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Depression nach Vollnarkose

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  • Re: Depression nach Vollnarkose


    sehr geehrter herr. dr. volkert,
    vielen dank für die antwort. ich stimme ihnen in allen punkten zu. da es mir gestern nicht gut ging, kann ich ihnen erst heute antworten. immer wenn ich mich mit diesen thema befassen muss bekomme ich plötzlich angstgefühle, schweißausbrüche und ich habe das gefühl, dass mein herz gleich aus meiner brust springt. meistens läuft alles noch einmal wie ein film vor mir ab. ich hatte beim prämedikationsgespräch meine ängste geschildert und darum gebeten VOR der narkose ausreichend sauerstoff einatmen zu dürfen. auch sollte meine narkose so flach wie möglich sein und ich erst dann auf station verlegt werden wenn ich wieder vollkommen wach bin. leider bin ich erst am späten abend mit starken kopfschmerzen wach geworden. das war bei meinen anderen operationen nicht so. dort fanden auch meine ängste und bedenken ausreichend berücksichtigung. liegt der grund vielleicht darin, dass meine op 40 min. vorverlegt wurde und alles plötzlich ganz schnell gehen musste? die anästhesistin frau s. die mich narkotisiert hat, sagte mir "ja mit ihnen haben wir im op unseren spaß gehabt". auf nachfrage wollte sie mir aber nicht antworten und verließ plötzlich schnell das krankenzimmer mit der bemerkung es wäre alles normal gewesen. ein RR von 75/40 über 30 min. ist für mich nicht normal denn man kann mit med. dagegensteuern. ich überlege oft stundenlang, welchen spaß sie wohl mit mir gehabt hat? kann es sein, dass sich alle über anatomische besonderheiten meines körpers lustig gemacht haben? oder habe ich phantasiert? eine anästhesieschwester hat mir mal erzählt, dass es hin und wieder vorkommt, dass man über einen patienten der in narkose liegt den ein oder anderen scherz macht. für mich steht fest, diese narkose war alles andere als normal. danke für den hinweis. ich werde es mal mit einer schlichtungsstelle probieren in der hoffnung, dass diese neutral an die sache herangeht. mit freundlichen grüßen karli.

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    • Re: Depression nach Vollnarkose


      hallo, das kenne ich auch -nach 6 OP seit 2007 mit Vollnarkosen davon die ersten drei mit Nachwirkungen wie bei meinen Schwangerschaften (Gewichtsverlust ca 10 kg, Depression,...) und nach meinen deutlichen Einwänden und einer wahrscheinlichen Umstellung der Narkosemittel bei den nachfolgenden 3 Vollnarkosen die bis dahin mir bekannten Nebenwirkungen wie kurzzeitige Kopfschmerzen die nach einer Nacht dann vergessen waren -was hast du denn bis jetzt erreicht bzw. hast du eine Stelle gefunden, die sich damit beschäftigt -ich meine mit den Zusammenhängen?

      lg

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      • Re: Depression nach Vollnarkose


        Hallo, es gibt einige Studien aus den USA wo mittlerweile nicht mehr abgestritten wird, dass Narkosen und Chemotherapie Gedächtnisstörungen verursachen und sogar Alzheimer auslösen können. Dies wurde auch schon in der Plattform DocCheck behandelt. Aber in Deutschland wird dies noch konsequent abgestritten. Warum kann man sich ja denken. KH kämpfen ums Überleben und die Pharmaindustie bekommt den Hals nicht voll genug. Wenn sich nicht mehr jeder bedenkenlos operieren lassen würde wäre das ein Todesurteil für viele KH. Ich habe meine Krankenkasse um Unterstützung bebeten weil sie ja die Fehlleistung bezahlen musste. Sie hat aber bedenkenlos bezahlt. Ich habe dann auf ein med. Gutachten bestanden. Dies hat sie dann auch in Auftrag gegeben. Aber der Professor ich darf leider keinen Namen nennen stand voll auf der Seite des KH. Da ich beweisen konnte, dass in meinem Narkoseprotokoll widersprüchliche Angaben gemacht wurden habe ich bei der Ärztekammer ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben. Dies dauert aber bis ende 2013 laut Aussage. Wenn dieser Gutachter auch wieder der anderen Krähe kein Auge aushacken will, bleibt nur noch der Weg an die Öffentlichkeit oder noch einiges andere. Die Wut wächst von Tag zu Tag weil man sich so hilflos vorkommt. Das KH mauert und der Krankenkasse ist es egal. Viele liebe Grüße!

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        • Re: Depression nach Vollnarkose


          Hallo Yves,

          ich möchte mich mal herzlich bei Dir bedanken, Dein Artikel war sehr aufschlussreich, auch wenn ich ihn erst jetzt gelesen habe, an den Spiegel-Artikel komme ich wohl leider nicht mehr ran, aber ich versuchs, ich selber habe auch Serotonin-Wideraufnahmehemmer genommen und zwar Citalopram, bin auch froh, dass es bei mir angeschlagen hat. Es geht mir gut. Aber ich hatte ja auch schon lange keine OP mehr. (:-))

          LG Kerstin

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          • Re: Depression nach Vollnarkose


            Hallo Finkendorf,

            entschuldige dass ich mich erst jetzt melde, ich hatte lange nicht hier ins Forum geschaut, bin auch nicht benachrichtigt worden, dass hier so viele was zum Thema geschrieben haben.
            Ich habe Serotonin-Wiederaufnahmehemmer genommen (Citalopram), haben mir sehr gut geholfen und ich bin wieder die Alte. Allerdings ging es mir richtig dreckig am Beginn der Einnahme, das hielt so 2 Wochen an und wurde dann besser.

            LG Kerstin

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            • Re: Depression nach Vollnarkose


              Hallo,

              war ja nun lange nicht mehr in dem Forum, leider, sonst hätte ich gesehen was Du schreibst, ich kenne diese Leidensgeschichte und hoffe dass es Dir nun besser geht, ich habe heute schon auf 2 Reaktionen geschrieben, schau es Dir mal an, vielleicht hilft es weiter wenn es noch nicht viél besser geht.

              LG Kerstin

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              • Re: Depression nach Vollnarkose


                naja erreicht habe ich soviel, dass ich zu einem anderen Neurologen gegangen bin und der mir glaubte und sagte "Es gibt nichts, was es nicht gibt" und mir dann Citalopram verschrieben hat. Das hat mich am Anfang ganz schön runter gezogen, da sich die Depressionen sehr verstärkt haben, aber nach ca: 2 Wochen ging es mir besser. Mir geht es nun schon lange ziemlich gut. Ich habe mir im Internet viele Studien durchgelesen und bin auch wie meine "Vorschreiber" der Meinung dass es was mit den Botenstoffen im Gehirn zu tun hat. Genauer gesagt mit dem Serotonin, deshalb auch die Tabletten. So richtig helfen kann da wohl keiner, da die meisten Ärzte das Problem nicht einordnen können, aber für mich war wichtig, das mir einer geglaubt hat und er meinte auch dass wir vor einer anstehenden OP schon vorbeugen müssten//könnten.

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                • Re: Depression nach Vollnarkose


                  Hallo,

                  möchte ich da auch gerne mal zu Wort melden. Vor 2 Jahren eine HNO OP mit Vollnarkose. Danach mittelschwere Depression, Konzentrationsprobleme und Gedächtnisprobleme. Nach ca. 9 Monaten vorbei. Überstanden mit Johanniskraut und Therapie.
                  Nun vor 8 Wochen Leistenbruch OP mit Vollnarkose. 3 Wochen schlapp, danach wieder Depressionen. Dank Vorerfahrung und Tryptochron nun eher gestoppt und momentan noch leicht vorhanden, aber lange nicht so schlimm wie vor 2 Jahren. Ich bin SICHER das dies von der Vollnarkose gekommen ist. Warum und weswegen ist mir eigentlich mittlerweile ziemlich egal. Fakt ist das ich in meinem Leben einer Vollnarkose nur noch im absoluten Notfall zustimme. Meine Familie und ich müssen sowas nicht nochmal, oder immer wieder erleiden! Mich würde interessieren wie lange die Depression bei euch dann gedauert hat?

                  Tipps die ich geben kann: Nicht von negativen Gedanken leiten lassen, aktiv bleiben, Sport treiben soweit möglich, nicht jammern und hängen lassen so schwer es auch ist!

                  Allen den das passiert, durchhalten und durchgehen, es geht vorbei auch wenn es im akut Stadium kaum zu glauben ist !!!

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                  • Re: Depression nach Vollnarkose


                    Hallo,

                    ja ich glaube Dir das Du keine Narkose mehr haben willst bzw. muss man, wenn man weiß das man anfällig darauf ist irgendwie vorsorgen. Mir ist das momentan auch wieder passiert, ich hatte eine Magen-Darm-Spiegelung und habe Diazepam gespritzt bekommen, sodass ich weg war. Die ganze Zeit war nix , aber seit 2 Wochen geht es mir wieder nicht gut. Ich hoffe mein Arzt bei dem ich nächste Woche einen Termin habe kann mir helfen. Halte mich mit Johanneskraut hoch, habe auch ab und zu ein Glücksgefühl, aber es hält sich in Grenzen, das Negative überwiegt, aber ich kämpfe. Hoffe es geht Euch sonst allen gut!!!

                    LG Kerstin

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                    • Re: Depression nach Vollnarkose


                      Hallo an Alle

                      Ich nehme wegen Depressionen regelmäßig Cipralex.
                      Wenn ich vor einer Narkose stehen sollte, will ich die Dosis in Absprache mit meiner Neurologin erhöhen.

                      MfG
                      Finkendorf

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                      • Re: Depression nach Vollnarkose-An den Arzt !


                        Sehr geehrter Dr.,

                        wie sehen Sie das, wenn ich zur Vorbeugung einer depressiven Phase, vor einer Narkose das Cipralex erhöhe ?
                        Fest steht, ich muß etwas vorbeugend tun, denn ich möchte nicht wieder in eine Episode rutschen.
                        Z.Zt. nehme ich 20mg Cipralex täglich.
                        Bin 66 Jahre alt.

                        Danke

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                        • Re: Depression nach Vollnarkose


                          Hallo,

                          das ist eine gute Frage von Finkendorf. Bei mir ist momentan wieder der gleiche Schlamassel eingetreten wie schon 4x, allerdings nach einer Magen-Darm-Spiegelung, die ich vor ca. einem 3/4 Jahr hatte. Weiß nun auch nicht weiter, bin schon verzweifelt, weil ich denke dass das wieder durch die kleine Kurznakkose kommt. Habe in meinem Leben 4x eine Narkose bekommen und immer nach o.g. Zeitraum Depressionen, Panikatacken, Ängste bekommen. Nehme wieder Citalopram und bin auf dem Wege der Besserung. Irgendwas spielt in meinem Gehirn verrückt, nach einem bestimmten Zeitraum, kann mir das nicht erklären. Da ja immer mal wieder eine Narkose anstehen wird, möchte ich auch gerne wissen, wie man da vorbeugen, bzw. nachsorgen kann.

                          LG Osaka

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                          • Re: Depression nach Vollnarkose


                            Ja, "Osak",

                            nun warten wir auf eine Antwort von dem Forum-Arzt.

                            Citalopram , bzw. Cipralex greift ja auch in den Hirnstoffwechsel ein.
                            Narkosemittel und der Wirkstoff von o.g. Antidepressiva - wie wirken die gemeinsam?

                            Ein interessantes Thema.
                            Deshalb hoffe ich auch, daß Dr. Völkert sich damit beschäftigt und uns antwortet.

                            Kommentar


                            • Re: Depression nach Vollnarkose


                              Hallo,

                              da ich auch betroffen bin, möchte ich mich hier kurz melden. Das Kind hat inzwischen einen Namen: Postoperatives Delir. In Großkliniken wie der Charitee in Berlin und dem UKE in Hamburg laufen inzwischen Studien dazu.

                              TV-Beitrag zum Thema z.B. hier:
                              http ://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_reportage/videos/diereportage457.html

                              Ich selbst bin nach einer (leider auch noch nicht zwingend notwendigen) vierstündigen OP vor zwei Jahren mit Angst aufgewacht. Angst, Angst, Angst. Ich bestand zu 100 % aus Angst. Es gab KEIN anderes Gefühl. Vorher hatte ich keinerlei bekannte, psychische Beschwerden. Diese 100%ige Angst ließ nach ca. 36 Stunden gottlob ein wenig nach. ABER...

                              ... ich bin bis zum heutigen Tag nicht mehr die, die ich mal war. Ich habe Depressionen, ich habe extreme Konzentrationsprobleme, mein Gedächtnis funktioniert in keinem Vergleich zu früher etc.. Ich arbeite in einem krativen Beruf und bin eigentlich nicht mehr wirklich arbeitsfähig. mogele mich so durch.
                              Mein Vater hat eine beginnende Demenz, und ich stelle auffallend viele Parallelen fest.
                              Ich könnte heulen. Über die Situation, und weil ich eh ständig und bei allem heule.

                              Ich nehme seit zwei Jahren mit großem Widerwillen Psychopharmaka. Ich habe 22 Kilo zugenommen. Die Pillen helfen nur bedingt. Und was das Schlimmste ist: Ich habe in Zukunft wieder diverse OP's (Zahn/Kiefer) und panische Angst vor den Folgen. Natürlich stimme ich keiner Vollnarkose mehr zu, obwohl das z.T. wirklich schlimme Schmerzen bedeuten wird.

                              Aber ich habe auch Angst vor der Lokalanästhesie. Wer weiß, was die bei jemandem macht, der schon angeschlagen ist (und zudem noch COPD hat)?

                              Ich wünsche mirt fast jeden Tag, wenigstens für einige Stunden täglich wieder ganz "die Alte" sein zu können. Seit der 4-Std-Narkose bin ich einfach nicht mehr ich.

                              Leider hilft meine Erfahrung keinem weiter, ich weiß. Aber vielleicht bewahrt es ja jemanden davor, einer nicht zwingend nötigen Vollnarkose zuzustimmen.

                              Alles Gute Euch allen!
                              Kassie

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                              • Re: Depression nach Vollnarkose


                                In 4 Stunden kann ein Anästhesist schon mal unkonzentriert werden. Meistens kommt es zu einem Sauerstoffmangel in Folge eines RR-Abfalls. Wenn dann noch die Narkose zu tief bzw. falsch dosiert wurde, kommt es zu diesen Symptomen. Das gibt aber keiner zu. Es werden meistens andere Gründe dafür genannt damit keiner Schuldgefühle bekommt und sich die Patienten weiter zahlreich operieren lassen. Darum ist es enorm wichtig, dass der Anästhesist schon viel Erfahrung hat mit der Dosierung der Medikamente. Leider war meine Narkose auch überdosiert. Ohne Einkaufszettel kann ich nicht mehr einkaufen.

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                                • Re: Depression nach Vollnarkose


                                  Ich stehe ständig irgendwo, und weiß nicht mehr, wo ich hin wollte, was ich tun wollte etc. Im Supermarkt überfordert mich das Angebot. Nach kürzester Zeit irgeneines Konzentrationsversuchs bin ich müde und schlaf auf der Stelle ein. Man kann es gar nicht alles aufzählen, all diese Einschränkungen! Ich sage immer: Wenn ich so geboren wäre, wär' ich heute in einem Heim oder obdachlos. Man kriegt ja nichts auf die Reihe. Und dann noch die Depressionen mit all ihren Folgen. *heul*

                                  Und, nein, ein Anästhesist gibt hier nichts zu. Ich fürchte sogar, manchen ist die Problematik gar nicht voll bewusst. Ob er Fehler gemacht hat (in 4 Std. 40 Min) sei mal dahin gestellt. Die Zeit ist einfach viel zu lang, um alle Körperfunktionen "normal" genug laufen zu lassen.

                                  Als ich dem Anästhesisten nach dem Aufwachen hilflos anstammelte: "Ich habe ANGST!", sah er mich völlig verständnislos an und sagte: "Sowas hab ich noch nie gehört." Und dann machte er Feierabend.

                                  Ich habe bis vor ca. drei Monaten geglaubt, meine Probleme rührten vom Rauchstopp, der etwa zeitgleich griff. Erst seit ich den NDR-Beitrag kenne, weiß ich, was wirklich mit mir los ist.

                                  Ich nehme seit geraumer Zeit homöoathische Mittel. Die scheinen meine Konzentrationsfähigkeit ein wenig zu verbessern.

                                  Wie geht es Dir denn?

                                  LG Kassie

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                                  • Re: Depression nach Vollnarkose


                                    Hallo,

                                    das mit der Vergesslichkeit und Konzentration hatte ich auch jedesmal. Ist allerdings nach 12 Monaten deutlich besser geworden und nach insgesamt 18 komplett wieder verschwunden.
                                    Aus der Depression muss man selber raus.....

                                    Kommentar


                                    • Re: Depression nach Vollnarkose


                                      Hallo, ich melde mich am, weil das ursprüngliche Thema von mir kam.

                                      Was ich von Kassi gehört habe, daß der Narkosearzt völlig verständnislos war, das ist ja schon die Regel.
                                      Man könnte meinen, die Ärzte bilden sich nicht weiter.
                                      Wir vom Forum tun gut daran, Betroffene aufzuklären.

                                      Ich hätte auch wieder Angst vor einer Narkose.
                                      Aber: Ich habe in meiner Krankenhaustasche Beruhigungsmittel deponiert.
                                      Wenigstens kann ich mir dann selbst helfen.
                                      Bis bald Finkendorf

                                      Kommentar


                                      • Re: Depression nach Vollnarkose


                                        Das der Arzt so etwas noch nie gehört hat ist unverschämt oder er ist ein Betrüger der gar kein Arzt ist. Das weiß mittlerweile jeder Laie was Narkosemedikamente und Sauerstoffmangel anrichten. Aber welcher Arzt hört schon gern in einer Fernsehsendung, dass es gerade bei der Narkose um Fingerspitzengefühl geht. Der Eine hat es und der Andere eben nicht. Alle Anästhesisten und Chirurgen aber vor allen die KH haben große Angst, dass dieses Thema noch stärker in den Medien angesprochen wird. Wenn sich nur noch jeder zweite operieren lässt (denn viele OP’s sind überflüssig) schreiben die KH rote Zahlen und die Ärzte müssen zum Sozialamt gehen. Das möchte natürlich keiner. Darum nach wie vor erst einmal abstreiten und sich dumm stellen.

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                                        • Re: Depression nach Vollnarkose


                                          Ja, Karli89, ich bin ganz Ihrer Meinung. Aber so funktioniert es fast überall.
                                          Profit ist das Zauberwort.

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                                          • Re: Depression nach Vollnarkose


                                            da auch ich einen narkoseschaden erlitten habe frage ich mich oft, wie lange die anästhesisten noch glauben die patienten anlügen bzw. für blöd verkaufen können? zum glück leben wir nicht mehr in den 60er jahren wo es noch die götter in weiß waren. Für uns laien ist das internet ein segen. so können wir uns informieren und auch fachkenntnisse aneignen so dass man uns nicht mehr äpfel als birnen verkaufen kann. ZUM GLÜCK!! meine anästhesistin hat in ihrer stellungnahme eiskalt gelogen und dinge behauptet die nicht stimmen. so hat sie unter anderen behauptet, sie habe mich im op begrüßt. eine frau habe ich im vorbereitungsraum nicht gesehen. den zugang hat mir ein mann gelegt, der aber im anschluss gegangen ist. der anästhesiepfleger hat mir dann 400mg trapanal injiziert und ist auch wieder weggegangen. Ich bin eingeschlafen und keiner stand neben mir. ich bezeichne dies als fahrlässig. was wäre gewesen, wenn ich allergisch auf trapanal reagiert hätte? vielleicht war es ja auch so. irgendwo muss mein narkoseschaden ja herkommen. wenn ein mann im narkoseprotokoll gestanden hätte, wäre der schwindel noch nicht mal aufgeflogen, denn namen merke ich mir meistens nicht.

                                            Kommentar


                                            • Re: Depression nach Vollnarkose


                                              Hallo Kassie,

                                              ich weiß genau, wie Du Dich fühlst. Bei mir waren die Symptome ja auch wieder da, allerdings nach einer stinknormalen Betäubung zur Magen-Darm-Spiegelung, ich hätte das niemals für möglich gehalten. Ich wurde einmal mehr belächelt und es hieß sowas gibt es nicht, dass man davon Depris bekommt, allerdings ist es bei mir immer in Zusammenhang mit irgendwelchen Eingriffen. Bin froh, dass es wieder vorbei ist, ich habe mir wieder mit Citalopram helfen lassen können und die setze ich jetzt auch nicht wieder auf Null, weil ich im Herbst wieder eine Magen-Darm-Spiegelung bekomme. Vielen Dank für den Beitrag, bin noch nicht dazu gekommen, aber schau ihn mir natürlich an. Ich hoffe dass es Dir bald besser geht. Was nimmst Du denn für Medikamente? Ich weiß garnicht was los ist, heute am Sonntag haben viele Leute auf dieses Thema geantwortet.

                                              LG Kerstin

                                              Kommentar


                                              • Re: Depression nach Vollnarkose


                                                Hallo Kerstin,

                                                schau Dir den TV-Beitrag mal an, vielleicht kann er irgendwie helfen!

                                                Ich hatte einige Monate vor besagter OP auch eine Magenspiegelung mit einer kurzen Narkose. Die hab ich wunderbar und ohne Probleme überstanden. Ich denke, dass in meinem Fall auch eine Rolle spielte, dass ich weit über vier Stunden in Vollnarkose war.

                                                Ich wünschte sehr, ich könnte gegen den Anästhesisten etwas unternehmen. Aber natürlich gibt es da absolut keinen Weg.

                                                Ich hatte, als mein Zustand unerträglich bzw. berufsschädigend wurde (ich heulte im Gespräch mit Auftraggebern), erst Cipramil genommen, die aber nicht halfen. Dann Venlafaxin - da konnte man zugucken, wie ich zunahm. Und zuletzt nahm ich Fluoxetin. Momentan - fast genau zwei Jahre nach der OP - bin ich gerade am Ausschleichen. Ich möchte einfach versuchen, wieder ohne Psychopillen zu leben, in der Hoffnung, mich irgendwann mal wieder "wie ich" zu fühlen.

                                                Musst Du zu einer Magen- oder zu einer Darmspiegelung? Und... warum machst Du es nicht ohne Vollnarkose? Ist doch gut machbar. Ich hab's, wie erwähnt, früher auch lieber mit Vollnarkose machen lassen Mit dem Wissen von heute würde ich das aber nicht wieder tun. Schon mal drüber nachgedacht?

                                                Viele Grüße
                                                Kassie

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                                                • Re: Depression nach Vollnarkose


                                                  Hallo Kassie,

                                                  ich hab wahrscheinlich nur ein Darmspiegelung. Ich werde versuchen das alles ohne Narkose hinter mich zu bringen, die kurze Zeit werde ich schon aushalten. Habe mir den Fernsehbericht anschauen wollen, aber leider nicht finden können. Schade, aber es glaubt mir sowieso keiner von den Psycho-Ärzten, aber ich weiß jetzt wie ich damit umgehen muss. Ich denke Citalopram hilft mir super und ich werde es auch nicht absetzen, nehme nur noch 10mg. Momentan gehts mir nämlich ziemlich gut.

                                                  Liebe Grüße Kerstin

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                                                  • Re: Depression nach Vollnarkose


                                                    Hi Kerstin,

                                                    ich würde es an Deiner Stelle in jedem Fall OHNE Vollnarkose versuchen. Ich hab gerade zwei Zahnimplantate unter lokaler Betäubung bekommen und es war weit weniger schlimm als ich gedacht hätte!

                                                    Der TV-Beitrag ist immer noch da:
                                                    http://www.ndr.de/fernsehen/sendunge...isite6675.html

                                                    Hier gibts auch noch Infos (für Ärzte ):
                                                    http://www.springermedizin.de/langze...rs/662918.html

                                                    Und falls die Links nicht gehen sollten, gib bei Google einfach "postoperatives Delir" ein, ggf. mit NDR Mediathek dazu. Dann findet es sich schon.

                                                    Wünsch Dir für die Darmspiegelung alles Gute!

                                                    Liebe Grüße
                                                    Kassie

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