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Propofol intramuskulär/paravenös

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  • Propofol intramuskulär/paravenös

    Sehr geehrter Kollege Völkert!
    Ich selber bin im belegärztlichen Sektor tätig. Bei einem Routineeingriff in ITN ist 40ml (!) Propofol versehentlich paravenös durch unseren Anästhesisten verabreicht worden. Um dem Patienten die Schmerzen zu nehmen, hat er post-OP Plexuskatheter gelegt. Jetzt kann der Pat. den Arm nicht mehr bewegen, die Schmerzen hat er aber immer noch!
    Was können wir aktuell tun, um weitere Komplikationen zu vermeiden und vor allem die Schmerzen zu lindern?
    Ich hoffe Sie können uns weiterhelfen...

  • Re: Propofol intramuskulär/paravenös


    Sehr geehrter Kollege,

    ich konnte ein paar Tage nicht online sein, so daß ich Ihre Frage erst heute beantworten kann.
    Wenn durch den Plexuskatheter nur eine motorische und keinerlei sensorische Blockade erzielt wird, würde ich primär eine Lagekontrolle des Katheters durchführen. Sollte dieses zu keinem Erfolg führen und die motorische Blockade bestehen bleiben, sollte der Katheter schon aus forensischen Gründen entfernt werden.
    Um die Schmerzen der paravasalen Propofol-Injektion zu lindern, könnte eine antiphlogistische Medikation mit NSAID's hilfreich sein. Bei unzureichendem Erfolg ggfs. auch eine Opiatmedikation. In der Regel sistieren die Beschwerden nach 2 - 3 Tagen, so daß ich davon ausgehe, daß Ihr Patient inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung ist.
    Ich hoffe, Ihnen zumindest etwas weiter geholfen zu haben.

    Gruß
    F. V.

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    • Re: Propofol intramuskulär/paravenös


      Vielen Dank für Ihre Antwort! In der Tat geht es dem Patienten mittlerweile wieder besser. Katheter ist gezogen worden und durch orale Antiphlogistika die Schmerzen erträglich gemacht worden. Positiver Nebeneffekt für uns Operateure war, dass "unser Bereich" zum Nebenschauplatz wurde...Grüße und Danke.

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