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Vollnarkose und ihre evtl. Folgen ?

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  • Vollnarkose und ihre evtl. Folgen ?

    Als der Anästhesist einen Tag vor meiner OP (21.10.08) zum Aufklärungsgespräch kam, bin ich davon ausgegangen, das er bei der OP anwesend sein wird. Aus diesem Grund habe ich meine Ängste und Wünsche nicht schriftlich in den Fragebogen vermerkt sondern den Anästhesisten nur mündlich mitgeteilt. Der Hauptwunsch war, vor der Narkose Sauerstoff einatmen zu dürfen um selbst noch für eine gute Sauerstoffsättigung meines Blutes zu sorgen. Am anderen Morgen ist die OP um eine halbe Stunde vorverlegt wurden und ich musste mich plötzlich schnell vorbereiten. Den Grund dafür weiß ich nicht. Habe dann schnell noch die Prämedikation eingenommen welches so kurz vor der OP eigentlich unnötig oder vielleicht sogar ein Fehler war denn ich bin erst abends wieder wach geworden. Im OP angekommen begrüßte mich ein mir fremder Anästhesist. Ich bin davon ausgegangen, dass speziell meiner Ängste und Wünsche eine Übergabe stattgefunden hat. Er legte mir einen Zugang und ging wieder an einen Tisch und füllte ein Formular oder ähnliches aus. Plötzlich kam von hinten eine mir unbekannte Person, lagerte meinen Arm und ging wieder weg. Leider habe ich zu spät bemerkt, dass er auch schon das Narkosemittel gespritzt hat. Ich wollte noch reagieren und nach Sauerstoff verlangen aber es ging nicht mehr. Soviel ich weiß, kann man nach dem Einschlafen nicht mehr selbständig atmen und muss beatmet werden. Nun weiß ich nicht, wie lange ich ohne Sauerstoffversorgung bzw. Beatmung in Narkose gelegen habe, bis der Anästhesist Zeit für mich gehabt hat. Für mich war es unerträglich in Narkose versetzt zu werden und die Kontrolle von lebenswichtigen Körperfunktionen an eine mir fremde Personen ab zu geben bzw. an zu vertrauen die bei der Narkoseeinleitung noch gar keine Zeit für mich hatte und noch anderweitig beschäftigt war. Dieser Gedanke quält mich sehr, weil ich seit dem beschwerden habe, die ich vor der OP nicht hatte.
    1.) Sehr große Probleme mit meinem Kurzzeitgedächniss
    2.) Sehr oft Kopfschmerzen
    3.) Schwindelgefühl als hätte ich gerade eine Tramal genommen
    4.) Vermehrtes Schwitzen
    5.) Wortfindungsstörungen (dies ist sehr unangenehm und peinlich)
    6.) Sehr oft Müdigkeit bzw. Abgeschlagenheit
    Sind dies Nebenwirkungen einer schlecht durchgeführten Narkose ? In meinem Anästhesiebericht ist eine Frau aufgeführt. Bedeutet dies, dass durch die vorverlegte OP auch ein Anästhesistenwechsel stattgefunden hat ? Denn Bergüßt bzw. Vorgestellt hat sich bei mir ein Mann. Weiterhin steht in dem Bericht, dass mein Zustand bei Verlegung auf Station stabil, suffizient, wach, orientiert war. Dies kann auf keinen Fall der Wahrheit entsprechen da ich erst das Abendbrot bewusst wieder mitbekommen habe. Mein Bettnachbar hat mir bestätigt, dass ich noch sehr lange geschlafen und auf seine Fragen nicht reagiert habe. Aus dem Aufwachraum kann ich absolut nichts berichten. Nun stellt sich für mich die Frage, will oder darf man die lange Beeinträchtigung bzw. Somnolenz nicht zugeben auf Grund von Versäumnissen vor oder während der OP ? Ich hätte auch gerne mal gewusst, ob der Überwachungsmonitor einen Alarmton von sich gibt, wenn die Sauerstoffsättigung des Blutes in eine kritische Phase abfällt oder ob es alleine auf die Beobachtungsgabe bzw. Anwesenheit des Anästhesisten ankommt denn der hatte ja bei der Narkoseeinleitung noch gar keine Zeit für mich. Durch meine extreme Vergesslichkeit habe ich Angst, bald entlassen zu werden und dann Arbeitslos zu sein. Auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen.


  • Re: Vollnarkose und ihre evtl. Folgen ?


    Hallo,

    aus organisatorischen Gründen ist es oftmals nicht möglich, daß ein Patient vom gleichen Narkosearzt während des Eingriffes betreut wird, der auch die Aufklärung durchgeführt hat.
    Das ist zwar für den Patienten nicht unbedingt angenehm, leider häufig im Klinikbetrieb aber nicht anders darstellbar.
    Wenn nach Narkoseeinleitung die Spontanatmung des Patienten flacher wird und dann ganz aussetzt, erfolgt umgehend eine Maskenbeatmung; ich gehe einmal davon aus, daß dieses sich auch bei Ihnen so dargestellt hat. Die Maskenbeatmung wird von demjenigen durchgeführt, der am Kopfende des Patienten steht. Sie schildern ja, daß sich jemand von hinten genähert und das Schlafmittel gespritzt hat.
    Wenngleich unsere Patienten objektiv wach/erweckbar sind und man auch sinnvoll miteinander kommunizieren kann, fehlt vielen an diese Aufwachphase die Erinnerung. Das ist aus meiner Sicht nichts Ungewöhnliches, auch wenn Sie erst das Abendessen wieder bewußt erlebt haben. Auch weitere, durchaus auch tiefe Schlafphasen, sind nach einer "Vollnarkose"möglich.
    Während der Patientenüberwachung im OP und anschließend im
    Aufwachraum werden Herzschlag, EKG, Blutdruck und Sauerstoffsättgung kontinuierlich überwacht. Bei Unter-/Überschreiten bestimmter Richtwerte sollte es einen Monitoralarm geben.

    Gute Besserung für Sie!

    F. V.

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    • Re: Vollnarkose und ihre evtl. Folgen ?


      Vielen Dank für die Antwort. Ich habe mich sehr gefreut. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, gehen Sie davon aus, dass die Narkose nicht die Ursache für meinen momentanen Zustand ist sondern die Ursache evtl. woanders zu suchen ist und nur zufällig das gleiche Zeitfenster hatte. Es wäre sehr schön, wenn es sich bei mir genauso zugetragen hat, wie Sie beschrieben haben. Aber da gibt es für mich noch ein Problem. Die Pflegekraft-Anästhesie kam zwar von hinten, ist aber nicht wieder nach hinten gegangen, sondern zum Röntgengerät. Ich sollte nämlich vor der Bandscheiben OP noch geröntgt werden. Ich bin schon zweimal operiert worden. Da war es exakt so wie sie beschrieben haben. Es stand jemand an meinem Kopfende und hat mir Sauerstoff zum einatmen gegeben. Ein anderer hat mir das Schlafmittel gespritzt und der Operateur war auch schon anwesend. Aber diesesmal waren nur der Anästhesist und die Pflegekraft anwesend die aber nicht in meiner Nähe waren als ich das Bewustsein verlor. Man hat mir nach der OP auch bestätigt, dass es eigentlich so üblich ist, dass man vor der Narkose noch etwas Sauerstoff zum einatmen bekommt. Warum das in meinem Fall nicht so war, konnte man mir nicht sagen. Ich weiß nur noch, das die OP-Pflegekraft einen sehr gestressten Eindruck gemacht hat. Viele liebe Grüße Karli.

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      • Re: Vollnarkose und ihre evtl. Folgen ?


        [quote Karli89]Als der Anästhesist einen Tag vor meiner OP (21.10.08) zum Aufklärungsgespräch kam, bin ich davon ausgegangen, das er bei der OP anwesend sein wird. Aus diesem Grund habe ich meine Ängste und Wünsche nicht schriftlich in den Fragebogen vermerkt sondern den Anästhesisten nur mündlich mitgeteilt. Der Hauptwunsch war, vor der Narkose Sauerstoff einatmen zu dürfen um selbst noch für eine gute Sauerstoffsättigung meines Blutes zu sorgen. Am anderen Morgen ist die OP um eine halbe Stunde vorverlegt wurden und ich musste mich plötzlich schnell vorbereiten. Den Grund dafür weiß ich nicht. Habe dann schnell noch die Prämedikation eingenommen welches so kurz vor der OP eigentlich unnötig oder vielleicht sogar ein Fehler war denn ich bin erst abends wieder wach geworden. Im OP angekommen begrüßte mich ein mir fremder Anästhesist. Ich bin davon ausgegangen, dass speziell meiner Ängste und Wünsche eine Übergabe stattgefunden hat. Er legte mir einen Zugang und ging wieder an einen Tisch und füllte ein Formular oder ähnliches aus. Plötzlich kam von hinten eine mir unbekannte Person, lagerte meinen Arm und ging wieder weg. Leider habe ich zu spät bemerkt, dass er auch schon das Narkosemittel gespritzt hat. Ich wollte noch reagieren und nach Sauerstoff verlangen aber es ging nicht mehr. Soviel ich weiß, kann man nach dem Einschlafen nicht mehr selbständig atmen und muss beatmet werden. Nun weiß ich nicht, wie lange ich ohne Sauerstoffversorgung bzw. Beatmung in Narkose gelegen habe, bis der Anästhesist Zeit für mich gehabt hat. Für mich war es unerträglich in Narkose versetzt zu werden und die Kontrolle von lebenswichtigen Körperfunktionen an eine mir fremde Personen ab zu geben bzw. an zu vertrauen die bei der Narkoseeinleitung noch gar keine Zeit für mich hatte und noch anderweitig beschäftigt war. Dieser Gedanke quält mich sehr, weil ich seit dem beschwerden habe, die ich vor der OP nicht hatte.
        1.) Sehr große Probleme mit meinem Kurzzeitgedächniss
        2.) Sehr oft Kopfschmerzen
        3.) Schwindelgefühl als hätte ich gerade eine Tramal genommen
        4.) Vermehrtes Schwitzen
        5.) Wortfindungsstörungen (dies ist sehr unangenehm und peinlich)
        6.) Sehr oft Müdigkeit bzw. Abgeschlagenheit
        Sind dies Nebenwirkungen einer schlecht durchgeführten Narkose ? In meinem Anästhesiebericht ist eine Frau aufgeführt. Bedeutet dies, dass durch die vorverlegte OP auch ein Anästhesistenwechsel stattgefunden hat ? Denn Bergüßt bzw. Vorgestellt hat sich bei mir ein Mann. Weiterhin steht in dem Bericht, dass mein Zustand bei Verlegung auf Station stabil, suffizient, wach, orientiert war. Dies kann auf keinen Fall der Wahrheit entsprechen da ich erst das Abendbrot bewusst wieder mitbekommen habe. Mein Bettnachbar hat mir bestätigt, dass ich noch sehr lange geschlafen und auf seine Fragen nicht reagiert habe. Aus dem Aufwachraum kann ich absolut nichts berichten. Nun stellt sich für mich die Frage, will oder darf man die lange Beeinträchtigung bzw. Somnolenz nicht zugeben auf Grund von Versäumnissen vor oder während der OP ? Ich hätte auch gerne mal gewusst, ob der Überwachungsmonitor einen Alarmton von sich gibt, wenn die Sauerstoffsättigung des Blutes in eine kritische Phase abfällt oder ob es alleine auf die Beobachtungsgabe bzw. Anwesenheit des Anästhesisten ankommt denn der hatte ja bei der Narkoseeinleitung noch gar keine Zeit für mich. Durch meine extreme Vergesslichkeit habe ich Angst, bald entlassen zu werden und dann Arbeitslos zu sein. Auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen.[/quote]
        Das Krankenhaus in dem ich operiert wurde heißt : Evangelisches und Johaniter Klinikum Niederrhein Duisburg-Nord Fahrner Straße 133-135 - 47169 Duisburg

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        • Re: Vollnarkose und ihre evtl. Folgen ?


          Das Krankenhaus in dem ich operiert wurde heißt : Evangelisches und Johaniter Klinikum Niederrhein Duisburg-Nord Fahrner Straße 133-135 - 47169 Duisburg

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