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Narkose und Diabetes

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  • Narkose und Diabetes

    Hallo,

    ich muss demnächst am Karpaltunnel operiert werden und stehe nun vor der Entscheidung, ob in Vollnarkose oder unter örtlicher Betäubung.

    Bin dieses Jahr bereits wegen einer anderen Sache zweimal in verschiedenen Krankenhäusern operiert(2,5h und 30min) worden und jedesmal hatte mein Diabetes Typ 1 den Anästhesisten durch starken Blutzuckerabfall Probleme bereitet.

    Gibt es Anästhesisten die sich gut mit Diabetes auskennen? Wenn ja, wie finde ich die?
    Hat eine örtliche Betäubung weniger Einfluss auf den Blutzuckerspiegel?
    ist man bei einer örtlichen Betäubung bei vollem Bewusstsein? Kann ich mich dann während der Operation selbst um den Blutzuckerverlauf kümmern?



  • Re: Narkose und Diabetes

    Hallo,
    hier meine leider verspätete Antwort:
    ich empfehle die Durchführung der Operation in Regionalanästhesie (Plexusanästhesie oder intravenöse Regionalanästhesie). Diese Verfahren sollten den geringsten Einfluß auf den Blutzuckerhaushalt haben. Eine Regionalanästhesie kann sehr gut mit einer Sedierung kombiniert werden, so dass Sie nicht alles "mitbekommen". Vor der OP sollte der Blutzucker gemessen werden. Die aktuellen Empfehlungen lauten dahingehend, dass am OP-Tag selbst kein Insulin gespritzt werden sollte. Inwiefern am Vorabend noch Insulin in voller oder reduzierter Dosis gegeben werden kann/muß, ist vom individuellen Blutzuckerhaushalt abhängig und sollte im Rahmen des Aufklärungsgespräches mit dem zuständigen Narkosearzt anhand der Werte geklärt werden.
    Eigentlich sollte jeder Facharzt damit vertraut sein, eine diesbezügliche Spezialisierung gibt es nicht.

    Gruß
    F. V.

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