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Ständiges Sodbrennen

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  • Ständiges Sodbrennen

    Hallo,
    nach einer Gastritis, Refluösophagitis (Los Angeles Stadium A) und Helicobacterinfektion im Oktober 2010 habe ich immer wieder Probleme mit ziemlichem Sodbrennen. Damals stand im Bericht auch, dass mein Mageneingang nicht korrket schließt.

    MAnchmal habe ich so doll Sodbrennen, dass nach einiger Zeit alles vom Magen - das Brustbein hoch bis zum Kehlkopf schmerzt. Dazu kommt häufiges Aufstoßen.

    Ich kann ja nicht dauerhaft Omeprazol nehmen. Gibt es Alternativen ohne Nebenwirkungen, die mir dauerhaft helfen?

    Langsam bin ich echt verzweifelt.

    Danke und beste Grüße


  • Re: Ständiges Sodbrennen


    Halli Hallo ) ich habe auch ab und zu mal Sodbrennen und kann nicht wirklich nachvollziehen warum und weswegen. Weil essen tue ich fast immer das gleiche. Und ich ernähre mich auch nicht so ungesund. Ich esse viel Getreide, Gemüse, bzw. Salate, Eisweiss und Fisch. Und die Supper liebe ich auch. Vielleicht von der Schokolade, die ich mir manchmal erlaube. Ich weiss nur, dass ich immer Sodbrennen von Orangen, Tomaten und dem grünen Tee habe. Und deswegen versuche ich es auch diese Produkte zu vermeiden. Also woran kanns liegen? Wer kann mir das sagan und was kann man dagegen tun? Liebe Grüße Val

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    • Re: Ständiges Sodbrennen


      Hallo Quellbrunn,
      da ich selber eine Refluxösophagitis hatte kenne ich deine Probleme mit Sodbrennen. Auch ich hatte damals einen schlechten Kardiaschluss, dazu kam noch eine Hiatushernie. Weil es dadurch zu schweren Entzündungen der Speiseröhre kam wurde dies mit Pantoprazol behandelt. Nachdem die Entzündungen abgeheilt waren wurde mir eine Dauermedikation von 20 mg Pantoprazol empfohlen. Nachdem sich die Beschwerden nach ca. 3 Jahren wieder verschlimmerten stellte man bei einer erneuten Gastroskopie eine schwere Entzündung der Speiseröhre fest und leider hat sich in der Zeit auch noch ein Barrett gebildet. Aufgrund dieser Befunde habe ich mich sofort zu einer OP entschieden. Dabei wurde der Bruch behandelt und eine Fundoplikatio gemacht. Für mich persönlich war diese OP die beste Lösung wenngleich es darüber auch sehr geteilte Meinungen gibt. Zumindest kann man nach dieser OP in den meißten Fällen auf Medikamente verzichten, was bei den Nebenwirkungen dieser PPI-Hemmer schon mal ein großer Vorteil ist.
      Gruß,Sokar

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      • Re: Ständiges Sodbrennen


        Hallo Valerie,
        hast du denn schon mal eine Magenspiegelung machen lassen. Wenn nicht solltest du dich von deinem Hausarzt zu einem Gastroenterologen überweisen lassen um dich spiegeln zu lassen denn nur so kann man mit Sicherheit sagen was die Ursachen für deine Beschwerden sind. Falsche Ernährung kann das Sodbrennen sicherlich verstärken, aber meißt sind andere Grunderkrankungen Auslöser für die Beschwerden wie z.B. ein schwacher Schließmuskel an der Speiseröhre oder ein Zwerchfellbruch.
        Wenn man nur ab und zu Sodbrennen kann man natürlich auch Säureblocker wie z.B. Pantoprazol nehmen die auch gut wirken, aber man weiß dann natürlich nicht ob man vielleicht schon eine Entzündung hat, aus der sich evt. ein Barrett-Syndrom entwickeln kann, wie ich selbst erfahren mußte.
        LG,Sokar

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        • Re: Ständiges Sodbrennen


          Warum kannst Du nicht ständig Omeprazol nehmen ?
          Ich nehme schon seit ca. 10 Jahren Pariet 10 mg und habe keine Probleme damit.

          buehli

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          • Re: Ständiges Sodbrennen


            Hallo,
            nachdem ich so viele Berichte über Sodbrennen und Refluxleiden gelesen habe, möchte ich ebenfalls einen Beitrag leisten mit der Erläuterung meines Leidensweges.
            In April 2009 fing ich an unter der Refluxkrankheit zu leiden. Was mich im Nachhinein nicht wundert.
            Ich arbeite als selbstständiger Unternehmer weit mehr als 8 Stunden pro Tag. Der Stress ist wie bei jedem ein alltägliches Phänomen. Ich sitze den ganzen Tag am Computer, mehrere Stunden ohne zu Essen, mein Magen knurrt, dies will ich noch erledigen, das möchte ich noch nachsehen, … Und dann plötzlich, innerhalb einer Minute, ohne zu kauen, verschlinge ich die Hälfte der täglichen Menge, da das essen ja eine Zeitverschwendung bedeutet. Natürlich starre ich sitzend beim Essen, nach vorne auf vollen Magen beugend, auf den Computer.
            Im Laufe des Tages habe ich nicht auf die Einhaltung der Mahlzeiten geachtet. Dafür abends, als ich nach Hause ging, musste ich meinen Hunger durch große Nahrungsmengen stillen. Nach einem anschließenden Glas Sprudel, überrollte mich die Müdigkeit und ich ging schlafen.
            Ich hatte Albträume in der Nacht. Wachte oft mit einem brennenden Gefühl im Magen und einen sauren, metallischen Geschmack im Mund auf. Jetzt weiß ich, dass dieses Gefühl bei der Entstehung einer Schleimhautentzündung der Speiseröhre bzw. einer Refluxösophagitis erscheint.
            Mehrmals legte ich mich nicht mehr zurück, sondern setzte mich am Bettrand. Ich befand mich in einem sozusagen Komazustand, ein schreckliches Gefühl, begleitet von saurem Geschmack im Mund, raue Zungenoberfläche, und hatte mit Krächzen, Räuspern, Husten zu kämpfen.
            Den ganzen Tag kämpfte ich mit einer dumpfen Müdigkeit, eine konstante Schläfrigkeit, und wurde mit einem Rückgang meiner Aufmerksamkeit und Konzentration konfrontiert. Die Autofahrten waren durch konstanten Schlafdruck bzw. Dumpfheit die Hölle.
            Der Konsum von bestimmten Lebensmitteln wie z.B. Kaffe, Tomaten, Schokolade, führte anschließend zu einem brennenden Gefühl im Magen. Dies verstärkte meine schlechte Stimmung und eine starke Mundtrockenheit trat zusätzlich auf.
            Ich ging zum Arzt, der mich auf der Grundlage der Symptome zu einer Magenspiegelung schickte, wo eine Refluxkrankheit diagnostiziert wurde. Es folgte ein halbes Jahr lang eine medikamentöse Behandlung. Meine Ernährungsgewohnheiten musste ich ändern. Ich esse mehrmals kleinere Portionen auf den ganzen Tag verteilt, damit mein Magen sich nicht ausdehnt.
            Ich habe versucht, alles gegen die Refluxkrankheit zu unternehmen, und habe mich an die ärztlichen Anweisungen gehalten:
            *Ich nahm die Medikamente ein.
            *Ich änderte meine Essgewohnheiten, verteilte die Menge, die ich früher auf einmal aß auf 5-6 Mahlzeiten über den ganzen Tag.
            *Körpergewichtsabnahme: Ich wog 120 kg, und da ich bis heute nicht gerne laufe, ging ich 1-1,5 Stunden täglich spazieren. Es half mir sehr viel.
            *2-3 Stunden vor dem Schlafengehen esse ich nichts mehr. (Manchmal passiert es schon).
            Diese Maßnahmen führten bald zum gewünschten Erfolg.
            - Die Reflux-Symptome wurden durch die Medikamente verringert.
            - Mein Magen ist durch die Ernährungsänderung nicht mehr gestresst, und mein Empfindungszustand hat sich mit einer Reflux-Diät verbessert.
            - Innerhalb eines Jahres habe ich 30 kg verloren, wiege so unter 90 kg und behalte dieses Gewicht heute auch bei. Leider konnten die Medikamente nur während des Tages helfen, da sie nicht in der Lage waren die Schwerkraft zu überwinden. Somit floss in der Nacht die Magensäure ununterbrochen zurück in die Speiseröhre. So leidete ich nur noch unter nächtlichen Reflux.

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