocuronium und Antagonisierung der Substanz zum OP-Ende mit Sugammadex zur Vermeidung eines Relaxantien-Überhanges; Vermeidung von Neostigmin in Ihrem Fall
    d) Aufrechterhaltung der Narkose mit Sevofluran und Opiaten
    c) Überwachung im Aufwachraum, Intensivstation in der Hinterhand
    Aber - dieses ist nur ein möglicher Weg, der nach Rom führt. Leider neigen wir Ärzte dazu, uns manchmal zu wichtig zu nehmen und die Meinung/Vorgehensweise von Kollegen ungerechtfertigt zu kritisieren, insbesondere dann, wenn uns Hintergrundinformationen fehlen.
    Sollten Sie ergänzende Fragen haben, melden Sie sich bitte wieder.

    Gruß
    F. V.

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    • Re: Hallo Herr Dr. Völkert !!!


      Hallo Herr Dr. Völkert,

      ich hatte initial gar nicht gewusst, dass MarcEN ebenfalls Anästhesist ist, habe es aber im weiteren Kontakt heute auch erfahren.
      Ich danke Ihnen jedenfalls sehr für Ihre fachliche Einschätzung und
      Empfehlungen!
      Das ist hilfreich!!!

      beste Grüße

      kathys

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      • Re: Hallo Herr Dr. Völkert !!!


        Mein Mann bekommt eine ambulante Arthroskopie der Schulter unter Vollnarkose. Er hat keine Erkrankungen, Laborwerte o.B., nimmt keine Medikamente. Ich habe panische Angst, dass er nicht mehr Wach wird. Können Sie mich irgend wie beruhigen? Vielen Dank für Ihre Antwort.

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