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Narkoseprobleme

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  • Narkoseprobleme

    Hallo,

    ich hatte bis jetzt eine Vollnarkose und eine Sedierung. Beide waren grauenhaft.
    Bei der Vollnarkose (Blinddarmoperation) konnte man mich micht zum Einschlafen bringen. Ich war noch im OP-Raum hellwach, obwohl ich Mittel zur Narkoseeinleitung bekommen hatte. Dann bekam ich stärkere Mittel, bekam aber die Intubierung noch mit, war sehr unangenehm, tat aber nicht weh. Dann hörte ich mehrmals: Mehr ... geben (habe das Medikament nicht genau verstanden), dann war ich tatsächlich ziemlich weggetreten, wachte aber immer mal wieder auf, konnte mich auch etwas bewegen. Dadurch wusste man Gott sei Dank, dass ich nicht voll weggetreten war. So ging das die ganze Zeit der Operation: Ich bewegte mich, bekam mehr Narkosemittel, war weggetreten, wachte dann wieder auf, bekam wieder mehr Narkosemittel etc., hatte teilweise auch große Schmerzen, die waren aber irgendwie auszuhalten.
    Am Ende der OP bekam ich das Extubieren nicht mit, war aber sofort danach vollkommen hellwach und habe noch im OP-Raum mich mit den Ärzten unterhalten. Ich war überhaupt nicht schläfrig und habe gleich, als ich im Zimmer war, gelesen und Briefe geschrieben.

    Bei der Sedierung (Magenspiegelung) war es ähnlich, aber insgesamt viel schlimmer. Ich bekam Dormicum, und es tat sich gar nichts. Man gab mir mehr, ich merkte nichts. Ich bekam Propofol, keinerlei Schläfrigkeit, ich bekam mehr Propofol, immer noch keine Reaktion. Ich merkte nur, wie mein Herzschlag immer niedriger wurde. Dann hieß es: Atropin. Da wurde mein Herzschlag schneller, ich war die ganze Zeit gleichbleibend hellwach. Dann wurde die Magenspiegelung trotzdem durchgeführt. War extrem unangenehm. Dann kam das Schlimmste: Albträume. Ich meinte zu ersticken, schlug wild um mich, war kaum zu bändigen, hatte absolute Todes-Panik und war bei vollem Bewusstsein. Ich konnte ja nicht reden, habe dann versucht, mit Zeichensprache einzelne Buchstaben zu formen (LUFT), das hat man verstanden, sagte mir, ich bekäme genug Luft. Ich hörte, dass man mir noch mehr Narkosemittel geben wollte, das nützte auch nichts. Als alles vorbei war, hatte ich weitere Albträume und tobte auf der Liege so rum, dass ich runterfiel. Erst nach 8 (!) Stunden ließen die Albträume nach.

    Jetzt muss ich unbedingt wieder eine Magenspiegelung machen lassen. Wie kann man verhindern, dass so etwas wieder auftritt? Ich hatte bei der ersten Magenspiegelung dem Arzt von der Blinddarm-OP berichtet, es hat aber alles nichts genützt.
    Ich habe solche Panik, dass es noch einmal so schrecklich wird.

    Danke für jede Antwort.
    Franziska

  • Re: Narkoseprobleme


    Hallo Franziska,

    manchmal ist es so, daß einige Patienten einen deutlich erhöhten Narkotikabedarf haben, ohne daß es eine spezifische Erklärung dafür gibt. Anstatt eine Sedierung nur mit einer Substanz allein durchzuführen, empfiehlt es sich in solchen Fällen, 2 oder auch 3 Substanzen miteinander zu kombinieren. Ich empfehle Ihnen, in Kenntnis der Problematik eine erneute Magenspiegelung in einer Klinik durchführen zu lassen, wo auch ein Narkosearzt zur Verfügung steht.

    Gruß F. V.

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    • Re: Narkoseprobleme


      Sehr geehrter Herr Dr Völkert,

      vielen Dank für Ihre Antwort.
      Selbstverständlich werde ich die zweite Magenspiegelung in einer Klinik machen lassen. Die erste Magenspiegelung habe ich auch in einer Klinik machen lassen und den Arzt genau über meine Erfahrungen mit der Narkose bei der Blinddarmoperation informiert. Trotzdem war die Sedierung so entsetzlich! Wir haben nur eine Klinik vor Ort, also müsste ich die Sedierung in derselben Klinik und bei demselben Arzt machen lassen. Es ist dort nur ein Arzt der die Magenspiegelungen durchführt.
      Das Schlimmste sind die Albträume und die Panik. Gibt es Sedierungsmittel, die nicht zu Albträumen und Todes-Panik während des Eingriffs und danach führen?

      Vielen Dank im Voraus.

      Franziska.

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