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Synkope nach ambulanter OP

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  • Synkope nach ambulanter OP

    Hallo,
    ich bekam bei einem kleinen Eingriff Lidocain und Adrenalin gespritzt. Etwa 15 Min nach dem Eingriff bin ich vor der Praxis zusammengeklappt. Einige Monate später wurde mir gegen akute Schmerzen Lidocain und Bucain gespritzt. Wieder bin ich ohnmächtig geworden und habe anschließend einen Krampfanfall bekommen. Da mit Sicherheit wieder kleine Eingriffe durchgeführt werden müssen (Zahnarzt z.B.) frage ich mich jetzt, welche Medikamente verträglich sein könnten, und welche Medikamente (Medikamentengruppe) ich meiden sollte. Auch frage ich mich, wie ich weiter vorgehen kann, ohne den Kreislauf allzusehr in Gefahr zu bringen. (Allergietest ?)


  • Re: Synkope nach ambulanter OP


    Hallo,

    wenn Patienten nach einer Operation in örtlicher Betäubung oder aber auch "Narkose" irgendwelche körperlichen Reaktionen aufzeigen, wird in den meisten Fällen zunächst ein Zusammenhang zum verwendeten "Narkosemedikament" gesucht. Hierbei wird häufig übersehen, daß man sich primär einer Operation oder auch einer zahnärztlichen Behandlung unterzogen hat, die ihrerseits selbst eine Vielzahl von Reaktionen im Körper hervorrufen kann. Bei manchen Patienten "reicht es schon", allein einen Venenzugang zu legen OHNE DASS EIN MEDIKAMENT VERABREICHT WIRD - und sie zeigen eine sogenannte vegetative Reaktion, die über das vegetative Nervensystem vermittelt wird. Hierbei kommt es dann zu Blutdruckabfällen mit möglicher Ohnmacht, die Herzfrequenz kann steigen oder aber auch extrem abfallen. Auch krampfanfallartige Symptome können auftreten.
    Örtliche Betäubungsmittel sind nebenwirkungsarm und bei den heute verwendeten Substanzen sind echte allergische Reaktionen extrem selten. Bei versehentlicher Injektion von Lokalanästhetika in eine Vene können bei größeren Mengen LA direkt nach der Injektion Krampfanfälle auftreten, dieses aber nicht erst nach Behandlungsende.

    Gruß F. V.

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    • Re: Synkope nach ambulanter OP


      Sehr geehrter Herr Dr. Völkert,
      Danke für die Antworten und Informationen. Aber es stellen sich mir doch noch einige Fragen, die ich gerne beantwortet hätte. So ist es für mich als absoluten Laien sehr beängstigend, immer in Ohnmacht fallen zu können oder Krampfanfälle zu bekommen, (egal ob die Gründe "vegetativer" oder "organischer" Ursache sind ), wenn ich zum Arzt gehen muss, wenn ein Eingriff nötig ist. Wie sollte ich mich am Besten verhalten oder vorbereiten ? Da ich nachgewiesenermaßen viele Allergien habe und bereits vor Jahren unmittelbar mit einer Ohnmacht darauf reagiert habe, hätte ich gerne eine Antwort auf mein Problem. Ich bin blauäugig in die erste OP gegangen, habe Monate später das gleiche Schmerzmittel gespritzt bekommen, und bin jedes mal zusammengeklappt.
      (Bei mir wurde ein Zugang lange Zeit nach der Synkope gelegt, und der hatte Nichts mit dem Geschehen als Solches zu tun). ich habe ein wirkliches Problem mit den Medikamenten und suche ein Alternative in der Behandlung.
      Mit freundlichen Grüßen
      elrod

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      • Re: Synkope nach ambulanter OP


        Hallo Elrod,

        alles was Sie schildern, läßt nicht unbedingt auf eine echte allergische Reaktion schließen. Eine Ohnmacht kann vielerlei Ursachen haben, deshalb würde ich zunächst zu einer gründlichen Untersuchung bei Ihrem Hausarzt raten.
        Wenn ich Sie richtig verstanden habe, erfolgte die Ohnmacht nach dem Spritzen des Medikamentes. Ich hatte schon in meiner ersten Antwort versucht deutlich zu machen, daß nicht unbedingt das Medikament ursächlich sein muß. Allein ein Nadelstich beim Arzt verursacht bei einigen Patienten eine sogenannte vasovagale Synkope, sprich ein Ohnmacht.
        Wenn tatsächlich eine Allergie vorliegen sollte, wäre es für Sie wichtig zu wissen, welches Medikament gespritzt wurde (örtliche Betäubungsmittel=Lokalanästhika sind KEINE Schmerzmedikamente). Wenn die Substanz bekannt ist, könnte bei einem Allergologen ein Allergietest durchgeführt werden.
        Ein echter Krampfanfall, sprich ein epileptischer Anfall, sollte auf jeden Fall bei einem Neurologen abgeklärt werden.
        Als Behandlungsalternative steht natürlich für Operationen eine Allgemeinanästhesie ("Vollnarkose") zur Verfügung. Hinsichtlich eines zahnärztlichen Eingriffes wäre auch eine Behandlung unter Hypnose möglich.

        Gruß F. V.

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        • Re: Synkope nach ambulanter OP


          Hallo, ich bin Viktoria und neu im Forum. Habe jedoch ein Problem. Hatte mittlerweilen 2x einen Armplexus und bin jedesmal kurz darauf (noch im liegen) kollabiert. Weiß aber nicht warum. Habe in ein paar Tage wieder eine OP und mitlerweilen schon etwas Angst, dass ich wieder kollabiere.Danke für eure Hilfe.

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          • Re: Synkope nach ambulanter OP


            Hallo Viktoria,

            in einigen anderen Beiträgen hatte ich schon ähnlich geantwortet; vielfach ist es allein "die Spritze", die bei manchen Patienten einen Kollaps hervorruft, es muß nicht unbedingt durch das verabreichte Medikament verursacht werden.
            Wenn Sie unsicher sind, stellen Sie sich für eine Untersuchung/Beratung bei Ihrem Hausarzt vor.

            Gruß F. V.

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            • Re: Synkope nach ambulanter OP


              Hallo Dr. Völkert!

              Danke für ihre Antwort. LG Viktoria

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