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Hilfe, was könnte das denn sein?

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  • Hilfe, was könnte das denn sein?

    Erstmal ein Hallo hier in die Runde! Ich hoffe, ich bin hier richtig gelandet. Kurz zu mir: Ich bin 16 Jahre alt, weiblich und habe seit knapp 3-4 Wochen mehrere Sachen mit mir "herumzuschleppen". Meine Krankheitsgeschichte begann vor - wie gesagt - 3-4 Wochen. Ich hatte immer nach dem essen Magenschmerzen. Als diese dann Tag für Tag schlimmer wurden und Übelkeit, Würgereiz und Appetitlosigkeit dazukamen, ging ich nach knapp 4 Tagen zum Arzt. Nach einer kurzen Befragung und Abtastung des Bauches kam die Ärztin zum Schluß, dass es sich wohl um eine Gastritis handeln würde und verschrieb mir Pantoprazol 40 mg für 2 Wochen. Sollte es mir nach 1 Woche nicht besser gehen, sollte ich wiederkommen. (Nebenbei erwähnenswert ist vielleicht, dass mein BMI normal ist und ich seit Beginn der Magenschmerzen Schonkost zu mir nahm. Also keine zu gesüßten/gesalzten/fettige usw. Lebensmittel.) Während dieser Woche wurden die Schmerzen nicht besser, es kamen Fieber (38,7°C) und ein Puls von 130 hinzu. Schluckprobleme ebenso, so dass jedes Essen zur Tortur wurde, weil der Magen anscheinend "dicht" machte. Also ging es nach der besagten Woche erneut zum Arzt ... Ein Ultraschall wurde gemacht, es wurden Gallensteine festgestellt. Ich wurde in eine Klinik überwiesen. Dort kam es zur Blutentnahme, Urinprobe, Blutdruckmessen, erneuter Ultraschall ... Gallensteine wurden erneut festgestellt und ich wurde mit einer Überweisung in eine andere Klinik in die chirurgische Abteilung entlassen. Nach 5 Stunden Klinik also keine wirkliche Hilfe. In der chirurgischen Abteilung wurde dann eine vergrößerte Milz durch erneuten Ultraschall festgestellt, ebenso das die Gallensteine nicht gewandert sind. Es wurde beschlossen, dass man Milz & Gallensteine vorerst nicht operativ entfernt, da sie noch keine Beschwerden machen. Ebenfalls "ermittelt" wurde, dass die Schmerzen in der Magengegend nicht durch Gallensteine oder Milz vorgerufen werden können. Die Blutergebnisse ergaben einen Entzündungswert (mir ist leider der Fachbegriff entfallen, entschuldigung...) von 50. Vorgesehen ist 0-5. 12 Stunden Klinik. Hilfe? Nicht wirklich. Ich wurde in eine Kinderklinik überwiesen. Dort wurde festgestellt, dass die Schmerzen aufgrund der Lage und Symptome eigentlich nur vom Magen kommen können. Juhu... Hatte ich nicht von Anfang an gesagt, ich hätte MAGENschmerzen? Egal. Ich bekomme ein Mittel gegen Schmerzen (höchstens 20 Tropfen 3x täglich) und soll das nichts-bringende Pantoprazol weiternehmen. Man wünscht gute Besserung und wird entlassen. Ein erneuter Bluttest soll nach dem Wochenende gemacht werden. Ich hätte heulen können. Keine Hilfe, Schmerzmittel und auch keine Diagnose. Nach 2 Wochen. Schmerzen bleiben. Das Wochenende vergeht, ich esse kaum was (werde aber "gezwungen", die Schmerzen kommen entweder direkt beim essen, danach, oder 1-2 Std danach.), will nichts mehr machen. Schule erscheint mir wie ein Hürdenlauf, den ich ohne Sprungfähigkeit meistern soll. Das Wochenende ist um. Auf zum Hämatologen. Die Bitte, doch bitte bei den Bluttest auch auf Helicobacter Pylori mitzutesten, wird strikt abgelehnt. Man sagt mir, "die Klinik könne nicht alles übernehmen" und "das soll mein Hausarzt erledigen". Ich sitze verständnislos da und erkläre, ich hätte Magenschmerzen. Zum gefühlt hundertsten Mal zähle ich alle Symptome auf. Der Arzt nickt, grinst und meint "eine Erkältung. Magenschmerzen seien normal, ich wäre gesund und solle mich nicht so anstellen." Er nimmt das Blut ab und verschwindet. Für 2 und halb Stunden. Er kommt wieder, ich habe derweil den Fehler gemacht und eine einzige Reiswaffel gegessen. Schmerzen. Er meint, ohne die Unterlagen zeigen zu wollen, alles wäre "ganz okay". Ich frage nach einer Magenspiegelung. Er lacht, meint "dass machen wir nur bei alten Leuten", und "ich bin jung und gesund", erneut "solle ich mich nicht so anstellen" und verschwindet. Er meinte, weil ich ein "Kind" bin, kann ich nichts schlimmes haben. Lustig, wo doch neben der Hämatologie die Onkologie liegt. Im Zimmer nebenan sehe ich Fünf- bis Sechszehnjährige, die Infusionen und Weiteres neben sich herschieben und einen kahlen Kopf besitzen. Aber: Kinder haben nichts schlimmes. Okay ... Mehrere Tage vergehen, schlaflose Nächte kommen und nichts lässt nach. Ich bekomme eiskalte Hände, auch bei Bewegung, bei wärmenden Getränken, warmen Räumen, Kleidung, Decken. Die Hände bleiben kalt, teilweise sehen die Fingernägel bläulich aus. Meine Mutter erträgt mein ständiges "Ich will nichts essen, ich habe Schmerzen, ich habe das Gefühl ich muss brechen und mir ist Kalt" wohl nicht mehr und schleppt mich zum Hausarzt. Diese liest einmal quer die Krankenakte durch, zuckt die Schultern und schickt mich zum Gastrologen. Der Termin wird gemacht. Ein Vorgespräch. Ich wappne mich auf explizite Fragen. Welche Art von Schmerzen? Wie lange anhaltende Schmerzen? Welches Essen zur welcher Zeit? etc. Der behandelnde Arzt sagt "Guten Tag", gefolgt von "Erzählen Sie". Ich beginne: "Ich habe seit 3-4 Wochen im oberen linken Bauchbereich Schmerzen und --" Mehr will er nicht wissen. Wir machen eine Magenspiegelung, den Termin bekomme ich draußen. 2 Minuten, kein Abtasten, keine Fragen ... Nichts. Der Arzt hat keinerlei Akten von oder über mich und der Beschwerden. Ich habe das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, ganz nach dem Motto "Wenns sein muss". Ich bekomme ein neues Rezept für Pantoprazol - auch nachdem ich sagte, es hätte garnicht geholfen - und einen Termin für übernächste Woche zur Gastroskopie. Ich heule innerlich. 5-6 Wochen mit Schmerzen? Achso, ist nur eine Erkältung, stimmt ja. Ein erneutes Wochenende kommt, mein Appetit verringert sich. Mein Ekel vor Fettigen und Fleisch steigt, schon beim Geruch kommt der Würgereiz. An Verzehr ist nicht zu denken. Meine Mutter ruft nochmals beim Gastrologen an. Der Termin wird um 2 Tage nach vorne verschoben, denn man ist "voll ausgebucht" und "die Schmerzen bitte mit Schmerzmittel und Schonkost vermindern". Schade, dass das nichts bringt. Jetzt darf ich warten, im Bett liegen und hoffen, dass ich nicht noch wegen Schmerzen durchdrehe oder losheule. Ach, ganz vergessen: Morgens (nach u. vor dem Frühstück) hab ich teilweise Schwindel und eigentlich immer so eine Übelkeit. Auch bei gewissen Gerüchen, oder dem Sehen von gewissen Nahrungsmitteln (wirklich.) ist die Übelkeit da. Ich weiß nicht, ob es wichtig sein könnte, aber auch Tabletten gegen Sodbrennen helfen beim Brennen nicht, sondern verschlechtern eher. Ich weiß, es ist irre viel zum lesen ... Es tut mir Leid, aber ich weiß nicht wohin damit. Habe die Beschwerden mittlerweile schon bei/m: Husten, lachen, beugen, seitlich liegen, Treppen gehen, strecken, nach dem essen, während dem essen, sitzen, wenn ich Druck auf der Stelle habe ... Rennen oder Sport etc. Kann ich im Moment knicken. Generell alles, dass Leistung fördert. (Wache teilweise 3 Mal nachts auf, kalt nassgeschwitzt ...) Was könnte das denn sein? Es schränkt meine Lebensbegeisterung recht ein, bin dadurch auch schnell reizbar geworden. Vielen Dank an alle Antworten! Liebe Grüße.

  • Re: Hilfe, was könnte das denn sein?

    Kurzer Nachtrag: Auf Allergien u. Verträglichkeiten wurde ich getestet, sind nicht vorhanden. Mein "Nahrungs"plan ist auch nicht abgewichen o.Ä.

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    • Re: Hilfe, was könnte das denn sein?

      Wechseln Sie den Hausarzt !
      Natürlich kann ich keine Ferndiagnose stellen, aber vieles spricht im Beginn der Beschwerden für eine Infektion (erhöhte Entzündungsewerte etc.). Die Blutwerte sollten noch mal kontrolliert werden,Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktose- und Fruktoseintoleranz sollte man ausschließen ebenso wie eine Sprue (Bluttest bzw. Probenentnahme bei einer Magenspiegelung). Auch ein Wurmbefall wäre möglich, dazu muss der Stuhl untersucht werden. Da Pantozol nicht hilfreich ist, können Sie es weglassen, versuchen Sie eher Carminativum oder Iberogast Tropfen.
      MfG
      Dr. E. S.

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      • Re: Hilfe, was könnte das denn sein?

        Liebe Fr. Dr. Schönenberg, Vielen herzlichen Dank für daa Durchlesen und Beantworten meiner Nachricht! Das Vorhaben, den Hausarzt zu wechseln, habe ich mir bereits vorgenommen. Mit freundlichen Grüßen
        Wechseln Sie den Hausarzt ! Natürlich kann ich keine Ferndiagnose stellen, aber vieles spricht im Beginn der Beschwerden für eine Infektion (erhöhte Entzündungsewerte etc.). Die Blutwerte sollten noch mal kontrolliert werden,Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktose- und Fruktoseintoleranz sollte man ausschließen ebenso wie eine Sprue (Bluttest bzw. Probenentnahme bei einer Magenspiegelung). Auch ein Wurmbefall wäre möglich, dazu muss der Stuhl untersucht werden. Da Pantozol nicht hilfreich ist, können Sie es weglassen, versuchen Sie eher Carminativum oder Iberogast Tropfen. MfG Dr. E. S.

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        • Re: Hilfe, was könnte das denn sein?

          Noch ein kurzer Nachtrag: Die Gastroskopie ergab nichts. Also weder die äußerliche Sicht oder Laborbefunde. Jetzt wird nichts mehr gemacht, zumindest soll ich vorerst auf die Ernährung achten und das war's... Komisch, wo ich das doch die ganze Zeit über mache? (Ein Infekt wurde im Übrigen auch ausgeschlossen, auf Nachfrage wurde mir das vom behandelnden Arzt mitgeteilt.) Und jetzt? Haben Sie eventuell noch eine "Idee"? Vielen Dank und liebe Grüße!

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