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Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose

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  • Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose

    Hallo, ich bin neu im Forum und habe eine Frage.
    Ich bin internistisch neurologisch, bis auf eine Migräne (2x/ Jahr) gesund. Ich nehme keine Medikamente ein.
    2007 (38 Jahre alt) hatte ich eine Vollnarkose bei eienr Gebärmutterentfernung. Die OP sei komplikationslos verlaufen. Voroperationen in Vollnarkose in den Jahren zuvor waren stets komplikationslos. In der sogenannten Ausleitungsphase der Narkose (u.a. Fentanyl) erlangte ich nicht wieder das Bewußtseins und hatte noch auf dem OP-Tisch einen cerebralen Krampfanfall. Ich sei etwas ateminsuffizient gewesen. Ich erhielt sofort 1 Ampulle Neostigmin, Atropin, Solu-decortin, Bronchoparat und 0,5ml Anexate. Dennoch erlangte ich nicht das Bewußtseins und zeigte rezidivierende cerebrale Krampfanfälle, so dass ich auf die Intensivstation verlegt werden musste. Dort hätte ich in den zahlreichen Krampfanfällen hohe Dosen an Medikamenten gebraucht (15mg Dormicum und 20mg Diazepam im Anfall, sowie 1-2 Ampullen Rivotril, das ganze mehrfach täglich). Nach 19 Stundenpostoperativ erlangte ich wieder das Bewußtsein, hatte im Anschluss noch 2 Wochen Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen, habe mich im Anschluss komplett von diesem Narkoseereignis erholt.
    Eine neurologische Untersuchung, einschließlich MRT (sehr große Cisterna magna (wohl eine Normvariante), sonst unauffällig), EEG: (konnte im Anfall nicht geschrieben werden) nicht wegweisend, keine Zeichen einer Epilepsie, theta-Herd frontal bei Sedierung. Später ambulantes Kontroll-EEG unauffällig.
    Man sagte mir damals, dass man nicht wisse, was die Ursache für dieses Ereignis gewesen sei, es vielleicht ein "Exizationsereignis" (ich weis nicht, ob ich das Wort richtig schreibe), ein Durchgangssyndrom gewesen sei.
    Nun muss ich eventuell eine Gallenblasenentfernug durchführen lassen und habe natürlich große Angst, dass sich wieder Narkosekomplikationen ergeben könnten.
    Kann das passieren? Wäre es sinnvoll, postoperativ auf der Intensivstation beobachtet zu werden? Wären theoretisch ambulante Operationen in Tageskliniken/ Arztpraxen, in Vollnarkose, ein Risiko? (fehlende Intensivstationsmöglichkeiten)?
    Kennt jemand solche Symptome nach einer Narkose? Was ist das?

  • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


    Hallo Kathys,
    leider birgt jede Narkose ein potentielles Risiko. Was genau die Ursache bei Ihnen war, wird man nun im Nachinein leider nicht sagen können. Sie schreiben auch nicht mit welchem/n Mittel/n die Narkose geführt wurde. Aber lassen wir dies dahingestellt, an Ihrer Position würde ich ambulante OPs nicht in Erwägung ziehen. Sicher sind diese Ärzte mit Notfallmedis und Geräten ausgerüstet, denn sonst dürften sie derartige Dinge nicht tun. Da es aber eben diesen Zwischenfall gab, würde ich derartige OPs nicht erwägen. Eine Klinik mit Intensivstation bietet hier eine bessere Versorgung und auch schnellere Wege im Bedarfsfall. wobei man nicht sagen kann, dass bei der nächsten Narkose erneut derartige Symptome auftreten müssen.
    Ob hier eine Exsikkose die Ursache war -kann man von außen her nicht sagen.
    Auf jedem Fall würde ich vorsichtig an die bevorsthende narkose herangehen. Wichtig wäre es, dem narkosearzt davon eingehend zu berichten. Somit kann er sich von vornherein auf dies Situation einstellen. Auch kann er durch Infusionen vorbeugen.
    Alles Gute!
    LaSa

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    • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


      Hallo,

      vor geplanter Narkose wäre Einsichtnahme in die Kopie des damaligen Narkoseprotokolls bzw. in die Dokumentation der Intensivtherapie hilfreich. Sie sollten sich diese aushändigen lassen.

      Vor ambulanten Einrichtungen würde ich in Ihrem Fall dringend abraten.

      Gruß

      ---MarcEN---

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      • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


        Hallo MarcEN,
        das ist ein guter Tipp. Erhalte ich denn solche Protokolle einfach so in der Klinik?

        Gruß
        Kathys

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        • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


          Hallo Kathys,

          ja - Sie haben ein Anrecht auf diese Unterlagen in Kopie (gegen Erstattung der Kosten).

          Und noch ein Tipp: machen Sie einen Termin mit dem zuständigen Oberarzt aus und lassen Sie sich alles nochmals erklären. Mit etwas Abstand zu den Ereignissen sehen alle Beteiligten es i. d. R. nüchterner und sachlicher.

          Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei.

          ---MarcEN---

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          • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


            okay, das werde ich machen!
            Vielen Dank und beste Grüße
            kathys

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            • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


              Hallo MarcEN,

              ich habe heute die Narkoseunterlagen von damals erhalten.
              Leider ist alles handschriftlich verfasst und die Schrift ist schwierig zu entziffern.
              An Medikamenten habe ich damals (2007), als TIVA, folgende Medikamente erhalten:
              -Sufentanil
              -Ethomidat
              -Propofol
              -Cisatracurium

              Intraoperativ erhielt ich zusätzlich
              -Clont
              -Cefuroxin
              -2x 0,5mg Atropin

              Laut Bericht sei ich bei der Ausleitung der Narkose nicht wach geworden und hätte nicht ausreichend eine Spontanatmung gehabt.
              Daraufhin hat man mir folgende Medikamente gespritzt (wobei die zeitliche Abfolge nicht dokumentiert ist):
              -Atropin 0,5mg
              -Bronchoparat 10ml
              -Anexate 2x 0,5mg
              -Neostigmin 2 Ampullen
              -Solu-Decortin 100mg

              Unmittelbar nach der "Antagonisierung" hätte ich noch auf dem OP-Tisch einen tonisch-klonisch generalisierten Krampfanfall gehabt, der mit einer Sedierung mit 20mg Diazepam und 15mg Dormicum behandelt wurde. Im Anschluss daran sei ich auf die Intensivstation verlegt worden, wo sich die generalisierten Krampfanfälle mehrfach wiederholt hätten, sowie psychomotorische Unruhezustände nach den Krampfanfällen. Ich habe in diesen Anfällen Diazepam, Rivotril und Dormicum i.v. erhalten, hätte sehr hohe Dosierungen davon benötigt. Insgesamt sei ich 25h ohne Bewußtsein gewesen.
              Bei der Verlegung auf die Intensivstation hätte ich sehr enge Pupillen gehabt.
              Das EEG habe man versucht, am Monitor zu schreiben, was nicht funktioniert habe. Erst am Folgetag, als ich endlich wach wurde, habe man ein EEG schreiben können, wo sich keine Krampfpotentiale gezeigt hätten. Ich habe keinerlei Erinnerungen an die Zeit nach der OP bis zum nächsten Morgen.
              Ich habe vorder OP nie Medikamente eingenommen, trinke nicht und habe noch nie Drogen genommen. Ich bin ansonsten kerngesund, insbesondere habe ich keine Krampfanfälle.
              Was das jetzt war, was die Ursache dieses Narkoseereignisses war, konnte man mir leider nicht beantworten.
              Nun steht ja leider eine unumgängliche OP (Gallenentfernung, bei Choledochuslithiasis) an. Ich habe schreckliche Angst, dass bei
              der Narkose wieder etwas passiert, ich vielleicht gar nicht mehr aufwache oder Hirnschäden davontrage.
              Können Sie mir einen Rat geben????????
              Beste Grüsse
              kathys

              -

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              • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


                Hallo Kathys,

                nach Durchsicht der Unterlagen sende ich Ihnen die Antwort an Ihre Mailadresse.

                Gruß

                ---Marc-EN---

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                • Dazu noch eine Bemerkung "o. T.".....


                  Es wäre ganz reizend, wenn man nach Durchsicht und ausführlicher Kommentierung der Unterlagen wenigstens eine Rückmeldung in Form einer Lesebestätigung erhielte.

                  ---MarcEN---

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                  • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


                    Hallo Kollega,
                    daß eine fachlich fundierte Stellungnahme ggfs. auch mit einigem Aufwand und Nachdenken verknüpft ist, ist manchen Nutzern dieses Forums leider nicht bewußt. Deshalb bitte nicht wundern!
                    Kollegiale Grüße
                    F. V.

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                    • Re: Dazu noch eine Bemerkung "o. T.".....


                      Hallo MarcEN,

                      entschuldigen Sie die verspätete Antwort meinerseits, ich lag vom 19.01. bis heute im Krankenhaus, hatte nach einer ERCP eine akute Pankreatitis und vor 3 Tagen erfolgte auch noch die Cholezystektomie. Ich hatte alle Ihre Nachrichten, auch die von Herrn Dr. V. ausgedruckt und dem Anästhesisten vorgelegt, samt meinen alten Narkoseprotokollen. Der Chef hat sich der Sache persönlich angenommen, die Narkose etwas abgeändert. Ich habe glücklicherweise eine komplikationslose Narkose erleben können, worüber ich wirklich sehr sehr dankbar bin.
                      Sie haben mir zugehört und gute Ratschläge gegeben, herzlichen Dank dafür!

                      Beste Grüße
                      kathys

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                      • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


                        Hallo Herr Dr. Völkert,
                        herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
                        Ich war vom 19.01.-02.02.12 in der Klinik (Pankreatatis nach ERCP und anschl. zügige Gallenentfernung). Ich habe die Protokolle und Ihre Meinung ausgedruckt und der Anästhesist hat sich der Sache angenommen, die Narkose abgeändert und es hat hervorragend geklappt- keine Komplikationen!

                        Nochmals besten Dank!!!
                        kathys

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                        • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


                          hallo kathys

                          ich hatte auch krampanfälle nach op´s.

                          bei mir liegt es daran dass ich kein propofol vertrage (gängistes narkose mittel wurde mir gesagt)

                          ich bekomm seitdem trapanal bei op´s und hatte seitdem keine krampfanfälle mehr nach operationen.

                          oft hat man dann auch eine soja-allergie

                          lg

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                          • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


                            Hallo Kathys,

                            beruhigend, daß Sie alles gut überstanden haben und die Narkose keinerlei Probleme verursacht hat.

                            Weiterhin alles Gute!
                            F. V.

                            Kommentar


                            • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


                              Hallo,
                              Danke für den Tipp. Propofol vertrage ich gut, ich hatte jetzt 5 Eingriffe in 14 Tagen, die jedesmal mit einer Kurznarkose in Propofol durchgeführt wurden. Verlief immer problemlos.

                              Gruß
                              kathys

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                              • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


                                Hallo,
                                vielen Dank!

                                Gruß
                                kathys

                                Kommentar


                                • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


                                  Hallo Herr Dr. Völkert,
                                  ich bin 36 Jahre alt, habe Epilepsie ( Hypmotrische ,heute Komplexmotorische Anfälle genannt) und bekam vor kurzem Anfälle nach einer Vollnakose (Arthroskopie). Leider ist Nakosemittel bei mir immer ziemlich heikel, da ich auf alle Valiumarten (z.B. Deazepam,Dornekum) Gegensätzlich reagiere. Das heißt, eine Anfallssteigerung,statt Reduktion.Und Beruhigungsmittel ebenfalls. Eigendlich war ich seit über einem Jahr Anfallsfrei und seit dieser Nacht nach der OP bin ich es weiterhin bis heute. Es wurden für die OP 20 mg Frisium aufdosiert.Auf Beruhigungsmittel vor der Op wurde verzichtet. 2009 verlief die letze Vollnakose (ohne Frisium) vollkommen Anfallsfrei. Erstmalig gab es allerdings einen Verlauf, den ich noch nie so hatte. Daher forsche ich nach Gründen, die man zuküftig Beachtet, damit dies nicht wieder passiert.
                                  Ich bekam, nach jetztigem Kenntnissstand, eine Propofolnakose. Als mich die Anästhesistin weckte,erfolgte auf dem OP-Tisch eine Spontanreaktion. Ich verkrampfte meine Hände,hatte erste Symtome (andere Wahrnehmung der Umwelt)bei vollem Bewußtsein und konnte nur stockend "Anfall sofort" und "Tavor" (wir hatten 2,5 mg Tavor unten) , sagen. In aller letzter Millisecunde,konnte ein Anfall,durch das Tavor abgewendet werden. Zusätzlich zitterte ich am ganzem Körper als würde ich frieren. Hiergegen bekam ich etwas gespritzt. Ich steigerte die Frisiumdosis ab nachmittags auf 30 mg. Nachts kam es dann zu einem Anfall,wo ich anschließend erneut 2,5 mg Tavor bekam.Mehr zur Sicherheit,um die Möglichkeit weitere Anfälle zu reduzieren.Gott sei Dank,habe ich das operierte Bein,eigentlich dabei nicht viel bewegt.Die nächtliche Situation (Hauptsächlich Schlafgebundene Anfälle) verwunderte mich nicht.Ich mache mir große Sorgen, was zukünftig noch beachtet werden muß. Das Nakosemittel, die bei Gehirnoperationen verwendet werden,gut gehen,teilte ich der Anästhesistin vorab mehrfach mit. Was denken Sie? Wie konnte es (auf dem OP-Tisch,was zuvor NIE vorkam) zu einer solchen Reaktion führen und was sollte zukünftig anderes Verwendet werden ? Mitlerweile weiß ich durchs Internet, dass Propofol bei Epilepsie allgemein Anfallsprovozierend wirkt. Sollte Propofol nie wieder verwendet werden? Über Ihre unverbindliche Hilfe und Informationen wäre ich,bei meiner Recherche sehr dankbar. Haben Sie vielen Dank für Ihre Mühe vorab.

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                                  • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


                                    Hallo Herr Dr. Völkert,
                                    ich hatte Ihnen bereits am 27.4.2012 in diesem Forum geschrieben. Meinen Brief an Sie können Sie ,glaube ich, unter Suchen mit meinem Namen eingeben.
                                    Aber ich erläutere gerne noch mal das wichtigste meines Briefes an Sie.

                                    Ich bin 36 Jahre alt, bin mit Hypermotorischen (heute oft Komplexmotorischen) Anfällen geboren. Leider reagiere ich auf vieles Entgegengesetzt (Allergisch) wenn man will. Besonders Narkosemittel und Beruhigungsmittel sind da sehr schwierig. Ich reagiere auf alle Medikamente die zur Familie Valium gehören ( z.B. Deazepam,Dornekum, Valium pur usw)Andere Beruhigen sich mit Anfällen, meine werden dann besonders viel und stark.Mitlerweile weiß ich vieles was zu beachten ist und informiere mehrfach jeden Nakosearzt /OP Schwester und am Bett und Akte steht es auch Dick geschrieben.
                                    Nimmt man ein Narkosemittel,was man bei Gehirnops verwendet, klappt das eigentlich gut.Und die Beruhigungstablette lasse ich weg.
                                    Zusätzlich habe ich zuvor Frisium (Clobazam) 10 mg -0-10 mg aufdosiert
                                    und -Gott sei Dank- hatten wir Tavor 2,5 mg mit unten.Die ich eigentlich nie benötige.
                                    Die Arthroskopie am linkem Knie verlief ohne Probleme, nur als die Narkoseärtzin mich zum wecken auf dem OP-Tisch ansprach verkrampften sich meine Hände am Handtuch,ich hatte eine andere Wahrnehmung (gehört zu den Anfangssymtomen) und ich spürte stark sofort einen Anfall zu bekommen.Ich konnte nur stockend sagen "Anfall gleich" und "Tavor sofort". Außerdem zitterte ich ganz stark als wenn ich friere. Dagegen bekam ich was gespritzt. Und auch wenn mich das zittern nicht schockt,hatte ich bei allen 7 Vollnarkosen (2 Gehirn Epilepsieops) noch nie. Die Narkoseärztin sagte zur OP Schwester vor der OP : "..sowas wie Propofol."
                                    Ob ich das bekommen habe,weiß aktuell noch nicht,aber meine Recherchen haben ergeben, dass Propofol bei Epilepsie Anfallsprovozierend ist.
                                    Ich habe 3 andere Kliniken kontaktiert wegen den Op Berichten (Zwecks Vergleichsangaben,was gut geklappt hat), denn leider stehen diese Medikamente im Endbericht nicht drinn. Die betreffende Klinik meiner letzen OP hat noch nichts geschickt.
                                    Mir ist ganz wichtig, dass sie wissen, dass ich keinem etwas will.Ich habe nur große Angst, dass sowas noch mal passieren kann und möchte daher, für mich extrem wichtigen Infos erfahren,damit so etwas nie wieder passiert. Das ich (trotz der Frisiumsteigerung auf 30mg pro Tag, also nachmittags auf Station 10mg noch genommen ) nachts noch einen bekam, war nachvollziehbar und eher zu erwarten (auch wenn ich bei den letzten 3 OPs OHNE FRISIUM keine Anfälle hatte.
                                    Dazu muß ich anmerken,ich war vor der OP über 1 Jahr Anfallsfrei und danach auch wieder.Daher habe ich die Vermutung,dass es am Narkosemittel lag
                                    Meine Unverbindliche Frage an SIe als erfahrenen Arzt:
                                    WIe schätzen Sie ,aus der Ferne, meine Schilderung ein und was kann ich tun? Ich will umbedingt wissen,was dort verwand worden ist (vermutl.Propfol).Schon alleine weil es mich so beschäftigt, dass ich mit diesen Bildern mit der Anfallssituaton auf dem OP-Tisch nachts hochschrecke.
                                    Sollte ich Propofol nie wieder benutzen lassen? Hätten Sie einen Tipp,welche Medikamente Ihrer Meinnung nach gut funktionieren könnten.Wie gesagt, Narkosemittel die bei Gehirnops verwand werden, klappen eigentlich ohne Probleme.
                                    Über Informationen,Tipps an Narkosemedikamenten die gut klappen bei Gehirnops und vorallem Ihre persönliche Einschätzung meiner Schilderung, wäre ich Ihnen sehr Dankbar !

                                    Ob im Forum, oder als persönliche Email, mir ist das egal wie Sie mir antworten möchten.
                                    Vielen Dank vorab.Ich finde es ganz toll ,hier Fachleute um Rat Fragen zu können. Denn ohne Op kann man nachträglich schwierig seine Fragen klären.
                                    Das weiß ich sehr zu schätzen.Es wäre schön wenn Sie mir antworten würden.

                                    Schönen Gruß
                                    katharina75

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                                    • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


                                      Hallo Katharina,
                                      inwiefern Ihr "Beinahe-Krampfanfall" durch Propofol hervorgerufen wurde, läßt sich schwer beurteilen, da eine prokonvulsive (anfallsstimulierende) Wirkung der Substanz in der Literatur gegensätzlich diskutiert wird. Es gibt auch Studien, die nahelegen, daß Propofol die Krampfschwelle erhöht.
                                      Wenn eine prokonvulsive Wirkung bei Ihnen nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, wäre es sinnvoll, die Narkose mit einem Barbiturat (z. B. Thiopental) einzuleiten und mit einem modernen Narkosegas (z. B. Sevoflurane) aufrecht zu erhalten.
                                      Bemerkenswert finde ich, daß Sie auf Diazepam und Midazolam völlig paradox reagieren (zur Richtigstellung:eine paradoxe Reaktion ist keine Allergie), wogegen Sie Clobazam und Lorazepam gut vertragen werden und diese Substanzen bei Ihnen auch krampflösend wirksam sind. Alle 4 Substanzen gehören zur Gruppe der Benzodiazepine, sind mit dem Diazepam verwandt und werden allesamt auch zur Behandlung von Krampfanfällen eingesetzt.
                                      Wenn Sie nach der Narkose frierend aufgewacht sind und gezittert haben (sogenanntes "shivering"), ist dieses Phänomen nicht auf Ihr Anfallsleiden zurückzuführen. Vielmehr ist von einer kurzfristigen Störung der Temperaturregulation auszugehen, was leider bei vielen Patienten auftritt. Die Gabe von Pethidin (einem Opiat) oder ggfs. auch Clonidin führt bei den meisten der betroffenen Patienten zu einer deutlichen Besserung der Symptome, ebenso wie die Gabe von gewärmten Infusionslösungen während der Op ein Shivering häufig sogar verhindert.
                                      Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen.
                                      Gruß
                                      F. V.

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                                      • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


                                        Hallo Herr Dr. Völkert, ich hatte bereits zu Ihnen Kontakt aufgenommen, da ich auf dem Op Tisch nur durch sofortige Einnahme von 2,5 mg Tavor einen Anfall gerade noch abwenden konnte. Mittlerweile weiß ich, dass man trotz der intensiven Vorgesprächen und Informationen mir troztdem deren normalen Standart Propofol- Ultiva gegeben hat. Das kann ich bei meinen Aufklärungen und Aussage, dass ich Narkosemittel, die man Gehirnops verwendet, recht gut vertrage überhaupt nicht verstehen. Diese schockierende Situation auf dem OP Tisch beim Wecken sofort Anfall zu bekomen (Vorgefühle waren sehr intensiv das es sofort losgehen wird), konnte laut Aussage der Anästhesieschwester nur noch 2 Mal Tavor stammeln. Und in der folgenden Nacht einen Anfall zu bekommen , hätte damit sehr wahrscheinlich verhindert werden können. Aber das nützt mir jetzt auch nichts mehr. Ich will nur möglichst Präzise bei einer eventuellen weiteren Op in der Zukunft sagen können was ich vertrage und bevorzugt genommen werden muss. Hierzu bräuchte ich Ihre Hilfe, da ich einen Narkosearzt, ohne OP leider nicht aufsuchen kann, um an Infos zu kommen. Daher bin ich Dankbar Sie im Forum fragen zu können. Wie heißen Narkosemittel die bei Gehirnops genommen werden ?
                                        Narkosebesprechungen sind meist sehr in Eile ( meiner Erfahrung nach), da hilft es vielleicht, wenn ich bei meiner Vorgeschichte Präparate die gehen würden spezifischer nennen könnte. Denn das soll nie wieder passieren. Ich habe kontakt aufgenommen zu Kliniken, die mich "ohne Anfälle" zuletzt operiert haben, um wichtige Infos zu bekommen. Bei meiner Vorgeschichte (reagiere auf alle Valiumpräarate + die zu der Gruppe gehören wie z.B. Deazepam, Dornekum mit starken Anfällen , auf die Beruhigungstablette vor der OP die wir weg lassen UND auf Propofolgemische),welche Mittel würden Sie verwenden, oder empfehlen? Narkosemittel die man bei Gehirnops benutzt werden gehen, wenn ich die Tablette davor weglasse "ohne Anfälle". Ein Medikament was Prapatal heißen könnte, nannte mir eine Krankenschwester im Bekanntenkreis. Was raten Sie mir an Narkosemittel für die Zukunft?
                                        Ich habe auf diese Nachricht geantwortet, da im Portal leider unklar ist ,wie man NEUE eigene Schreiben verfassen kann, ohne sich irgentwo drann zu hängen. Haben Sie vielen Dank für Ihre Mühe.
                                        SG Katharina75

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                                        • Re: Bewußtlosigkeit, Krampfanfälle nach Narkose


                                          Hallo Katharina,
                                          es gibt kein spezifisches Narkosemedikament in der Neurochirurgie.
                                          Bei bekannter Neigung zu Krampfanfällen würde man für die Narkoseeinleitung Thiopental (Handelsname "Trapanal") verwenden, da dieses die Krampfschwelle erhöht.
                                          Gruß
                                          F. V.

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