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Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?

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  • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?

    Hallo zusammen, Ich bin heute eher zufaellig auf dieses forum gestosswn... Mal wieder einer meiner forschungstage an denen ich im internet nach einem grund fuer meine schlechte phase gesucht habe. Zu mir: Ich bin in 1997 an meningoenzephalitis erkrankt, damals durch zeckenbiss oder schlecht gelaufene passivimpfung. War gute 4 tage im koma (teils wachkoma) und die aerzte haben auch zu meinen eltern gemeint ich hatte noch 6h und wenn sie es nicht gefunden haetten dann... Ich habe eine weile gebraucht wieder zurueck ins leben zu kommen... Habe immer gedacht ich habe mich komplett erholt, aber im jahre 2006 habe ich ploetzlich extrem sinnleere und depressive phasen bekommen. Es hat angefangen mit 1 monat schlecht, 3 tage ok, 1 monat schlecht. Mittlerweile eher 1-3 monate schlecht, 3-4 monate gut. Also ja, es tut sich was. Trotzdem ist jede phase immer komplett aussichtslos und eigentlich denke ich dann immer die aerzte haetten noch so gut 6 stunden warten sollen, dann muesste ich dss nicht mehr mit machen. Durch das forum sehe ich jetzt immerhin dass es anderen auch so geht und ich es wohl akzeotieren muss. Mehr geht eh nicht da mir komplett der antrieb fehlt. Ich lebe die schlechten tage immer ab und verlasse mich erstmal weiter auf meine schauspielkuenste so dass im buero keiner was merkt. Ich glaube es gibt hier keine spezialisten. Jeder fall ist anders. Wie weiter machen? Abwarten??

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    • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?

      Hallo, vor drei Jahren hatte ich eine virale Meningitis. Ich empfand es damals gar nicht so schlimm im Krankenhaus aber als ich zu Hause war konnte ich einfach nicht glauben, dass die Krankheit so vieles verändert hat in meinem Leben. Vor allem kann ich nicht glauben , dass ich auch jetzt nach so langer Zeit noch öfter Beschwerden wie Druck im Kopf und auf den Augen habe außerdem Schwindelattacken. Kann das wirklich noch von der Krankheit kommen? Kennt das jemand? Ich bin auch total wetterfühlig, als ob das Narben wären,

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      • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?

        Hey Leute, hab hier grad ein Artikel gefunden der mich ein wenig beunruhigt... ist da was wares dran?
        Gibt heute schon viel zu viele Erreger die den Müll verbreiten...

        http://westfalen-news.com/mehr-krank...h-klimawandel/

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        • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?

          Hallo,

          ich habe vor ca. 1 Monat die schwerste Erkrankung meines Lebens überstanden. Bei mir wurde vor 6 Wochen eine virale Meningitis, ausgelöst durch eine Gürtelrose (Zoster Meningitis) festgestellt. Das sind Herpes viren, die im Körper nach Feuchplattern/Windpocken verbleiben und durch Stress oder ein schwaches Immunsystem reaktiviert werden. Sowas tritt normalerweise ab 50 auf. in ganz seltenen Fällen befallen die Herpesviren auch die Hirnhaut. Ich hatte leider dieses Riesenpech. Dazu will ich erwähnen, dass ich 36j alt bin, 2-3 x pro Woche Sport mache, kaum krank werde und auch sonst immer sehr gute Blut/Körperwerte habe.

          Ich hatte das Glück, dass meine Hautärztin die Gürtelrose schnell erkannte (nach ca. 3-4 Tagen) und mir antivirale Tabletten verschrieb. Nach 3 Tagen habe ich sie dann nochmals kontaktiert wegen starker Kopfschmerzen und wurde auch gleich am nächsten Tag ins KH zur neurologischen Abklärung überwiesen. Dort wurde dann durch eine Lumbalpunktion (nach vorheriger CTG) ein Entzündungswert von 885 festgestellt. (normalerwert bewegt sich zwischen 0-12). Ich bekam dann 3xpro Tag für 10 Tage eine antivirale Infusion, jeden Tag Blutbild kontrolle und habe auch Schmerztabletten 3xpro Tag genommen. Nach 10 Tagen dann Kontrollpuktion und der Wert war runter auf 75. Am nächsten Tag fingen die Kopfschmerzen wieder an, relativ stark - der behandelnde Arzt meinte ich soll wieder 4 weitere Tage infusionen bekommen. Am nächsten Tag meinte ein anderer Arzt, dass die Kopfschmerzen wahrscheinlich durch die Lumbalpunktion ausgelöst wurden, ich soll aber weiterhin die Infiusion bekommen. Nach insgesamt 15 Tageh wurde ich aus dem KH entlassen. Ich solle mich noch 10 Tage schonen, was ich auch tat. In dieser Zeit erledigte ich bis auf kleine Einkäufe und max. 30min. spaziergänge nichts. Ich war schnell erschöpft und mein Körper ausgehend vom Kopf war merklich schnell überlastet. Ich war schnell müde und schlief jeden Tag ca 1-2 std. am nachmittag. Gut, ich lag auch 2 Wochen lang im KH und die Muskeln bauten stark ab. Ein Arzt meinte, 1 Woche liegen benötigt 2 Wochen Training um die Muskeln wieder wie vorher aufzubauen. Ich soll mich jedenfalls langsam herantasten und mein Körper sagt mir schon, was möglich ist. Abends habe ich kaum mehr etwas gemacht, weil zu müde. Lustlos würde ich nicht sagen, da ich mich grunsätzlich sehr gerne mit Freunden treffe, aber der Gedanke daran, in einem Lokal zu sitzen mit viel Lärm/Rauch usw. schreckt mich ab. Auch lange Gespräche sind anstrengend.

          Einen guten Tipp bekam ich von Verwandten: Ich soll mein Immunsystem, das nun komplett unten ist, mit Vitamin C und Zink aufbauen. Auch Vitamin B nehmen, was gut für die Nerven ist. Ich nehme das nun seit über einer Woche. Es geht mir langsam etwas besser und ich mache jeden Tag möglichst viel Bewegung. Aber richtig Sport machen (Fussball) wird noch länger nicht möglich sein. Ich bin heute das erste Mal mit dem Rad 30min zur Arbeit gefahren. Ich habe seit 6 Wochen kein Alkohol getrunken (Davor ca 3-5 Bier pro Woche). Diese Erkrankung und die Zeit im KH haben mich etwas verändert. Ich versuche gesünder zu Essen, zu Leben, auf mich zu achten. Ernährung, Sport und Ausgleich mit Famile steht ganz im Vordergrund. Ich merke, was ich kann und was noch nicht geht. Ich lasse mir Zeit mit der Entwicklung uns spüre wöchentlich das es besser wird. Die Berichte hier im Forum geben mit weiter Hoffnung, dass ich in einigen Monaten wieder "normal" bin.

          Mich würde interessieren, wie es Euch nach 3, 5 oder 10 Jahren nach der Meningitiserkrankung geht. Ist es komplett weg aus dem Hirn? Habt ihr EIntschränkungen? Könnt Ihr wieder an eure vorherigen Leistungsgrenzen gehen?

          Danke!



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          • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?

            Hallo zusammen,
            vor genau 18 Jahren hatte ich mich wahrscheinlich über eine Patientin mit einer Mumpsviruserkrankung angesteckt.Ich hatte abends plötzlich extreme Nackensteifigkeit und Schwindel, am nächsten Morgen heftigst Brechdurchfall,durch welchen ich im Bad kollabiert bin...und extreme Kopfschmerzen. Notarzt...Verdacht Gehirnhautentzündung...später kam noch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse und Leber hinzu. Ich hatte damals unglaubliche Schmerzen in Kopf und Rumpf,24/7 es hat mir aber niemand gesagt, was ich hätte.??? 10 Tage, ohne Unterbrechung...war in Uniklinik, 10 Tage nichts trinken und essen, nur Erbrechen, Infusionen...und irgendwelche Untersuchungen.schlimm. Habe es überstanden, nach 10 Tagen war der schlimme Spuk vorbei und ich war nur glücklich, dass ich meine kleine Familie wiedersehen durfte, meine beiden Kinder waren 2 Jahre und 9 Monate.
            6 Wochen später fingen die gleichen Symptome wieder an...bin sofort wieder in die Klinik...am Abend war dieser kleine Spuk dann glücklicherweise aber schon wieder vorbei, es war mir fast peinlich! ... ich konnte das kaum glauben.
            Ca 4 Wochen später hatte ich nachts wieder extreme Kopfschmerzen mit Erbrechen, diesmal ohne Bauchschmerzen....Notarzt, Spritze gegen Schmerzen, ich habe aber unter dem Schmerzmittel das heftige Dröhnen des Kopfes gespürt.
            Ca 4 Wochen später erneut diese heftigen Kopfschmerzen, habe dann Schmerzmittel holen lassen ...
            Diese Schmerzen haben nicht aufgehört, was ich lange gehofft hatte, sondern kamen immer wieder. Nun ist es eben schwere Migräne, 6-8 Mal im Monat. Seit 18 Jahren. Ich arbeite nicht mehr, habe unter großer Belastung, da alles so anstrengend geworden ist, vor allem auch Antrieb, Motivation und Konzentration, eine neue Ausbildung gemacht, weiss aber gar nicht, ob ich jemals wieder arbeiten kann, obwohl ich es mir so wünschte.
            Ich höre rechts anders, meine rechte Gesichtsseite ist manchmal leicht taub und seit einigen Wochen permanenter Drehschwindel.( Deswegen ist das "Thema" für mich wieder so aktuell und ich habe Angst.)
            Depressionen, z.T. schwer, seit ca 10 Jahren.
            Das ist aus mir geworden. Ich bin ein anderer Mensch geworden, meine Familie hat darunter ebenso gelitten.
            Ich habe einiges an Therapie ausprobiert und kann oftmals nicht mehr.
            Aber ich gebe nicht auf. In meinem inneren Kern spüre ich noch den Menschen, der ich einmal war.
            Ich warte aber immer noch sehr auf ein kleines Wunder bzw. ein Wundermittelchen ohne Nebenwirkungen...
            Falls das jemand von Euch kennen sollte, bitte mitteilen.
            Alles was ich sagen kann: Gebt auf Euch acht, lebt vielleicht etwas behutsamer und bewusster und geniesst die Tage, an denen es Euch gut geht!!!
            You never know und wie mein Sohn sagt: YOLO

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            • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?

              Das Forum hat mir sehr geholfen. Ich bin am 20.11.2015 mit einer bakteriellen Meningitis pe

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              • Re: Nachwirkungen einer überstandenen Meningitis?


                Hallo alle zusammen,

                bin 65 Jahre alt und im September 2017 an einer Pneumokokkenmeningitis erkrankt. Könnte im Zusammenhang mit einer ambulant durchgeführten Schmerztherapie bei Rückenbeschwerden stehen. Und mein Körper reagierte dann auch noch mit einer Autoimmunreaktion. Intensivstation, Akutneurologie, dann neurologische Frührehabilitation und Anschlussheilbehandlung, Insgesamt war ich fast 5 Monate lang in der Klinik. Hatte eine Gesichtsnervenlähmung (Schluck und Sprachstörung, Störung der Lippenmotorik, Lidschlussstörung), Verlust des rechten Gehörs, Urin- und Stuhlinkontinenz, Lähmung der Beine mit Sensibilitätsstörungen. Begleitet von einer Polyradikulitis/Polyneuritis.
                Ein Empyem an der Lendenwirbelsäule musste ausgeräumt werden, eine Liquordrainage wurde durch die Schädeldecke gelegt, senkte den schon bedenklich angestiegenen Hirndruck und förderte, bedingt durch den Spinalkanalabszess, goldgelbes Sekret.
                Ich bekam hochdosiert Antibiotika und Kortison.
                Etliche male wurde mein Liquor untersucht, mittels einer Lumbalpunktion. Da das zu nahe an der Wirbelsäule liegende Empyem nicht restlos operativ ausgeräumt werden konnte, erfolgte mittels MRT eine mehrmalige Verlaufskontrolle.
                Jetzt, nach 1 ½ Jahren, ist mir im Gesichtsbereich keine Störung mehr anzusehen, Sprechen und Schlucken funktionieren problemlos, ich kann auch wieder pfeifen. Mein Kopf arbeitet auch zufriedenstellend. Bin allerdings schnell erschöpft nach zuviel „Kopfarbeit“ und ich werde dann auch unsicher im Gang. Umgekehrt ist es genauso. Zu viel körperliches Training wirkt sich negativ auf die Gehirnleistung aus. Da merkt man erst einmal was das Gehirn eines gesunden Menschen alles gleichzeitig leisten muss. Ansonsten bin ich aber schon recht gut wieder zu Fuß unterwegs, benutzte dabei allerdings gerne den Gehstock. Die Inkontinenz beschäftigt mich immer noch sehr. Ein Hörgerät befindet sich in der Erprobungsphase. Zu allem Überfluss plagt mich (und meine Frau!) auch noch ein nerviger Reizhusten, der allerdings schon seit 2013. Und durch die zur Zeit vielen Medikamente und den ganzen Stress ist es nicht gerade besser geworden. Der Pulmologe setzt auf Kortison-Spray, der Gastroenterologe auf Pantoprazol. Alle oralen Medikamente wurden schon durchgecheckt und ausgetauscht.

                Aber es hätte alles viel schlimmer kommen können, deshalb meckere ich auf hohem Niveau. Aber es ist halt viel Zeit vergangen und ich frage mich zunehmend, wohin mein Weg mich noch führen wird. Physios und Ergos sind die wichtigsten Ansprechpartner für alle meine Zipperleins. Von meiner Neurologin würde ich mir mehr Engagement und Offenheit wünschen. Immerhin kann sie mit meinem grundlegenden Verständnis rechnen. Ich war bis zur Erkrankung als Krankenpfleger in der Chirurgie tätig.

                Es geht vorwärts, ja schon, aber eben soooo langsam. Und nicht immer steil nach oben. Und manchmal wird eine Verbesserung auch nicht unbedingt gleich so empfunden. Man gewöhnt sich auch an seine Defizite, lernt mit ihnen umzugehen. Und eine Veränderung ist dann erst mal schwierig zu akzeptieren, auch eine im guten Sinne. Eine gewisse Besorgnis, manchmal auch Angst, ist mein ständiger Begleiter. Zur Zeit ist besonders der wacklig gewordene Gang mein Sorgenkind. Das ging nämlich schon mal besser.

                Tja, so sieht es aus.
                Wem geht es so ähnlich?
                Hätte großes Interesse an einem ernsthaften Austausch.
                Liebe Grüße und allseits gute Besserung,

                Euer Meningo

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