• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Schmerz-Pumpe

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Schmerz-Pumpe

    Hallo,
    ich weiß nicht ob ich hier im richtigen Forum bin,

    ich bin wegen chron. Schmerzen ( verschieden Bandscheibenvorfälle, Arthrose etc.) seit einigen Jahren in schmerztherapeutischer Behandlung.

    Nach etlichen Medikamenten, Infiltrationen, stationärer Schmerztherapie, und noch so einigen Therapien habe ich nun einen SCS- Stimulator ( Schmerzschrittmacher) bekommen.

    Aber leider gehöre ich zu den Patienten denen der Schrittmacher nicht hilft.

    Nun haben mir die Ärzte zu einer Morphin-Pumpe geraten, da ich mit den Medikamenten ( unter anderem auch Oxygesic und andere) auch nicht mehr zurecht komme.

    Nichts hilft mehr!

    Aber ich habe Angst vor der Morphin-Pumpe, ich kann aber nicht sagen warum!

    Kann mir jemand der diese Pumpe hat die Angst nehmen?


    Lieben Gruß

    Claudia


  • Re: Schmerz-Pumpe


    Hallo,

    bitte haben Sie noch 1-2 Tage Geduld, damit ich Ihnen ausführlich antworten kann.

    Gruß F. V.

    Kommentar


    • Re: Schmerz-Pumpe


      Hallo Claudia,

      nun endlich meine Antwort zu Ihrer Frage:

      Wenn Ihnen ein SCS-System ("Schmerzschrittmacher") nicht weiter hilft, wäre eine implantierte Schmerzpumpe tatsächlich eine Alternative.
      Hierzu wird dem Patienten ein dünner Katheter in den Spinalraum gelegt (dort, wo sich das Nervenwasser, der Liquor befindet) und an ein Pumpensystem angeschlossen. Die Punktionstechnik ist ähnlich der wie bei der Anlage eines "Schmerzschrittmachers". Die Pumpe wird dann im Unterhautgewebe der Bauchhaut fixiert. Es gibt elektronisch gesteuerte Pumpensysteme, aber auch wartungsfreie, die mit einer Gasdruckpumpe arbeiten. Bei beiden Systemen erfolgt die Füllung der Reservoire (Füllkammern) mittels besonderer Nadeln durch die Bauchhaut hindurch.
      Die Medikamentenfüllung (meistens Morphinabkömmlinge) erfolgt stets unter sterilen Bedingungen, so daß die Infektionsgefahr sehr gering ist. Die Punktion selbst wird von den Patienten nur wie ein kleiner Nadelstich wahrgenommen. Bei einem Füllvolumen von meistens 30 -35 ml erfolgt die Füllung 1 mal im Monat.
      Bei vielen Patienten läßt sich durch die Medikamentengabe in den Spinalraum die Menge der Schmerzmedikamente bei guter Wirkung deutlich reduzieren, was letztendlich auch eine Reduktion der Nebenwirkungen bedeutet.
      Eine Schmerzpumpe ist für viele Patienten der letzte Ausweg, wenn alle anderen schmerztherapeutischen Verfahren versagt haben.
      Ist bei Ihnen schon einmal eine Behandlung mit intravenös zu verabreichenden Lokalanästhetika versucht worden? Ich habe mit diesem Behandlungsverfahren bei vielen Patienten gute Erfolge erzielen können. Diese Behandlungsmethode ist fast nebenwirkungsfrei und hilft deutlich Medikamente einzusparen oder gar zu ersetzen.

      Herzliche Grüße F. V.

      Kommentar