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Protonenpumpenhemmer: Ernährung und Behandlungsende

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  • Protonenpumpenhemmer: Ernährung und Behandlungsende

    Hallo,

    ich habe Fragen zur Einnahme von Protonenpumpenhemmer bei Magenschleimhautentzündung.

    Anamnese: Bei mir wurde Ende Januar eine Magenschleimhautentzündung diagnostiziert.
    "Im Antrum ventriculi ist an der gesamten Zirkumferenz die Schleimhaut diffus gerötet und zeigt eine Schwellung."
    Behandelt werden soll diese laut Gastroenterologie mit Pantozol 40 mg.
    Dauer 4 Wochen.
    Dosis eine Tablette nüchtern morgens eine Stunde vor der ersten Mahlzeit.

    Angefangen hat alles mit immer wieder aufkehrenden Durchfällen nach Antibiotika-Einnahme im letzten Sommer (Mandelentzündung).
    Zunächst hatte mir mein Hausarzt Probiotika verordnet, die aber keine Linderung brachten.
    Stuhlprobe negativ bis auf wenige Clostridien.
    Überweisung zur Darmspiegelung. Dort optischer Befund negativ und laut Probenentnahme für Pathologie abklindende Darmentzündung.
    Letztere wurde nicht näher spezifiziert und es sollten laut Arztbrief keine weiteren Maßnahmen erforderlich sein.
    Ich hatte zunächst etwas Ruhe, um dann anstatt der Durchfälle Magenbeschwerden zu bekommen.
    Vor Weihnachten bzw. Silvester hatte ich jeweils eine kurze aber heftige Magen/Darm-Grippe mit Übelkeit und Erbrechen.
    Seit dem Jahresbeginn esse ich fast ausschließlich Schonkost.

    Meine Fragen:

    (1) Muss ich während der kompletten Einnahme des PPI Schonkost essen,
    weil (a) die Magenschleimhautentzündung ausheilen muss
    und/oder (b) der PPI die Magensäure verringert?

    (2) Kann ich nach Ablauf der 4 Wochen das PPI einfach weglassen oder muss ich dies ausschleichen?
    Muss ich in dieser Phase Schonkost essen, z.B. damit sich der Magen wieder an die Säure gewöhnt?

    Danke und gruß


  • Re: Protonenpumpenhemmer: Ernährung und Behandlungsende

    Nehmen Sie eine leicht verdauliche Mischkost zu sich, es sind keine strenge Diäten erforderlich, wichtig ist in erse Linie, daß Sie die Speisen gut vertragen. Kein Nikotin, Zigaretten sind der höchste Risikofaktor für Schleimhautreizungen, Schmerzmittel bitte nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Das Pantozol können Sie nach 4 Wochen einfach absetzen.
    MfG
    Dr. E. S.

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    • Re: Protonenpumpenhemmer: Ernährung und Behandlungsende

      Danke für Ihre Antwort. Wie sehr (in %) wird denn die Magensäureproduktion verringert bei Pantoprazol 40 mg?

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      • Re: Protonenpumpenhemmer: Ernährung und Behandlungsende

        Sehr geehrter Dr. Schönenberg,
        ich nehme Omebrazol aufgrund meines Refluxs´s -Zwerchfellbruch´s.
        Ich sollte eigentlich Kaffee oder Fruchtsaft meiden.
        Meine Frage an Sie da ich eigentlich auch leichte Kost mir nehmen sollte: Können Sie mir sagen an welche Lebensmittel ich mich halten sollte?

        Vielen Dank im Vorraus

        @ dermedicus
        T´schuldigung, dass ich mich so einfach in Deinen Thread gequetscht hab

        LG würmchen

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        • Re: Protonenpumpenhemmer: Ernährung und Behandlungsende

          Bei Reflux werden oft schlecht vertragen: Süsses, Säure (Weisswein!!), Pfefferminz (Kaugummi), Kaffee. Die Unverträglichkeiten sind immer individuell, also ausprobieren. Die Schonkost müssen Sie nicht weiter einhalten, probieren Sie besser aus, was individuell vertragen wird und was ungünstig ist.
          MfG
          Dr. E. S.

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          • Re: Protonenpumpenhemmer: Ernährung und Behandlungsende

            Vergessen:
            Die Protonoenblocker können Sie einfach absetzen.
            Dr. E. S.

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            • Re: Protonenpumpenhemmer: Ernährung und Behandlungsende

              Das habe ich schon versucht. Nach ca. 2 Monaten habe ich sie wieder genommen. Und ich hatte zu viel Angst, dass eine chronische Entzündung daraus entstehen könnte. Was meinen Sie: sind das nur "Entzugserscheinungen" und ich sollte dies einfach ignorieren?

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              • Re: Protonenpumpenhemmer: Ernährung und Behandlungsende

                Ich meine die schmerzhaften Übersäuerungen einfach ignorieren.

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                • Re: Protonenpumpenhemmer: Ernährung und Behandlungsende

                  Wenn die Säureblocker nicht helfen, ist eine Weiterführung dieser Therapie nicht sinnvoll. Alternativ könnten Sie Talcid o.ä. versuchen, dies hat einen etwas anderen Wirkmechnismus.
                  MfG
                  Dr. E. S.

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                  • Re: Protonenpumpenhemmer: Ernährung und Behandlungsende

                    Die Omeprazol helfen ja.
                    Nur, würde ich die auch wegen der fiesen Nebenwirkungen weg lassen. Aber wenn ich sie ganz weg lasse, kommen die schmerzhaften Übersäuerungen wieder - Und da habe ich Angst, dass daraus dann eine Chronische Sache(Schleimhautentzündung) wird.

                    Ich werde jetzt aber auf jeden Fall "Talcid" statt Omeprazol ausprobieren. Danke!

                    Ich habe nur noch eine Frage: Muss ich generell auf Kaffee verzichten, oder geht Koffeinfreier auch

                    LG würmchen

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