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Meningitis

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  • Meningitis

    Hallo, ich brauche einen Rat.
    Meine Tochter hatte vor 7 Jahren, da war sie 5, ziemlich stark die Windpocken. Vor ca.3 Monaten hatte sie manchmal leichte Kopfschmerzen,vor ca. 4 Wochen klagte täglich sie über starke Kopfschmerzen, die von 3 Ärzten als Migräne abgehandelt wurden. Zwei Wochen später kamen dann starke Ohren und Halsschmerzen dazu und weitere 3 Tage später, eine Parese (Gesichtslähmung) auf der linken Seite. Aufgrund dieser Symtome würde sie sofort ins Krankenhaus eingewiesen. Es wurde nach diversen Untersuchung u.a. einer Hirnwasseruntersuchung eine Hirnhautentzündung aufgrund der Windpocken festgestellt. SIe ist dann ca. 8 Tage mit Zovirax behandelt worden. Seit letztem Freitag ist sie wieder zu Hause. Der Windpockenvirus soll weg sein, die Gesichtslähmung ist geblieben. Man schickte uns mit den Worten nach Hause, sie soll sich die nächsten Wochen nicht überanstrengen, wir sollen spezielle Gesichtsübungen machen usw,usw. Wir waren dann heute beim Kinderarzt, der uns eigentlich das gleiche sagte, es gab zwar ein Rezept für Krankengymnastik, aber schlauer sind wir auch nicht.
    Nächste Woche fängt die Schule wieder an. Auf die Frag, ob sie hin kann, kam nur, dass wir das selber entscheiden müssen. Wir sollen sie aber nicht überfordern. Was sollen wir tun ? Sie muss den Unterrichtsstoff der letzten 3 Monate nachholen, da sie aufgrung ihrer Erkrankung auf null gestuft wurde und die Zensuren (waren nur 5en und 6en aufgrund der Konzentrationsschwäche) die Versetzung gefährden würden. Wir haben uns schon bei Nachhilfeschuken erkundigt, das würde aber logischerweise die nächsten Wochen purer Stress bedeuten. War schon mal jemand in der gleichen Situation ? Wie lange braucht meine Tochter Ruhe ?


  • RE: Meningitis


    Hallo Tabea!Wenn die Ärzte gesagt haben,sie sollte sich nicht Überanstengen,dann sollte Eure Tochter das auch auf keinen Fall tun!(Vor allem nicht Körperlich)Ich bin zwar Männlich,und auch schon 35 Jahre alt,aber als ich vor ca.5 Monaten eine virale Meningitis hatte,habe ich mich 2 Monate völlig Geschont,und als es dann ein bischen besser wurde(hatte keine Kopfschmerzen mehr,und fühlte mich nicht mehr so Müde und Schlapp),habe ich dann langsam wieder versucht,Körperlich zu Arbeiten,und etwas Sport zu treiben(Jogging).Als ich danach Müde war,habe ich gedacht,das sei normal,und es wird schon wieder.Und das war mein Fehler!!!Nach ca.2 Wochen,ging dann bei mir bis einschliesslich heute gar nichts mehr!Kriege noch nicht mal einen Blumentopf,oder eine Einkaufstüte hoch,ohne dabei sofort danach am ganzen Körper zu Zittern.Habe mich dann noch mal Neurologisch Untersuchen lassen.Die Ärzte meinten,dass sei alles Überanstrengung!Und jetzt Dauert bei mir alles natürlich noch Länger.Deshalb Empfehle ich Euch,Eure Tochter zu schonen,und wenn es ihr etwas besser geht,klein Anfangen,und dann langsam,Steigern.Dann jeden Tag ein bischen mehr.L.G.,Conny33

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    • RE: Meningitis


      Hallo,

      Entzündungen durch Viren wie Herpes- und Windpockenviren machen typischerweise eine Enzephalitis (Gehirnentzündung). Es sind also nicht nur die Hirnhäute betroffen (wie bei der Meningitis) sonderen auch die Nervenzellen des Gehirns und teilweise auch Nerven wie die Nerven der Gesichtsmuskulatur. Die Folgen einer Enzephalitis wie Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Müdigkeit oder die Gesichtslähmung können oft länger anhalten. Meistens bilden die Probleme sich aber mit der Zeit zurück, dies kann aber unterschiedlich lange anhalten. So ist leider keine eindeutige Antwort möglich, wie lange die Beschwerden andauern und wie ausgeprägt die Kinder in Schule und Lebensalltag beeinträchtigt sind, da dies bei jedem Kind unterschiedlich ist. Ich denke, das man sich wirklich nach dem Kind richten muss und wenn man merkt, dass die Belastungen zu gross sind, sollte man diese zurücknehmen. Dies gilt insbesondere auch für die Ansprüche an die Schule.

      Viele Grüße,

      A. Mitschke

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