• *** Aus aktuellem Anlass ***

    Haben Sie Fragen zum Coronavirus, die Sie gerne von einem Experten beantworten lassen würden? In unserem neuen Corona-Forum beantwortet unsere Expertin Frau Dr. med. Athanassiou kostenlos all Ihre Fragen zum Thema!

  • Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Sedierung (Dormicum)

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Sedierung (Dormicum)

    Guten Tag,

    mir werden in zwei Wochen alle vier Weisheitszähne unter Sedierung gezogen. Ich habe ziemlich Angst davor.
    Meine Frage ist jetzt, wie genau Dormicum wirkt!? Ich habe ziemlich viel gelesen, viele verschiedene Meinungen und ich bin sehr verunsichert. Manche schreiben, dass sie alles mitbekommen haben, manche schreiben, sie wüssten gar nichts mehr. Ich habe teilweise auf Informationsseiten gelesen, dass man sich in einem schläfrigen Zustand befindet und auch Schlafphasen hat, auf manchen Seiten steht wiederum, dass mann voll anwesend ist und es einem einfach nur egal ist. Ich habe, wie gesagt sehr Angst. Mir geht es grundsätzlich darum, dass ich von dem ganzen nichts mitbekommen möchte. Deswegen mache ich ja die Sedierung. Hat man in dem Zustand die Augen zu oder sind sie auf? Ich kann es mir leider gar nicht vorstellen. Ich weiß nur, dass man gelöst sein soll und keine Angst mehr hat, aber z.B. auf alles reagieren kann, was der Arzt sagt. Ich finde das aber so befremdlich, dass ich es mir nicht vorstellen kann. Mein Chirurg nannte es auch "Scheißegal-Spitze".
    Ich hoffe, Sie können mir helfen.

    Danke und LG,
    Jules


  • Re: Sedierung (Dormicum)


    Hallo Jules,

    das Ansprechen auf den Wirkstoff ist - wie fast immer - sehr individuell und natürlich auch abhängig von der Dosierung:

    Man kann von leichter Beruhigung bis zum Tiefschlaf jede Zwischenstufe durch entsprechende Dosierung erreichen. Da Ihre Zähne vermutlich in einer Praxis, d. h. ambulant, extrahiert werden sollen, wird man auf eine "Tiefschlafdosis" verzichten: sie erfordert eine engmaschige, anästhesiologische Überwachung.

    In der sedierenden Dosierung gibt es bei Patienten Unterschiede im subjektiven Erleben:

    Einige erleben es als "Scheißegalspritze", sind wach und ansprechbar, fühlen sich dabei sehr ruhig und zufrieden. Andere werden müde, schlafen zeitweise (bei jederzeit möglichen Erweckbarkeit) und reagieren am Ende mit "Wie - schon fertig?"

    Durch die hohe amnestische Potenz des Midazolams hat ein Großteil der Patienten wenig bis gar keine Erinnerung an den Eingriff.

    Kurz: für Angstpatienten ein Segen der modernen Pharmakologie - Sie werden es lieben !

    Alle guten Wünsche für die OP

    ---MarcEN---

    Kommentar